Imam ʿAlī (a.)

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ʿAlī b. abī Ṭālib'
Erster Imam der Schiiten und vierter Kalif bei den Sunniten
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حرم امام علی1.jpg
Heiligtum von Imam ᾽Alī (a.)
Kunia (Beinahme) Abūlḥasan, Abūlsibṭīn, Abūlreyḥānatein, Abū Turāb
Geburtsdatum 13. Rağab, 30. ʿAm al-Fīl
Geburtsort Kaʿba, Mekka
Märtyrertum 21. Ramaḍān, 40. n.H
Ort des Grabmals Naǧaf, Irak
Nachfolger Imam al-Ḥasan (a.)
Vater Abū Ṭālib
Mutter Bint Asad
Brüder Ṭālib b. Abū Ṭālib, ʿAqīl b. Abū Ṭālib, Ğaʿfar b. Abū Ṭālib
Ehefrauen Fāṭimā (s.) Ḫula, Um Ḥabīb, Um al-Banīn, Laila, Asmāʿ, Um Saʿīd
Söhne Ḥasan, Ḥusein, , Muḥsin, Muḥammad Ḥanafiya, ʿAbbās
Töchter Zainab, Um Kulṯūm...
Die zwölf Imame
ʿAlī, al-Ḥasan, al-Ḥusein, as-Sağğād, al-Bāqir, aṣ-Ṣādiq, al-Kāẓim, ar-Rida, al-Ğawād, al-Hadi, al-'Askari, al-Mahdi

ʿAlī b. Abī Ṭālib bekannt unter der Bezeichnung Imam ʿAlī (a.), Amīr al-Mu᾽minīn (geb. 23 Jahre vor der Ḥiğra, am 13. Raǧab), war der erste Imam aller schiitischen Konfessionen, der Gefährte des Propheten (s.), Überlieferer, Schreiber der Offenbarungen und der vierte Kalif der ersten vier bei den Sunniten als rechtmäßig geltenden Kalifen. Er war der Cousin und der Schwiegersohn des Propheten (s.), der Ehemann von Fāṭima az-Zahrāʾ(s.) und der Vater sowie Vorfahre der nachfolgenden elf Imame der Schiiten. Sein Vater war Abū Ṭālib und seine Mutter Faṭima bint Asad. Schiitischen, aber auch sunnitischen Historikern zufolge erblickte er in der Kaʿba das Licht der Welt. Außerdem war er der Erste, der an den Propheten (s.) glaubte und gilt nach schiitischer Lehre als Nachfolger des Propheten (s.) auf Geheiß Gottes.

Es werden Imam ᾽Alī (a.) viele Vorzüglichkeiten zugeschrieben. Der Prophet (s.) stellte ihn beim Yaum ad-Dār Ereigniss als seinen Testamentsvollstrecker und auch als seinen Nachfolger vor. Als die Qureisch sich veranlasst, sahen den Propheten (s.) aus dem Weg zu räumen, legte er sich in dessen Bett, um die Feinde durch dieses Täuschungsmanöver auf eine falsche Fährte zu locken, damit der Prophet (s.) im Geheimen auswandern konnte. Auch schloß der Prophet (s.) mit Imam ᾽Alī (a.) den Bruderschaftspakt. Schiitische sowie sunnitische Quellen besagen, dass etwa 300 Verse des Korans von seinen Vorzüglichkeiten handeln, wie z.B. der Mubāhila-Vers und der At-Taṭhīr Vers und einige von diesen deuten auf seine Unfehlbarkeit hin.

Er nahm an allen Schlachten des Propheten (s.) (Ġazawāt: Schlachten, bei denen der Prophet (s.) selbst anwesend war) teil, ausgenommen der Tabūk–Schlacht, während dieser er auf Anordnung des Propheten (s.) als dessen Stellvertreter in Medina bleiben musste. Imam ᾽Alī (a.) tötete bei der Badr Schlacht viele der Mušrikīn, schützte in der Uḥud Schlacht das Leben des Propheten (s.), beendete mit der Tötung ᾽Umar b. ᾽Abduwad die Ḫandaq Schlacht und auch durch das Herrausreissen des Tores der Ḫaibar-Festung die Ḫaibar Schlacht.

Nachdem der Prophet (s.) seine einzige Ḥaǧǧ (Pilgerfahrt nach Mekka) durchgeführt hatte, befahl er auf Geheiß Gottes durch den Tablīġ-Vers, dass diese große Menge von Muslimen, die ihn auf seiner Rückreise begleitete, in einem Gebiet namens Ġadīr Ḫumm anhalten möge. Dort hielt der Prophet (s.) die Ġadīr Rede, währenddessen nahm er ᾽Alīs Hand, hielt sie in die Höhe und sagte: Derjenige, dessen Herr (Maula) ich bin, dessen Herr (Maula) ist auch ᾽Alī. Oh Gott, sei der Freund dessen, der ihn zum Freund hat und sei der Feind dessen, der ihn zum Feind hat. Nach dieser Rede gratulierten ihm einige der Ṣaḥāba, wie ᾽Umar ibn Ḫaṭṭāb und sprachen ihn mit dem Beinamen Amīr al-Mu᾽minīn an. Gemäß der Ansicht schiitischer und einiger sunnitischer Exegeten wurde der Ikmāl-Vers noch an demselben Tag herabgesandt. Laut schiitischer Auffassung deute der Satz bei dem Ġadīr Ereignis - Derjenige, dessen Herr (Mawla) ich bin, dessen Herr (Maula) ist auch ᾽Alī - auf die Nachfolgeschaft des Propheten (s.) hin, woran die Schiiten ihre Identität im Unterschied zu anderen islamischen Zweigen festmachen. Ihre Überzeugung im Gegensatz zu den Sunniten basiert auf dem Willen und der Wahl Gottes, welcher Imam ᾽Alī (s.) dafür bestimmte und nicht, wie aus sunnitischer Sicht, die Nachfolgeschaft des Propheten (s.) müsse durch die Wahl des Volkes bestimmt werden.

Nach dem Ableben des Propheten (s.) schwor eine Gruppe in Saqīfa Abū Bakr den Treueid zur Führung des Kalifats. Stammeskonkurrenz, Hass und Neid werden als Gründe für die Ablehnung Prophet Muḥammads(s.) Befehl bezüglich ᾽Alīs Nachfolgeschaft angegeben. Nie schwor Imam ᾽Alī (a.) Abū Bakr den Treueid. Über die Bai'a selbst und die Zeit des Treueids kam es zwischen den Historikern zu Unstimmigkeiten. Einige Quellen berichten über eine scharfe Debatte zwischen ᾽Alī (a.) und Abū Bakr, während ᾽Alī (a.) ihn wegen seines Verstoßes gegen den Befehl des Propheten (s.) in der Saqīfa und aufgrund der Nichtbeachtung der Rechte der Ahl al-Bait (a.) verurteilte. Ebenso sind die Schiiten der Meinung, dass Anhänger des vom Volke gewählten Kalifen, also Abū Bakr, insofern Zwang ausübten, in dem sie einen Angriff auf das Haus von Imam ᾽Alī (a.) durchführten, wobei Fāṭima az-Zahrāʾ(s.) schwer verletzt wurde. Dabei verlor sie ihr Kind, dass sie in sich trug. Seit diesem Angriff mußte Fāṭima az-Zahrāʾ(s.) das Bett hüten, sie erholte sich nicht mehr und starb kurze Zeit später als Märtyrerin. ᾽Alī (a.) verurteilte bei den verschiedensten Anlässen in seinen Reden das Saqīfa Ereignis und erinnerte an sein Recht auf die Nachfolge des Propheten (s.), was als die Šaqšaqiyya-Rede bekannt wurde.

In den 25 Jahren der Herrschaftszeits der ersten drei Kalifen hielt sich Imam ʿAlī (a.) absolut fern von politischen Angelegenheiten und beschäftigte sich ausschließlich mit wissenschaftlichen Themen und sozialen Aktivitäten. Beispielsweise sammelte er die Aufzeichnungen des Korans ein, bekannt unter dem Namen Muṣḥaf Imam ʿAlī (a.) (Kodiz Imam ʿAlī (a.)), beriet den jeweiligen Kalifen in diversen Angelegenheiten, kümmerte sich um wohltätige Spenden für Mittellose und kaufte 1000 Sklaven frei. Seine weiteren Aktivitäten waren landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Baumzucht, Brunnenbau, Errichtung von Moscheen und andere derartige Aktivitäten.

Imam ᾽Alī (a.) übernahm nach dem dritten Kalifen aufgrund des beharrlichen Drängens der muslimischen Gemeinschaft das Kalifat. In seiner Regierungszeit wies er der Gerechtigkeit eine sehr hohe Stellung zu, auch schon früher hatte er sich ständig der Vorgehensweise der Kalifen, welche die öffentlichen Gelder unrechtmäßig zwischen den Muslimen verteilten, widersetzt. Er befahl, dass alle Muslime, arabischer Abstammung oder nicht und ohne Bevorzugung eines Stammes, den gleichen Anteil an der Staatskasse erhalten. Er führte alle Grundstücke, die ᾽Uṯmān manchen Personen überlassen hatte, wieder an die Staatskasse zurück.

Imam ᾽Alī (a.) war, wenn es sich um Religion handelte, für eine sehr genaue Durchführung der Gesetze und für eine korrekte Regierungsmethode, ernst und kompromisslos, wodurch er für so manchen unerträglich wurde. Auch in Bezug auf seine nächsten Gefährten änderte er sein strenges Verhalten nicht. Imam ᾽Alī (a.) ist der Meinung, dass die Gerechtigkeit eines Herrschers gegenüber seinem Volk und die des Volkes gegenüber seinem Herrscher das größte von Gott gegebene Recht ist und dass die zweiseitige Einhaltung dieses Rechts viel Positives beinhaltet. Als Mālik al-Aštar von Imam ᾽Alī (a.) zum Gouverneur Ägyptens ernannt wurde, ermahnte er ihn, Milde mit dem Volk walten zu lassen, ob es sich um Muslime handelt oder nicht. In seiner Regierungszeit kam es zu drei internen Schlachten, die Ǧamal-Schlacht, die Ṣiffīn-Schlacht und die Nahrawān-Schlacht.

Am Ende wurde er beim Gebet in der Gebetsnische der Kufa Moschee durch den Schwerthieb eines Kharidschiten namens Ibn Mulǧam Murādī tödlich verletzt. Zwei Tage später wurde er zum Märtyrer und im Geheimen in Nağaf begraben. Das Heiligtum von Imam ʿAlī (a.) in Nağaf zählt zu den heiligen Stätten der schiitischen Kultur, dessen Besuch, die Ziyāra, gepflegt wird. Dort wurden auch andere namenhafte Persönlichkeiten begraben, welche unter dem Titel Madfūnān Ḥaram Imam ʿAlī (a.) (Die im Heiligtum von Imam ʿAlī (a.) Begrabenen) in einigen Quellen angeführt werden.

Es heißt, dass der Ursprung der meisten islamischen Wissenschaften wie die arabische Satzlehre, Kalām, Fiqh und Tafsir auf Imam ʿAlī (a.) zurückgeht und mannigfaltige Religionszweige ihre Überlieferungskette auf ihn zurückführen. ᾽Alī genoß bei den Schiiten eine besondere Stellung, er war für sie nach dem Propheten (s.) der Beste, Gottesfürchtigste, Wissendste und der rechtmäßige Nachfolger des Propheten (s.). Das berühmte Buch Nahğ al-Balāġa ist eine Sammlung der Aussprüche und Briefe Imam ʿAlīs (a.). Ihm werden auch einige Schriften zugeschrieben, diktiert vom Propheten (s.) und von ihm aufgezeichnet. Vielzählige Schriften wurden über ihn in den unterschiedlichsten Sprachen verfasst.

Stellung

Nach schiitischer Auffassung war die Machtübernahme Imam ᾽Alīs ( a.) am 19. Ḏu al-Ḥiğğa des 35. Jahres die späte Erfüllung einer Abmachung des Propheten (s.), wonach er bei verschiedenen Begebenheiten, vorallem beim Ereignis von Ġadīr, ihn als seinen Nachfolger und als den Imam der muslimischen Umma (Gemeinschaft) vorstellte. Die Schiiten glauben, dass der Satz ausgesprochen vom Propheten (s.) am Ġadīr Tag, derjenige, dessen Herr (Maula) ich bin, dessen Herr (Maula) ist auch ᾽Alī, die Bestimmung ᾽Alīs (a.) zu seinem Nachfolger war, wonach die Anwesenden ihm gratulierten und ihn mit dem Beinamen Amīr al-Mu᾽minīn ansprachen.[1]

Laut Heinz Halm, zeitgenössischer Islamwissenschaftler, ist ᾽Alī auf dieser Grundlage der einzige rechtmäßige Kalif und der Einzige, der der Bezeichnung Amīr al-Mu᾽uminīn würdig ist. Seine Regierungszeit, die nur sehr kurz war, war die einzige legitime, welche den Muslimen seit des Ablebens des Propheten (s.) zugutekam.[2]

Familie, Beinahmen und äußerliche Eigenschaften

ʿAlī b. Abī Ṭālib b. ʿAbdulmuṭalīb b. Hāšim b. ʿAbdu Manāf b. Quṣṣei b. Kilāb[3] war ein Haschimit und ein Qureischit. Sein Vater Abū Ṭālib war ein großzügiger, gerechter und von den arabischen Stämmen geehrter Mann. Er war auch der Onkel und der Unterstützer des Propheten (s.), einer der großen Persönlichkeiten des Stammes der Qureisch.[4] Imam ʿAlīs Mutter war Fāṭima bint Asad[5], seine Brüder waren Ṭālib, ʿAqīl, Ğaʿfar und seine Schwestern Hind oder Um Hānī, Ğamāna, Um Ṭālib und Asmāʿ.[6]Historiker bezeichnen die Eheschließung zwischen Abū Ṭālib und Fāṭima bint Asad als die erste, die zwischen einem haschimitischen Mann und einer haschimitischen Frau[7] geschlossen wurde, deshalb war Imam ʿAlī (a.) die erste Person, welche sowohl väterlicher- wie mütterlicherseits ein Haschimit war.[8]

Kuniyas, Beinahmen und Eigenschaften

Hauptartikel: Liste der Kuniyas, Beinahmen und Eigenschaften Imam ᾽Alīs

Die Kuniyas von ʿAlī sind Abūlḥasan,([9]Abūlḥusein, Abūlsibṭīn, Abūlreyḥānatein, Abū Turāb und Abūlaʿima.[10]

In den Quellen angeführte Beinamen und Eigenschaften sind folgende: Amīr al-Muʿminīn, Yaʿsub ad-Dīn wa al-Muslimīn, Ḥaidar, Murtiḍā, Qasīm an-Nār wa al-Ğannah, Ṣāḥib al-Liwāʿ, Ṣiddiq Akbar, Fārūq, Mubīr aš-Širk wa al-Mušrikīn, Qātil an-Nākiṯīn wa al-Qāsiṭīn wa al-Māriqīn, Mawla al-Muʿminīn, ähnlich wie Hārūn (Aaron), Nafs ar-Rasūl, Aḫū ar-Rasūl, Zauğ al-Batūl, Saifullah al-Maslūl, Amīr al-Barrarah, Ḏu al-Qarnain, Hādī, Sayyid al-ʿArab, Kaššāf al-Karb, Dāʿī, Šāhid, Bāb al-Madīna etc.[11]

Die Schiiten schreiben den Beinamen Amīr al-Muʿminīn (mit der Bedeutung von Amir, Befehlshaber und Führer der Muslime) ausschließlich Imam ʿAlī (a.) zu. Sie sind im Hinblick auf die Überlieferungen der Überzeugung, dass ʿAlī (a.) während der Lebenszeit des Propheten (s.) dieser Beiname zugestanden wurde und bezeichnen diesen Beinamen nicht nur für die drei ersten Kalifen (Ḫulafa ar-Rāšidīn) für unzulässig, sondern auch für andere Imame.[12]

Äußerliche Eigenschaften

Imam ʿAlī (a.) wird in verschiedenen Quellen als ein mittelgroßer Mann, mit großen schwarzen Augen und hochgezogenen Augenbrauen beschrieben. Er soll ein sehr schönes Gesicht gehabt haben, braune Haare, einen vollen Bart und breite Schultern.[13] Laut einiger Quellen gab ihm der Prophet (s.) den Namen Baṭīn, deshalb nimmt man an, dass er dick war. Einige Forscher sind jedoch der Meinung, dass der Prophet (s.) damit auf sein umfangreiches Wissen verwiesen hat (al-Baṭīn min al-ʿIlm).[14] Auch das Imam ʿAlī (a.) in einigen Ziarats mit der Eigenschaft Baṭīn gepriesen wird, zeigt, dass der Prophet mit Baṭīn bestimmt nicht seine Körperfülle meinte.[15]

Über seine Körperkraft wird ausgesagt, dass er jeden, der sich ihm zum Kampf stellte, besiegte.[16] Ibn abī al-Ḥadīd verdeutlicht in seiner Erklärung zur Nahğ al-Balāġa, dass die körperlichen Fähigkeiten von Imam ʿAlī (a.) sprichwörtlich waren. Er war derjenige, der ein Tor aus der Ḫaibar Festung riß, während eine Gruppe versuchte es an seinen Platz zurückzubringen, es aber nicht schaffte. Er war derjenige, der den Götzen Habal - eine sehr große Figur - von oben auf der Kaʿba herunter auf den Boden warf. Er war derjenige, der während seines Kalifats einen sehr großen Stein von seiner Stelle hob, aus der eine Wasserquelle zu sprudeln begann, während niemand aus der Armee dazu fähig war.[17]

Leben

ʿAlī (a.) war der erste Mann, der an den Propheten (s.) glaubte[18], der erste Imam der Schiiten[19] und der vierte von den ersten rechtmäßigen Kalifen der Sunniten.

