Die vierzehn Unfehlbaren

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Die vierzehn Unfehlbaren sind nach schiitischer Glaubenslehre fehlerlos und gefeit vor Sünde und Irrtum (sie werden nach der arabischen Terminologie mit ma᾽ṣūm (arabisch: معصوم) fehlerlos und mit ᾽Iṣmah (arabisch: عِصمَة) - Unfehlbarkeit bezeichnet). Zu diesen gehören der Prophet Muḥammad (s.), dessen Tochter Fāṭima az-Zahrāʾ(s.) und die zwölf Imame der Schiiten. Dieser Glaube geht auf den at-Taṭhīr Vers, den Ulūl al-Amr Vers, auf die Ḥadīṯ aṯ-Ṯaqalain und einige andere Koranverse, Überlieferungen und dergleichen zurück. Die vierzehn Unfehlbaren im Überblick:

Ghadir Khum, von Mahmud Farschchian
  1. Prophet Muḥammad (s.)
  2. Amīr al-Mu᾽minīn, Imam ᾽Alī b. Abī Ṭālib (a.)
  3. Fāṭima az-Zahrā᾽ (s.)
  4. Ḥasan b. ᾽Alī, Imam al-Ḥasan Muǧtabā (a.)
  5. Sayyid aš-Šuhadā᾽, Imam al-Ḥusein (a.)
  6. Zain al-᾽Abidīn, Imam as-Sağğād (a.)
  7. Muḥammad b. ᾽Alī, Imam al-Bāqir (a.)
  8. Ǧa᾽far b. Muḥammad, Imam aṣ-Ṣādiq (a.)
  9. Musā b. Ǧa᾽far, Imam Kāẓim (a.)
  10. ᾽Alī b. Mūsā, Imam ar-Riḍā (a.)
  11. Muḥammad b. ᾽Alī, Imam al-Ǧawād (a.)
  12. ᾽Alī b. Muḥammad, Imam al-Hādī (a.)
  13. Ḥasan b. ᾽Alī Imam, Ḥasan al-᾽Askarī (a.)
  14. Ḥuǧat b. al-Ḥasan, Imam Mahdī (a.)

Stellung der vierzehn Unfehlbaren

Hauptartikel: ᾽Iṣmah, die besondere Stellung der Ahl al-Bait (a.), die religiöse Autorität der Ahl al-Bait (a.), die Pflicht der Folgeleistung gegenüber der Ahl al-Bait (a.) und die Liebesbezeugung gegenüber der Ahl al-Bait (a.).

Aus schiitischer Sicht besitzen die vierzehn Unfehlbaren (Ma᾽ṣūmīn), welche vorwiegend unter der Bezeichnung Ahl al-Bait erwähnt werden, die Stellung des Iṣmah, der Unfehlbarkeit und sind bezüglich der Tugendhaftigkeit, göttlicher Bestätigung bezeugend, den anderen Ṣaḥāba (Gefährten) überlegen, wobei es für die Muslime eine Pflicht (wāǧib) ist sie zu lieben. Nach der schiitischen Lehre fällt die Wilāya (Führungsauftrag) der Muslime der Ahl al-Bait (a.) zu. Die Muslime sind verpflichtet sich in religiösen Fragen, angesichts der rechtmäßigen Autorität der Ahl al-Bait (a.), nur an sie zu wenden.

