Imam al-Ḥusein (a.)

Aus WikiShia
(Weitergeleitet von Imam al-Ḥusain (a))
Wechseln zu: Navigation, Suche

al-Ḥusein b. ʿAlī b. Abī Ṭālib (a.) (arabisch: حسین بن علی بن ابی‌طالب), wohlbekannt unter den Titeln Abā ʿAbdullah und Sayyid aš-Šuhadāʿ (4 – 61 n.H.), ist der dritte Imam der Schiiten, dessen Imāmat zehn Jahre andauerte und welcher bei dem ʿAšūrāʿ Ereignis als Märtyrer fiel. Er ist das zweite Kind von Imam ʿAlī (a.) und Fāṭima az-Zahrāʾ(s.) sowie eines der Enkelkinder des Propheten Muḥammad (s.). Historischen Berichten zufolge, schiitischen und sunnitischen, habe der Prophet (s.) schon bei der Geburt Imam Ḥuseins (a.) seinen Märtyrertod vorhergesagt und ihm den Namen Ḥusein gegeben. Der Gesandte Gottes liebte die Ḥasanein (Ḥasan und Ḥusein) sehr und empfahl auch den anderen es zu tun. Imam Ḥusein (a.) gehört zu den Aṣḥāb al-Kisā, war unter den Anwesenden beim Mubāhala Ereignis und gilt ebenfalls als eines der Mitglieder der Ahl al-Bait (a.), über welche der at-Taṭhīr Vers herabgesandt worden war. Es liegen viele Überlieferungen des Propheten (s.) vor, in denen er über ihre Vorzüglichkeit gesprochen hat, wie z.B. Ḥasan und Ḥusein sind die Fürsten der Jünglinge im Paradies oder Ḥusein ist die Leuchte der Rechtleitung und das Schiff der Rettung.

Über die dreißig Lebensjahre des dritten Imams der Schiiten nach dem Ableben des Propheten (s.) liegen nur wenige Berichte vor. Während der Regierungszeit ʿAlī 's (a.) stand er ihm bei und nahm auch an den Schlachten jener Zeit teil. In der Zeit des Imāmat Imam Ḥasans (a.) war er sein Anhänger und Unterstützer. Den Friedensvertrag mit Muʿāwiya befürwortete er ebenfalls. Nach dem Märtyrertod seines Bruders hielt er sich bis zum Tode Muʿāwiyas an das Abkommen Imam Ḥasans (a.) und gab als Antwort auf einige Briefe der Schiiten Kūfas, welche ihm die Führung zusprachen und sich auf einen Aufstand gegen die Umayyaden als vorbereitet erklärten, Geduld bis zum Tode Muʿāwiyas zu haben.

Die Zeit des Imāmat Ḥusein b. ʿAlīs (a.) überschnitt sich mit der Herrschaftszeit Muʿāwiyas. Der islamischen Geschichtsschreibung zufolge habe Imam Husein (a.) in einigen Fällen heftig gegen die Handlungen Muʿāwiyas protestiert. Beispielsweise schrieb er ihm nach dem Tode von Ḥuğr b. ʿAdī einen mahnenden Brief. Bezüglich der unrechtmäßigen Nachfolgerschaft Yasīds weigerte er sich ihm den Treueeid (Baiʿa) zu leisten. In einer Rede, in Anwesenheit Muʿawiyas und anderer erklärte er Yasīd für unwürdig und als nicht rechtmäßige Person zur Übernahme des Kalifats. Die Ḫuṭba Imam Ḥuseins (a.) in Mina gilt als die Manifestation seiner politischen Stellungnahme gegenüber den Umayyaden. Es wurde überliefert, daß Muʿawiya wie die anderen drei ersten Kalifen nach dem Tode des Propheten (s.) nur heuchelnd Ḥusein b. ʿAlī Respekt erwies.

Nach dem Tode Muʿāwiyas erklärte Imam Ḥusein (a.) den Baiʿa (Treueeid) mit Yasīd als illegitim und machte sich, angesichts der Anordnung Yasīds zu seiner Ermordung, sollte er den Baiʿa verweigern, am 28. Rağab des Jahres 60 n.H. von Medina nach Mekka auf. Während seines viermonatigen Aufenthalts in Mekka erhielt er unzählige Briefe von den Kūfanern mit dem Inhalt doch ihre Führung zu übernehmen. Nachdem dort sein Gesandter Muslim b. ʿAqīl dieses ehrenvolle Anliegen der Kūfaner bestätigt hatte, begab er sich am 8. Ḏu al-Ḥiğğa, bevor ihn die Nachricht über den Wortbruch der Kūfaner und die Ermordung Muslims erreichte, auf den Weg nach Kūfa.

Als Ibn Ziyād, Gouverneur der Stadt Kūfa davon erfuhr, entsandte er Ḥurr b. Yasīd mit einer Gefolgschaft von tausend Soldaten um den Weg Imam Ḥuseins (a.) abzuschneiden, so daß dieser seinen Kurs ändern und nach Karbalā weiterziehen mußte. Am ʿAšūrā Tag kam es dann zwischen Imam Ḥusein (a.) zusammen mit seinen Gefährten zur Schlacht mit der Kūfanischen Armee unter dem Befehl ʿUmar b. Saʿd, bei der der Imam und ungefähr 72 seiner Gefährten als Märtyrer fielen. Danach wurden die Frauen und Kinder, ebenso Imam as-Sağğād (a.), welcher zu dieser Zeit schwer krank war, in Gefangenschaft genommen und erst nach Kūfa, dann weiter nach Sam gebracht. Der Leichnam Imam Ḥuseins (a.) und die seiner Gefährten wurden am 11. Oder 13. Muḥarram von dem Banī Asad Stamm in Karbalā begraben.

Ḥusein b. ʿAlī wird außer seiner besonderen Stellung, die er bei den Schiiten als der dritte Imam und als Fürst der Märtyrer einnimmt, auch von den Sunniten verehrt und zwar aufgrund seiner von dem Propheten (s.) überlieferten Vorzüglichkeiten und ebenso aufgrund seines Widerstandes gegen Yasīd.

Seine Aussprüche und Werke in Form von Überlieferungen, Bittgebeten, Briefen, Gedichten und Reden (Ḫuṭba) sind in dem Buch Mūsūʿat Kalamāt al-Imām al-Ḥusein und dem Buch Musnad al-Imām aš-Šahīd zusammengefasst. Über seine Persönlichkeit und sein Leben entstanden ebenfalls viele Werke in Form von Enzyklopädien, Biografien, Maqtal und analytischen Geschichtsbüchern.