Von der Geburt bis zur Auswanderung

ʿAlī b. Abī Ṭālib erblickte an einem Freitag, dem des 13. Rağab des 30. ʿAm al-Fīl Jahres (23 Jahre vor der Hiğra) in der Kaʿba in Mekka das Licht der Welt.[20]Seine Geburt in der Kaaba wird von den schiitischen Gelehrten wie Scheich Ṣadūq, Sayyid Raḍī, Scheich Mufīd, Quṭb Rāwandī, Ibn Āšūb und den meisten sunnitischen Gelehrten wie Ḥākim Neišābūrī, Šāfiʿī, Ibn Ğuzī Ḥanafī, Ibn Ṣabāġ Mālikī, Ḥalabī und Masʿūdī als mutiwātir eingestuft.[21]

ʿAlī (a.) wurde im Alter von sechs Jahren (17 Jahre vor der Hiğra), als in Mekka die Zeit der Dürre begann, zum Hause des Propheten (s.) gebracht, genauso wie Jaʿfar, der Bruder ʿAlīs (a.) zum Haus von ʿAbbās b. Abdulmuṭalib gebracht wurde. Abu Ṭālib, der Vater von Imam ʿAlī (a.) war zu dieser Zeit nicht in der Lage für alle in seiner Familie den Lebensunterhalt zu verschaffen.[22]Imam ʿAlī (a.) weist in einer seiner Reden auf das liebevolle Verhalten des Propheten (s.) hin, ihn in dieser Zeit bei sich aufzunehmen.[23]

Nach der Biʿṯa (Berufung Muḥammads zum Propheten, 13 Jahre vor der Hiğra) war ʿAlī (a.) der erste Mann und Ḫadīğa (s.) (Ehefrau des Propheten (s.)) die erste Frau, die an den Propheten (s.) glaubten.[24][25] ʿAlī (a.) war zu dieser Zeit zehn Jahre alt. Zusammen mit dem Propheten (s.) verrichtete er heimlich in den Bergen nahe Mekka das Gebet.[26][27] Drei Jahre nach der Biʿṯa begann der Prophet (s.) seine Berufung öffentlich zu machen und zwar durch die Einladung seiner Verwandten, welches als das Inḏār ʿAšīra oder Yaum ad-Dār Ereignis in die Geschichte einging. Hier verkündete ihm ʿAlī sofort seine Unterstützung, woraufhin der Prophet (s.) ihn als seinen Bruder, Testamentsvollstrecker und Nachfolger bezeichnete.[28] Im sechsten Jahr vor der Hiğra wurden die Muslime von den Mušrikīn in der Šiʿb abī Ṭālib bedrängt. Man behinderte und verbot schließlich in Mekka ihre Handelsgeschäfte und ihre Fortbewegung. In dieser Zeit schützte Abu Ṭālib das Leben des Propheten Muḥammads (s.), wobei sich ʿAlī (a.) sogar einmal in sein Bett legte und auf diejenigen wartete, die dem Propheten (s.) sein Leben nehmen wollten.[29] Kurz nach dem Mißerfolg der Sanktionen, drei Jahre vor der Hiğra, verlor ʿAlī (a.) mit neunzehn Jahren seinen Vater Abu Ṭālib.[30]Nach dessen Tod verschlechterten sich die Umstände der Muslime und der Prophet (s.) dachte an eine Auswanderung nach Medina. Als man erfuhr, dass die Mušrikīn planten den Propheten (s.) zu ermorden, war es an der Zeit die Auswanderung in die Tat umzusetzen. Noch in der Nacht, in der die Attentäter sich bereit machten, begab sich der Prophet (s.) auf die Flucht und Imam ʿAlī (a.) legte sich in sein Bett, dieses Ereignis ist auch unter dem Namen Leilat al-Mabīt bekannt.[31] Einige Tage später folgte ʿAlī (a.) dem Propheten (s.), er hatte die Schulden des Propheten (s.) beglichen und begab sich mit einer Gruppe, in der sich auch Fāṭima az-Zahrāʾ(s.) und Fāṭima bint Asad befanden, nach Medina.[32]

Nach der Auswanderung nach Medina

Auf dem Weg nach Medina kam der Prophet (s.) über Qabā, dort blieb er ungefähr fünfzehn Tage und wartete auf ʿAlī (a.) und seine Gefährten.[33] Nach dem Bau der Masğid an-Nabī in Medina, erklärte der Prophet (s.) in seiner ersten Rede die Auswanderer (Muhāğirīn) und die Helfer (Anṣār) zu Brüdern und Imam ʿAlī (a.) zu seinem Bruder.[34] Im zweiten Jahr nach der Hiğra kam es dann zur Schlacht zwischen den Muslimen und den Mušrikīn, die Badr Schlacht. In dieser wurden einige Oberhäupter der Qureisch, die sich in der Armee der Feinde des Propheten (s.) befanden durch ʿAlī (a.) getötet.[35] Nach der Badr Schlacht[36] heiratete ʿAlī (a.) im Alter von 25 Jahren Fāṭima az-Zahrāʿ (s.).[37] Sie entschied sich für ʿAlī (a.), obwohl sie viele Brautwerber hatte.[38] Der Prophet (s.) selbst las die Verlobungskhutba.[39]

Im dritten Jahr nach der Hiğra brachten die Mušrikīn ihren Vergeltungskrieg auf den Weg, die Uḥud Schlacht.[40] ʿAlī (a.) war einer derjenigen, die das Schlachtfeld auch nicht einen Moment verließen, wobei er ständig das Leben des Propheten (s.) zu schützen versuchte.[41] Laut einiger Überlieferungen zog er sich in diesem Kampf 16 Verletzungen zu.[42] Kuleinī und Ṭabarī sagen, dass der Satz lā saifa illā ḏulfaqār, lā fatā illā ʿAlī (Es gibt kein besseres Schwert als Ḏulfaqār und keinen besseren Helden als ʿAlī) der Engel Gabriel (Ğibriʿīl) in dieser Schlacht zum Lob ʿAlīs ausrief.[43] Noch in dem selben Jahr wurde sein Sohn Imam al-Ḥasan (a.) geboren.[44] Im vierten Jahr nach der Hiğra, als Imam ʿAlī 27 Jahre alt war, starb seine Mutter Fāṭima bint Asad.[45] Imam al-Ḥusein (a.) der zweite Sohn von ʿAlī (a.) und Fāṭima (s.) kam in diesem Jahr zur Welt.[46]

Im fünften Jahr nach der Hiğra ereignete sich die Ḫandaq Schlacht[47], welche durch die Tapferkeit ʿAlīs (a.) und durch den Tod von ʿAmrū b. ʿAbduwad durch ʿAlīs (a.) Hand ein Ende fand.[48] Das dritte Kind von ʿAlī (a.) und Fāṭima az-Zahrāʿ (s.) mit Namen Zainab (s.) wurde in diesem Jahr geboren.[49] Dann im sechsten Jahr n.H. wurde der Ḥudaibiyya Friedensvertrag zwischen dem Propheten (s.) und den Qureisch geschrieben, dessen Verfasser ʿAlī (a.) war.[50] Seine und Fāṭima az-Zahrāʿs (s.) Tochter Um Kulṯūm (s.) wurde in diesem Jahr geboren.[51] Im Monat Šaʿbān desselben Jahres beauftragte der Prophet (s.) ʿAlī (a.) mit der Fadak Sariya (Schlacht ohne Anwesenheit des Propheten)und mit der Niederschlagung der Juden.[52] Im siebten Jahr nach der Hiğra ereignete sich die Ḫaibar Schlacht.[53] ʿAlī (a.) war in dieser Schlacht nicht nur der Fahnenträger des Heeres[54], sondern er führte es auch und so kam es dazu, dass die Ḫaibar Festung eingenommen werden konnte.[55] Im achten Jahr nach der Hiğra war ʿAlī (a.) der Fahnenträger der muslimischen Armee, als es um die Eroberung von Mekka ging.[56] Außerdem half er dem Propheten (s.) bei der Zerstörung der Götzen.[57]

Im neunten Jahr nach der Hiğra kam es zur Tabūk Schlacht. Es war das erste Mal, dass der Prophet (s.) ʿAlī (a.) zu seinem Vertreter in Medina und zum Beschützer seiner Familie ernannte. Die Tabūk Schlacht, war demzufolge die einzige Schlacht an der ʿAlī (a.) nicht teilnahm.[58] Aufgrund einiger Gerüchte, die die Munāfiqīn verbreitet hatten, machte sich ʿAlī (a.) auf den Weg zum Propheten (s.) und seiner Armee und informierte ihn darüber. Der Prophet (s.) sagte zu ihm, bist du nicht zufrieden damit, dass du die gleiche Stellung hast wie Aaron zu Moses? (a.)[59] Diese Aussage wurde als die Mansilat Ḥadīṯ bekannt.[60] ʿAlī (a.) wurde auch im selben Jahr auf Anordnung des Propheten (s.) mit der Verkündigung der Barāʿa Verse, während einer Versammlung der Mušrikīn in Mekka, beauftragt.[61] Er tat es am Nachmittag von Id-e- Qurbān.[62] Am 24. Ḏu al-Ḥiğğa des neunten Jahres n.H.[63] forderte der Prophet (s.) im Beisein von ʿAlī (a.), Fāṭima (s.) , al-Ḥasan (a.) und al-Ḥusein (a.) die Christen in der Oase Nağrān zur Mubāhila (Selbstverfluchungsordal) auf.[64] Im zehnten Jahr nach der Hiğra entsandte der Prophet (s.) ʿAlī (a.) in den Jemen, um auch dort den Islam zu verkünden.[65] In dem selben Jahr begab sich der Prophet (s.) auf die Ḥağ Pilgerreise.[66] ʿAlī (a.) verließ den Jemen, um sich dem Propheten (s.) anzuschließen.[67] Nach dieser Ḥağ bezeichnete der Prophet (s.) in einem Gebiet namens Ġadīr Ḫumm ʿAlī (a.) als seinen Nachfolger.[68] Dieses Geschehen wurde als das Ereignis von Ġadīr bekannt. Zu dieser Zeit war ʿAlī (a.) 33 Jahre alt..

Nach dem Tode des Propheten (s.)

Der Prophet (s.) verstarb im Monat Ṣafar des 11. Jahres nach der Hiğra.[69] Laut der schiitischen Glaubenslehre wurde ʿAlī (a.) nach dem Ableben des Propheten (s.) mit 33 Jahren Imam. Als Imam ʿAlī (a.) mit der Beerdigung des Propheten (s.) beschäftigt war, versammelte sich eine Gruppe von Muslimen in Saqīfa. Sie sprachen sich für die Nachfolgeschaft von Abū Bakr aus, wählten ihn zum Kalifen und schworen ihm den Treueid. Imam ʿAlī (a.) soll sich zunächst geweigert haben den Treueid zu leisten[70], hätte es aber letztendlich doch getan[71] Die Schiiten sind der Meinung, dieser Treueid wäre erzwungen worden[72], Scheich Mufīd hingegen behauptet, dass ʿAlī (a.) niemals den Treueid (Bai'a) geleistet habe.[73][74] Ebenso sagen die Schiiten, dass Anhänger des Kalifen insofern Zwang ausübten, in dem sie einen Angriff auf das Haus von Imam ʿAlī (a.) durchführten[75], wobei Fāṭima az-Zahrāʿ (s.) schwer verletzt wurde. Dabei verlor sie ihr auch Kind, das sie in sich trug.[76] Kurz danach, also nur wenige Tage später annektierte Abū Bakr das Grundstück Fadak[77], das Eigentum Fāṭima az-Zahrāʿs (s.). Imam ʿAlī (a.) zog für das Recht seiner Frau Abū Bakr zur Rechenschaft, jedoch ohne Erfolg.[78] Seit diesem Angriff mußte Fāṭima az-Zahrāʿs (s.) das Bett hüten, sie erholte sich nicht mehr und starb kurze Zeit später als Märtyrerin im elften Jahr nach der Hiğra.[79]

Abū Bakr starb im 13. Jahr nach der Hiğra[80] und gemäß seines Testaments wurde ʿUmar b. Ḫaṭṭāb sein Nachfolger.[81] ʿUmar zog im Monat Muḥarram des 14. Jahres nach der Hiğra in eine Schlacht mit den Sassaniden außerhalb Medinas und stationierte sein Heer in einem Gebiet namens Ṣarār. Zuerst setzte er Imam ʿAlī (a.) als seinen Stellvertreter in Medina ein, um selbst die Führung dieses Krieges zu übernehmen, doch dann entschied er sich auf Rat von Imam ʿAlī (a.) und einigen weiteren Ṣaḥāba anders und schickte Saʿd abī Waqāṣ.[82] Muʿādīḫāh bezieht sich auf eine Uberlieferung von Ibn Kaṯīr, welcher sagte, dass ʿAlī (a.) in der Zeit des zweiten Kalifen, außer in den ersten Jahren, als Richter agierte.[83] Im 16. oder 17. Jahr nach der Hiğra[84] wurde auf Vorschlag Imam ʿAlīs (a.) und mit Zustimmung ʿUmars die Auswanderung des Propheten (s.) von Mekka nach Medina als Ausgangspunkt der Islamischen Geschichte festgelegt.[85][86] Im siebzehnten Jahr nach der Hiğra[87] machte sich ʿUmar nach Šām auf, um die Eroberung Jerusalem von dort in Angriff zu nehmen. Er setzte Imam ʿAlī (a.) als seinen Stellvertreter in Medina[88][89] ein. In dem selben Jahr[90], 475-476.</ref> heiratete ʿUmar, nachdem dieser darauf bestand und sogar Drohungen ausstieß, Um Kulṯūm, die Tochter Imam ʿAlīs (a.) und Fāṭima az-Zahrāʿs (s.).[91][92] ʿAlīs (a.) Stellvertreterschaft wiederholte sich mit der Reise ʿUmars nach Šām im 18. Jahr nach der Hiğra.[93] ʿUmar bildete, nachdem auf ihn ein Anschlag verübt worden war, einige Zeit vor seinem Tod im 23. Jahr n.H.[94] einen sechsköpfigen Rat zur Bestimmung des Kalifen nach ihm[95], in dem auch Imam ʿAlī (a.) ein Mitglied war.[96] ʿUmar stellte ʿAbdurraḥmān b. ʿAwf als den Vorsitzenden des Rates vor, welcher am Ende zu entscheiden hatte. ʿAbdurraḥmān wollte zunächst, dass Imam ʿAlī (a.) das Kalifat übernimmt, aber zu den Bedingungen nach dem Buch Gottes, der Sunna des Propheten (s.) Abū Bakrs und ʿUmars zu handeln. Imam ʿAlī (a.) jedoch akzeptierte nicht nach der Sunna von Abū Bakr und ʿUmar zu handeln und sagte: Ich hege die Hoffnung anhand meines Wissens, meiner Fähigkeit und des Ijtihads, nach dem Buch Gottes und der Sunna des Propheten (s.) handeln zu können.[97] Als ʿAbdurraḥmān jedoch mit denselben Bedingungen ʿUṯmān b. ʿAfwān das Kalifat anbot, überließ er es ihm, nachdem dieser den Bedingungen zustimmte.[98][99][100]

Muʿādīḫāh überlieferte von Ibn Ğūzī aus dessen Buch al-Muntaẓam, dass Imam ʿAlī (a.) im 24. Jahr n.H. weiterhin das Amt des Richters ausübte.[101] Im Jahre 25 n.H.[102] befahl ʿUṯmān die ersten Koran-Kodizes einzusammeln, damit ein offiziell gültiger Koran fertiggestellt werden kann.[103] Suyūṭī überlieferte von Imam ʿAlī (a.), dass das Einsammeln der Koran-Aufzeichnungen und die Herstellung eines offiziellen Koran unter Imam ʿAlīs (s.) Beratung erfolgte.[104][105] Im 26. Jahr n.H wurde der fünfte Sohn Imam ʿAlīs (a.) ʿAbbās b. ʿAlī geboren.[106] Im Jahre 35 n.H. umzingelten die Bewohner Medinas aus Unzufriedenheit über ʿUṯmān sein Haus.[107] Imam ʿAlī (a.) hatte zuvor Medina verlassen.[108] Laut sunnitischer Quellen beauftragte Imam ʿAlī (a.) seine Söhne Ḥasan (a.) und Ḥusein (a.) ʿUṯmān zu beschützen[109], aber letztendlich wurde ʿUṯmān von den Aufständischen ermordet.[110] Nach dem Tod von ʿUṯmān, scharten sich die Muslime um Imam ʿAlī (a.), sie wollten, dass er nun das Kalifat übernimmt.[111]

Regierungszeit

Imam ʿAlī (a.) übernahm im Monat Ḏu al-Ḥiğğa des 35. Jahres n.H. im Alter von 58 Jahren, nach dem Tode ʿUṯmāns, das Kalifat.[112][113] Außer einer Gruppe von den Verwandten ʿUṯmāns und einigen Gefährten des Propheten (s.), welche Qāʿidīn (die Sitzenden) genannt wurden.[114], schworen alle medinischen Gefährten Imam ʿAlī (a.) die Bai'a.[115] Imam ʿAlī (a.) forderte zwei Tage nach der Übernahme des Kalifats in seiner ersten Rede die Rückerstattung von unrechtmäßig eingenommenen Vermögens zur Zeit von ʿUṯmān[116] und bestand auf einer gerechten Verteilung des Bait al-Māl (Öffentliche Gelder).[117]

Im Jahre 36 n.H. brachen Ṭalḥa b. ʿUbeidullah und Zubeir b. ʿAwām ihre Bai'a mit ʿAlī (a.) und schlossen sich ʿĀʾiša, die wegen ʿUṯmān Blutrache nehmen wollte[118]. Sie zogen nach Baṣra.[119] Aufgrunddessen kam es zur Ğamal Schlacht. Es war die erste Schlacht Imam ʿAlīs (a.)[120] und die erste, die unter den Muslimen geführt wurde[121] und zwar zwischen Imam ʿAlī (a.) und den Nākiṯīn (Eidbrecher), unweit von Baṣra.[122] Ṭalḥa[123] und Zubeir[124] wurden beide in dieser Schlacht getötet und ʿĀʾiša wurde zurück nach Medina geschickt.[125] Imam ʿAlī (a.) ging nach Baṣra und erließ die Anordnung zur Amnestie[126], dann im Jahre 36 im Monat Rağab betrat er Kufa und bestimmte diese Stadt zu seinem Regierungssitz.[127]

Im gleichen Jahr rief Imam ʿAlī (a.) Muʿāwiya zur Bai'a auf. Als dieser sich weigerte, enthob er ihn seines Amtes als Gouverneur von Šām.[128] Im Monat Šawwāl des Jahres 36 n.H. zog Imam ʿAlī (a.) mit seiner Armee nach Šām.[129] Die Ṣiffīn Schlacht begann in einem Gebiet mit demselben Namen, Ṣiffīn, am Ende des 36. Jahres n.H. und am Anfang des 37. Jahres n.H.[130] Maʿādīḫāh ist der Auffassung, dass entgegen des von Ṭabarī und Ibn Kaṯīr angeführten Datums Ṣafar des 37. Jahres n.H., es das 38. Jahr war, als die Schlacht ihren Höhepunkt erreichte.[131][132] Als der Sieg der Truppen von Imam ʿAlī (a.) zum Greifen nahe war[133], spießten die Streitkräfte Muʿāwiyas aufgrund einer List von ʿAmrū b. ʿAṣ Koranabschriften auf ihre Speere, mit der Begründung der Koran soll ein Urteil über die Schlacht abgeben.[134] Aufständischen in seiner Armee, die sich weigerten gegen den Koran auf den Speeren der Feinde zu kämpfen, gezwungen den Waffenstillstand auszurufen, wonach er Abū Mūsā Aš᾽arī zu seinem Vermittler ernannte.[135] Als Imam ʿAlī (a.) schließlich seine Zustimmung gegeben hatte, entstand plötzlich ein heftiger Protest gegen ihn.[136] Einige von ihnen bezogen sich auf zwei Verse des Koran (Sure al-Māʿida, Vers 44 und Sure Ḥuğarāt, Vers 9), forderten die Fortsetzung der Schlacht gegen Muʿāwiya, bezeichneten den Kompromiss (Ḥakamiyya: Schiedsgericht) als Kufr und bereuten ihre Handlung.[137] Verwunderlich war, dass ein Teil der Protestierenden genau diejenigen waren, die einige Stunden zuvor Imam ʿAlī (a.) die Ḥakamiyya aufgezwungen hatten.[138] Sie forderten den Imam auf zu bereuen und die von Muʿāwiya geforderten Bedingungen für ungültig zu erklären. Aber Imam ʿAlī (a.) akzeptierte es nicht[139] und erklärte seine Entscheidung damit, dass er den Krieg nur dann weiterführen würde, wenn die Vertreter nicht nach dem sogenannten Urteil des Korans handeln würden.[140]

Abū Mūsā ʿAšʿarī verkündete das Ergebnis des Schiedsgerichts, wonach beide Befehlshaber, Muʿāwiya und Imam ʿAlī (a.) vom Kalifat abgesetzt sind[141][142], aber ʿAmrū b. ʿAṣ sprach dann das Kalifat Muʿāwiya zu.[143] Nach dem Schiedsgericht[144][145] widersetzte sich eine Gruppe der Gefährten ʿAlīs diesem Ergebnis und bezeichneten es als eine Abkehrung von der Religion und für Zweifel im Glauben.[146] Unter ihnen gab es eine Gruppe, die den Kern der späteren Kharidschiten bildeten, diese erklärten den Kompromiss als Kufr, verließen Imam ʿAlīs Armee und gingen anstatt nach Kufa nach Ḥarūrā.[147]

Die Proteste der Kharidschiten setzten sich bis sechs Monate nach der Ṣiffīn-Schlacht fort, deshalb entsandte Imam ʿAlī (a.) ʿAbdullah b. ʿAbbās und Ṣaʿṣaʿ b. Ṣawḥān zu ihnen, um zu reden. Sie weigerten sich jedoch zur Armee zurückzukehren. Danach unterbreitete Imam ʿAlī (a.) ihnen den Vorschlag, zwölf Personen auszusuchen, die mit der gleichen Anzahl von Leuten aus dem Kreis ʿAlīs (a.) zusammensitzen und diskutieren.[148] Imam ʿAlī (a.) schrieb auch einen Brief an die Oberhäupter der Kharidschiten und rief sie dazu auf, zum Volke zurückzukehren. Doch ʿAbdullah b. Wahab betonte in Erinnerung an die Ereignisse in Ṣiffīn, dass ʿAlī (a.) aus der Religion ausgetreten sei und bereuen müsste.