Name Beinamen Kuniya Stellung Geburtstag Geburtsjahr Geburtsort Todestag Todesjahr Todesort Todesursache Begräbnisort
Muḥammad ibn ᾽Abdullah Rasūlullah Abūlqāsim Prophet des Islam 12. oder 17. Rabī᾽ al-Awwal 1 ᾽Am al-Fīl–569 n.Ch. Mekka 28. Ṣafar 11 n.H./632 n.Ch. Medina -- Medina
Fāṭima Zahrā᾽-Ṣiddīqah-Batūl Um Abīhā-Um al-A᾽imah Mutter der Imame 8. Ǧamādī aṯ-Ṯānī 5. Bi᾽ṯat Mekka 3. Ǧamādī aṯ-Ṯānī 11 n.H. Medina Sie wurde bei dem Angriff ᾽Umars und seiner Gefährten auf das Haus Imam ᾽Alīs (a.), welcher stattfand, um den Treueid für Abū Bakrs Kalifat zu erzwingen, verletzt und starb nur wenige Tage danach den Märtyrertod unbekannt
᾽Alī ibn Abī Ṭālib Amīr al-Mu᾽minīn Abā al-Ḥasan-Abū Turāb erster Imam der Schiiten 13. Raǧab 30. ᾽Am al-Fīl Mekka (Ka᾽ba) 21. Ramaḍān 40 n.H. Kufa durch einen Schwerthieb von Ibn Mulǧam Murādī in der Gebetsnische der Kufa Moschee wurde er zum Märtyrer Naǧaf
Ḥasan b. ᾽Alī Muǧtabā Abā Muḥammad zweiter Imam der Schiiten 15. Ramaḍān 2 oder 3 n.H. Medina 28. Ṣafar 50 n.H. Medina auf Anregung Mu᾽āwīyas wurde er von seiner Frau Ǧa᾽da, die Tochter von Aš᾽aṯ b. Qais vergiftet. Medina Baqī᾽-Friedhof
Ḥusein b. ᾽Alī Sayyid aš-Šuhadā᾽ Abā ᾽Abdullah dritter Imam der Schiiten 3. Ša᾽bān 3 oder 4 n.H. Medina 10. Muḥarram᾽Ašūrā᾽|61 n.H. Karbalā in der Schlacht gegen die Armee von Yazīd wurde er und seine Gefährten zu Märtyrern Karbalā
᾽Alī b. al-Ḥusein Saǧǧād, Zain al-᾽Abidīn Abā al-Ḥasan vierter Imam der Schiiten 5. Ša᾽bān 38 n.H. Medina 25. Muḥarram 95 n.H. Medina auf Anordnung des umayyadischen Kalifen Walīd b. ᾽Abdulmalik wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Medina (Baqī᾽-Friedhof)
Muḥammad b. ᾽Alī Bāqir al-᾽Ulūm Abā Ǧa᾽far fünfter Imam der Schiiten 1. Raǧab 57 n.H. Medina 7. Ḏī al-Ḥaǧǧa 14 n.H. Medina auf Anordnung des umayyadischen Kalifen Hišām b. ᾽Abdulmalik wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Medina (Baqī᾽-Friedhof)
Ǧa᾽far b. Muḥammad Ṣādiq Abā ᾽Abdullah sechster Imam der Schiiten 17. Rabī᾽ al-Awwal 83 n.H. Medina 25 Šawwāl 148 n.H. Medina auf Anordnung des abbasidischen Kalifen Manṣūr wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Medina (Baqī᾽-Friedhof)
Mūsā b. Ǧa᾽far Kāẓim Abā al-Ḥasan siebter Imam der Schiiten 7. Ṣafar 128 n.H. Medina 25. Raǧab 183 n.H. Kāẓimein auf Anordnung des abbasidischen Kalifen Hārūn ar-Rašīd wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Kāẓimein
᾽Alī b. Musā Riḍā Abā al-Ḥasan achter Imam der Schiiten 11. Ḏī al-Qa᾽da 148 n.H. Medina Ende Ṣafar 203 n.H. Ṭūs, Maschhad auf Anordnung des abbasidischen Kalifen Ma᾽mūn wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Maschhad
Muḥammad b. ᾽Alī Taqī, Ǧawād Abā Ǧa᾽far neunter Imam der Schiiten 10. Raǧab 195 n.H. Medina Ende Ḏī al-Qa᾽da 220 n.H. Kāẓimein auf Anordnung des abbasidischen Kalifen Mu᾽taṣim und durch seiner Ehefrau Um Faṣl, der Tochter von Ma᾽mūn wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Kāẓimein
᾽Alī b. Muḥammad Hādī, Taqī Abā al-Ḥasan zehnter Imam der Schiiten 15. Ḏī al-Ḥaǧǧa 212 n.H. Medina (Ṣeriya) 3. Raǧab 254 n.H. Sāmirā auf Anordnung des abbasidischen Kalifen al-Mu᾽tiz billah wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Sāmirā
Ḥasan b. ᾽Alī Zakī, ᾽Askarī Abā Muḥammad elfter Imam der Schiiten 10. Rabī᾽ aṯ-Ṯānī 232 n.H. Medina 8. Rabī᾽ al-Awwal 260 n.H. Sāmirā auf Anordnung des abbasidischen Kalifen al-Mu᾽tiz billah wurde er vergiftet und starb den Märtyrertod Sāmirā
Ḥuǧat b. al-Ḥasan Qā᾽im Abālqāsim zwölfter Imam der Schiiten 15. Ša᾽bān 255 n.H. Sāmirā Beginn der Imāmat 9. Rabī᾽ al-Awwal 260 n.H. er lebt in Verborgenheit

Weblinks