Name, Abstammung, Beiname

Schiitischer und sunnitischer Quellen zufolge habe der Prophet (s.) ihm den Namen Ḥusein gegeben.[1]Gemäß der Überlieferung fand diese Benennung auf Gottes Befehl statt.[2]Die Namen Ḥasan und Ḥusein, welche es unter den Arabern der vorislamischen Zeit überhaupt nicht gab[3] sind gleichbedeutend mit Šubbar und Šubeir[4], die Namen der zwei Söhne Aarons.[5]Allerdings gibt es noch andere Berichte über seine Benennung, z.B. daß Imam ʿAlī (a.) zuerst seinem Sohn den Namen Ḥarb oder Ğaʿfar geben wollte, der Prophet (s.) jedoch den Namen Ḥusein auswählte.[6] Manche halten diese Überlieferung für erfunden und führen zur Widerlegung einige Gründe an.[7]

Imam Ḥusein (a.) ist der Sohn Imam ʿAlī' s (a.) und Fāṭimas (s.) sowie das Enkelkind des Propheten Muḥammads (s.). Er stammt aus der Familie der Banī Hāšīm und zwar aus dem Stamm der Qureiš. Imam Ḥasan al-Muğtabā (a.), ʿAbbās (a.), Muḥammad b. Ḥanafiyya sind seine Brüder und Zeinab (s.) ist seine Schwester. [8]

Seine Beinahmen (Kuniya) sind Abū ʿAbdulla[9], Abu ʿAlī, Abū aš-Šuhadāʿ (Vater der Märtyrer), Abu al-Aḥrār (Vater der Freien) und Abu al-Muğāhidīn (Vater der Jihadmachenden) und seine Titel, wovon er einige mit seinem Bruder Imam Ḥasan (a.) gemeinsam hat, wie zum Beispiel Sayyid Šabāb Ahl al-Ğannah (Fürste der Jünglinge im Paradies). Einige andere seiner Titel sind folgende: Zakīī, Ṭayyib, Mubārak, Wafī, ad-Dalīl ᾽alā Ḏātallah, Rašīd und at-Tābiʿ li Marḍātallah.[10]Ibn Ṭalḥa Šāfiʿī bezeichnete Zakīī als den bekannteren dieser Titel und Sayyid Šabāb Ahl al-Ğannah als den wichtigsten.[11]In manchen Überlieferungen wird Ḥusein mit den Titeln Šahīd oder Sayyid aš–Šuhadā bezeichnet[12], wobei Ṯārallah und Qatlīl al–ʿAbarāt noch weitere Titel sind, welche man in einigen Ziyāras findet.[13]

In einer Ḥadīṯe des Propheten (s.), die von vielen schiitischen und sunnitischen Quellen überliefert worden ist, steht geschrieben : Ḥusein Sibṭan min al-Asbāṭ (Ḥusein ist einer der Sibṭ)[14]Sibṭ bedeutet in dieser Überlieferung und auch in einigen Versen des Qur᾽āns der Imam, der von Gott erwählt wurde und von den Nachkommen der Propheten ist.[15]

Biografie

Ḥusein b. ʿAlī wurde in Medina geboren. Manche sind der Meinung, es war das dritte Jahr n.H., aber das bekannteste und bevorzugteste Datum ist das vierte Jahr n.H. Über seinen Geburtstag ist man sich uneinig. Bekannt ist der 3. Šaʿbān, aber Scheich Mufīd ist der Meinung, es ist der 5. Šaʿbān.

In den schiitischen wie sunnitischen Überlieferungen heißt es, daß der Prophet (s.) bei seiner Geburt weinte, da er seinen Märtyrertod vorhersah. Einer weiteren Überlieferung aus dem Buch al-Kāfī zufolge, nahm Ḥusein weder von seiner Mutter noch von anderen Frauen die Brust. Es wurde ebenso überliefert, daß Um Faḍl, die Ehefrau von ʿAbbās b. ʿAbdulmuṭalib träumte, daß ein Stück des Körpers des Propheten (s.) in ihren Schoß gesetzt wurde. Der Prophet (s.) hätte ihr den Traum gedeutet und gesagt, Fāṭima wird einen Sohn zur Welt bringen und du wirst seine Amme sein. Als Ḥusein zur Welt kam soll sie die Aufgabe des Stillens übernommen haben. Einigen Quellen zufolge war die Mutter von ʿAbdullah b. Yaqṭar die Amme von Imam Ḥusein (a.), doch Ḥusein soll von keiner dieser beiden Frauen die Brust genommen haben.

In den sunnitischen Quellen heißt es, daß der Gesandte Gottes (s.) unter den Ahl al-Bait (a.) Ḥasan und Ḥusein am meisten liebte und daß diese Liebe so groß war, daß, wenn sie die Moschee betraten der Prophet (s.) seine Rede unterbrach, von der Kanzel herabstieg und sie umarmte. Von dem Propheten (s.) wurde überliefert, die Liebe zu diesen beiden hat meine Liebe zu jemand anders verhindert.

Ḥusein war neben anderen der Aṣḥāb al-Kisā beim Mubāhala Ereignis anwesend und als der Prophet (s.) starb war er erst sieben Jahre alt. Deshalb zählt man ihn zu den späteren Ṣaḥāba.

In der Zeit der ersten drei Kalifen

25 Jahre der Lebenszeit von Imam Ḥusein (a.) überschnitt sich mit der Regierungszeit der ersten drei Kalifen. Zu Beginn jeder Regierungsperiode war er einmal 7, 9 und dann 19 Jahre alt. Über Einzelheiten in dieser Zeit liegen über ihn nur wenige Berichte vor, welches möglicherweise mit der politischen Isolierung seines Vaters Imam ʿAlī (a.) zusammenhing.

Einigen Berichten zufolge begab sich Ḥusein b. ʿAlī während der Zeit des Kalifats von Abū Bakr mit seinem Vater, seiner Mutter und seinem Bruder Imam Ḥasan (a.) einmal nachts zu den Häusern der Anṣār (Helfer) um ihre Unterstützung für die Rückeroberung des Kalifatsrecht zu gewinnen. Es wird auch überliefert, daß eines Tages, zu Beginn der Regierungszeit ʿUmars, Imam Ḥusein (a.), welcher zu jener Zeit 9 Jahre alt war die Moschee betrat, als ʿUmar gerade eine Rede auf der Kanzel des Propheten (s.) hielt. Ḥusein bestieg sie und sagte zu ihm:Verlasse die Kanzel meines Vaters und besteige die deines Vaters! ʿUmar antwortete: Mein Vater hatte keine Kanzel. Es gibt auch Überlieferungen, die über den besonderen Respekt, den der zweite Kalif Imam Ḥusein (a.) erwies, berichten.

Als ʿUṯmān in seiner Regierungszeit ʿAbūḏar nach Rabaḏa verbannte und allen verbot ihn zu begleiten, tat er, sein Vater, sein Bruder Imam Ḥasan (a.) und einige andere es entgegen dem Befehl des Kalifen.

In einigen sunnitischen Quellen wird erwähnt, daß die Ḥasanein an den Schlachten Afrīqīya im Jahre 26 n.H. und Ṭabaristān im Jahre 29 oder 30 n.H. teilnahmen. Dieser Bericht ist jedoch in keiner schiitischen Quelle zu finden. Die meisten historischen Quellen besagen, daß diese Schlachten ohne Auseinandersetzungen, sondern friedlich zu einem Ende kamen. Über die Anwesenheit von Imam Ḥasan (a.) und Imam Ḥusein (a.) bei diesen Schlachten gibt es Gegner wie Befürworter. Einige wie Ğaʿfar Murtaḍā ʿAmilī glauben angesichts des Authentizitätsmangels dieser Berichte sowie der Ablehnung von Eroberungsmethoden durch die Imame, seien diese Berichte erfunden und bezeichnet die Tatsache, daß Imam ʿAlī (a.) Ḥasan und Ḥusein verboten hatte, bei der Siffīn Schlacht das Schlachtfeld zu betreten, als eine Bestätigung dafür. Andere sind der Meinung, daß die Anwesenheit der Ḥasanein an diesen Eroberungen zu Gunsten der islamischen Gemeinschaft (Ummah) gewesen wäre, mit dem Ziel Imam ʿAlī (a.) genaue Informationen über die gesellschaftliche Situation zu liefern und ebenso um die Menschen mit der Ahl al-Bait (a.) bekannt zu machen.