Imam ʿAlī (a.) versuchte mehrmals durch Gefährten wie Qais b. Saʿd und Abū Ayyūb Anṣārī die Kharidschiten auf seine Seite zu ziehen und sagte ihnen Schutz zu.[149] Aber als Imam ʿAlī (a.) jegliche Hoffnung auf eine Kapitulation ihrerseits aufgegeben hatte, stellte er ihnen eine Armee von 14 tausend Mann entgegen. Imam ʿAlī (a.) betonte, dass seine Armee die Schlacht nicht beginnen würde, doch die Gegner ließen es zum Krieg kommen und so entstand die Nahrawān Schlacht.[150] Es dauerte nicht lange und alle Kharidschiten wurden entweder getötet oder verletzt. 400 Verletzte wurden ihren Familien übergeben. In Imam ʿAlīs (a) Armee waren nur zwei Tote zu beklagen. Zehn Kharidschiten konnten fliehen, darunter ʿAbdurraḥmān b. Mulğam Murādī, der Mörder Imam ʿAlīs (a.).[151] Ibn Mulğam Murādī verletzte am Morgen des 19. Ramaḍān im 40. Jahr n.H. in der Kufa Moschee Imam ʿAlī (a.) durch einen Schwertschlag auf seinen Kopf, während er sein Gebet verrichtete. Zwei Tage später, im Alter von 63 Jahren wurde er zum Märtyrer und im Geheimen begraben.[152]

Ehefrauen und Kinder

Eheschliessung mit Fāṭima az-Zahrāʿ (s.)

Hauptartikel: Eheschließung von Imam ʿAlī (a.) und Fāṭima az-Zahrāʿ (s.)

Die erste Ehefrau von Imam ʿAlī (a.) war Fāṭima az-Zahrāʿ (s.), die Tochter des Propheten (s.).[153] Vor dieser Eheschließung kamen Brautwerber wie Abū Bakr, ʿUmar b. Ḫaṭṭāb und ʿAbdurraḥmān b. bin ʿAwf zum Propheten (s.), um Fāṭima az-Zahrāʿ (s.) zu ehelichen, aber der Prophet (s.) wies sie ab, er orientierte sich nur an dem Befehl Gottes.[154] Laut einiger Quellen soll die Eheschließung zwischen ʿAlī (a.) und Fāṭima az-Zahrāʿ (s.) am ersten Tag des Monats Ḏu al-Ḥiğğa im zweiten Jahr n.H. stattgefunden haben.<refal-Mufīd, Masār aš-Šī᾽a, S.17.</ref> Andere wiederum geben den Monat Šawwāl an und weitere den 21. Muḥarram.[155] Imam ʿAlī (a.) und Fāṭima (s.) hatten fünf Kinder, Ḥasan, Ḥusein, Zainab, Um Kulṯūm[156] und Muḥsin, welcher schon vor der Geburt verstarb.[157][158]

Weitere Ehefrauen

Imam ʿAlī (a.) heiratete zur Lebenszeit Fāṭimas (s.) keine andere Frau. Aber nach ihrem Tod heiratete er mehrere Frauen wie Amāma, die Tochter von Abūlʿāṣ b. Rabīʿ, deren Mutter, Zainab die Tochter des Propheten war, dann Um al-Banīn, deren Kinder ʿAbbās, ʿUṯmān, Ğaʿfar und ʿAbdullah waren. Sie wurden alle in Karbalā zu Märtyrern.[159]

Kinder

Scheich Mufīd führt in seinem Buch al-Iršād 27 Kinder von Imam ʿAlī (a.) auf, mit Muḥsin 28.[160] Imam ʿAlīs Kinder und seine jeweiligen Ehefrauen sind folgende:

Fāṭimā (s.) Ḫula Um Ḥabīb Um al-Banīn Laila Asmāʿ Um Saʿīd Weitere Ehefrauen
Ḥasan Muḥammad Ḥanafiya ʿUmar ʿAbbās Muḥammad Aṣġar Yaḥyā Um al-Ḥasan Um Hānī
Ḥusein Ruqayya[161] Ğaʿfar ʿUbeidullah ʿAwn Ramlah Ğamānah (Um Ğaʿfar)
Zainab Kubrā ʿUṯmān Amāmah
Zainab Ṣuġrā ʿAbdullah Nafīsa
Muḥsīn Um al-Kirām


Teilnahme an den Ġazawāt

Hauptartikel: Die Ġazawāt des Propheten (s.)

Imam ʿAlī (a.) nahm bei den Ġazawāt (Schlachten mit der direkten Anwesenheit des Propheten (s.) und Sariyas (Schlachten ohne der direkten Anwesenheit des Propheten (s.)) in der frühislamischen Zeit eine sehr wichtige Rolle ein und kämpfte stets an seiner Seite, außer in der Tabūk Schlacht.[162] Imam ʿAlī (a.) war in den meisten dieser Ġazawāt der Hauptfahnenträger der muslimischen Armee.[163] Er blieb auch dann an der Seite des Propheten (s.), wenn die Muslime flohen und setzte den Kampf fort.[164]

Die Badr Schlacht

Die Badr Schlacht war die erste Schlacht des Propheten (s.) unter seiner Befehlshabung, zwischen den Muslimen und den Mušrikīn der Qureisch stattfand. Sie ereignete sich am 17. Ramaḍān des 2. Jahres n.H. neben dem Badr Brunnen.[165] In dieser Schlacht fielen einige der großen Persönlichkeiten der Qureisch wie Abū Ǧahl[166] und ʿUtba b. Rabīʿa.[167]

Imam ʿAlī (a.) tötete schon zu Beginn der Schlacht in einem Zweikampf Walīd ʿUtba b. Rabīʿa.[168] Ebenso wurde Nūfil b. Ḫūleid, den der Prophet (s.) verflucht hatte, von Imam ʿAlī (a.) getötet.[169] Dazu fanden etwa 20 weitere Soldaten der Mušrikīn wie Ḥanġalah b. Abū Sufiyān und ʿAṣ b. Saʿīd durch Imam ʿAlī (a.) den Tod.[170] Im Nachhinein schrieb ʿAlī (a.) in einem Brief an Muʿāwiya: das Schwert, mit dem ich deinen Großvater (Utba, der Vater von Hind, der Leberfresserin), deinen Onkel (Walīd, der Sohn von ʿUtba) und deinen Bruder (Ḥanẓalah b. abī Sufiyān) getötet habe, begleitet mich immer noch.[171]

Die Uḥud Schlacht

Nachdem in der Uḥud Schlacht die Mušrikīn die Oberhand gewonnen hatten, flohen die meisten Muslime und ließen den Propheten (s.) allein. Imam ʿAlī (a.) war einer der Wenigen, die weiterhin den Propheten (s.) verteidigten.[172] ʿAlī (a.) selbst beschreibt dieses Ereignis in einer Überlieferung folgendermaßen: Als die Auswanderer und die Helfer in ihre Häuser flüchteten, war ich derjenige, der den Propheten (s.) verteidigte, obwohl ich siebzig Verletzungen erlitt.[173]

Sowohl schiitische[174] als auch sunnitische[175] Quellen bezeugen, dass aufgrund Imam ʿAlīs (a.) Opferbereitschaft der Engel Gabriel herabgesandt wurde und er diese pries und sagte: Diese Opferbereitschaft war die höchstmöglichste, die er geben konnte. Der Gesandte Gottes bestätigte ihn und sagte: Es gibt kein besseres Schwert als Ḏūlfaqār und keinen besseren Helden als ʿAlī.

Die Ḫandaq Schlacht (Aḥzāb)

In der Ḫandaq Schlacht beriet sich der Prophet (s.) mit seinen Gefährten über die Verteidigungsmethode der Stadt Medina. Salmān Fārsī schlug vor, um eine Distanz zwischen den Muslimen und ihren Angreifern zu schaffen, einen Graben um die Stadt herum auszuheben.[176] Beide Armeen standen sich nun einige Tage gegenüber und warfen gelegentlich Steine auf die Gegner oder schossen Pfeile ab. Bis ʿAmrū b. ʿAbduwad von den Mušrikīn sich zusammen mit einigen anderen an der schmalsten Stelle des Grabens aufstellte und den Kampf forderte, aber bei den Muslimen herrschte Grabesstille, keiner wagte sich zu rühren. Dann bat Imam ʿAlī (a.) den Propheten (s.) um die Erlaubnis für einen Zweikampf mit ʿAmrū. Der Prophet (s.) erteilte ihm die Erlaubnis. Nach einem kurzen Kampf schlug Imam ʿAlī (a.) ʿAmrū zu Boden und tötete ihn.[177] Der Gesandte Gottes sagte danach:Den Schwerthieb, den ʿAlī am Ḫandaq Tag ausführte ist wertvoller als der Gottesdienst aller Menschen und Jins.[178]

Die Ḫaibar Schlacht

Die Ḫaibar Schlacht ereignete sich im Monat Ğumādi al-Ulā des 7. Jahres n.H. Um den Umtrieben der Juden entgegenzuwirken, ordnete der Prophet (s.) den Angriff auf ihre Festung an.[179] Nachdem Personen wie Abū Bakr und ʿUmar die die Festung nicht erobern konnten sagte der Prophet (s.): Morgen werde ich die Fahne in die Hand dessen geben, der Gott und den Propheten (s.) liebt und den euch Gott und der Prophet (s.) liebt. Am frühen Morgen rief er ʿAlī (a.) zu sich und gab ihm die Fahne.[180] Laut Scheich Mufīd riß ʿAlī (a.) beim Angriff auf die Festung eines der Tore heraus und benutzte es bis zum Ende der Schlacht als Schild.[181]

Die Eroberung von Mekka

Der Gesandte Gottes (s.) machte sich mit seiner Armee am Anfang des Monats Ramaḍān des 8. Jahres n.H. von Medina auf, um Mekka zu erobern. Er gab die Fahne, die er zuerst Saʿd b. ʿIbāda gegeben hatte ʿAlī (a.), denn er hatte feststellen müssen, dass Saʿd Rachegedanken hegte.[182] Nach der Eroberung Mekkas zerstörte der Prophet (s.) die Götzen, die sich in der Kaʿba befanden und befahl dann ʿAlī (a.) sich auf seine Schultern zu stellen, um oben auf die Kaʿba zu gelangen. Dann warf ʿAlī (a.), die sich dort befindlichen Ḫuzaʿa Götzen herunter.[183]

Die Ḥunein Schlacht

Die Ḥunein Schlacht ereignete sich im 8. Jahr n.H., wobei sich in der Hand ʿAlīs (a.) eine Fahne der Auswanderer befand.[184] Nach einem Überraschungsangriff der Mušrikīn flohen die Muslime und nur ʿAlī (a.) und einige andere blieben standhaft und verteidigten den Propheten (s.).[185]

Die Tabūk Schlacht

Die einzige Schlacht, bei der ʿAlī (a.) nicht an der Seite des Propheten (s.) war, war die Tabūk Schlacht. ʿAlī (a.) war auf Anordnung des Propheten (s.) in Medina geblieben, um in seiner Abwesenheit den Machenschaften der Munafiqin (Heuchler) entgegenzuwirken. Es kam soweit, dass die Munafiqin Gerüchte verbreiteten. Um diese abzuwehren, ergriff ʿAlī (a.) sofort seine Waffe, suchte den Propheten (s.) außerhalb der Stadt auf und setzte ihn darüber in Kenntnis. Der Prophet (s.) sagte (dies wurde als die Ḥadīṯ Mansilat bekannt): Mein Bruder, kehre nach Medina zurück, denn niemand außer ich und du sind für die Verwaltung dort geeignet. Du bist unter meiner Ahl al-Bait (a.), in meinem Haus und unter meinem Volk mein Stellvertreter und Nachfolger. Oh ʿAlī, wirst du nicht zufrieden damit sein, dass du mir gegenüber wie Aaron zu Moses bist? Nur dass nach mir kein Prophet (s.) mehr sein wird.[186]

Sarāyā (Schlachten, welche ohne der direkten Anwesenheit des Propheten (s.) erfolgten)

  • Die Sariya ʿAlī b. abī Ṭālib (a.) nach Fadak war, um der Banī Saʿd entgegenzuwirken. Sie fand im Šaʿbān des 6. Jahres n.H. statt.[187]
  • Die Sariya ʿAlī b. abī Ṭālib (a.) zur Zerstörung des Götzentempels Fals beim Stamme der Banī Ṭayy war im Monat Rabīu al-Āḫir des 9. Jahres n.H.[188]
  • Die Saria ʿAlī b. abī Ṭālib (a.) im Jemen fand im Ramadan des 10. Jahres n.H. statt.[189]

Mission nach Jemen

Der Prophet Muḥammad (s.) beschäftigte sich nach der Eroberung Mekkas und dem Sieg der Ḥunein Schlacht mit der Verbreitung seiner Botschaft und entsandte unter anderem auch einen Botschafter in den Jemen, es handelte sich hierbei um Maʿāz b. Ğabal. Doch bei manchen Fragen blieb er ohne Antwort, unfähig eine Lösung zu finden. Alsbald kehrte er zurück. Danach schickte der Prophet (s.) Ḫālid b. Walīd in dieses Land. Aber auch er konnte dort nicht vorankommen und kehrte nach sechs Monaten erfolglos zurück. Daraufhin betraute der Prophet (s.) ʿAlī (a.) mit dieser Aufgabe und schickte ihn zusammen mit einem Brief in den Jemen. ʿAlī (a.) las dem jemenitischen Volk diesen Brief vor und lud sie zum Monotheismus ein. Durch seine Bemühungen wurden alle aus dem Ḥamdān Stamm Muslime. ʿAlī (a.) überbrachte die Nachricht über deren Konvertierung. Der Prophet (s.) freute sich und machte ein Bittgebet für die Menschen aus dem Hamdān Stamm.[190] In anderen Berichten ist von einer Auseinandersetzung zwischen ʿAlī (a.) und dem Maḏḥağ Stamm die Rede. Als ʿAlī (a.) zu ihnen ging und sie zum Islam aufrief, griffen sie gleich zu ihrem Schwert. Er kämpfte gegen sie und schlug sie in die Flucht, währenddessen er sie nochmals zum Islam aufrief. Danach sammelte er die Kriegsbeute ein und brachte diese zusammen mit den Spenden von Nağrān zum Propheten (s.), welcher sich auf der Ḥağ befand.[191] Der Prophet (s.) überließ ʿAlī (a.) das Amt des Richters im Jemen und machte für seine Stabilität dabei ein Bittgebet. Es gibt einige Quellen, die von seinen Richteraktivitäten berichten.[192]

Ġadīr Ḫum

Ġadīr Ḫum, von Maḥmūd Farščiyān

Hauptartikel: Ereignis von Ġadīr

Im zehnten Jahr nach der Hiǧrā entschied sich der Prophet (s.) die Ḥaǧǧ Tamatu᾽ durchzuführen.[193] Die Muslime wurden darüber in Kenntnis gesetzt und viele begleiteten ihn.[194] Er sandte an Imam ᾽Alī (a.), der sich zu dieser Zeit im Jemen befand eine Botschaft, in der er ihn zur Hajj aufrief.[195]

Nach dieser Ḥaǧǧ begaben sich die Muslime wieder auf den Heimweg, als sie sich langsam voneinander trennen wollten, um sich in ihre Heimatstädte zu begeben, befahl Gott dem Propheten (s.) anzuhalten und das, was ihm befohlen worden war, zu verkünden.[196] Nachdem der Prophet (s.) das Gemeinschaftsgebet zur Mittagszeit verrichtet hatte, hielt er eine Rede. Er sagte: Wisst ihr nicht, dass ich habe mehr Recht über die Gläubigen, als sie selbst besitzen? Laut einiger Quellen antwortete der Prophet (s.) auf die Frage einiger seiner Gefährten, ob dies eine Anordnung Gottes und seines Propheten wäre: Ja, das ist eine Anordnung Gottes und seines Propheten.[197] Nach dieser Rede gratulierten einige der Ṣaḥāba wie ᾽Umar b. Ḫaṭṭāb Imam ᾽Alī (a.).[198]

Gemäß der Auffassung schiitischer und einiger sunnitischer Koranexegeten wurde der Ikmāl Vers am selben Tag herabgesandt. Er besagt, dass mit dieser Offenbarung die Religion vollendet und die Gnade Gottes erfüllt wurde.[199] Imam ᾽Alī (a.) verwies nach dem Ableben des Propheten (s.) bei unterschiedlichen Begebenheiten auf das Ġadīr Ereignis und die Rede des Propheten (s.), um der Wahrheit zum Ziel zu verhelfen.[200] Die Schiiten glauben angesichts ihrer Lesart hinsichtlich der Ġadīr Rede im Zusammenhang mit den in den Quellen überlieferten Worten und Gedichten der Muslime, dass der Prophet (s.) während des Ġadīr Ereignisses Imam ᾽Alī (a.) als seinen Nachfolger vorgestellt hat .[201]

Saqīfa

Hauptartikel: Das Ereignis von Saqīfa Banī Sāʿida

Nach dem Tode des Propheten (s.), während ʿAlī (a.) auf seinen letzten Willen hin[202]mit Hilfe der Banī Hāšim die Vorbereitungen für seine Beerdigung traf, beraumten die Helfer aus Angst vor einem Rachefeldzug der Qureisch, aufgrund ihrer in den Schlachten des Propheten Gefallenen und auch aufgrund, dass die Qureisch ʿAlī (a.) niemals als Nachfolger des Propheten (s.) akzeptieren würden, eine Sitzung in der Saqīfa Banī Sāʿida an, um den Nachfolger des Propheten (s.) zu wählen.[203] Abū Bakr und ʿUmar erhielten Bescheid darüber und machten sich sofort zu diesem zusammen mit Abū ʿUbeidullah Ğarāḥ, ʿAbdurraḥmān b. ʿAwf und ʿUṯmān b. ʿAfwān Treffen auf. Nach langen Diskussionen und einem Streit wurde, unbeachtet des Ġadīr Ereignisses, Abū Bakr zum Kalifen gewählt.[204]

Einwände gegen Imam ʿAlī (a.)

