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KarimSadegh

Beigetreten 12. Dezember 2016
KarimSadegh
al-Waqiʿa← →al-Mujadala
سوره حدید.jpg
Suren Nr 57
Ǧuz 27
Offenbarung
Offenbarungsreihenfolge 95
Mekkanisch/Medinensich Medinensich
Statistik
Versanzahl 29
Wortanzahl 576
Buchstabenanzahl 2545

Die Sure al-Ḥadīd (arabisch: سورة الحديد) ist die 57. Sure des Korans. Sie ist eine medinensische Sure und befindet sich im 27. Juzʿ. Die Betitelung dieser Sure geht auf das Wort Hadid (das Eisen) zurück, das im 25. Vers vorkommt. Aufgegriffen werden in der Sure Themen wie die Einzigkeit Gottes, die Attribute Gottes, die Erhabenheit des Korans und der Zustand der Gläubigen und der Munafiqin (Heuchler) am Tage der Auferstehung und laut ʿAllamah Tabatabai ist das Hauptziel der Sure, die Muslime zur Spendenabgabe auf dem Wege Gottes zu motivieren.

In der Sure al-Hadid wird auch die Geschichte einiger Propheten wie Nuh (a.), Ibrahim (a.) und Isa (a.) erzählt. Der 4. Vers über die Erschaffung des Universums in sechs Tagen und der Vers 11 über das Gutsein des zinslosen Darlehens sind wohlbekannte Verse der Sure. Laut den Überlieferungen zählen die Befreiung von der Hölle, die Erlangung paradiesischer Gaben und die Begegnung mit Imam al-Mahdi (a.) in der Zeit seiner Wiederkunft zu den Vorzügen der Rezitation der Sure.

Vorstellung

Benennung

Diese Sure wurde deshalb al-Hadid genannt, da dieses Wort in Vers 25 vorkommt.[1] Hadid in diesem Vers bedeutet Eisen.[2] Von Imam ʿAli (a.) wurde überliefert, dass mit Herabsendung des Eisens die Schöpfung gemeint sei. In einer anderen Überlieferung von ihm bezieht sich Eisen auch auf Waffen.[3]

Offenbarungsort und Reihenfolge der Suren

Die Sure al-Hadid fällt in die Kategorie der medinensischen Suren und ist in der Offenbarungsreihenfolge die 94 Sure, welche auf den Propheten (s.) herabgesandt wurde. Sie ist jedoch in der heute vorliegenden Koranversion (Mushaf) die 57. Sure[4], welche sich in Juzʿ 27 des Korans befindet.

Anzahl der Verse

Die Sure al-Hadid zählt zu den sieben Musabbahat-Suren, die mit der Lobpreisung Gottes beginnen.[5]. Die Sure enthält 29 Verse, 576 Wörter und 2545 Buchstaben. Sie gehört auch zu den Mufassilat-Suren (Suren mit kurzen Versen).[6]

Inhalt

Laut ʿAllamah Tabatabai in seinem Tafsir al-Mizan liegt das eigentliche Ziel dieser Sure darin, die Menschen zum Spenden auf dem Wege Gottes zu ermutigen. An mehreren Stellen wurde darauf verwiesen und auch mit Ursprung des Glaubens des Gesandten bezeichnet.[7]

Gemäß des Tafsirs Nemuneh ist der Inhalt der Sure in sieben Kategorien einteilbar:[8]

  • Die Einzigkeit Gottes und zwanzig seiner Attribute;
  • Die Mächtigkeit des Korans;
  • Der Zustand der Gläubigen und der Heuchler am Tage der Auferstehung;
  • Aufruf zum Glauben und die Vergangenheit der früheren ungläubigen Nationen;
  • Ermutigung zum Spenden, vorallem für den Djihad auf dem Wege Gottes und die Wertlosigkeit des weltlichen Reichtums;
  • Soziale Gerechtigkeit;
  • Negierung des Mönchtums und der sozialen Zurückgezogenheit.

Geschichten und historische Erzählungen

  • Einladung der Propheten: die Einladung der Propheten Nuh, Ibrahim etc. zum Monotheismus, die Entsendung anderer Propheten,
  • die Prophetie von Isa (a.), des Sohnes der Maria und die Herabsendung des Evangeliums auf ihn (Vers 26-27)

Bekannte Verse

Der vierte Vers über die Schöpfung in sechs Tagen und Vers 11 über die Qarz al-Hasana.

Erschaffung in sechs Tagen

Er ist es, der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er weiß, was in die Erde eindringt und was aus ihr herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was dorthin aufsteigt. Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und was ihr tut, sieht Allah wohl. (Vers 4)

Das die Welt in sechs Tagen erschaffen wurde, wird im Koran sieben mal erwähnt, das erste Mal in Vers 54 der Sure al-Aʿraf und das letzte Mal in diesem Vers. Mit Tag in diesem Vers ist nicht ein normaler Tag gemeint, sondern eine Ära, die kurz sein kann aber auch lang, sie kann sogar Millionen Jahre andauern.[9]

Qarz al-Hasana Vers

Hauptartikel: Qarz al-Hasana Vers

Wer ist es denn, der Allah ein gutes Darlehen gibt? So wird Er es ihm vervielfachen; und für ihn wird es trefflichen Lohn geben.(Vers 11)