Einigen historischen Berichten zufolge, rebellierte am Ende der Regierungszeit ʿUṯmāns eine Gruppe gegen ihn. Sie entschieden sich ihn zu ermorden und stürmten sein Haus. Doch trotz der Unzufriedenheit von Imam Ḥusein (a.) und Imam Ḥasan (a.) über die Handlungen von ʿUṯmān, befahl Imam ʿAlī (a.) ihnen sein Haus zu schützen. Auch dieser Bericht hat Gegner und Befürworter.

In der Zeit von Imam ʿAlī (a.)

Einigen wenigen Berichten zufolge hielt Imam Ḥusein (a.) nach der Baiʿa (Treueeid) der Muslime mit Imam ʿAlī (a.) eine Ḫuṭba. Ebenso hielt er am Ğamal-Tag, als der linke Flügel der Armee von Imam ʿAlī (a.) bei der Ṣiffīn Schlacht unter seinem Befehl stand zur Ermutigung der Muslime zum Ğihād eine Ḫuṭba. Wiederum anderen Berichten zufolge war er dort der Befehlshaber des rechten Flügels. Auch heißt es, daß Imam Ḥusein (a.) in Ṣiffīn bei der Rückeroberung des Wasserreservois beteiligt war und das Imam ʿAlī (a.) danach sagte : Das ist der erste Sieg, der durch Ḥusein erzielt wurde. Doch es heißt auch, daß Imam ʿAlī (a.) die Ḥasanein daran hinderte das Schlachtfeld zu betreten, mit der Begründung die Nachkommen des Propheten (s.) zu bewahren. Es wird auch berichtet, daß sie an der Nahrawān Schlacht teilnahmen.

Ebenso wird in dem meisten Quellen behauptet, daß er während des Märtyrertodes seines Vaters Imam ʿAlī (a.) und während der Beerdigungszeremonie anwesend war. Dem Buch al-Kāfīa und dem Buch Ansab al-Ašrāf jedoch zufolge, war Imam Ḥusein (a.) während des Mordanschlages auf seinen Vater, aufgrund eines Auftrages von ihm, in al–Madain (Mahuza). Erst durch einen Brief von Imam Ḥasan (a.) erfuhr er von diesem tragischen Vorfall und kehrte sofort nach Kūfa zurück.

In der Zeit von Imam Ḥasan (a.)

Die historischen Quellen berichten über Höflichkeit und Respekt von Imam Ḥusein (a.) seinem Bruder Ḥasan (a.) gegenüber. Es wurde überliefert, daß, sollte Imam Ḥasan (a.) bei einer Versammlung oder Sitzung anwesend sein, Imam Ḥusein (a.) aus Respekt seinem Bruder gegenüber nicht sprach. Nach dem Märtyrertod Imam ʿAlīs (a.) weigerte sich eine Gruppe der Charidschiten, die auf einen Kriegszug gegen die Syrer bestanden, Imam Ḥasan den Treueeid zu schwören und kamen zu Imam Ḥusein (a.) um ihm die Gefolgschaft zu versprechen. Er sagte zu Ihnen: Ich suche Zuflucht bei Gott, sollte ich solange Ḥasan am Leben ist eure Bai'a annehmen. Bei dem Friedensvertrag mit Muʿāwiya unterstützte er gegenüber den protestierenden Schiiten seinen Bruder und bestätigte seine Entscheidung. Es wurde auch überliefert, daß er sagte: Er (Imam Ḥasan (a.)) ist mein Imam.

Gemäß einiger Berichte habe auch Imam Ḥusein (a.) genau wie Imam Ḥasan (a.) nach dem Friedensvertrag Muʿāwiya die Treue geschworen und blieb auch noch bis nach dem Märtyrertod von Imam Ḥasan (a.) seinem Wort treu. Doch andere Berichte besagen, daß er Muʿāwiya nicht den Treueid schwor und daß er weiteren Berichten zufolge über den Friedensvertrag sehr unzufrieden gewesen sein soll und Imam Ḥasan (a.) beschworen habe, die Lügen Muʿāwiyas nicht zu akzeptieren. Einige Forscher halten diese Berichte für unvereinbar mit anderen historischen Evidenzen. Z.B. antwortete Ḥusein (a.) einer Gruppe, die etwas gegen den Friedensvertrag einzuwenden hatte und ihn zum Angriff auf Muʿāwiya aufriefen folgendermaßen: Wir haben einen Vertrag geschlossen und wir brechen nie unser Wort. Außerdem soll er gesagt haben: Solange Muʿāwiya lebt warten wir, wenn er stirbt werden wir uns entscheiden. Imam Ḥusein (a.) ging im Jahre 41 n.H.(nach dem Friedensvertrag) mit seinem Bruder von Kūfa zurück nach Medina.

Ehefrauen und Kinder

Über die Anzahl der Kinder Imam Ḥuseins (a.) herrscht Unstimmigkeit. In einigen Quellen heißt es, er hatte vier Söhne und zwei Töchter und in einigen anderen sechs Söhne und drei Töchter.

Ehefrau Abstammung Kinder Erklärung
Šahrbānū Tochter des sassanidischen Königs Yasdgerd Imam as-Sağğād, der vierte Imam der Schitten Unter den heutigen Forschern besteht Zweifel um die Abstammung von Šahrbānū
Rabāb Tochter des Amruʿ al-Qais b. ʿAdī Sukeina und ʿAbdullah Rabāb war in Karbalā anwesend und wurde zusammen mit den anderen Gefangenen nach Šām gebracht. In den meisten Quellen soll ʿAbdullah noch ein Säugling gewesen sein als er in Karbalā getötet wurde. Heute kennen die Schitten ihn unter dem Namen ʿAlī Aṣġar.
Leilā Tochter von Abī Murrat b. ʿUrwat b. Masʿūd Ṯaqafī ʿAlī Akbar (a.) ...
Um Isḥāq Tochter von Ṭalḥa b. ʿUbeidullah Fāṭima, die große Tochter von Imam Ḥusein (a.) Um Isḥāq war die Ehefrau von Imam Ḥasan Muğtabā (a.) und heiratete nach seinem Märtyrertod mit Imam Ḥusein (a.)
Sulāfa oder Malūma von dem Quḍāʿa Stamm Ğaʿfar Ğaʿfar starb zu der Lebenszeit des Imam und hinterliess keine Kinder

In dem Buch Lubāb al-Ansāb, einer Quelle aus dem sechsten / zwölften Jahrhundert, wird erwähnt, daß Imam Ḥusein (a.) eine Tochter namens Ruqayya hatte. Auch in Kamil-i Bahā'ī, aus dem siebten / dreizehnten Jahrhundert, berichtet, daß der Imam (a.) eine vierjährige Tochter hatte, die in Damaskus starb. Der Name Ruqayya erscheint in vielen späteren Quellen. Außerdem erwähnen einige Quellen ʿAlī al-Aṣġar, den Sohn von Šahrbānū, Muḥammad, den Sohn von Rabāb, und Zainab als die Kinder von Imam Ḥusein (a.). In seinem Buch Maṭālib as-Suʿūl fī Manāqib Āli ar-Rasūl hat Ibn Ṭalḥa aš-Šāfi'ī erklärt, daß der Imam (a.) zehn Kinder hatte.