Imam ʿAlīs (a.) Lebenszeit beinhaltete die turbulentesten brisantesten und wirkungsvollsten Umstände in der islamischen Geschichte, vorallem als er das Kalifat antrat und viele Streitigkeiten unter den Muslimen entstanden. ʿAbdurraḥmān Qanawāt (Daneshnameie Imam ʿAlī (a.)) ist der Ansicht, dass der Ursprung all dieser Unstimmigkeiten schon zur Zeit des Propheten (s.) begonnen hatte. Es hätte etwas mit der Stammeskonkurrenz zwischen den Qureisch und den Kindern ʿAbdu Manāf zu tun.[205] Mit Hinweis darauf, dass es bezüglich wichtiger Positionen in Mekka[206] zum Streit zwischen den Kindern und Enkelkindern ʿAbdu Manāf gekommen war, spricht er von der Schwächung der Banī Hāšim gegenüber der Banī Umayya nach ʿAbdulmuṭalib[207] und betont, dass nachdem der Druck der Banī Umayya (Muʿāwiya) auf Imam ʿAlī (a.) zu Anfang seiner Zeit als Kalif auch der familiäre Kampf zwischen der Familie ʿAbdulmuṭalibs und der Familie Ḥarb (Muʿāwiyas Großvater) seinen Höhepunkt erreicht hatte und die Banī Umayya auf diesem Weg, soweit sie nur konnten, den Glauben ʿAbdulmuṭalibs (Vater von Imam ʿAlī (a.)) versuchten in Frage zu stellen. Dieser Druck setzte sich noch hunderte von Jahren weiter fort bis in die Zeit der Abbasiden, nur das die Motive sich änderten.[208] Laut der Qanawāt (Abstammungskette) ging die Abstammung der Abbasiden auf ʿAbbās b. ʿAbdulmuṭalib zurück, den Onkel des Propheten (s.). Diese waren zu Anfang keine Muslime und fühlten sich, vorallem da sie von dem Propheten (s.) in der Badr Schlacht gefangengenommen wurden, gegenüber den Vorzüglichkeiten und den Erfolgen der Alawiyun erniedrigt.[209]

Die Ereignisse, die sich aus der Badr Schlacht ergaben, gelten als sehr wichtig, da sie die Wurzeln einiger religiöser und politischer Auseinandersetzungen zur Zeit von ʿAlī b. abī Ṭālib (a.) sind.[210] Imam ʿAlī (a.) hatte in der Badr Schlacht den größten Anteil an getöteten Mušrikīn. Wāqidī beziffert ihre Anzahl mit 22, Ibn abī al-Ḥadīd mit 35 (das war die Hälfte der Getöteten) und Scheich Mufīd mit 36.[211] Ḥasan Ṭāramī ist in der Dānešnāme-ie Ğahān Eslām der Auffassung, dass 13 von den Mušrikīn, die Imam ʿAlī (a.) getötet hatte, Persönlichkeiten der Qureisch waren, darunter auch Abū Ğahl. Dieses war für die Mušrikīn der Qureisch eine schwere Niederlage und schadete sehr ihrem Ansehen und ihrer Größe.[212]Gemäß historischer Quellen trugen die Qureischiten seit der Badr Schlacht den Hass gegen Imam ʿAlī (a.) in sich, selbst als sie Muslime wurden, schrieben sie Gedichte über die Qureischiten, die zum Kampf gegen Imam ʿAlī (a.) und zum Bruch der Bai'a mit ihm anspornen sollten.[213]Dazu kam, dass ihr Neid auf einige der Anhänger Imam ʿAlīs (a.) ihren Hass verdoppelte, welches sich dann später auf die Nachfolge des Propheten (s.) und dem daraus resultierenden Schicksal der Muslime auswirkte.[214]

Sayyid Ḥasan Fāṭimī bezeichnet, entnommen aus der Dānešnāme-ie Imam ʿAlīs (a.), die Liebe des Propheten (s.) zu ʿAlī (a.) für einen weiteren Grund des Hasses und des Neids der Qureisch.[215]Laut Fāṭimī resultierte das Saqīfa Ereignis mit der Ernennung Abū Bakrs zum Kalifen aus den schon vor dem Tod des Propheten (s.) entstandenen Streitigkeiten, durch die sich eine Gruppe bildete mit dem Ziel Imam ʿAlī (a.) beiseitezudrängen.[216]Seiner Meinung nach fühlten sich die Munāfiqīn einerseits aufgrund des Schadens, den sie durch Imam ʿAlī (a.) erlitten hatten und andererseits durch den Schlag, den die quraischitischen Auswanderer durch die Helfer in Medina, einstecken mußten, gezwungen schnellstmöglichst einen Nachfolger des Propheten (s.) aus ihren eigenen Reihen zu wählen und so nutzten Abū Bakr und die anderen Quraischiten in Medina die Gelegenheit[217], als ʿAlī (a.) mit der Vorbereitung der Beerdigung des Propheten (s.) beschäftigt war.[218]

Imam ʿAlīs (a.) Haltung

Am Tage des Saqīfa Ereignisses schwor ʿAlī (a.) Abū Bakr nicht den Treueid (Bai'a). Über die Bai'a selbst und über den Zeitraum bestehen bei den Geschichtsschreibern Unstimmigkeiten.[219]Laut einiger Berichte führte ʿAlī (a.) mit eine nicht deutlich konfrontive, aber ausführliche und offene Debatte mit Abū Bakr, da er ihn aufgrund des Saqīfa Ereignis verurteilte die Rechte der Ahl al-Bait (a.) ignoriert zu haben. Abū Bakr war soweit ʿAlīs (a.) Argumentationen zu akzeptieren und ihm den Treueid zu leisten, ließ sich aber von einigen seiner Gefährten davon abraten[220]. Immer wieder verwies ʿAlī (a.) bei den verschiedensten Anlässen in seinen Reden auf das Saqīfa Ereignis und sein Recht auf die Nachfolge des Propheten (s.). Die Šaqšaqiyya Rede ist die bekannteste, in der er das Saqīfa Ereignis verurteilte.[221]Andere Quellen besagen, dass ʿAlī (a.) nach der Saqīfa Fāṭima az-Zahrāʿ (s.) nachts auf einem Reittier zu den Häusern und Versammlungsorten der Helfer brachte, um dort Beistand zu finden. Doch sie bekamen zu hören: Oh Tochter des Propheten, wir haben Abū Bakr den Treueid geschworen, wenn ʿAlī (a.) vorgetreten wäre, so hätten wir gewiß bei ihm die Bai'a abgelegt. ʿAlī (a.) sagte: Sollte ich den Propheten (s.) nicht beerdigen und über das Kalifat streiten?[222]

Die Verteidigung des Rechtes von Imam ʿAlī (a.) auf die Nachfolgeschaft des Propheten (s.) beschränkte sich nicht nur auf diese Dinge. Eines der wichtigsten Ereignisse diesbezüglich war die Munāšudeh. Einst ließ Imam ʿAlī (a.) die Gefährten des Propheten über das was sie zu dem Thema der Nachfolge des Popheten (s.) gehört hatten und Zeugen darüber waren einen Schwur bei Gott ablegen. ʿAllāma Amīnī überlieferte, dass verschiedene sunnitische sowie schiitische Quellen dieses Ereignis in Raḥba im Jahre 35 n.H., also zu Beginn des Kalifats von Imam ʿAlī (a.), bestätigen.[223]Schiitische Quellen erwähnen auch einen anderen ähnlichen Fall und zwar bei der Bestimmung ʿUmars zum Kalifen durch einen sechsköpfigen Rat. In diesem Fall führte Imam ʿAlī (a.) eine lange Liste über die Ereignisse an, die sein Recht auf die Nachfolgeschaft des Propheten (s.) betonen und läßt die Ratsmitglieder bei Gott schwören, ob sie diese von dem Propheten (s.) gehört haben oder nicht? Sie bestätigten es![224]

Die Zeit der ersten drei Kalifen

In den 25 Jahren der Herrschaftszeits der ersten drei Kalifen hielt sich Imam ʿAlī (a.) absolut fern von politischen Angelegenheiten und beschäftigte sich ausschließlich mit wissenschaftlichen Themen und sozialen Aktivitäten. Beispielsweise sammelte er die Aufzeichnungen des Korans ein, bekannt unter dem Namen Muṣḥaf Imam ʿAlī (a.) (Kodiz Imam ʿAlī (a.)), beriet den jeweiligen Kalifen in diversen Angelegenheiten, kümmerte sich um wohltätige Spenden für Mittellose und kaufte 1000 Sklaven frei. Seine weiteren Aktivitäten waren landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Baumzucht, Brunnenbau, Errichtung von Moscheen wie die Fatḥ Moschee in Medina, eine Moschee neben dem Grab von Ḥamza und andere derartige Aktivitäten.[225]

Im Folgenden wird auf einige wichtige Ereignisse dieses Zeitabschnitts hingewiesen:

Abū Bakr

Zu Beginn des Kalifats Abū Bakrs ereignete sich so manches für die Ahl al-Bait (a.) wie z.B. der Angriff auf das Haus Imam ʿAlīs (a.) und das ihm der Treueid für Abū Bakr aufgezwungen werden sollte[226], Konfeszierung des Grundstückes Fadak[227]und der Märtyrertod von Fāṭima az-Zahrāʿ (s.).

Erzwungene Bai'a

Imam ʿAlīs (a.) Weigerung die Bai'a abzulegen und das Vorgehen einiger der Gefährten, das Kalifat von Abū Bakr abzulehnen, stellte für diesen und ʿUmar eine ernste Gefahr dar. So entschieden sie sich Imam ʿAlī (a.) zu zwingen den Treueid abzulegen.[228] Mehrmals schickte Abū Bakr Qunfuḏ zu ʿAlīs (a.) Haus, um von ihm die Bai'a zu fordern, doch Imam ʿAlī (a.) lehnte es jedesmal ab. Schließlich gingen Abū Bakr, ʿUmar, ʿUṯmān, Ḫālid b. Walīd, Muġira b. Šuʿba, Abū ʿUbeidullah Ğarāḥ und Qunfuḏ selbst zu ihm. Als diese Gruppe sein Haus erreicht hatte und Einlass begehrte, der abgelehnt wurde, verhöhnten sie zuerst Fāṭima az-Zahrāʿ (s.) und brachen dann die Tür auf. Diese schwere Holztür schwang auf und prallte mit aller Wucht auf die Wand daneben. Fāṭima az-Zahrāʿ (s.), die Tochter des Propheten (s.) stand genau hinter der Tür als dieses geschah und wurde schwer verletzt.[229] Ohne sich darum zu kümmern ergriffen sie Imam ʿAlī (a.), brachten ihn zur Moschee und forderten ihn auf Abū Bakr den Treueid zu leisten. Der Imam (a.) sagte: Ich bin geeigneter als ihr und ich werde diese Bai'a nicht ablegen. Besser für euch wäre es ihr würdet mir den Treueid schwören. Ihr habt unter dem Vorwand eurer Verwandtschaft mit dem Propheten (s.) das Kalifat aus den Händen der Helfer genommen und unser Recht konfisziert.[230]

Über die Zeit der Bai'a, die Imam ʿAlī (a.) abgelegt haben soll, sind sich die Gelehrten uneins. Einige sagen, sie erfolgte nach dem Tode Fāṭima az-Zahrāʿs (s.) und einige andere sprechen davon es wäre vierzig Tage später gewesen, weitere geben sechs Monate an.[231] Aber Scheich Mufīd ist der Überzeugung, dass ʿAlī (a.) niemals Abū Bakr den Treueid schwor.[232]

Imam ʿAlīs (a.) Aktivitäten in der Zeit des Kalifats von Abū Bakr

Zur Herrschaftszeit von Abū Bakr, welche ungefähr zwei Jahre andauerte, beriet Imam ʿAlī (a.) den Herrschaftsapparat insoweit sie seinen Rat annahmen. Laut sunnitischer Auffassung, ließ sich Abū Bakr bei allen wichtigen Angelegenheiten von Imam ʿAlī (a.) beraten[233], handelte stets auf seine Empfehlungen hin und ließ ihn ständig in seiner Nähe, damit sein Rat immer greifbar war. Aufgrunddessen ließ er es auch nicht zu, dass Imam ʿAlī (a.) mit den anderen Muslimen Medina verließ.[234]Imam ʿAlī (a.) lehnte jedes Amt, das ihm geboten wurde ab, arbeitete jedoch zugunsten des Islams mit dem Kalifat zusammen. Yaʿqubī schreibt dembezüglich: Zur Zeit Abū Bakrs nutzten die Muslime das Wissen von ʿAlī b. abī Ṭālib, vorallem im Bereich Fiqh.[235] Im Hinblick auf die Schlachten und Eroberungen in dieser Zeit nahm Imam ʿAlī (a.) eine neutrale oder höchstens eine beratende Stellung ein, wobei er an keiner dieser Schlachten teilnahm. Gemäß einiger historischer Berichte holte sich Abū Bakr bezüglich der Eroberung von Šām die Meinung seiner Gefährten ein, akzeptierte aber schließlich nur die Ansicht Imam ʿAlīs (a.).[236]

ʿUmar

Abū Bakr rief in seinem Testament die Muslime dazu auf, ʿUmar zu befolgen und verkündete: Ich ernenne ʿUmar b. Ḫaṭṭāb zum Herrscher über euch. Hört auf ihn und gehorcht ihm.[237]Imam ʿAlī (a.) schwieg, bezeichnete aber Jahre später diese Ernennung als unrechtmäßig und verabscheuungswürdig, er sagte: Es ist erstaunlich, dass Abū Bakr in seiner Lebenszeit die Aufhebung der Bai'a forderte mit der Begründung, ich bin nicht der Beste von euch, laßt mich, macht aber das Kalifat nach seinem Tod an einem anderen fest. Diese beiden (Abū Bakr und ʿUmar) haben am Euter des Kalifats heftig gemolken. Meine Bedeutung und Wichtigkeit im Verhältnis zu diesen Personen ist wie ein Fluss, durch den der Verstand und die Weisheit fließt. Niemand ist fähig den Gipfel meines Wissens zu erklimmen. In dieser langen Zeit harrte ich geduldig, aber mit großer Trauer, aus.[238]

Imam ʿAlīs (a.) Aktivitäten in der Zeit des Kalifats von ʿUmar

᾽Umars Herrschaftszeit betrug zehn Jahre, auch hier übernahm Imam ʿAlī (a.) genauso wie bei Abū Bakr kein Amt, jede Art von Position, die man ihm bot wurde von ihm verweigert, aber er stand ʿUmar als Berater bei.[239] Sunnitische Geschichtsschreiber berichten, dass ʿUmar ebenfalls ohne den Rat von Imam ʿAlī (a.) nichts unternahm, da er an seine Genauigkeit, Religiösität und Weisheit glaubte.[240] Auch in Bezug auf Eroberungen nahm Imam ʿAlī (a.) die gleiche Stellung ein wie bei Abū Bakr. Doch die Eroberungen hatten sich vervielfacht, wobei ʿAlīs (a.) Rolle im Verhältnis zu früher spürbarer und beträchtlicher geworden war. In keiner historischen Quelle oder in den Hadīṯen ist von einer Teilnahme Imam ʿAlīs (a.) an diesen Eroberungen die Rede. Es wird auch an keiner Stelle erwähnt, dass er ʿUmar einen Rat verweigerte. Laut einer Überlieferung von Imam al-Bāqir (a.) standen in den Herrschafts- bzw. Regierungsangelegenheiten die Eroberungen an erster Stelle.[241]Aufgrund der Beratung durch Imam ʿAlī (a.) spielten die Anhänger ʿAlīs (a.) bei den Eroberungen in der Zeit ᾽Umars eine eminente Rolle.[242]

ʿUṯmān

Imam ʿAlī (a.) und der sechsköpfige Rat

Hauptartikel: Der sechsköpfige Rat

Dieser Rat war eine Gruppe, die ʿUmar b. Ḫaṭṭāb kurz vor seinem Tod im Jahre 23 n.H. zur Auswahl des nachfolgenden Kalifen bildete und durch die ʿUṯmān b. ʿAfwān für das Amt des dritten Kalifen der Muslime ausgewählt wurde. ʿUmar erkannte das Urteil des Rates an und gab den Befehl, die Gegner dessen zu köpfen.[243] Imam ʿAlī (a.) hatte diese Wahl schon vorausgesehen, da er die Orientierung der Ratsmitglieder kannte.[244] Die Ratsmitglieder waren ʿAlī b. abī Ṭālib (a.), ʿUṯmān b. ʿAfwān, Ṭalḥa b. ʿUbeidullah, Zubeir b. ʿAwām, Saʿd b. abī Waqāṣ und ʿAbdurraḥmān b. ʿAwf.[245]

Imam ʿAlīs (a.) Aktivitäten zur Zeit des Kalifats von ʿUṯmān

Imam ʿAlī (a.) war in dieser Zeit im Gegensatz zur Vergangenheit weniger in der Öffentlichkeit präsent und stellte seinen Rat und seine Zusammenarbeit mit dieser Regierung nur selten zur Verfügung. In den historischen Quellen gibt es auch keine Hinweise darüber, dass Imam ʿAlī (a.) bezüglich der Eroberungen Empfehlungen gab. Es lag an dem Unterschied in der Methode ʿUṯmāns, wie er regierte, im Gegensatz zu den ersten beiden Kalīfen. ʿUṯmān hatte sich deutlich, aufgrund seiner Gegnerschaft mit dem Koran und der Sunna des Propheten (s.), der Suspension göttlicher Strafgesetze, der Korruption und der grundlosen Privilegierung seiner Verwandten und der umayyadischen Familie, zugewandt. Er übergab wichtige Ämter und Positionen innerhalb des Regierungsapparates der Banī Umayya und der Banī Abī Muʿīṭ. Dazu kam, dass er die Gefährten des Propheten (a.) und ebenso die von Imam ʿAlī (a.) verprügeln ließ und in die Verbannung schickte, was dazu führte, dass Imam ʿAlī (a.) nicht mehr bereit war mit dem Kalifen zu kooperieren. Aber trotzalledem gibt es Aufzeichnungen, die die Teilnahme einiger Gefährten Imam ʿAlīs (a.) wie Ḥuḏeifa b. Yamān, Salmān Fārsī und andere an den Eroberungen ʿUṯmāns bestätigen.[246]

Imam ʿAlīs (a.) Stellungnahme zur Ermordung ʿUṯmāns

Gemäß islamischer Geschichtsquellen war Imam ʿAlī (a.) nicht mit der Ermordung ʿUṯmāns einverstanden und beauftragte sogar einmal seine Söhne Ḥasan (a.) und Ḥusein (a.) sein Haus zu bewachen.[247][248]Laut einiger Quellen, weinte er nach dem Tod ʿUṯmāns, stellte Wächter vor sein Haus und sagte, es gäbe keine Rechtfertigung für die Ermordung ʿUṯmāns[249]. Sayyid Ğaʿfar Murtiḍā hält angesichts historischer Beweise wie z.B. die Aussage, ʿUṯmān hätte diese Hilfe abgelehnt für unwahrscheinlich. Er argumentierte, dass Imam ʿAlī (a.) keine Freude, aber auch keine Trauer zeigte, als er von ʿUṯmāns Tod erfuhr. Gemäß des Kodexes von Imam ʿAlī (a), gegen Unterdrücker vorzugehen und Unterdrückten beizustehen, sagte er, wie Bāqir Šarīf Qarašī in dem Buch Ḥayāṭ al-Imām al-Ḥasan überliefert: Nehmen wir einmal an, es wäre so gewesen, wollte er dann eine Verdächtigung seiner Söhne Ḥasan (a.) und Ḥusein (a.), bei dieser Ermordung mitgemacht zu haben, abwehren?[250] Sayyid Murtiḍā bezweifelt dies, wenn Imam ʿAlī (a.) seine Söhne geschickt habe, dann nur um diese Ermordung zu verhindern, denn ʿUṯmān hätte aufgrund seiner unrechtmäßigen Taten vom Kalifat abgesetzt werden müssen.[251]Vor der Ermordung ʿUṯmāns versuchte Imam ʿAlī (a.) immer wieder zu vermitteln und schickte ihm sogar Hilfe, beispielsweise als die Protestierenden sein Haus umzingelt hatten und ihm den Zugang zum Wasser sperrten, ließ Imam ʿAlī (a.) ihm Nahrung zukommen.[252]


Sayyid Murtiḍā sagte, dass Imam ʿAlī (a.) ʿUṯmāns Kalifat als religiös unrechtmäßig abtat. Er wußte von ʿUṯmāns korrupten Verhalten und kritisierte es immer wieder. Murtiḍā glaubt, dass Imam ʿAlī (a.) mit der Ermordung ʿUṯmāns deshalb nicht einverstanden war, weil er wußte, dass dies nur ein Vorwand für die Opportunisten und diejenigen bot, die unter dem Deckmantel der Blutrache eine Fitna ( starten würden und so versuchte Imam ʿAlī (a.) die Aufständischen dazu zu bringen, sich mit der Amtsenthebung von thman zu begnügen. Warum sollte er dann seine Söhne geschickt haben, um eine Verdächtigung von ihnen abzuwehren?[253]Imam ʿAlī (a.) sagte: Ich schwöre bei Gott, dass ich ihn so sehr verteidigte, dass ich befürchten mußte, als schuldig zu gelten.[254]

Die Regierungszeit von Imam ʿAlī (a.)

Hauptartikel: Das Kalifat von Imam ʿAlī (a.)