In diesem Vers wurde, um zum Spenden auf dem Wege Gottes anzuspornen, die Formulierung Allah ein gutes Darlehen leihen angeführt. Allah ein gutes Darlehen leihen beinhaltet jede Art des Spendens auf seine Weise und ist eines seiner wichtigen Beispiele zwecks Unterstützung des Propheten (s.) und der Imame (a.), damit sie es für die Verwaltung der islamischen Regierung verwenden.[10] Mit den Worten von Imam ʿAli (a.) heißt es, Gott bittet euch nicht aus Demut um Hilfe und nicht weil er seinen Mangel ausgleichen will, um ein Darlehen.[11]

Vorzüge und Eigenschaften

Hauptartikel: Vorzüge der Suren

Vom Propheten Muhammad (s.) wurde überliefert, wer die Sure al-Hadid rezitiert, den schützt Gott vor dem Höllenfeuer und lässt ihn ins Paradies mit all seinen Gaben eintreten und wer sie regelmäßig liest so wird er, sollte er gefangen sein, frei werden.[12] Ebenso wurde vom Propheten (s.) tradiert, wer die Sure al-Hadid rezitiert wird zu denen zählen, die an Gott und an den Propheten glauben.[13]

Von Imam al-Baqir (a.) wurde überliefert, wer vor dem Schlafen die Musabahat liest, der verlässt die Welt nicht, bis er Imam al-Mahdi (a.) sieht und er wird nach dem Tod in der Nachbarschaft des Gesandten Gottes verweilen.[14]

Fußnoten

  1. Ḫuramšāhī, Dānešnāme-ie Qurʿān wa Qurʿānpajūhī, 1377 n.i.S, B.2, S.1254.
  2. Qurʿān Karīm, Tarğome-ie Muḥammad Mahdī Fulādwand.
  3. Ḥuwaizī, Tafsīr aṯ-Ṯaqalain, 1415, B.5, S.250.
  4. Maʿrefat, Āmūzeš-e ʿUlūm-e Qurʿānī, 1371 n.i.S, B.2, S.168.
  5. Maʿrefat, at-Tamhīd fī ʿUlūm-e al-Qurʿān, 1388 n.i.S, B.5, S.230.
  6. Ḫuramšāhī, Dānešnāme-ie Qurʿān wa Qurʿānpajūhī, 1377 n.i.S, B.2, S.1254.
  7. Ṭabāṭabāī, al-Mīzān, 1974, B.19, S.143.
  8. Makārem Šīrāzī, Bargozideh Tafsīr Nemūneh, 1382 n.i.S, B.5, S.91.
  9. Makārem Šīrāzī, Bargozideh Tafsīr Nemūneh, 1382 n.i.S, B.5, S.94.
  10. Makārem Šīrāzī, Bargozideh Tafsīr Nemūneh, 1382 n.i.S, B.5, S.98.
  11. Nahğ al-Balāġa, Khutba 183.
  12. Baḥrānī, al-Burhān fī Tafsīr al-Qurʿān, 1389 n.i.S, B.5, S.277.
  13. aṭ-Ṭabarsī, Mağmaʿ al-Bayān, 1406 n.H, B.9, S.345.
  14. Makārem Šīrāzī, Bargozideh Tafsīr Nemūneh, 1382 n.i.S, B.5, S.92.

Quellenverzeichnis


  • Baḥrānī, Sayyid Hāshim, al-Burhān fī Tafsīr al-Qurʾān, 1. Auflg., Qum, Mu'assese-ie Beʿṯat, 1415 n.H.
  • Ḥuwaizī, ʿAbd ʿAlī b. Ğumʿa, Tafsīr Nūr aṯ-Ṯaqalain, Qum, Ismāʿīlīyān, 1415 n.H.
  • Ḫurramšāhī, Qawām ad-Dīn, Sūre-ie Seğdeh in Dānešnāme-ie Qurʾān wa Qurʾānpajūhī, Teheran, Dūstān-Nāhīd, 1377 n.i.S.
  • Maʿrefat, Muḥammad Hādī, at-Tamhīd fī ʿUlūm al-Qurʿān, Qum, Moʿases-eie Farhangī Entešārāt-e at-Tamhīd, 1388 n.i.S.
  • Maʿrefat, Muḥammad Hādī, Āmūzeš-e ʿUlūm-e Qurʾān, übersetzt ins Persische von Wakīlī, Qum, Sāzmān-e Tabliġāt-e Eslāmī, 1371 n.i.S.
  • Makārim Šīrāzī, Nāṣir, Tafsīr-e Nemūneh, 10. Auflg. Teheran, Dār al-Kutub al-Islāmīyya, 1371 n.i.S.
  • Ṭabāṭabāī, Muḥammad Ḥusain, al-Mīzān fī Tafsīr al-Qurʾān, Beirut, Muʾassisat al-Aʿlamī li-l-Maṭbūʿāt, 1390 n.H.
  • Aṭ-Ṭabrisī, Faḍl b. al-Ḥasan, Mağmaʿ al-Bayān fī Tafsīr al-Qurʾān, editiert von Hāšim Rasūlī & Yazdī Ṭabāṭabāī, 3. Auflg. Teheran, Entešārāt-e Nāṣer Ḫosrow, 1372 n.i.S.