Das Imāmat von Ḥusein (a.)

Der Beginn des Imāmat von Ḥusein b. ʿAlī (a.) fiel mit dem zehnten Regierungsjahr Muʿāwiyas zusammen. Muʿāwiya hatte im Jahre 41 n.H. und nach dem Friedensvertrag mit Imam Ḥasan (a.) seine Herrschaft einigermaßen befestigt und gründete das umayyadische Kalifat. Laut sunnitischer Quellen wird Muʿāwiya als eine gewandte und geduldige Person bezeichnet. Er hielt sich an die religiösen Äußerlichkeiten und benutzte manche Religionsprinzipien zur Stabilisierung seines Kalifats. Obwohl er durch politischen Betrug und mit Zwang die Macht an sich gerissen hatte, bezeichnete er seine Herrschaft als von Gott gegeben und schicksalsbestimmt. Er stellte sich den Syrern als gleichrangig mit den Propheten vor und als Diener Gottes, welcher die Religion und ihre Gesetze verteidigt. In den historischen Quellen heißt es, daß Muʿāwiya das Kalifat in eine Erbmonarchie umwandelte und ganz offen sagte, daß er mit der Religiosität des Volkes nichts zu tun habe.

Eine seiner wichtigsten Angelegenheiten betraf die unter einem Teil der Muslime verbreiteten schiitischen Glaubensinhalte, vorallem in Irak. Die Schiiten sahen in Muʿāwiya nämlich einen Feind, genauso wie die Charidschiten, die aber keine so große Stellung im Volke hatten, entgegen der Schiiten, die aufgrund des Einflusses von Imam ʿAlī (a.) und der Ahl al-Bait (a.) starke Unterstützung erhielten. Aufgrunddessen ging Muʿāwiya unter Zuhilfenahme seiner Agenten durch Kompromisse als eine Methode aber auch mit aller Härte gegen sie vor. Dabei war eine seiner wichtigsten Waffen die Verbreitung des Hasses gegen Imam ʿAlī (a.) unter den Muslimen. Es ging soweit, daß die Beschimpfung gegen ihn in der Zeit Muʿāwiyas und der Umayyaden Tradition wurde. Nachdem Muʿāwiya seine Macht rigoros befestigt hatte, verfolgte er die Politik der Niederschlagung und des Drucks auf die Schiiten. Er beauftragte sogar seine Agenten alle diejenigen, die ʿAlī (a.) liebten aus der Liste der Staatskasse (Bait ul-Māl) zu streichen und ihre Zeugenaussagen vor Gericht nicht mehr anzuerkennen. Er warnte auch die Überlieferer von Ḥadīṯen, die seine Vorzüglichkeiten priesen, ihn nur mit ein Mann der Qureiš, einer der Gefährten des Gesandten Gottes und Abū Zainab zu bezeichnen.

Die Beweise für das Imāmat Imam Ḥuseins (a.)

Imam Ḥuseins (a.) Imāmat begann unmittelbar nach dem Märtyrertod seines Bruders im Jahre 50 n.H. und dauerte bis zu Beginn des Jahres 61 n.H.. Schiitische Gelehrte führen zu den allgemeinen Gründen, welche das Imāmat der Imame bestätigen auch spezielle Gründe dafür an ; Scheich Mufīd erwähnt in seinem Buch Iršād einige Überlieferungen von Ḥusein b. ʿAlī, wie z.B. der Prophet (s.) sagte: Diese meine zwei Söhne sind Imame, sollten sie sich erheben (gegen Unterdrückung) oder nicht. Auch Imam ʿAlī (a.) betonte als er im Sterben lag das Imāmat Ḥuseins (a.) nach Imam Ḥasan (a.), welcher kurz vor seinem Märtyrertod in seinem Testament an Muḥammad Ḥanafiya, Ḥusein b. ʿAlī als den Imamen nach sich vorgestellt hatte. Scheich Mufīd bezieht sich argumentativ auf diese Überlieferungen und bezeichnet das Imāmat Ḥuseins als klar und sicher. Nach Scheich Mufīds Aussage, sagte Imam Ḥusein (a.) um die Einhaltung der Taqīyya zu gewährleisten und das Versprechen bezüglich des Friedensvertrages zwischen Imam Ḥasan (a.) und Muʿāwiya, er wolle bis zum Tode Muʿāwiyas nicht, daß man sich ihm anschloss. Jedoch sein Imāmat gab er nicht preis. Nach dem Tode Muʿāwiyas, änderte er seine Einstellung und erklärte den Unwissenden seine Stellung als Imam.

Laut einiger Quellen heißt es, daß Ḥusein (a.) bevor er Medina im Jahre 60 n.H. übergab einen Teil der Wadājaʿ des Imāmat (Dinge aus dem Erbe der Propheten (a.), Imam ʿAlīs (a.) und Fāṭima Zahrās (s.), die immer im Besitz von Imamen waren und an denen ein Imam zu erkennen ist, wie das Schwert und der Ring des Propheten (s.), der Stab Moses (a.), der Ring von Salomon (a.), Muṣsḥaf von Fāṭima (s.) und die Bücher von Ğafr und Ğāmiʿa) Um Salama, eine der Ehefrauen des Propheten (s.) und einen anderen Teil seiner großen Tochter Fāṭima, um diese Imam as-Sağğād (a.) auszuhändigen.

Einhaltung des Friedensvertrages von Imam Ḥasan (a.)

Imam Ḥusein (a.) blieb während der Regierungszeit Muʿāwiyas dem Friedensvertrag, den sein Bruder mit Muʿāwiya geschlossen hatte treu und schrieb als Antwort auf einige Briefe der Schiiten, welche ihm die Führung zusprachen und sich auf einen Aufstand gegen die Umayyaden als vorbereitet erklärten folgendes:

Euren Vorschlag halte ich zur Zeit, also solange Muʿāwiya lebt, nicht für richtig. Handelt nicht und versteckt euch in euren Häusern, und macht keine Dinge, die euch in Verdacht bringen. Wenn er stirbt werde ich noch am Leben sein, dann werde ich euch meine Meinung übermitteln.

Stellungnahme gegenüber den Handlungen Muʿāwiyas

Obwohl Imam Ḥusein (a.) während der Regierungszeit Muʿāwiyas nichts gegen ihn unternahm, deuten nach Aussage von Rasūl Ğaʿfarian, Geschichtsforscher, die Beziehung und die Gespräche zwischen Imam Ḥusein (a.) und Muʿāwiya darauf hin, daß Ḥusein b. ʿAlī politisch gesehen die Legitimität Muʿāwiyas nicht akzeptierte und sich dieser auch nicht nachgiebig zeigte. Wie z. B. in den Briefen zu erkennen ist, die sie wechselten.

Zugleich gibt es historische Gerichte, welche signalisieren, daß Muʿāwiya wie die ersten drei Kalifen äußerlich dem Imam Respekt zeigte und auch seinen eigenen Agenten befahl, ihn nicht zu belästigen und ihn respektvoll zu behandeln.