Nach dem Tode ʿUṯmāns im Jahre 35 n.H., gingen einige Gefährten zu Imam ʿAlī (a.) und sagten zu ihm:Wir kennen niemanden, der geeigneter ist für das Kalifat als du. Zuerst lehnte er ab und sagte: Es ist besser ich bin euer Wasir (Minister) und nicht euer Emir. Doch sie sagten: Wir akzeptieren die Bai'a nur mit dir. Imam ʿAlī (a.) sagte: Gut, aber die Bai'a darf nicht im Geheimen stattfinden, sondern in der Moschee.[255] Bis auf einige wenige schworen alle der Helfer Imam ʿAlī (a.) die Bai'a.[256]. Die Gegner waren Ḥasan b. Ṯābit, Ka᾽b b Mālik, Maslama b. Muḫallad, Muḥammad b. Maslama und einige andere der Gefährten ᾽Uṯmāns, z.B. ᾽Abdullah b. ᾽Umar, Zaid b. Ṯābit und Usāma b. Zaid. Warum der Imam die Bai'a eigentlich nicht annehmen wollte, läßt sich in der Nahǧ al-Balāġa ablesen. Er hielt die damalige Gesellschaft für so korrupt, dass er es kaum für möglich hielt, seine Ziele und Maßstäbe durchsetzen zu können.[257]

Staatsdiener

Hauptartikel: Liste der Gefährten Imam ʿAlīs (a.)

Imam ʿAlī (a.) entsandte nach der Bai'a seine Abgeordneten in die verschiedensten Gebiete des islamischen Territoriums wie ʿUṯmān b. Ḥanīf nach Baṣra, ʿAmāra b. Šahāb nach Kufa, ʿUbeidullah b. ʿAbbās in den, Qies b. Saʿd b. ʿIbāda nach Ägypten und nach Šām. Als Sahl b. Ḥanīf auf dem Weg nach Šām das Gebiet Tabūk erreicht hatte, entstand zwischen ihm und einer der dortigen Volksgruppen eine Diskussion, woraufhin sie zurückgeschickt wurden.[258] Als ʿUbeidullah b. ʿAbbās den Jemen erreichte, räumte Yaʿlī b. Maniya, der seitens ʿUṯmāns, über Jemen herrschte, die Staatskasse leer und floh nach Mekka.[259] Als ʿAmāra b. Šahāb, der Regierende von Kufa ein Gebiet namens Zubāla (zwischen Medina und Kufa) erreichte, war dort ein Mann mit dem Namen Yaʿlī b. Maniya, der sich zur Blutrache an ʿUṯmān aufgemacht hatte. Als Ṭalīḥa b. Ḫuleid diesen Mann erblickte, wusste er sofort warum er gekommen war und sagte zu ihm: Kehre zurück, die Leute wollen niemand anderen zum Emir als ihn und wenn du dich weigerst, dann schlage ich dir den Kopf ab. So kehrte er zurück. Später setzte Imam ʿAlī (a.) auf Empfehlung Mālik Aštar, Abū Mūsā Ašʿarī als Gouverneur in Kufa ein.[260]

Die Schlachten

Die Ğamal Schlacht

Hauptartikel: Die Ğamal Schlacht

Die Ğamal Schlacht(Nākiṯīn) war die erste zwischen Imam ʿAlī (a.) und den Nākiṯīn (abgeleitet von nakṯ, mit der Bedeutung Verstoß oder Bruch - Ṭalḥa, Zubeir und ihre Anhänger waren die ersten die Imam ʿAlī (a.) die Bai'a schworen, aber diesen Bund schließlich brachen)[261], sie ereignete sich im Monat Ğumādi al-Āḫira des 36. Jahres n.H.[262]Ṭalḥa und Zubeir, die zunächst ein Auge auf das Kalifat geworfen hatten[263], aber vom Misserfolg gekrönt waren, erwarteten nun, als das Kalifat Imam ʿAlī (a.) zuteil wurde, mit ihm eine Partnerschaft eingehen zu können. Beide wollten von ihm die Herrschaft über Baṣra und Kufa, aber der Imam (a.) hielt sie für ungeeignet.[264] Auch deshalb, da sie wegen des Mordes an ʿUṯmān verdächtigt wurden. Niemand sonst war so sehr auf den Tod von ʿUṯmān fixiert gewesen als sie.[265] Um ihre Ziele schneller voranzubringen schlossen sie sich ʿĀʾiša an. Sie hatte ʿUṯmān während der Umzingelung seines Hauses keinerlei Hilfe gewährt und die Protestierenden als Rechtsuchende bezeichnet. Als ʿĀʾiša von der Bai'a des Volkes für Imam ʿAlī (a.) erfuhr, machte sie sich sofort auf den Weg, um das Blut ʿUṯmāns zu rächen.[266] Da ʿĀʾiša schon von Anfang an Feindseligkeit gegenüber Imam ʿAlī (a.) in ihrem Herzen trug, machte sie mit Ṭalḥa und Zubeir gemeinsame Sache.[267] Sie stellten eine Armee von dreitausend Mann auf und zogen Richtung Baṣra.[268] Bei dieser Schlacht ritt ʿĀʾiša auf einem Kamel (arabisch; Ğamal), woraufhin diese Schlacht die Ǧamal Schlacht genannt wurde.[269]

Als Imam ʿAlī (a.) Baṣra erreichte, ermahnte er die Eidbrecher mehr als je zuvor, um eine Auseinandersetzung zu verhindern. Es war jedoch nutzlos, sie begannen die Schlacht und die Anhänger von Imam ʿAlī (a.) zu töten.[270] Zubeir hatte sich jedoch schon vor der Schlacht, aufgrund einer Überlieferung des Propheten (s.), die ʿAlī (a.) erwähnte, von der Armee zurückgezogen. Laut dieser sagte der Prophet (s.) zu Zubeir, dass er einer derjenigen sei, die ʿAlī (a.) entgegentreten werden. Letztendlich wurde Zubeir außerhalb von Baṣra von ʿAmrū b. Ğarmūz getötet.[271] Die Aṣḥāb al-Ǧamal (ʿĀʾiša und ihre Anhänger) verloren nach mehreren Tagen des Kampfes die Schlacht mit einer großen Anzahl Gefallener. Auch Talha fand in dieser Schlacht den Tod[272], wobei ʿĀʾiša respektvoll nach Medina zurückgeschickt wurde.[273]

Die Ṣiffīn Schlacht

Hauptartikel: Die Ṣiffīn Schlacht

Die Ṣiffīn Schlacht zwischen Imam ʿAlī (a.) und den Qāsiṭīn (Muʿāwiya und sein Heer)[274] fand im Monat Ṣafar des 37. Jahres n.H. in Šām in der Nähe des Euphrats in einem Gebiet namens Ṣiffīn statt. Sie endete im Jahre 38. n.H. mit einem Schiedsgericht.[275] Mu᾽awiya lieferte ᾽Uṯmān während der Umlagerung seines Hauses keine Hilfe. Nach der Ermordung ʿUṯmāns versuchte Muʿāwiya den Bewohnern in Šām weiszumachen, dass Imam ʿAlī (a.) die Verantwortung für den Tod von ʿUṯmān trug. Imam ʿAlī (a.) hatte ihm zu Anfang einen Brief geschrieben und ihn aufgefordert ihm den Treueid zu leisten. Dieser antwortete jedoch: Zuerst müssen mir die Mörder ʿUṯmāns übergeben werden, die sich bei dir aufhalten, damit ich sie entsprechend bestrafe. Wenn du dieses tust, werde ich dir den Treueid leisten. Der Imam (a.) hatte ihm zwar den Brief geschrieben und mit einem Boten zu ihm gesandt, aber er wußte das Muʿāwiya ihm gegenüber feindlich eingestellt war und so zog er mit seiner Armee Richtung Šām. Auch Muʿāwiya hatte sein Heer in Bewegung gesetzt und so trafen sie in der Nähe von Ṣiffīn aufeinander. Wieder versuchte Imam ʿAlī (a.) zuerst die Schlacht zu verhindern, aber vergeblich.[276]

Beim letzten Angriff, der zum Sieg der Armee Imam ᾽Alīs (a.) hätte führen können, ersann ᾽Amrū b. ᾽Aṣ zusammen mit Mu᾽āwiya eine List. Es wurde angeordnet alle Korane, die sich im Kriegslager befanden auf die Lanzen zu spießen, Imam ᾽Alīs (a.) Soldaten vorzuführen und zum Schiedsspruch des Korans aufzufordern. Diese hinterhältige Taktik funktionierte tatsächlich und ein Teil der Armee von Imam ᾽Alī (a.), vorallem diejenigen, die den Koran rezitierten, gingen zu ihm und sagten: Uns ist es nicht möglich gegen diese Menschen zu kämpfen, wir müssen ihren Vorschlag akzeptieren. Egal wie oft Imam ᾽Ali (a.) sagte, dass es sich hier um eine Falle handelt, um der letzten Schlacht aus dem Wege zu gehen, es war sinnlos.[277]

Imam ᾽Alī (a.) erwähnte in einem Brief an Mu᾽āwiya, in dem er ihn als einen von der Religion Abgewandten bezeichnete, dass er gezwungenermaßen den Schiedsspruch des Korans akzeptieren würde.[278] Es wurde abgemacht, dass eine Person der Armee aus Šām und eine aus der Armee des Irak sich über den Schiedsspruch äußern sollten. Vonseiten Mu᾽āwiyas wurde ᾽Amrū b. ᾽Aṣ gewählt. Aš᾽aṯ und einige andere, aus denen sich später die Gruppe der Kharidschiten bildete, wählten Abū Mūsā Aš᾽arī. Imam ᾽Alī (a.) jedoch schlug Ibn ᾽Abbās und Mālik al-Aštar vor, was jedoch auf die Ablehnung von Aš᾽aṯ und seine Anhänger stieß, unter dem Vorwand, Mālik al-Aštar glaube an die Fortsetzung der Schlacht und Ibn Abbas sei kein Jemenit. Da ᾽Amrū b. ᾽Aṣ von den Maḍari war, müsste sein Gegenüber unbedingt ein Jemenit sein.[279] Schließlich überlistete ᾽Amrū b. ᾽Aṣ Abū Mūsā Aš᾽arī und das Schiedsgericht endete zu Gunsten Mu᾽āwiyas.[280]

Die Nahrawān Schlacht

Hauptartikel: Nahrawān Schlacht

Das Ereignis mit dem Schiedsspruch in der Ṣiffīn Schlacht führte zu Protesten und tatkräftigen Reaktionen der Ablehnung einiger Gefährten Imam ᾽Alīs (a.), welche sich nun beschwerten, warum er bei den Angelegenheiten Gottes ein Schiedsgericht aufgestellt hätte. Und das obwohl der Imam (a.) von Anfang an dagegen und von ihnen dazu gezwungen worden war. Am Ende wurde er von ihnen der Abgewandtheit von der Religion bezichtigt und verdammt.[281]

Die Mitglieder dieser Gruppe, welche sich Kharidschiten oder Māriqīn nannten, wurden immer rebellischer und begannen schließlich die Menschen zu ermorden. ᾽Abdullah b. Ḫabāb, dessen Vater ein Gefährte des Propheten (s.) gewesen war, tötete sogar eine schwangere Frau und schlitzte ihr den Bauch auf.[282] Nun war Imam ᾽Alī (a.) gezwungen gegen sie vorzugehen. Zuerst schickte er ᾽Abdullah b. ᾽Abbās für ein Gespräch zu ihnen, was jedoch ergebnislos blieb. Dann ging er selbst zu ihnen um zu reden. Viele bereuten, aber viele blieben bei ihrer Überzeugung. So kam es erneut zu einer Schlacht, nur neun der Kharidschiten überlebten, von den Männern des Imams (a.) fielen sieben oder neun.[283]

Ġārāt

Hauptartikel: Ġārāt

Nach der Nahrawān Schlacht führten die Truppen Mu᾽āwiyas Angriffe auf die unter der Regierung ᾽Alīs stehenden Gebiete aus, töteten und plünderten.[284] Ziel dieser Angriffe, welche unter der Bezeichnung Ġārāt bekannt wurden, war, Angst und Schrecken unter den Sympathisanten ᾽Alīs zu verbreiten und Mu᾽āwiyas Herrschaft zu konsulidieren.[285] Einige Geschichtsschreiber gehen von sieb en solcher Fälle aus, andere von zehn.[286]

Angriffe und Plünderungen der Armee von Mu᾽āwiya betrafen Gebiete wie Ägypten, Jemen , Mekka, Medina, Baṣra und den Ḥiǧāz, wobei sie sogar bis in die Nähe von Kufa gelangten.[287] Diese Angriffe waren gut organisiert, die Truppen waren bestens verteilt und sie griffen so überraschend an, dass eine sofortige Abwehr fast unmöglich wurde.[288] Doch einige dieser Angriffe wurden von den Truppen Imam ᾽Alīs (a.) abgewehrt.[289] Bei weiteren Angriffen war die Armee unter dem Kommando von Šām bereits geflohen, als Imam ᾽Alī (a.) und sein Herr den Ort erreichten.[290] Imam ᾽Alī (a.) beschwerte sich über den Ungehorsam der Kufaner und kritisierte sie deshalb.[291]

Märtyrertum

Märtyrium von Imam ᾽Alī (a.), von Eḥsān Afšār

Imam ᾽Alī (a.) wurde am Morgen des 19. Tag des Monats Ramaḍān im Jahre 40 n.H. in der Kufa Moschee beim suǧūd, also bei der Niederwerfung während des Gebets[292], von Ibn Mulǧam Murādī durch einen Schwerthieb schwer verletzt und starb zwei Tage später am 21. desselben Monats den Märtyrertod. Er wurde im Geheimen begraben.[293][294] Das Schwert Ibn Mulǧams traf ᾽Alī b. Abī Ṭālib während dieser nach der Nahrawān Schlacht versuchte das irakische Volk für eine erneute Konfrontation mit Mu᾽āwiya zu mobilisieren, doch nur wenige waren bereit ihm zur Seite zu stehen. Mu᾽āwiya, welchem die Lage in Irak bekannt war, startete auf verschiedenen Gebieten der Regierungsterritorien Imam ᾽Alīs (a.) Offensiven wie auf der arabischen Halbinsel und im Irak.[295]Wie wir aus historischen Quellen erfahren können, hatten drei Kharidschiten in einer geheimen Abmachung beschlossen drei Personen auszulöschen, wozu Imam ᾽Alī (a.), Mu᾽āwiya und ᾽Amrū b. ᾽Aṣgehörten. Ibn Mulǧam wurde beauftragt Imam ᾽Alī (a.) zu ermorden.[296]

Der erste Imam der Schiiten wurde nach seinem Märtyrertod, gemäß seines eigenen Testaments,[297]von Imam al-Ḥasan (a.), Imam al-Ḥusein (a.), Muḥammad b. Ḥanafiya und in Begleitung von ᾽Abullah b. Ǧa᾽far, nachts in Naǧaf (in jener Zeit Qariyīn) im Verborgenen beerdigt, sein Grab blieb lange Zeit unbekannt.[298]Der Grund für die Geheimhaltung des Grabes von Imam ᾽Alī (a.) war, eine mögliche Ausgrabung und Schändung durch die Umayyaden und die Kharidschiten zu verhindern. [299]Imam aṣ-Ṣādiq (a.) enthüllte im Jahre 135 n.H. zur Herrschaftszeit des abbasidischen Kalifen Manṣūr den Begräbnisort von Imam ᾽Alī (a.) in Naǧaf.[300]

Überlieferungen besagen, dass Imam ᾽Alī (a.) bezüglich der rituellen Waschung (qusl), der Bestattungsrituale, des Totengebets und der Beerdigung seinen Kindern zu beachtende Anweisungen gegeben hatte.[301]Er forderte auch Imam al-Ḥasan (a.) und Imam al-Ḥusein (a.) auf, sollte er durch diesen Schwerthieb von Ibn Mulǧam sterben, ihm als Wiedervergeltung (qiṣāṣ) auch nur einen einzigen Schwerthieb zu verabreichen.[302]᾽Alī b. Abī Ṭālib (a.) empfahl, nicht nur die Aufmerksamkeit auf den Koran, das Gebet, das Prinzip das Gute gebieten, das Schlechte verwehren zu richten, sondern auch auf den Jihad auf dem Wege Gottes und vieles mehr. Er hob gegenüber seinen Kindern die Gottesfurcht, die Ordnung und die Versöhnung untereinander hervor und bat sie, sich um die Rechte der Waisen und der Nachbarn zu kümmern.[303]

Begräbnisstätte

Irak, Naǧaf, Heiligtum von Imam ᾽Alī (a.)

Hauptartikel: Imam ᾽Alīs (a.) Heiligtum

Imam ᾽Alīs (a.) Grab blieb bis zu einem Jahrhundert lang geheim. Der allmähliche Niedergang der umayyadischen Macht war der Grund dafür, dass eine Geheimhaltung nicht mehr von Nöten war und die Basis für eine Offenlegung bildete.[304]Jedoch ist den Schiiten das genaue Datum nicht bekannt.[305] Manche glauben, angesichts einer Anzahl von Überlieferungen und ebenso im Hinblick auf historische Ereignisse, wie das Treffen Imam aṣ-Ṣādiq (a.) mit Saffāḥ, dem ersten abbasidischen Kalifen (Herrschaftszeit 131 bis 136 n. H.), dass einst als Imam aṣ-Ṣādiq (a.) in Kufa weilte, er höchstwahrscheinlich in jener Zeit das Grab Imam ᾽Alīs (a.) in Naǧafbesuchte, wodurch die Schiiten von seinem Begräbnisort Kenntnis erhielten.[306] Andere sind wiederum der Meinung, dass dies zur Zeit Manṣūrs, des zweiten abbasidischen Kalifen (Herrschaftszeit 136- 158 n.H.) geschah.[307] Alle sind sich jedoch einig, dass Imam aṣ-Ṣādiq (a.) den Begräbnisort Imam ᾽Alīs (a.) offenlegte.[308]

Vorzüglichkeiten

Ibn Abī al-Ḥadīd, sunnitischer Gelehrter des 7. Jahrhunderts n.H. ist der Überzeugung, Imam ᾽Alī (a.) sei der Pionier aller Tugenden und demzufolge würde sich jede Gruppe auf ihn beziehen.[309] Ibn Abī al-Ḥadīd nach ist ᾽Alī (a.) der Gründer der islamischen Wissenschaften Kalām, Fiqh, Tafsir[310], Rezitation, arabische Literatur und Grammatik, Eloquenz etc..[311][312] Es heißt auch, dass die meisten Sufi-Orden ihre spirituelle Kette auf Imam ᾽Alī (a.) zurück führen.[313]

Laut einer Überlieferung von dem Propheten (s.) sind die Vorzüglichkeiten Imam ᾽Alīs (a.) aufgrund ihrer Vielfältigkeit unzählbar.[314] Schāfi᾽ī, der dritte Rechtsgelehrte der vier Rechtsschulen der Sunniten äußerte einst Zuneigung und Sympathie gegenüber Imam ᾽Alī (a.), obgleich die Ehrung der ᾽Alawiyūn und ihrer besonderen Eigenschaften eine unverzeihliche Sünde war, die Verfolgung, Verurteilung und Bestrafung verdient.[315]

Von Aḥmad b. Ḥanbal, Stifter der hanbalitischen Rechtsschule, wird eine große Menge von Vorzüglichkeiten, welche Imam ᾽Alī ( a.) und keinem anderen der Ṣaḥāba zugeschrieben wurde, überliefert.[316]

Imam ᾽Alīs (a.) Vorzüglichkeiten sind in zwei Gruppen einzuteilen : Spezielle Vorzüglichkeiten und die Vorzüglichkeiten, welche er mit anderen Mitgliedern der Ahl al-Bait (a.) teilt.

Spezielle Vorzüglichkeiten siehe Wilāya-Vers, Schira Vers, Infāq Vers, Ḥadīṯ al-Ġadīr, Ḥadīṯ Ṭair, Ḥadīṯ Manzilat etc. Mit anderen Mitgliedern der Ahl al-Bait (a.) gemeinsame Vorzüglichkeiten siehe At-Taṭhīr Vers, Ahl az-Zikr Vers, Mawada Vers und die Ḥadīṯ aṯ-Ṯaqalain. Seine Vorzüglichkeiten unterteilen sich also in quranische und hadithische. Ibn ᾽Abbās sagte, es wären 300 Koranverse bezüglich Imam ᾽Alī (a.) herabgesandt worden.[317]

Imāma und Wilāya

Hauptartikel: Imāma und die Imāma der zwölf Imame

Laut Kāẓem Ṭabāṭabā᾽īnežād – Enzyklopädie Imam ᾽Alī (a.) - sei der Führungsanspruch (Wilāya) von ᾽Alī b. Abī Ṭālib dermaßen klar und explizit, dass kein Zweifel erlaubt ist, wobei die Überprüfung der Worte des Propheten (s.) diesbezüglich zeigt, dass die aufwändigste Gedankenbeschäftigung des Propheten (s.) war, sich der Frage der Imāma und der Führerschaft nach ihm zu widmen.[318] Die Maßnahmen des Propheten (s.) auf diesem Gebiet begannen mit seiner ersten öffentlichen Einladung zur Vorstellung Imam ᾽Alīs (a.) als sein Nachfolger[319], einer Rede in den letzten Tagen seines Lebens auf der Rückreise seiner letzten Ḥaǧ (Ḥaǧǧat ul-Widā᾽) am 18. Ḏu al-Ḥiğğa an einem Ort namens Ġadīr Ḫum[320] und endete in den letzten Momenten seines Lebens, als er um Tinte und Feder bat, um seinen letzten Willen zu Papier zu bringen, damit die Muslime nicht irregeleitet werden (Der Ḥadīṯ von Dawāt und Qirṭās).[321]

Mit Argumenten, die Imāma von Imam ᾽Alī (a.) begründen, manchmal explizit und direkt und manchmal emplizit und indirekt. Der Herabsendungsanlass des Wilāya-Verses betraf, laut Koranexegesen, ᾽Alīs (a.) Großzügigkeit, als er beim rukū᾽ (Verneigung mit dem Oberkörper) seinen Ring vom Finger zog und ihn einem Bedürftigen schenkte[322]. Der Tablīġ-Vers und der Ikmāl-Vers betrafen das Ereignis von Ġadīr, woraufhin der Prophet (s.) die Muslime auf die Hadithe zum Ġadīr Ereignis ansprach, die Ḥadīṯe, welche als das wichtigste Argument der Schiiten für den Beweis der Imāma ᾽Alīs (a.) gilt. Das Ereignis von Ġadīr ereignete sich im letzten Lebensjahr des Propheten (s.) und die Muslime gratulierten ᾽Alī (a.) zur Nachfolgeschaft.

Einige Verse und Überlieferungen deuten nicht explizit und direkt auf die Imāma und Wilāya Imam ᾽Alīs (a.). Beispiele hierzu sind folgende: at-Taṭhīr-Vers, Mubāhala-Vers, Ṣādiqīn-Vers, Ḫeir al-Barīya-Vers, Ahl aḏ-Ḏikr-Vers, Šarā᾽-Vers, Naǧwā-Vers, Ṣāliḥ al-Mu᾽minīn-Vers, Ḥadīṯ aṯ-Ṯaqalain, Ḥadīṯ Madīnat ul-᾽Ilm, Ḥadīṯ Raya, Ḥadīṯ al-Kisā, Ḥadīṯ Wiṣāya, Ḥadīṯ Yaum ad-Dār, Ḥadīṯ Ṭair, Ḥadīṯ Mansila, Ḥadīṯ Wilāya, Ḥadīṯ Safīna, Ḥadīṯ Sadd ul-Abwāb.

᾽Alīs (a.) Lebensweise

Hauptartikel: ᾽Alīs (a.) Lebensweise

Gottesdienst

Gemälde Panāh (Imam ᾽Alīs (a.) liebevoller Umgang mit den Waisen, von Farščiyān

Iḫlāṣ (nur um Gottes Gefallen etwas zun)

Aus Imam ᾽Alīs (a.) Sicht sind Worte und Taten ohne Iḫlāṣ wertlos.[323] Sein Umgang mit ᾽Amrū b. ᾽Abduwad während der Aḥzāb Schlacht ist ein Beispiel seiner Aufrichtigkeit. Nachdem Imam ᾽Alī (a.) ihn besiegt hatte, bespuckte ᾽Amru ihn. Imam ᾽Alī (a.) wollte ihn nicht aus seinem eigenen Zorn heraus töten, so ließ er von ihm ab. Als seine Wut abgeflaut war, kehrte er zu ihm zurück und tötete ihn.[324]

Gebet

In Imam ᾽Alīs (a.) gottesdienstlicher Lebensweise nahm das Gebet eine besondere Stellung ein. Seine regelmäßige Gebetsverrichtung neben dem Propheten (s.) war eines seiner besonderen Privilegien.[325] Imam ᾽Alīs Gebete waren sehr lang[326] und er pflegte die Nachtgebete.[327]

Familiäre Lebensweise

Eheleben

Imam ᾽Alī (a.) sagt über seine Ehefrau Fāṭima az-Zahrāʾ(s.): Ich schwöre auf Gott! Nie habe ich Fāṭima zu etwas gezwungen und nie kränkte oder ärgerte ich sie bis Gott sie zu sich nahm und auch sie kränkte oder ärgerte mich nicht und nie war sie mir ungehorsam. Wann immer ich auf sie schaute verschwand mein Kummer.[328] ᾽Alī (a.) half Fāṭima (s.) auch bei der Hausarbeit.[329]

Umgang mit den Kindern

Gemäß der Überlieferungen über Imam ᾽Alī (a.) sagte er: Das Recht des Kindes bezüglich seines Vaters ist, dass er ihm einen guten Namen gibt, ihm Anstand beibringt und ihn den Koran lehrt.[330] Über die Kindererziehung sagt er: Man soll sich beim Umgang mit dem Kind auf dessen kindliche Stufe stellen.[331] Er riet den Eltern auch, die zeitlichen Abstände zwischen zwei Generationen zu beachten.[332]

Umgang mit den Verwandten

Aus Imam ᾽Alīs (a.) Sicht nehmen die Verwandten eine wichtige Stellung im Leben eines Menschens ein. Niemand sei unabhängig von seinen Verwandten, er müsse sie mit der Zunge und der Hand verteidigen. Die Verwandten sind die größte Gruppe, die einen Menschen in Not unterstützen, sollte jemandem etwas zustoßen. Ausserdem sind sie die Gefühlvolleren.[333]

Regierung

Gerechtigkeit

Imam ᾽Alī (a.) stand sofort in den ersten Tagen seiner Regierungszeit der Sunna der früheren Kalifen, die die öffentlichen Gelder z.B. die Teilnahmeanteile von Schlachten denjenigen, die früher als andere den Islam annahmen, überließen entgegen und bezeichnete diese fehlende Gleichheit bei der Verteilung der öffentlichen Gelder im Widerspruch zum Koran stehend.[334] In seiner Regierungszeit wies er der Gerechtigkeit eine sehr hohe Stellung zu. Auch schon früher hatte er sich ständig dieser ungerechten Vorgehensweise der Kalifen, welche die öffentlichen Gelder unrechtmäßig zwischen den Muslimen verteilten, widersetzt. Er befahl ᾽Ammār Yāsir und Abūlhaiṯam b. Taihān, dass alle Muslime, arabischer Abstammung oder nicht und ohne Bevorzugung eines Stammes, den gleichen Anteil von der Staatskasse erhalten. Er führte alle Grundstücke, die ᾽Uṯmān von ihm bevorzugten Personen überlassen hatte, wieder an die Staatskasse zurück.[335]

Der Umgang mit den Freunden und Verwandten in Bezug auf die Staatskasse

᾽Alī (a.) war, wenn es um die Staatskasse ging äußerst streng, er tadelte seine Tochter und den Verantwortlichen der Staatskasse ᾽Alī b. Abī Rāfi᾽ dafür, dass sie eine Halskette ausgeliehen hatte und er sie ihr gab.[336](356)


Aussagen und Schriften

Imam ᾽Alīs (a.) Worte

Zur Lebenszeit Imam ᾽Alīs (a.) lernten die Muslime seine Aussprüche, Reden und einige seiner Gedichte auswendig und überlieferten sie von Generation zu Generation bis schließlich einige muslimische Gelehrte, schiitische wie sunnitische, diese zu sammeln begannen und zu Büchern zusammenfügten.

Nahǧ al-Balāġa (Pfad der Eloquenz)

Die wohlbekannteste Sammlung dieser Aussprüche und Schriften von Imam ᾽Alī (a.) ist die Nahǧ al-Balāġa, die Sayyid Raḍī, Gelehrter des vierten Jahrhunderts n. H. zusammenstellte. Die Nahǧ al-Balāġa gilt nach dem Koran als die heiligste religiöse Schrift unter den Schiiten und ist das prominenteste Werk der arabischen Literatur. Dieses Buch ist in drei Kategorien unterteilt, in Predigten (Ḫuṭba), Briefe und in kurze ausgewählte Aussagen bzw. Weisheiten von Imam ᾽Alī (a.), welche er in verschiedenen Situationen und zu bestimmten Anlässen äußerte. Die Nahǧ al-Balāġa enthält 239 Predigten, 79 Briefe, welche er mehrheitlich in seiner Zeit als Kalif verfasste und 480 kurze Worte.

Einige zur Nahǧ al-Balāġa verfasste Kommentare (Šarḥ):

Angesichts dessen, dass die Nahǧ al-Balāġa eine Selektion von Worten Imam ᾽Alīs (a.) ist, taten sich einige Forscher zusammen, um eine vollständige Zusammenstellung aller zur Verfügung stehenden Worte Imam ᾽Alīs (a.) vorzunehmen. Daraus resultierte eine Anzahl von Büchern, die Mustadrakāt Nahǧ al-Balāġa.

Ġurar al-Ḥikam wa Durar al-Kalim

Ġurar al-Ḥikam wa Durar al-Kalim entstand durch die Bemühungen von ᾽Abdulwāḥid b. Muḥammad Tamīmī Āmudī, ein Gelehrter aus dem fünften Jahrhundert n.H.. In diesem Werk sind über zehntausend Aussagen von Imam ᾽Alī (a.) in alphabetischer Reihenfolge festgehalten worden und zwar in den Themenbereichen Glaube, Gottesdienst, Moral, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.[338]

Dastūr Ma᾽ālim al-Ḥikam wa Ma᾽ṯūr Makārim aš-Šayim

Dieses Werk wurde von Qāḍī Quḍā᾽ī zusammengestellt. Er war ein schafiitischer Gelehrter aus dem fünften Jahrhundert n.H. und sehr geehrt unter der Ahl al-Ḥadīṯ. Einige bezeichnen ihn als Schiiten.[339] Das Buch besteht aus neun Kapiteln mit nützlichen Weisheiten von Imam ᾽Alī (a.), sie betreffen unteranderem das Rügen des irdischen Lebens und das Nichtbegehren desselben, enthalten Predigten, Empfehlungen, Warnungen, Antworten, Kalām Ġarīb, seltene Aussagen, Bittgebete und ein Gedicht überliefert von Imam ᾽Alī (a.).[340]

Einige weitere Schriften, in denen die Worte Imam ᾽Alīs zusammengestellt worden sind:

  • Naṯr al-Lālī, verfasst von Faḍl b. Ḥasan Ṭabarsī
  • Maṭlūb Kullu Ṭālib min Kalām Amīr al-Mu᾽minīn ᾽Alī b. Abī Ṭālib (a.), Selektion von Ǧāḥiẓ, Kommentar von Rašīd Waṭwāṭ
  • Qalā᾽id al-Ḥikam wa Farā᾽id al-Kalim, zusammengestellt von Qāḍī Abū Yūsuf Ya᾽qūb b. Suleimān Asfarayinī
  • Amṯāl al-Imām ᾽Alī b. Abī Ṭālib, Imam ᾽Alīs (a.) Reden und Briefe im Siffīn Buch, geschrieben von Naṣr b. Muzāḥim

Gedichtssammlung

Hauptartikel: Imam ᾽Alīs (a.) Gedichtssammlung

Die Gedichte, die angeblich auf Imam ᾽Alī (a.) zurückzuführen sind, wurden in in einem Diwan zusammengestellt.[341]

Schriften

Einige Schriften von Imam ᾽Alī (a.) werden in schiitischen, aber auch in manchen sunnitischen Quellen erwähnt:

Ǧafr und Ǧāmi᾽a

Dies sind die Titel zweier Ḥadīṯ-Bücher, welche mündliche Aussagen des Propheten (s.), aufgeschrieben von Imam ᾽Alī (a.), beinhalten.[342] Diese beiden Bücher gehören zu den Widāya᾽ al-Imāmat (anvertraute Dinge bezüglich des Imāmat) und gelten als Wissensquelle für den Imam.[343] Der Inhalt des Buches Ǧafr beschäftigt sich mit der Erwähnung zukünftiger Ereignisse bis zum Tag der Auferstehung (Qiyāma).[344] Laut einer Überlieferung von Imam al-Kāẓim (a.) ist niemand in der Lage es zu lesen, außer der Prophet (s.) und der Nachfolger bzw. Waṣī des Propheten (derjenige, der aufgrund des letzten Willens des Propheten (s.) nach seinem Tod die Angelegenheiten der Muslime übernimmt). Es ist also eines der Privilegien der Nachfolger des Propheten (s.).[345] Das Buch Ǧāmi᾽a beinhaltet Berichte über vergangene und zukünftige Ereignisse bis zum Tag der Auferstehung, die Auslegung der gesamten Koranverse und auch die Namen der Nachfolger des Propheten (s.), von seiner Familie und was ihnen widerfährt. Einige sollen das Buch gesehen haben.[346]

Muṣḥaf von Imam ᾽Alī (a.)

Muṣḥaf von ᾽Alī oder Muṣḥaf von Imam ᾽Alī ist das erste Exemplar der gesammelten und zusammengestellten Koranblätter, in Form eines Buches, das Imam ᾽Alī (a.) nach dem Tode des Propheten (s.) erstellte[347], welches allerdings jetzt nicht mehr vorhanden ist. Es ist mit der Handschrift Imam ᾽Alīs (a.) geschrieben und nach der Offenbarungsreihenfolge der Suren zusammengestellt. Einige Überlieferungen besagen, dass die Offenbarungsanlässe der Koranverse und auch die abrogierenden und abrogierten Verse (Nāsiḫ wa Mansūḫ) als Randbemerkungen im Buch angegeben sind.[348] Die Schiiten glauben, dass die Muṣḥaf Imam ᾽Alīs (a.) im Besitz der unfehlbaren Imame war und sich jetzt beim zwölften Imam befindet.[349]

Muṣḥaf Fāṭima (s.)

Muṣḥaf Fāṭima (s.) ist der Name eines Buches, dessen Inhalt der Engel Gottes Fāṭima (s.) überbrachte und Imam ᾽Alī (a.) für sie niederschrieb.[350] Die Stellung des Propheten (s.) im Paradies und zukünftige Ereignisse sind die Hauptthemen dieses Buches.[351] Es soll sich ebenfalls bei den schiitischen Imamen befunden haben, es ging bei ihnen von Hand zu Hand, wobei kein anderer Zugang dazu hatte. Auch dieses Buch soll jetzt bei Imam al-Mahdī (a.) sein.[352]

Imam ᾽Alīs (a.) Gefährten (Ṣaḥāba)

Hauptartikel: Liste von den Gefährten Imam ᾽Alī (a.)

  • Salmān al-Fārsī gehörte zu den besten Gefährten des Propheten (s.) und von Imam ᾽Alī (a.). Es gibt eine Vielzahl von Überlieferungen von den Unfehlbaren (a.) über ihn [353], wie beispielsweise einst der Gesandte Gottes (s.) über ihn sagte: Salmān ist einer von uns Ahl al-Bait (a.).[354]
  • Miqdād b. ᾽Amrū, er war einer der sieben Personen, welche schon zu Beginn der Bi᾽ṯat (die Auserwählung Muḥammads als Gesandter Gottes) des Propheten (s.) an ihn glaubte und zum Islam übertrat. Auch er weigerte sich Abū Bakr den Treueid für sein Kalifat zu leisten und war in der 25 jährigen Zeit des Schweigens von Imam ᾽Alī (a.) stets an seiner Seite.[357]
  • ʿAmmār Yāsir gehörte zu den Ersten, die sich dem Propheten (s.) anschlossen und den Islam annahmen. Er war auch einer der nach Ḥabaša Ausgewanderten. Nachdem der Prophet (s.) nach Medina ausgewandert war, begab sich ᾽Ammār ebenfalls dorthin. Nach dem Ableben des Propheten (s.) blieb ᾽Ammār bei der Verteidigung der Ahl al-Bait (a.) und Imam ᾽Alīs (a.) standhaft. In der Regierungszeit von ᾽Umar b. Ḫaṭṭāb war er für kurze Zeit der Statthalter Kufas. Er war gerecht und führte ein einfaches und nicht luxuriöses Leben, was zu seiner Absetzung führte. Daraufhin kehrte er nach Medina zurück, blieb neben Imam ᾽Alī (a.) und erfreute sich an seiner nutzbringenden Gesellschaft.[358]
  • Mālīk b. Ḥāriṯ ᾽Abd Yaġūṯ Naḫa᾽ī, wohlbekannt unter dem Namen Mālik al-Aštar, kam im Jemen zur Welt. Er war der Erste, der seine Bai᾽a Imam ᾽Alī (a.) leistete. In den Schlachten Ǧamal, Ṣiffīn und Nahrawān war er einer der Kriegskommandeure Imam ᾽Alīs (a.).[359]
  • ᾽Abdullah b. ᾽Abbās, auch bekannt unter Ibn Abbas, war ein Cousin des Propheten (s.) und auch von Imam ᾽Alī (a.). Ibn ᾽Abbās überlieferte viele Ḥadīṯe von dem Propheten (s.). [360] In der Regierungszeit der ersten drei Kalifen betrachtete er stets Imam ᾽Alī (a.) als den Rechtmäßigen für die Übernahme des Kalifats. Er war ebenfalls bei den Schlachten Ǧamal, Ṣiffīn und Nahrawān anwesend und wurde von Imam ᾽Alī (a.) zum Gouverneur von Baṣra bestimmt.[361]
  • Abūlheiṯam b. Teihān war einer der ersten Helfer (Anṣār), welche zum Islam konvertierten.[362] Er war einer der zwölf Personen, welche zur Zeit Abū Bakrs, ᾽Alīs (a.) Recht auf das Kalifat und auf die Nachfolge des Propheten (s.) auf Anordnung Gottes, benannte, hervorhob und dies auch bezeugte.[363] Nachdem Amar Yasir in der Ṣiffīn Schlacht den Märtyrertod fand, fiel auch er und erlangte den Status eines Märtyrers.[364] Als ᾽Alī (a.) sie verlor äußerte er sein tiefstes Bedauern mit den Worten: Wo ist ᾽Ammār? Wo ist Teihān..?[365]
  • Kumeil b. Ziyād, er war von den Tābi᾽ūn der Gefährten des Propheten (s.) und einer der speziellen Gefährten Imam ᾽Alīs (a.) und Imam al-Ḥasans (a.). [370] Er zählte zu den ersten Anhängern, welche gleich zu Anfang der Regierung von Imam ᾽Alī (a.) ihm die Bai᾽a leisteten und auch neben ihm in allen Schlachten kämpften.[371]
  • Muḥammad b. Abī Bakr, der Sohn des ersten Kalifen, erblickte im zehnten Jahr n.H. das Licht der Welt. Auch er gehörte zu den besten Gefährten Imam ᾽Alīs (a.) und war der Überzeugung, dass die vorherigen Kalifen ᾽Alīs Recht genommen hatten und dass niemand würdiger war für die Position des Kalifen als ᾽Alī (a.).[372] Muḥammad leistete Imam ᾽Alī (a.) in den Schlachten Ǧamal und Ṣiffīn Beistand. Im Monat Ramaḍān wurde er zum Herrscher über Ägypten ernannt und wurde im Monat Ṣafar des 38. Jahres n.H. von der Armee Mu᾽āwiyas getötet.[373]
  • Meiṯam Tamār Asadī Kūfī, bekannt unter dem Namen Meiṯam Tamār, war ein spezieller Gefährte von Imam ᾽Alī (a.), Imam al-Ḥasan (a.) und Imam al-Ḥusein (a.). Er gehörte zu den Šurṭat al-Ḫamīs(eine immer bewaffnete Gruppe von den Gefähren Imam ᾽Alīs (a.), welche zu jeder Zeit und überall bereit waren ihm bei den Regierungsangelegenheiten Beistand zu leisten).[374]