Muʿāwiya betonte in seinem Testament für seinen Sohn Ḥuseins (a.) Stellung und bezeichnete ihn als den beliebtesten unter den Menschen. Er empfahl seinem Sohn, sollte er Ḥusein (a.) besiegen, ihn mit Nachsicht zu behandeln, denn er hätte ein großes Recht.

Protest gegen die Ermordung der Gefährten Imam ʿAlīs (a.)

Muʿāwiyas Mitwirkung bei der Ermordung von Personen wie Ḥuğr b. ʿAdī, ʿAmrū b. Ḥamiq Ḫuzāʿī und ʿAbdullah b. Yaḥya Ḥaḍramī ist nur einer der Fälle, bei denen Imam Ḥusein (a.) heftig protestierte. Vielen Quellen zufolge habe er einen Brief an Muʿāwiya geschrieben und die Ermordung der Gefährten Imam ʿAlīs (a.) verurteilt. Wobei er auch gleichzeitig weitere seiner inkorrekten Handlungen aufzählte und schrieb: Ich sehe für mich und für meine Religion nichts höheres als den Ğihād gegen dich. Weiter schrieb er: Ich kenne keine Fitna größer als deine Herrschaft über diese Ummah.

Ebenfalls wurde überliefert, daß als Muʿāwiya während der Ḥaǧ Imam Ḥusein (a.) traf zu ihm sagte: Hast du schon gehört, was wir mit Ḥuğr und seinen Gefährten und den Anhängern deines Vaters gemacht haben? Wir haben sie getötet, in ein Leichentuch gewickelt, das Totengebet für sie verrichtet und sie begraben. Der Imam antwortete: Aber wenn wir deine Gefährten töten, werden wir sie nicht in ein Leichentuch wickeln, nicht für sie beten und sie auch nicht begraben.

Protest gegen die Nachfolge Yasīds

Im Jahre 56 n.H., dem Inhalt des Friedensvertrages widersprechend rief Muʿāwiya die Muslime auf, Yasīd den Treueid zu leisten. Einige Persönlichkeiten wie Imam Ḥusein (a.) weigerten sich. Muʿāwiya ging nach Medina, um dort die Zustimmung der Großen dieser Stadt für die Nachfolge seines Sohnes Yasīd zu gewinnen.

Imam Ḥusein (a.) kritisierte in einer Sitzung bei der Muʿāwiya, Ibn ʿAbbās und einige vom Königshaus der umayyadischen Familie anwesend waren, Muʿāwiya und warnte ihn mit Hinweis auf die schlechten Eigenschaften Yasīds, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Dann betonte er seine Stellung und sein Recht und widerlegte alles Argumente Muʿāwiyas.

In einer anderen öffentlichen Sitzung bezeichnete Imam Ḥusein (a.) als Reaktion auf die Worte Muʿāwiyas hinsichtlich der Eignung Yasīds, sich angesichts seiner persönlichen und familiären Stellung als geeigneter für das Kalifat und stellte Yasīd als wolllüstig und als Weintrinker vor.

Imam Ḥuseins (a.) Ḫuṭba in Minā

Hauptartikel: Imam Ḥuseins (a.) Ḫuṭba in Minā

Imam Ḥusein (a.) hielt im Jahre 58 n.H., zwei Jahre vor dem Tod Muʿāwiyas in Minā eine mahnende Rede. Zu dieser Zeit erreichte der Druck Muʿāwiyas auf die Schiiten seinen Höhepunkt. Der Imam erwähnte in dieser Ḫuṭba, nach dem er die Vorzüglichkeiten Imam ʿAlīs (a.) und der Ahl al-Bait ( a.) aufgezählt hatte, das Rechte gebot und das Verwerfliche verbot und die Wichtigkeit dieser Pflicht hervorhob, daß es auch die Pflicht der Gelehrten wäre sich gegen die Unterdrücker und gegen die Korruption zu erheben und daß ihr Schweigen schädlich wäre.

Reaktion auf die Herrschaft Yasīds

Yasīd übernahm die Nachfolge seines Vaters, als dieser am 15. Rağab 60 / 24. April 680 starb. Er beschloss, einige von den großen Persönlichkeiten, die seine Nachfolge nicht anerkennen wollten, zu zwingen es zu tun, darunter auch Imam Ḥusein (a.). Der Imam (a.) weigerte sich jedoch immer wieder und verließ dann am 28. Rağab Medina in Richtung Mekka.

In Mekka wurde er herzlich von den Bewohnern der Stadt empfangen. Er blieb dort mehr als vier Monate ( vom 3.Šaʿbān bis zum 8. Ḏu al-Ḥiğğa). Während dieser Zeit schrieben ihm die Schiiten von Kūfa, die von der Ablehnung seines Treueids erfahren hatten, Briefe um ihn nach Kuūfa einzuladen. Um die Treue der Kūfaner und die Richtigkeit ihrer Einladung zu testen, schickte der Imam (a.) Muslim b. Aqīl nach Kūfa. Er sollte ihm über die dortigen Zuständen Bericht erstatten. Nachdem Muslim den Empfang der Menschen sah und ihre Treueschwüre hörte schrieb er Imam Ḥusein (a.) einen Brief und lud ihn nach Kūfa ein. Der Imam (a.) setzte sich sofort in Bewegung und so begann am 8. Ḏu al-Ḥiğğa seine Reise von Mekka nach Kūfa. Einigen Berichten zufolge erfuhr der Imam (a.) von einem geplanten Attentat gegen ihn und verließ Mekka sofort, um die Heiligkeit der Stadt zu bewahren.

Das Geschehen in Karbalā

Hauptartikel: Was geschah in Karbalā?

Die Schlacht von Karbalā, die zum Märtyrertod von Imam Ḥusein (a.) und seiner Gefährten führte, gilt als der wichtigste Teil seines Lebens. Einigen Berichten zufolge war sich der Imam (a.) schon bevor er in den Irak reiste seines Märtyrertodes bewusst. Der Kampf fand statt aufgrund der Ablehnung Yasīd Gefolgschaft zu leisten und ihm den Treueid zu schwören. Imam Ḥusein (a.), welcher mit seiner Familie und seinen Gefährten auf dem Weg nach Kūfa war, begegnete der Armee von Ḥurr b. Yasīd Riyāḥī in einem Gebiet namens Ḏū Ḥusām und musste aufgrunddessen seine Route ändern. Die meisten Quellen berichten, daß der Imam (a.) am 2. Muḥarram Karbala erreichte. Doch schon am nächsten Tag traf eine viertausend Mann starke Armee unter dem Befehl von ʿUmar b. Saʿd in Karbalā ein. Zuerst fanden einige Verhandlungen zwischen dem Imam (a.) und ʿUmar statt, aber für ʿUbaidullah b. Ziyād gab es nur zwei Alternativen entweder der Treueid Imam Ḥuseins (a.) oder Krieg.

Am Nachmittag des 9. Muḥarrams (Tāsūʿā) bereitete sich ʿUmar b. Saʿds Armee auf den Kampf vor, aber der Imam (a.) bat darum, ihn auf den nächsten Tag zu verschieben, damit er die Nacht mit der Anbetung Gottes verbringen könnte. Dann am Vorabend von ʿAšūrā (10. Muḥarram) sprach Imam Ḥusein (a.) mit seinen Gefährten und gab ihnen die Erlaubnis zu gehen, wenn sie es wünschten, aber sie bekräftigten ihre Loyalität und ihre Unterstützung für ihn.