Quellenverzeichnis

  • Ibn Abī al-Ḥadīd, ᾽Abdulḥamīd b. Hibatullah. Šarḥ Nahǧ al-Balāġa. Forschung: Muḥammad Abūlfaḍl. Qom: Manšūrāt Maktabat Āyatullah al-᾽Uẓmā al-Mar᾽ašī Naǧafī, 1404 n.H.
  • al-Irbilī, Ibn Abī al-Fatḥ, Kašf al-Ġumma fī Ma᾽rifat al-A᾽ima, Beirut: Dār al-Aḍwā᾽, 1403 n.H.
  • Ibn al-Aṯīr, ᾽Alī b. Abī al-Karīm. Asad al-Ġāba. Forschung: Muḥammad Ibrāhīm Binā. Keiro: Dār aš-Šu᾽b, 1409 n.H.
  • Ibn al-Aṯīr, ᾽Alī b. Abī al-Karīm. al-Kāmīl fī at-Tārīḫ. Beirut: Dār Ṣādir.
  • Ibn A᾽ṯam, al-Futūḥ. Beirut: Dār an-Nudwa.
  • Ibn Bābaweih, Muḥammad b. ᾽Alī. al-Ḫiṣāl. Forschung: ᾽Alī Akbar Ġafārī. Qom: Ǧāme᾽e-ie Mudaresīn.
  • Ibn Sa᾽d. aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā. Forschung: Muḥammad ᾽Abdulqādir ᾽Aṭā. Beirut: Dār al-Kurub al-᾽Ilmiya, 1410 n.H.
  • Ibn Sa᾽d. aṭ-Ṭabāt al-Kubrā. Beirut: Dār Ṣādir.
  • Ibn al-Ǧawzī, Yūsuf b. Qazāwuġlī, Taḏkarat al-Ḫawāṣ, Keiro, Maktabat aṯ-Ṯaqāfa ad-Dīnīya, Bītā.
  • Ibn Ḥabīb, Kitāb al-Maḥbar, Ḥeidar Ābād, Dakn 1942/1361, Beirut, Bītā
  • Ibn Ḥaǧar al-᾽Asqalānī, Fatḥ al-Bārī, 2. Auflage, Beirut, Dār al-Ma᾽rifat lil Ṭbā᾽at wa an-Našr.
  • Ibn Ḥanbal, Musnad al-Imam Aḥmad b. Muḥammad b. Ḥanbal, Beirut, 1993/1414.
  • Ibn Sa᾽d, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, Forschung: Muḥammad ᾽Abdulqādir ᾽Aṭā, Beirut, Dār al-Kutub al-᾽Ilmiyya, 1410 n.H.
  • Ibn Šahr Āšūb, Muḥammad b. ᾽Alī, Manāqib Āl Abī Ṭālib, Korrektur: Sayyid Hāšem Rasūlī Maḥalātī und Muḥammad Ḥusein Āštiyānī, Qom, Mo᾽asese-ie Entešārāt ᾽Allāmeh.
  • Ibn Šahr Āšūb, Muḥammad b. ᾽Alī, Manāqib Āl Abī Ṭālib, Naǧaf, Maktabat Ḥeidariyat.
  • Ibn Ṣabāġ Mālikī, al-Fuṣūl al-Muhimma, Forschung Sāmī al-Ġarīrī, Qum, Dār al-Ḥadīṯ.