Am Morgen des ʿAšūrā Tages begann der Kampf und viele Gefährten des Imams (a.) wurden Märtyrer. Während der Schlacht bereute Ḥurr b. Yasīd, einer der Kommandeure, seinen Irrtum und schloss sich dem Imam (a.) an. Nach dem Märtyrertod aller seiner Gefährten zogen seine Familienmitglieder in die Schlacht, von denen der erste ʿAlī Akbar war. Als alle seine Angehörigen Märtyrer geworden waren, betrat er selbst das Schlachtfeld und fand am Nachmittag des ʿAšūrā Tages seinen Märtyrertod. Sein Mörder war Šimr b. Ḏī al-Ğawšan oder einem anderen Bericht zufolge, Sanān b. Anas, der ihn enthauptete und noch am selben Tag den Kopf des Imams (a.) an Ibn Ziyād schickte.

Um dem Gebot von Ibn Ziyād vollständig zu gehorchen, befahl ʿUmar b. Saʿd seinen Soldaten, die Knochen des Leichnams von Imam Ḥusein (a.) mit den Hufen ihrer Pferde zu zertrümmern. Die Frauen und Kinder sowie Imam as-Sağğād (a.), welcher schwer krank war, wurden gefangen genommen, nach Kūfa und dann weiter nach Damaskus verbracht.

Der Körper des Imams (a.) und ungefähr zweiundsiebzig derer, die mit ihm zu Märtyrern geworden waren , wurden am 11. oder am 13. Muḥarram von einer Gruppe des Banī Asad Stammes beerdigt und zwar - laut eines Berichts in Anwesenheit Imam as-Sağğāds (a.) - genau an dem Ort wo sie als Märtyrer gefallen waren.

Meinungen und Folgen

Hauptartikel :Imam Ḥuseins (a.) Aufstand

Über die Reise Imam Ḥuseins (a.) von Medina nach Mekka und dann nach Kūfa sowie über die Schlacht von Karbalā gibt es unterschiedliche Meinungen. Eine davon besagt, der Imam (a.) hatte nicht vor zu rebellieren oder zu kämpfen, er wollte vielmehr nur sein eigenes Leben retten.(wie Scheich ʿAlī Panāh Eštehārdī) Eine andere Meinung vertritt den Standpunkt der Imam (a.) wollte eine eigene Regierung gründen. Gelehrte wie Sayyid al–Murtaḍā und h Ṣāliḥī Nağafabādī befürworten den letzteren Standpunkt, aber andere wie Scheich Mufīd, Sayyid b. Ṭāwūs und ʿAllamah al –Mağlisī lehnen es ab.

Der Aufstand von Imam Ḥusein (a.) führte unmittelbar nach seinem Märtyrertod zu mehreren Revolten und revolutionären Bewegungen. Der erste Protest gegen Ibn Ziyād entstand durch ʿAbdullah b. ʿAfīf. Andere Aufstände entstanden durch die Tawwābīn, Muḫtār, Ziyād b. ʿAlī und Yaḥyā b. Zaid.. Abū Muslim Ḫurāsānī gründete in Hinblick auf Imam Ḥuseins (a.) Aufstand, den Aufstand Siyāh Ğāmigān, der die Umayyaden-Dynastie beendete, mit der Parole Ya li-Ṯārāt al-Husein (O Rächer von al - Husain!). Die islamische Revolution in Iran wurde auch durch diesen Aufstand von Imam Ḥusein (a.) inspiriert. Gemäß Imam Khomeini, wäre es nicht um die Sitzungen und Versammlungen mit Predigten und Trauer gegangen, wäre unsere Nation nicht siegreich gewesen. Alle erhoben sich unter der Flagge von Imam Ḥusein (a.).

Kulturell betrachten Muslime und sogar Nicht-Muslime Ḥusein (a.) als ein Vorbild der Selbstaufopferung, des Widerstandes, des Kampfes für die Freiheit, für den Schutz der Werte und der Suche nach Wahrheit.

Attribute und Vorzüge

Hauptartikel: Ahl al-Bait (a.), Aṣḥāb al-Kisā,Mubāhala-Vers, at-Taṭhīr Vers und Ḥadīṯ aṯ-Ṯaqalain

Das Aussehen Imam Ḥuseins (a.)

In den meisten Überlieferungen wird Imam Ḥusein (a.) mit dem edlen Propheten (s.) verglichen, er soll ihm am ähnlichsten gewesen sein. Ḥusein (a.) hatte ein strahlendes Gesicht. Manchmal trug er einen Turban aus Pelz und färbte seine Haare rotbraun.

Ḥusein in den Worten des Propheten (s.)

  • Ḥasan und Ḥusein sind die Fürsten der Jünglinge des Paradieses.
  • Ḥusein ist von mir und ich bin von Ḥusein.
  • Wer diese beiden Söhne liebt (Ḥasan und Ḥusein) hat mich wirklich geliebt, und wer sie hasst, hat mich gehasst.

Status

Nach sunnitischen und schiitischen Hadithen war Ḥusein b. ʿAlī (a.) einer der Leute des Umhangs (Aṣḥāb al-Kisā). Er war auch bei dem Mubāhala Ereignis anwesend und ist eines der Mitglieder der Ahl al-Bait (a.), worüber der aṭ-Taṭhīr Vers offenbart wurde.

Nach dem Märtyrertod von Imam Ḥasan (a.) war Imam Ḥusein (a.) der prominenteste Hashimite. Laut Yaʿqūbī sagte Muʿāwiya nach dem Tode Imam Ḥasans (a.) zu Ibn ʿAbbās : Von nun an bist du der Anführer deines Volkes. Ibn ʿAbbās antwortete : Nicht solange es Ḥusein gibt. Es gibt auch einige Berichte, die darauf hindeuten, daß die Banī Hāšim sich mit Ḥusein (a.) über ihre Angelegenheiten berieten und seine Meinung gegenüber anderen immer vorziehen würden.

Es wird auch berichtet, daß sogar ʿAmrū b. ʿAṣ, Ḥusein (a.) als die beliebteste irdische Person unter den Himmelsbewohnern bezeichnete.

Voraussagen über das Märtyrertum

Es gibt viele Berichte über das Vorhersehen des Märtyrertums von Imam Ḥusein (a.), einschließlich der Ḥadīṯe al-Lawḥ, in der der Prophet (s.) sagte: Gott hat Ḥusein durch das Märtyrertum geehrt und ihn zum Besten aller Märtyrer gemacht.ʿAllāma Mağlisī sammelte in Bihār al-Anwār mehrere Überlieferungen, die darauf hinweisen, daß Gott einige seiner Propheten, einschließlich Adam (a.), Noah (a.), Abraham ( a.), Zacharias (a.) und Muhammad (s.) über das Märtyrertum von Ḥusein (a.) benachrichtigte und sie weinten um ihn. Es wird auch berichtet, daß, als Imam ʿAlī (a.) Karbalā auf seinem Weg nach Ṣiffīn erreichte, er auf diesen Platz zeigte und sagte : Hier wird ihr Blut vergossen werden.

Wunder

In einigen Überlieferungen wurde über außergewöhnliche Eigenschaften des Imams (a.) berichtet, wie über das Trinken von Milch aus den Händen des Propheten (s.) und über die Heilung von Fuṭrus (ein Engel, dessen Flügel gebrochen waren, aber geheilt wurden, als Imam Ḥusein (a.) geboren wurde). Es wird berichtet, daß Gott Heilung in die Turbat (Erde Karbalās) von Ḥuseins Grab und die Erfüllung von Bittgebeten unter seine Kuppel gelegt hat. Eine umfassende Liste dieser Eigenschaften befindet sich im Buch al-Ḫaṣāʿiṣ al-Ḥuseiniyya.

Moralische Eigenschaften

Er saß mit den Bedürftigen zusammen, nahm ihre Einladungen an, aß mit ihnen, lud sie in sein Haus ein und zögerte nie wohltätig zu sein. Wenn ein Bettler ihn um Hilfe bat während er betete, versuchte er es schneller zu rezitieren, um dem Bettler zu geben was er hatte.

Er pflegte Kranke und befreite Sklaven und Sklavinnen auf Grund ihrer guten Manieren. Es wird berichtet, daß Imam Ḥusein (a.) einer Sklavin, die Muʿāwiya mit Geschenken und Kleidung zu ihm gesandt hatte, als Gegenleistung für das Rezitieren einiger Verse des Qurans und für ein Gedicht über die Sterblichkeit der Welt und der menschlichen Wesen, ihr all diese Geschenke gab.

Einst überreichte ihm eine Sklavin eine Blume und er befreite sie dafür. Jemand fragte ihn : Hast du sie wegen einer Blume befreit? Der Imam (a.) zitierte aus dem Quran 4:86: Wenn Sie mit einem Gruß begrüßt werden, grüßen Sie mit einem besseren zurück und sagte weiter: Es ist Gott, welcher uns lehrt, solche Manieren zu haben.

Imam Ḥusein (a.) war bekannt für seine Großzügigkeit. Aber aus Respekt seinem Bruder gegenüber würde er den Armen etwas weniger geben als ihm.

Er gab seinen Ring und zahlte die volle Schuld eines Mannes gegen die Antwort auf drei Fragen. Seine Großzügigkeit war so groß, daß ein jüdisches Paar Muslime wurden, als sie seiner Verdienste gewahr wurden.

In Bezug auf seine Nachsicht wird berichtet, daß, als ein Mann aus Syrien ihn und seinen Vater beleidigte, er ihm verzieh und mit Freundlichkeit behandelte. Es wird auch erzählt, daß die bleibenden Spuren der Säcke mit Nahrungsmitteln, die er für die Waisen und die Armen auf seinem Rücken trug, nach seinem Märtyrertod zwischen all den Narben zahlreicher Wunden deutlich zu sehen war.


Trauer in Muḥarram

Hauptartikel: Trauer um Imam Ḥusein (a.)

Im Monat Muḥarram veranstalten Schiiten (und manchmal sogar Nicht - Schiiten) eine Reihe von Trauerzeremonien und Ritualen für Imam Ḥusein (a.) und die Märtyrer Karbalās, wie zum Beispiel Ruwḍehḫānī, Šamāyelkešī, Brustschlagen, Ta᾽ziya und das Lesen von Ziyāras wie Ziyārat ᾽Ašūrā, Ziyārat Wāriṯ und Ziyārat Nāḥiya Muqaddasa.

Diese Art der Trauer um ihn begann schon wenige Tage nach seinem Märtyrertod. Einem Bericht zufolge, trauerten, als die Gefangenen Karbalās Šām erreichten, die Frauen von Banī Hāšim dort um ihren Imam (a.), in dem sie tagelang schwarze Kleidung trugen.

Historischen Berichten zufolge, betonten die Imame der Schiiten immer die Bedeutung von Trauer und Tränen für Imam Ḥusein (a.). Sie ermutigten die Schiiten auch das Grab von Ḥusein (a.) zu besuchen und laut einiger Überlieferungen, setzten sie den Verdienst der Ḥadǧ und der ᾽Umra diesem Besuch gleich.

Der Tag von Arba'in

Hauptartikel: Arba᾽īn Ḥuseinī und Die Arbaʿīnprozession

Am vierzigsten Tag nach dem Märtyrertod von Imam Ḥusein (a.), welcher der Tag von Arba'in genannt wird, besuchen sehr viele Schiiten den Schrein des Imams (a.). Es wird berichtet, daß Ǧābir b. ᾽Abdullah Anṣārī die erste Person war, die an diesem Tag das Grab des Imams (a.) besuchte. Laut dem Buch Luhūf besuchten auch die Gefangenen von Karbalā im Jahre 61 n.H. auf dem Rückweg von Šām nach Medina sein Grab.

Die Anweisung, das Grab von Imam Ḥusein (a.) am Tage von Arba᾽īn zu besuchen, hat die Schiiten besonders in Irak veranlasst, an diesem Tag nach Karbalā zu gehen. Dieser Besuch des Grabmals, der hauptsächlich in Form einer Prozession stattfindet, ist die größte religiöse Zusammenkunft der Welt. Es wird berichtet, daß im Jahre 2017 mehr als dreizehn Millionen Pilger daran teilgenommen haben.

Imam Ḥuseins (a.) Schrein

Hauptartikel: Heiliger Schrein von Imam Ḥusein (a.)

Der erste Schrein von Imam Ḥusein (a.) scheint vorliegenden Berichten zufolge zur Zeit von Muḫtār Ṯaqafī und unter seinem Befehl errichtet worden zu sein. Seit dieser Zeit wurde der Schrein mehrmals umgebaut und renoviert, da er von den abbasidischen Kalifen und von den Wahhabiten zerstört worden war. Der abbasidische Kalif Mutawakkil befahl sogar das Land von Ḥā᾽ir umzupflügen.

Ansicht der Sunniten

In den sunnitischen Quellen sind viele Überlieferungen über die Tugenden von Imam Ḥusein (a.) aufgezeichnet. Abgesehen von diesen Ḥadīṯen bewundern die meisten Sunniten den Imam (a.), weil er Gott aber auch alles, was er besaß geopfert hatte.

Einige sunnitische Gelehrte kritisierten jedoch Imam Ḥuseins Aufstand gegen Yasīd. Zum Beispiel beschuldigte Abū Bakr b. ᾽Arabī den Imam (a.), die Ummah geteilt zu haben und daß die Muslime von den Ḥadīṯen des Propheten (s.) über den Kampf gegen diejenigen, die die Ummah spalten gehört hatten und deshalb gegen Ḥusein (a.) kämpften. Ibn Taimīya behauptete, daß der Aufstand des Imams (a.) die Situation nicht verbesserte, sondern zur Fitna und Übel führte. Diese Standpunkte wurden jedoch von anderen sunnitischen Gelehrten widerlegt.

Zum Beispiel lehnte Ibn Ḫaldūn Abū Bakr ᾽Arabīs Beschuldigung ab und behauptete, daß, wenn Yasīds Unehre für jedermann bekannt wurde, Imam Ḥusein (a.) es als seine Verpflichtung ansah sich zu empören und er tatsächlich die gerechteste und qualifizierteste Person seiner Zeit für diese Aufgabe war. Ālūsī verfluchte Abu Bakr b. ᾽Arabī für diese Anklage und betrachtete sie als eine große Lüge und Verleumdung.