Fußnoten

  1. Halm, Schiismus, 27-28.
  2. Halm, Schiismus, 31
  3. al-Mufīd, al-Iršād, 1:15.
  4. Ibn al-Aṯīr, Asad al-Ġāba, 1: S.15.
  5. al-Mufīd. al-Iršād, 1:2.
  6. al-Mağlisī, Biḥār al-Anwār, 19:57.
  7. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ʿAlī (a.) , 8:68.
  8. Maṣāḥib, Dā᾽irat al-Ma᾽ārif Fārsī, 2:176
  9. al-Mufīd, al-Iršād, 1413 n.H., B.1, S.5
  10. Marʿašī Nağafī, Mausūʿat al-Imāma, 1430 n.H., B.6, S.197 und 198
  11. Ibn Šahr Āšūb, B.3, S.321-334.
  12. al-Mağlisī, Bihār al-Anwār, B.37, S.334
  13. Amīn, Sire-ie Maʿṣūmān, B.2, S13.
  14. Ṭūsī, al-ʿAmālī, S.293.
  15. Nūrī, Mustadrak al-Wasāʿil, B.18, S.152
  16. Ibn Quteiba, al-Ma᾽ārif, 1407 n.H., S.121.
  17. Ibn abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahğ al-Balāġa, B.2, S.21
  18. Nasā᾽ī, as-Sunan al-Kubrā, 5:107; Ibn Abī al-Ḥadīd, Nahǧ al-Balāġa, 1:15.
  19. al-Mufīd, al-Iršād, 1:2.
  20. al-Mufīd, al-Iršād, 1413 n.H., 1:5.
  21. Amīnī, Kitāb, 6: 21-23.
  22. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 1:162.
  23. Šahīdī, Tarǧome-ie Nahǧ al-Balāġa, S.222.
  24. Maṣāḥib, Dā᾽rat al-Ma᾽ārif Fārsī, 2:1760.
  25. Šahīdī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:13.
  26. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), S.64.
  27. Maṣāḥib, Dā᾽rat al-Ma᾽ārif Fārsī, 2:1760.
  28. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), S.80.
  29. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 188.
  30. ᾽Amilī, aṣ-Ṣaḥīḥ, 5:60; Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:166; Šahīdī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:16.
  31. Šahīdī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:14
  32. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), S.155-158.; Maṣāḥib, Dā᾽rat al-Ma᾽ārif Fārsī, 2:1760.
  33. Raǧabī, Dānešnāme-ie Imam᾽Alī (a.), 8:161.
  34. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ-e Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 188.
  35. Šahīdī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:16.
  36. Abū al-Faraǧ Iṣfahānī, Maqātil aṭ-Ṭālibīn, 59.
  37. Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 2:410
  38. Ibn Sa᾽d, Ṭabaqāt al-Kubrā, 8:16; Qazwīnī, Fāṭima az-Zahrā᾽, 192.
  39. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib Āl Abī Ṭālib, 3:350.
  40. Šahīdī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:16.
  41. Šahīdī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:14.
  42. Maṣāḥib, Dāyiart al-Ma᾽ārerf-e Fārsī, 2:1760.
  43. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 3:1027; al-Kuleinī, al-Kāfī, 110; Ibn Aṯīr, al-Kāmil fī at-Tārīḫ, 2:107.
  44. al-Kuleinī, al-Kāfī, 1:461; aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 2:537; al-Mufīd, al-Iršād, 2:5.
  45. Ibn Ǧawzī, Taḏkara al-Ḫawāṣ, 6.
  46. Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:246; Dūlābī, aḏ-Ḏariya aṭ-Ṭāhira, 102; Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 2:555.
  47. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 3:224; Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 2:564
  48. al-Wāqidī, al-Maġāzī, 2:471-770; Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 3:234-237; Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 2:574-673; al-Mufīd, al-Iršād, 98-109; Ṭabarsī, A᾽lām al-Warā, 1:379-382.
  49. Ibn al-Aṯīr, Asad al-Ġābba, 6:132; Kaḥāla, A᾽lām an-Nisā᾽, 2:91.
  50. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 2:776.
  51. aḏ-Ḏahabī, A᾽lām an-Nubalā᾽, 3:500, Daḫīl A᾽lām an-Nisā᾽, 238.
  52. aṭ- Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 2:642.
  53. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 3:342-355; Ibn Ḥabīb, Kitāb al-Muḥbir, 115.
  54. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 674.
  55. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 678.
  56. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 789.
  57. Ibn Ṭāwūs, aṭ-Ṭarā᾽if, 1:80.
  58. al-Mufīd, al-Iršād, 1:156; Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 4:163.
  59. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 926.
  60. Ibn Ḥanbal, al-Musnad, 1:277; Ibn Ḥanbal, al-Musnad, 3:417; Ibn Ḥanbal, al-Musnad, 7:513; Buḫārī, Ṣaḥīḥ Buḫārī, 5:129; Muslim b. Ḥaǧǧāǧ, Ṣaḥīḥ Muslim, 2:1870-1871; Tirmiḏī, Sunan at-Tirmiḏī, 5:640-641.
  61. Raǧabī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:209
  62. Šahīdī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:211.
  63. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib, 3:144.
  64. Makārim Šīrāzī, Tafsīr Nemūneh, 2:582; Raǧabī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 8:213.
  65. ᾽Amilī, Sīra an-Nabī, 4:319.
  66. Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 3:148; Ibn Sa᾽d, Ṭabaqāt al-Kubrā, 2:131; Wāqidī, al-Maġāzī, 3:1089.
  67. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 7.
  68. ᾽Ayāšī, Kitāb at-Tafsīr, 1:4.
  69. Šahīdī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:21.
  70. al-Maǧlisī, Bihār al-Anwār, 28:299; al-Maǧlisī, Mir᾽āt al-᾽Uqūl, 5:320.
  71. Dīnūrī, al-Imāma wa as-Siyāsa, 1:29-30; Mas᾽ūdī, Murawiǧ aḏ-Ḏagah, 1:646; Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:1330; Balāḏurī, Ansāb al-Ašrāf, 1:586-587.
  72. Dīnūrī, al-Imāma wa as-Siyāsa, 1:29-30; Maṣāḥib, Dāyirat al-Ma᾽ārif Fārsī, 2:1761.
  73. al-Mufīd, al-Fuṣūl al-Muḫtāra, S.40 und 56 und weiter.
  74. Fāṭimī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:407.
  75. Ǧawharī Baṣrī, as-Saqīfa wa Fadak, 1413 n.H., S.72-73.
  76. Ṭabarsī, al-Iḥtiǧāǧ, 1386 n.H., 1:109.
  77. Ustādī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:366.
  78. Maǧlisī, Bihār al-Anwār, Dār ar-Riḍā᾽, 29:124.
  79. Ṭabarī, Imāmī, Dalā᾽il al-Imāma, 1413 n.H., S.134.
  80. Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 1379 n.H., 2:136-138; Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa al-Mulūk, 1387 n.H., 3:419-420; Ibn Ḥibbān, Kitāb aṯ-Ṯiqāt, 1393 n.H., 2:191-194.
  81. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 322 und 331.
  82. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 379.
  83. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 441.
  84. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 348.
  85. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 453.
  86. Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, Dār Ṣādir, 2:145.
  87. Mas᾽ūdī, Murawiǧ aḏ-Ḏahab, 4:300
  88. Balāḏurī, S.139.
  89. Ṭabarī, 5:2519-2520.
  90. Nuwaeirī, Nahāya al-Arb, 1423 n.H., 19:347.
  91. Kuleinī, al-Kāfī, 1363 niS, 5:346; Scheich Ṭūsī, Tahḏīb al-Aḥkām, 1364 niS, 8:161; Ṭabarsī, A᾽lām al-Warā, 1417 n.H., 1:397; Scheich Mufīd, al-Masā᾽il al-᾽Akbariya, 1414 n.H., S.60; Balāḏurī, Ansāb al-Ašrāf, 1420 n.H., S.189.
  92. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 496.
  93. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamruw Ḫelāfat Eslāmī), 513.
  94. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš-e Qalamrow Ḫelāfat Eslāmī), 540.
  95. Ibn Sa᾽d, aṭ-Ṭabaqāt al-Kabīr, 1410 n.H., 3:344.
  96. as-Suyūṭī, Tārīḫ al-Ḫulafā᾽,1413 n.H., S.129.
  97. Ibn al-Aṯīr, al-Kāmil fī at-Tārīḫ, 1386 n.H., 3:71.
  98. ad-Dinawrī, al-Imāma wa as-Siyāsa, 1:44-46.
  99. al-Zirkilī, al-A᾽lām, 4:210.
  100. Ibn ᾽Abd al-Barr, al-Istī᾽āb, 3:1044
  101. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Ruzegār-e ᾽Uṯmān), 146.
  102. Ma᾽rifat, at-Tamhīd, 1412 n.H., 1:343-346.
  103. Ma᾽rifat, at-Tamhīd, 1412 n.H., 1:338-339.
  104. Ma᾽rifat, at-Tamhīd, 1412 n.H., 1:341.
  105. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Ruzegār ᾽Uṯmān), 515.
  106. Zuǧāǧī Kāšānī, Saqā-ie Karbalā, 1379 niS, S.89-90; Amīn, A᾽yān aš-Šī᾽a, 1406 n.H, 7:429.
  107. ad-Dinawrī, Imāmat wa Siyāsat, 61.
  108. ad-Dinawrī, al-Imāma wa as-Siyāsa, 57-58.
  109. ad-Dinawrī, Imāmat wa Siyāsat, 57-58 und 64.
  110. Ibn ᾽Abd al-Barr, al-Istī᾽āb,.
  111. Vgl. Ibn Muzāḥim, Waqa᾽a Ṣiffīn, Übersetzung, S.271.
  112. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:49.
  113. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Alawi), 1:58.
  114. Ǧūdakī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:15-16.
  115. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:49
  116. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:53.
  117. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:54.
  118. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:64.
  119. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:66.
  120. Ṭabāṭabā᾽ī, Šī᾽e dar Eslām, 1388 niS, S.42.
  121. Delšād Tehrānī, Sūdāie Peymānšekanān, 1394 niS, S.14.
  122. al-Balaḏūrī, Ǧamal min Ansāb al-Ašrāf, 1417 niS, 3:41; al-Ḥamawī, Mu᾽ǧam al-Buldān, 1995 n.Ch., hinsichtlich des Wortes Ḫureiba; as-Sam᾽ānī, al-Ansāb, 1400 n.H., 12:180.
  123. ad-Dinawrī, Aḫbār al-Aṭwāl, 150.
  124. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa al-Mulūk, 1970 n.Ch., 4:511.
  125. al-Mas᾽ūdī, Murawiǧ aḏ-Ḏahab, 2:370.
  126. Malakī Miyānǧī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:13-14.
  127. ad-Dinawrī, Aḫbār aṭ-Ṭawāl, 154.
  128. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr ᾽Alawī), 1:233-236.
  129. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr ᾽Alawī), 1:233-236.
  130. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr ᾽Alawī), 1:194.
  131. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr ᾽Alawī), 1:194-197.
  132. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr ᾽Alawī), 1:211-212.
  133. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr ᾽Alawī), 9:213-214.
  134. Ǧa᾽farī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 9:210-211.
  135. Ǧa᾽farī, Dānešnāme-ie ᾽Alī (a.), 9:211-216.
  136. Ǧa᾽farī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:216-217.
  137. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 2:349.
  138. Ǧa᾽farī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 9:216-217.
  139. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 2:359.
  140. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 2:349
  141. Amīn, A᾽yān aš-Šī᾽a, 1:511.
  142. Siehe: Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1385 n.H., 2:255.
  143. Siehe: Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1385 n.H., 2:256
  144. Siehe: Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1385 n.H., 2:256.
  145. Naṣr b. Muzāḥim, Waqa᾽a Ṣiffīn, 1404 n.H., S.484; Ibn Quteiba ad-Dinawrī, al-Imāma wa as-Siyāsa, 1:104; al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 3:110.
  146. Naṣr b. Muzāḥim, Waqa᾽a Ṣiffīn, 1404 n.H., S.484; al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 3:111-112.
  147. Ǧa᾽farī, Dānešnāme-e Imam ᾽Alī (a.), 9:222.
  148. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 2:352.
  149. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 2:370.
  150. ad-Dinawrī, Aḫbār aṭ-Ṭawāl, 210.
  151. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 2:373-375.
  152. al-Mufīd, al-Iršād, 1:9.
  153. al-Mufīd, al-Iršād, S.5.
  154. al-Maǧlisī, Bihār al-Anwār, 43:125; Ṭabarī, Dalā᾽il al-Imāma, 1413 n.H.; Ibn Šāhīn, Faḍā᾽il Bint Rasūlullah (s.), 1:47, 1415 n.H./1994 n.Ch; an-Nasā᾽ī, al-Muǧtabā min as-Sunan, 6:62, 1406 n.H./1986 n.Ch; Ḥākim an-Neyšābūrī, Mustadrak ᾽alā aṣ-Ṣaḥīḥain, 2:181, 1411 n.H./1990; aṭ-Ṭabarānī, al-Mu᾽ǧam al-Kabīr, 4:34.
  155. Sayyid Ibn Ṭāwūs, S.584
  156. al-Mas᾽ūdī, Iṯbāt al-Waṣiyya, S.153.
  157. al-Mas᾽ūdī, Murawiǧ aḏ-Ḏahab, 3:63.
  158. Ya᾽qūbī, Tarīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:213; al-Mufīd, al-Iršād, 1413 n.H., 1:354-355; aṭ-Ṭabarsī, A᾽lām al-Warā, 1:395; Ibn Šahr Āšūb, Manāqib Āl Abī Ṭālib, 3:133; al-Irbilī, Kašf al-Ġumma, 2:67.
  159. Muḥammadī Reyšahrī, 1:108.
  160. al-Mufīd, al-Iršād, 1428 n.H., S.354.
  161. Ruqeiyya und ᾽Umar waren Zwillinge.
  162. Ibn Sa᾽d, Ṭabaqāt al-Kabīr, 3:24.
  163. Aḥmadī, Taḥlīl rawāī-tārīḫī-e Parčamdārī Amīr al-Mu᾽minīn ᾽Alī (a.) dar Ġazawāt Peyāmbar Akram, S.37.
  164. al-Wāqidī, al-Maġāzī, 1:91.
  165. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 1: 2883.
  166. Ibn Ḥaǧar, al-Iṣāba, 1415 n.H., 8:190.
  167. al-Balaḏūrī, Ansāb al-Ašrāf, 1417 n.H., 1:152.
  168. aṭ-Ṭabarī, 2:148.
  169. al-Wāqidī, al-Maġāzī, 1:91.
  170. Ibn Hišām, Sīra an-Nabawiyya, 1:707-713.
  171. Sayyid ar-Raḍī, Nahǧ al-Balāqa, 1414 n.H., S.454, Brief 64.
  172. al-Wāqidī, al-Maġāzī, 1:240.
  173. Deylamī, Iršād al-Qulūb ilā aṣ-Ṣawāb, 1412 n.H., 2:346.
  174. al-Kuleinī, al-Kāfī, 1407 n.H., 8:110.
  175. Ibn al-Aṯīr, al-Kāmil fī at-Tārīḫ, 2:154.
  176. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 3:235.
  177. Ibn al-Kaṯīr, al-Bidāya wa an-Nihāya, 1413 n.H., 4:121.
  178. al-Maǧlisī, Bihār al-Anwār, 20:216.
  179. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 2:328
  180. Muslim, Ṣaḥīḥ al-Muslim, 15:178-179.
  181. al-Mufīd, al-Iršād, 1:128.
  182. Āyatī, Tārīḫ Peyāmbar Eslām, S.459.
  183. al-Zamaḫšarī, al-Kaššāf, 3:689, hinsichtlich des 81. Vers der Sure Isrā᾽.
  184. Āyatī, Tārīḫ Peyāmbar Eslām, S.481.
  185. al-Ya᾽qubī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:62.
  186. al-Mufīd, al-Iršād, 1:156; Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 4:163.
  187. al-Wāqidī, al-Maġāzī, 1409 n.H., 2:562; Ibn Sa᾽d, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, 1410 n.H., 2:69; Yāqūt al-Ḥamawī, Mu᾽ǧam al-Buldān, 1995, 4:238; aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa al-Mulūk, 1387 n.H.,2:642; Ibn al-Aṯīr, al-Kāmil fī at-Tārīḫ, 1385 n.H.,2:209.
  188. Āyatī, Tārīḫ Peyāmbar Eslām, 1361 niS, S.576.
  189. Ibn Hišām, as-Sīra an-Nabawiyya, 4:319; al-Wāqidī, Kitāb al-Maġāzī, 1409 n.H., 3:826 und Rasūlī Maḥallātī, Tārīḫ Eslām, 1374, 1:141 und 153.
  190. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa al-Mulūk (at-Tārīḫ aṭ-Ṭabarī), 3:131-132, 1387 n.H.; Ḏahabī, Tārīḫ al-Islām, 2:690-691, 1409 n.H.; al-Mufīd, al-Iršād, 1:62, 1413 n.H.
  191. Ibn Sa᾽d, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, 1410 n.H., 2:128-129; al-Wāqidī, Muḥammad b. ᾽Uamr, Kitab al-Maġāzī, 3:1802-1803, 1409 n.H.
  192. Ibn Ḥanbal, Musnad Aḥmad b. Ḥanbal, 2:225, 1421 n.H.; Ḥākim an-Neyšāb᾽rī, al-Mustadrak ᾽lā aṣ-Ṣaḥīḥein, 3:145, 1411 n.H.
  193. Kuleinī, al-Kāfī, 1407 n.H., B.4, S.245.
  194. Kuleinī, al-Kāfī, 1407 n.H., B.4, S.245.
  195. Scheich Mufīd, al-Iršād fī Ma᾽rifat Ḥuǧaǧullah ᾽alā al-᾽Ibād, 1413 n.H., B.1, S.171.
  196. Irbilī, Kašf al-Ġuma fī Ma᾽rifat al-᾽A᾽ima, 1381 n.H., B.1, S.237.
  197. Qumī, Tafsīr al-Qumī, 1404 n.H., B.1, S.174.
  198. Baġdādī, Tārīḫ Baġdād, B.8, S.284.
  199. Makārim Šīrāzī, Tafsīr Nemūneh, 1374 n.i.S., B.4, S.271.
  200. Salīm b. Qais, Kitāb Salīm b. Qais, 1423 n.H., B.2, S.589.
  201. Für weitere Informationen siehe: ᾽Alāma Amīnī, al-Ġadīr, 1416 n.H., B.1-2.
  202. al-Mufīd, al-Iršād, 1413 n.H., 1:186.
  203. Muḍafar, as-Saqīfa, 1415 n.H., S.95-97.
  204. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 6:8.
  205. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:134.
  206. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:73.
  207. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:74
  208. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:134.
  209. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:134-135.
  210. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 283-284.
  211. Qanawāt, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:166.
  212. Ṭāramī, Dānešnāme-ie Ǧahān Eslām, 2:478-483.
  213. Qarašī, Dānešnāme-ie Imam Amīr al-Mu᾽minīn, 1395 niS, 2:45-47.
  214. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (᾽Aṣr Be᾽ṯat), 283-284.
  215. Fāṭimī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:463-466.
  216. Fāṭimī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:407.
  217. Fāṭimī, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 8:417.
  218. Ma᾽ādīḫāh, Tārīḫ Eslām (Gostareš Qalamrwo Ḫelāfat Eslāmī), 118.
  219. al-Mufīd, al-Fuṣūl al-Muḫtāra, 40 und 56 und weiter.
  220. Vgl.: Ṭabarsī, al-Iḥtiǧāǧ, al-Murtaḍā Verlag, 1:115-130.
  221. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, Maktabat Āyatullah al-Mar ᾽ašī, 1:151.
  222. Ibn Quteiba, al-Imāma wa as-Siyāsa, 1410 n.H., 1:29-30; Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, Maktabat Āyatullah al-Mar ᾽ašī, 6:13.
  223. Amīnī, al-Ġadīr, 1368 niS, 2:41-42.
  224. aṭ-Ṭūsī, al-Amālī, 1414 n.H., S.332-333 und 545.
  225. Ibn Šahr Āšūb, al-Manāqib, 1:388.
  226. aṭ-Ṭūsī, Talḫīṣ aš-Šāfī, 3:76; Šahristānī, al-Milal wa an-Niḥal, 2:95.
  227. al-Ḥalabī, Tārīḫ al-Ḥalabī, 3:400; Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 16:316.
  228. Pīšwāī, Sīre-ie Pīšwāyān, 2:191.
  229. al-Maǧlisī, Bihār al-Anwār, 28:299; al-Maǧlisī, Mir᾽āt al-᾽Uqūl, 5:320.
  230. Ibn Quteiba, 1:28.
  231. al-Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 1:527.
  232. al-Mufīd, al-Fuṣūl al-Muḫtāra, S.56-57.
  233. Ǧa᾽fariyān, Tārīḫ Siyāsi-ie Eslām, 1:306.
  234. Rasūlī Maḥallātī, Zendegānī-ie Amīr al-Mu᾽minīn a., S.253.
  235. al-Ya᾽qubī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:138.
  236. Azdī, Tārīḫ Futūḥ aš-Šām, S.4-54; al-Ya᾽qubī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:133.
  237. al-Ya᾽qubī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:37.
  238. Nahǧ al-Balāġa, Šaqšaqiya Ḫuṭba.
  239. Ibn Ḥaǧar al-᾽Asqalānī, al-Iṣāba fī Tamīī aṣ-Ṣāḥaba, 1328 n.H., 2:509; Ibn ᾽Abd al-Barr, al-Istī᾽āb, 1328 n.H., 3:39.
  240. Ǧa᾽fariyān, Tārīḫ Siyāsi-ie Eslām, 1:306.
  241. aṣ-Ṣadūq, al-Ḫiṣāl, 2:424; al-Mufīd, al-Iḫtiṣāṣ, Korrektur: ᾽Alī Akbar Ġafārī, S.173.
  242. Vgl. al-Wāqidī, al-Maġāzī, 2:251; aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 3:121-124; ad-Dīnawarī, Aḫbār al-Aṭwāl, S.126; Rāfi᾽ī Qatwīnī, at-Tadwīn fī Aḫbār Qazwīn, 1:78; aḏ-Ḏahabī, al-᾽Ibari fī Ḫabar man ᾽abara, 1:26; al-Maqdisī, al-Bad᾽ wa at-Tārīḫ, 5:182.
  243. as-Suyūṭī, Tārīḫ al-Ḫulafā, 1413 n.H., S.129-137; al-Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 2:160.
  244. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:229; Nahǧ al-Balāġa, Ḫuṭba 3; al-Mufīd, al-Iršād, 1:288.
  245. as-Suyūṭī, Tārīḫ al-Ḫulafā, 1413 n.H., S.129.
  246. Ranǧbar, Mawāḍe᾽ Imam ᾽Alī (a.) dar barābar Futuḥāt Ḫulafā, 1382 niS.
  247. ad-Dīnawarī, al-Imāma wa as-Siyāsa, S.64.
  248. Siehe auch: Ibn ᾽Abd al-Barr, al-Istī᾽āb, 3:1046.
  249. ad-Dīnawarī, al-Imāma wa as-Siyāsa, S.69.
  250. Sayyid Ǧa᾽far Murtaḍā, aṣ-Ṣaḥīḥ min Sīrat al-Imam ᾽Alī (a.), 1388 niS, S.313.
  251. Sayyid Murtaḍā, aš-Šāfī fī al-Imāma, 1410 n.H., 4:242.
  252. ad-Dīnawarī, al-Imāma wa as-Siyāsa, S.61.
  253. Sayyid Ǧa᾽far Murtaḍā, aṣ-Ṣaḥīḥ min Sīrat al-Imam ᾽Alī (a.), 1388 niS, S.318-320.
  254. Nahǧ al-Balāġa, Ḫuṭba 240.
  255. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:429.
  256. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:427-431.
  257. Nahǧ al-Balāġa, Ḫuṭba 92.
  258. Šahīdī, Zīstnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), S.25.
  259. Šahīdī, Zīstnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), S.26.
  260. Šahīdī, Zīstnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), S.26.
  261. az-Zabīdī, Tāǧ al-᾽Arūs, 1414 n.H., 3:273.
  262. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:534.
  263. Nahǧ al-Balāġa, Übersetzung von Šahīdī, Ḫuṭba 148, S.144.
  264. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:453.
  265. Nahǧ al-Balāġa, Übersetzung von Šahīdī, Ḫuṭba 174, S.180.
  266. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 6:3096.
  267. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:451 und 544, B.5, S.150.
  268. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:454.
  269. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:507.
  270. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 4:511.
  271. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.104.
  272. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.108.
  273. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.108
  274. Ǧawharī, aṣ-Ṣaḥāḥ, 1404 n.H., 3:1152.
  275. al-Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, 1375 n.H., 2:288; Ḫalīfa, Tārīḫ Ḫalīfa b. Ḫayyāṭ, 1415 n.H., S.116.
  276. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.113-121.
  277. Askāfī, al-Mi᾽yār wa al-Mawāzina, 1402 n.H., S.162; Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.122.
  278. Naṣr b. Muzāḥim, Waqa᾽at Ṣiffīn, 1404 n.H., S.490.
  279. Ibn A᾽ṯam Kūfī, al-Futūḥ, 1411 n.H., 3:163.
  280. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.129.
  281. Šahristānī, al-Milal wa an-Niḥal, 1415 n.H., 1: 135.
  282. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.132.
  283. Šahīdī, ᾽Alī az Zabān ᾽Alī, 1388 niS, S.133-134.
  284. Pūr Āriyan, Ġārāt-e Mu᾽āwiya wa Ta᾽ṯīr-e ān dar barāmadn Umawiyān, S.35.
  285. Raḥīmī, Naqš Ġārāt dar Tasrī᾽ Ṣulḥ Imām Ḥasan, S.72.
  286. Raḥīmī, Naqš Ġārāt dar Tasrī᾽ Ṣulḥ Imām Ḥasan, S.72.
  287. Raḥīmī, Naqš Ġārāt dar Tasrī᾽ Ṣulḥ Imām Ḥasan, S.75.
  288. Pūr Āriyan, Ġārāt-e Mu᾽āwiya wa Ta᾽ṯīr-e ān dar barāmadan Umawiyān, S.39.
  289. Balāḏurī, Ansāb al-Ašrāf, 1417, B.2, S.446.
  290. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, 1387 n.H., B.5, S.134.
  291. Vgl. Sayyid Raḍī, Nahǧ al-Balāġa, 1414 n.H., Rede 27, S.70.
  292. Scheich Ṭūsī, Amālī, 1414 n.H, S.365; Ibn Ḥaǧar, Fatḥ al-Bārī, B.12, S.251.
  293. Mufīd, al-Iršād, 1428 n.H., B.1, S.9
  294. Über das Datum des Märtyrium von Imam ᾽Alī (a.) besteht Unstimmigkeit. Ibn Abī al-Ḥadīd (ein sunnitischer Gelehrter) nennt die Nacht des 17. Des Monats Ramaḍān als das weitbekannte Datum und sagt, dass die Nacht des 17. Des Monats Ramaḍān sei die Badr Nacht und laut den vorhandenen Überlieferungen ist er in der Badr Nacht getötet worden. (Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, B.1, S.15-16)
  295. Ǧa᾽farian, Guzide-ie Ḥayāt siyasī wa fekrī-ie Imāmān Šī᾽eh, 1391 niM, S.53-54
  296. Ǧa᾽farian, Guzide-ie Ḥayāt siyasī wa fekrī-ie Imāmān Šī᾽eh, 1391 niM, S.55.
  297. Maǧlisī, Bihār al-Anwār, B.42, S.338; Quṭb Rāwandī, al-Ḫarā᾽iǧ wa al-Ǧarā᾽iḥ, B.1, S.234; Mufīd, al-Iršād, 1428 n.H., B.1, S.10.
  298. Mufīd, al-Iršād, 1428 n.H.,B.36, S.27-28.
  299. ᾽Abdulkarīm b. Ṭāwūs, Farḥat al-Ġarā, S.93; Maǧlisī, Biḥār, B.42, S.222.
  300. Mufīd- al-Iršād, 1428 n.H.,S.13.
  301. Maǧlisī, Bihār al-Anwār, B.36, S.5.
  302. Nahǧ al-Balāġah, übersetzt vn Sayyid Ǧa᾽far Šahīdī, Brief 47, S.320-321.
  303. Nahǧ al-Balāġah, übersetzt vn Sayyid Ǧa᾽far Šahīdī, Brief 47, S.320-321.
  304. Ḥakīm, al-Mufaṣal fī Tārīḫ an-Naǧaf al-Ašraf, 1427 niM, B.2, S.29.
  305. Vgl. Ḥakīm, al-Mufaṣal fī Tārīḫ an-Naǧaf al-Ašraf, 1427 niM, B.2, S.29.
  306. Farṭūsī, Tārīḫče-ie Āstān Muṭahhar Imam ᾽Alī (a.), 1393 niM, S.159-179; Ḥakīm, al-Mufaṣal fī Tārīḫ an-Naǧaf al-Ašraf, 1427 niM, B.2, S.29.
  307. Ḥakīm, al-Mufaṣal fī Tārīḫ an-Naǧaf al-Ašraf, 1427 niM, B.2, S.30.
  308. Farṭūsī, Tārīḫče-ie Āstān Muṭahhar Imam ᾽Alī (a.), 1393 niM, S.159-179; Ḥakīm, al-Mufaṣal fī Tārīḫ an-Naǧaf al-Ašraf, 1427 niM, B.2, S.31.
  309. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1:17.
  310. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1:19
  311. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1:24
  312. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1:18-27
  313. Pazūkī, Dānešnāme-ie Ǧahān-e Islām, 1375, B.7, S.387-398.
  314. Ibn Šāḏān, Mā᾽a Manqaba, 1407 n.H., S.177.
  315. Omīdī, Negāhī be Maḍāmīn wa Muwaḍi᾽āt-e Dīwān-e Šāfi᾽ī, S.194.
  316. Ḥākim Naišābūrī, al-Mustadrak ᾽alā aṣ-Ṣaḥīḥain, 1411 n.H., B.3, S.116.
  317. Ganǧī Šāfi᾽ī, Kifāyat aṭ-Ṭālib, 1404 n.H., S.231.
  318. Ṭabāṭabā᾽ī-Nežād, Dānešnāme-ie Imam ᾽Alī (a.), 3:193-194
  319. Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa al-Mulūk, Dār Qāmūs al-Ḥadīṯ, B.2, S.279.
  320. Ḫaṭīb Baġdādī, Tārīḫ Baġdād, 1417 n.H., B.8, S.284.
  321. Buḫārī, Ṣaḥīḥ al-Buḫārī, 1401 n.H., B.1, S.37.
  322. Qurṭubī, B.6, S.208; Ṭabāṭabā᾽ī, al-Mīzān, B.6, S.25.
  323. Āmadī, Taṣnīf Ġurar al-Ḥakam wa Durarr al-Kalam, 1366, SS.197.
  324. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib Āli Abī Ṭālib, 1375 n.H., B.1, S.381.
  325. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1404 n.H., B.4, S.118.
  326. Ibn Ṭāwūs, Falāḥ as-Sā᾽il, 1406 n.H., S.109.
  327. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib Āli Abī Ṭālib, 1375 n.H., B.2, S.123.
  328. Maǧlisī, Muḥammad Bāqir, Biḥār al-Anwār, B.43, S.31.
  329. Ḥurr ᾽Amilī, Wasā᾽il aš-Šī᾽a, B.15, S.203.
  330. Nahǧ al-Balāġa, Ḥikma 300.
  331. Ḥurr ᾽Amilī, Wasā᾽il aš-Šī᾽a, B.15, S.203.
  332. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahǧ al-Balāġa, 1404 n.H., B.20, S.267.
  333. Nahǧ al-Balāġa, Rede 139
  334. Maḥmūdī, Nahǧ as-Sa᾽āda, Mu᾽asisa al-A᾽lamī, B.1, S.224.
  335. Mas᾽ūdī, Iṯbāt al-Waṣiya, S.158.
  336. aṭ-Ṭabarī, Tārīḫ aṭ-Ṭabarī, B.3, S.90.
  337. Ḍamīrī, S.365-367.
  338. Ḍamīrī, S.375.
  339. Nūrī, B.3, S.367.
  340. Qāḍī Quḍā᾽ī, Präambel des Buches.
  341. Siehe: Webseite Internationale Dokumente und Bibliothek des Islamischen Republik Iran.
  342. Kuleinī, al-Kāfī, 1407 n.H., B.1, S.239; Ṣafār Qumī, Baṣā᾽ir ad-Daraǧāt, S.142-146.
  343. ᾽Amilī, Ḥaqīqat al-Ǧafr ᾽inda aš-Šī᾽a, S.125-133.
  344. Maǧlisī, Bihār al-Anwār, B.51, S.220.
  345. Ṣafār Qumī, S.158-159.
  346. Kuleinī, al-Kāfī, B.1, S.239.
  347. Ṭabāṭabā᾽ī, Qur᾽ān dar Eslām, 1376 niS, S.113; as-Siǧistānī, Kitāb al-Maṣāḥif, 1405 n.H., S.16; Suyūṭī, al-Ittiqān, 1416 n.H., B.1, S.161.
  348. Ayāzī, Muṣḥaf Imam ᾽Alī (a.), S.177-178.
  349. ᾽Amilī, Ḥaqā᾽iq Hāmmat, S.160, zitiert von: Ḫuramšāhī, Qur᾽ān-Pažūhī, 1389 niS, B.2, S.469.
  350. Ṣafār Qumī, Baṣā᾽ir ad-Daraǧāt, 1404 n.H., S.152.
  351. Ṣafār Qumī, Baṣā᾽ir ad-Daraǧāt, 1404 n.H., S.156-157.
  352. Āqā Buzurg Tehrānī, aḏ-Ḏarī᾽a, B.21, S.126; Mahdawī Rād, Muṣḥaf Fāṭima, S.83-84.
  353. al-Maǧlisī, Bihār al-Anwār, B.22, S.343.
  354. aṣ-Ṣadūq, ᾽Uyūn Aḫbār ar-Riḍā᾽, B.1, S.70.
  355. Ibn Sa᾽d, aṭ-Ṭabaqāt al-Kubrā, B.4, S.224.
  356. al-Ya᾽qūbī, Tāriḫ al-Ya᾽qūbī, übersetzt von Āyatī, B.1, S.524.
  357. al-Ya᾽qūbī, Tārīḫ al-Ya᾽qūbī, B.1, S.524.
  358. Kumpānī, ᾽Alī Kīst (Wer ist Ali), S.412.
  359. Nahǧ al-Balāqa, Übersetzung von Muḥammad Daštī, S.565.
  360. al-Mufīd, al-Amālī, S.140.
  361. Mufīd, Ǧamal, S.265; Ibn Muzāḥim, S.410; Ibn Abī al-Ḥadīd, B.2, S.273 und B.6, S.293.
  362. Ḏahabī, Sir A᾽lām an-Nubalā᾽, 1405 n.H., B.1, S.190.
  363. Scheich Ṣadūq, al-Ḫiṣāl, 1362 niS, B.2, S.462.
  364. Ansāb al-Ašrāf, 1394 n.H., B.2, S.319.
  365. Nahǧ al-Balāġa, Ṣubḥī Ṣāliḥ, 1414 n.H., Ḫuṭba Nr. 182, S.264.
  366. Ibn Aṯīr, Asad al-Ġābba, 1409 n.H., B.2, S.403.
  367. Nahǧ al-Balāġa, Tartīb Ṣubḥī Ṣāliḥ, Weisheit Nr. 259.
  368. (432)Ibn A᾽ṯam Kūfī, al-Futūḥ, 1411 n.H., B.2, S.388.
  369. Scheich Ṭūsī, Iḫtiyār Ma᾽rifat ar-Riǧāl, 1363 niS, S.69.
  370. Quṭb Rāwandī, Minhāǧ al-Barā᾽a, B.21, S. 219; al-Mufīd, al-Iḫtiṣāṣ, S.7.
  371. al-Mufīd, al-Iḫtiṣāṣ, S.108.
  372. Šūštarī, Qāmūs ar-Riǧāl, B.7, S.495.
  373. Ṯaqafī, al-Ġārāt, 1410 n.H., B.1, S.224 und 285; al-Zirkilī, A᾽lām, B.6, S.220.
  374. Barqī, Riǧāl Barqī, S.3.