Der berühmte sunnitische Schriftsteller ᾽Abbās Maḥmūd ᾽Aqād schreibt in seinem Buch Abū aš-Šuhadā᾽, al-Ḥusein b. ᾽Alī: Die Bedingungen zur Zeit von Yasīd waren so schlecht, daß nichts anderes als das Märtyrertum diese heilen konnte. Außerdem behauptete er auch, daß solche Aufstände nur von ganz speziellen Menschen ausgeführt werden können, die für solche Zwecke geschaffen wurden. Die Handlungen dieser Menschen können nicht mit denen anderer verglichen werden, weil sie verstehen und suchen, was jenseits des Verständnisses und des Wunsches gewöhnlicher Menschen liegt.

Ṭāhā Ḥusein, ein anderer zeitgenössischer sunnitischer Schriftsteller glaubt, daß Ḥusein (a.) nicht aus Sturheit den Treueid gegenüber Yasīd ablehnte, sondern, sollte der Imam (a.) ihm Gefolgschaft geleistet haben, er sein Gewissen betrogen und seinen Glauben abgelehnt hätte, stattdessen bewog er Yasīd für seine Sünden bezahlen zu lassen.

᾽Umar Farrūḫ, ein weiterer arabischer Denker und Schriftsteller betonte, daß es nicht richtig ist bei Unterdrückung zu schweigen und daß wir auch heute einen Ḥusein (a.) unter uns brauchen, welcher uns dazu bringt aufzustehen und uns den richtigen Weg zur Verteidigung der Wahrheit zeigt.

Hinsichtlich der Zulässigkeit, Yasīd als Mörder von Imam Ḥusein (a.) zu verfluchen, gibt es zwei Ansichten unter den sunnitischen Gelehrten, wobei die Mehrheit behauptet, Yasīd zu verfluchen sei zulässig.

Spirituelles Vermächtnis

Das spirituelle Vermächtnis von Imam al Husain (a.) finden wir in unterschiedlichen historischen und ḥadiṯischen Quellen. Es umfasst Aussprüche, Predigten, Bittgebete, Briefe, Gedichte und Anweisungen. All dies ist in den Büchern Musnad al-Imam aš-Šahīd von ᾽Azīzullah ᾽Aṭārudī und in Mūsū᾽at Kalimāt al-Imām al-Ḥusein zu finden.

Aussprüche

Die Aussagen von Imam Ḥusein (a.) zu verschiedenen Themen wie über den Tauḥīd, den Qur᾽ān, die Ahl al-Bait (a.), die islamischen Gesetze (Aḥkām) und Ethik (Aḫlāq) befinden sich in verschiedenen Quellen. Ein großer Teil dieser Aussprüche beziehen sich auf die letzten Monate des Lebens des Imam (a.).

Bittgebete

In dem Buch Musnad al-Imām aš-Šahīd wurden ungefähr zwanzig Bittgebete des Imams (a.) gesammelt, von denen das bekannteste das Bittgebet von ᾽Arafa ist, welches von Imam Ḥusein (a.) in ᾽Arafāt am Tage von ᾽Arafa rezitiert wurde.

Gedichte

Auch eine Reihe von Gedichten werden Imam Ḥusein (a.) zugeschrieben. Muḥammad Ṣādeq Karbāsī hat diese Gedichte in einem zweibändigen Buch mit dem Titel Dīwān al-Imām al-Ḥusein gesammelt und literarisch und was der Authentizität betrifft analysiert.

Predigten und der letzte Wille

Die Ḫuṭba von Imam Ḥusein in Minā, seine Ḫuṭba am ᾽Ašurā Tag und sein Brief (letzter Wille) an Muḥammad b. Ḥanafiya, in dem der Imam (a.) sein Anliegen und Bestreben für seine Bewegung erklärt, sind in den Quellen angegeben.

Briefe

In dem Buch Makātīb al-A᾽imma befinden sich siebenundzwanzig gesammelte Briefe von Imam Ḥusein (a.). Einige dieser sind an Mu᾽āwiya gerichtet und der Rest an andere Menschen, wobei es sich um unterschiedliche Themen handelt.

Einige bekannte Aussprüche

  • Wenn du keinen Glauben hast und den Tag der Auferstehung nicht fürchtest, sei edel in dieser Welt.
  • Die Menschen sind Sklaven dieser Welt und die Religion ist auf ihren Zungen ; sie halten daran fest, solange ihre Lebensgrundlage gewährt wird. Sollten sie mit Sorgen und Not getestet werden, sind religiöse Menschen nur noch selten.
  • Der Tod mit Ehre ist besser als das Leben mit Demütigung.
  • Ich habe mich nicht arrogant erhoben, sondern um die Umma meines Großvaters Muḥammad zu reformieren. Ich möchte Gutes befehlen und das Böse verbieten.
  • Wer etwas erreichen will, indem er Gott nicht gehorcht, wird verlieren was er will und geplagt werden mit dem was er fürchtet, früher als er erwartet.
  • Menschen, die ihre Bedürfnisse zu dir bringen, sind Gottes Segen für dich. Werde nicht müde von diesen Segnungen, sonst werden sie sich in Bedrängnisse verwandeln.

Fußnoten

  1. Šaiḫ Mūfīd, al-Iršād, 1413 n.H., B.2, S.27; Aḥmad ibn Ḥanbal, al-Musnad, DārṢādir, B.1, S.98,118.
  2. Ibn Šahr Āšūb, al-Manāqib, 1379 n.H., B.3, S.397; Arbalī, Ibn Saʿd, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, B.10, S.244.
  3. Ibn Saʿd, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, 1968, B.6, S.357; Ibn Aṯīr, Asad al-Ġāba, Beirut, B2, S.10.
  4. Ibn Manżūr, Lisān al-ʿArab, 1414 n.H., B.4, S.393; Zabīdī, Tāğ al-ʿArūs, 1414, B.7, S.4.
  5. Ibn ʿAsākir, Tārīḫ Madīnat Damišq, 1415 n.H., B.13, S.171.
  6. Ibn Saʿd, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, 1418 n.H., B.10, S.239 – 244; Mağlisī, Bihār al-Anwār, 1363 Sh, B.39, S.63.
  7. Rayšahrī, Dānešnāmeh Imām Ḥusein, 1388, B.1, S.194-195.
  8. Šaiḫ Mūfīd, al-Iršād, 1414 n.H., B.2, S.27.
  9. Šaiḫ Mūfīd, al-Iršād, 1413 n.H., B.2, S.27; Ibn abī Šaiba, al-Muṣannif, 1409 n.H., B.8, S.65
  10. Ibn Ṭalḥa Šāfiʿī, Maṭālib as-Suʿūl, 1402 n.H, B.2, S.374.
  11. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib Āli Abī Ṭālib, 1385 Sh, B.4, S.86.
  12. Vgl. Ibn Qulawey, Kāmil az-Ziyārāt, 1417 n.H., S.216 – 219.
  13. Vgl. Ibn Qulawey, Kāmil az-Ziyārāt, 1417 n.H., S.216 – 219.
  14. Bilāḏarī, Ansāb al-Ašrāf, 1417 n.H., B.3, S.142.
  15. Reyšahrī, Dānešnāmeh Imām Ḥusein, 1388 Sh, B.1, S.474 – 477.