Märtyrertod von Sayyida Fatima (s.)

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Der Märtyrertod von Sayyida Fatima (s.) ist ein weit verbreiteter Glaube, der schon seit langer Zeit unter den Schiiten vorherrscht, wonach Fatima (s.), die Tochter des Propheten nicht eines natürlichen Todes starb, sondern aufgrund der Verletzungen, die ihr von einigen Gefährten des Propheten zugefügt worden waren, den Märtyrertod fand. Sunniten sind der Ansicht, dass sie angesichts ihres Kummers um das Ableben des Propheten (s.) verstorben sei, wohingegen die Schiiten ʿUmar b. al-Khattab als den eigentlichen Grund für ihr Martyrium ansehen und in den Fatimiya Tagen um Sayyida Fatima (s.) trauern. Laut einigen Überlieferungen verlor Fatima bei diesem Ereignis ihr Kind, al-Muhsin, das sie in sich trug.

Die Schiiten beziehen sich zum Beweis des Märtyrertodes von Sayyida Fatima (s.) auf einige Aussagen, darunter eine Überlieferung von Imam al-Kazim (a.), in der die Bezeichnung as-Siddiqa asch-Schahida (as-Siddiqa ist einer der Namen Fatimas und Schahida bedeutet Märtyrerin) für Fatima (s.) benutzt wurde. Ebenfalls tradierte Muhammad b. Jarir at-Tabari in seinem Buch Dalaʿil al-Imama eine Überlieferung von Imam as-Sadiq (a.), die besagt, dass sie den Märtyrertod fand als Folge des Todes ihres Sohnes al-Muhsin im Mutterleib, aufgrund schwerer Verletzungen, die ihr zugefügt wurden.

In schiitischen und sunnitischen Quellen sind Einzelheiten angeführt, die zum Tod von Sayyida Fatima (s.) führten; Darunter der Angriff auf das Haus von ihr und Imam ʿAli (a.), der Tod ihres Kindes im Mutterleib, sowie Ohrfeigen und Peitschenhiebe, die sie trafen. Die älteste von den Schiiten in dieser Hinsicht zitierte Quelle ist das Buch von Sulaim b. Qais al-Hilali, das im ersten Jahrhundert n.H. verfasst wurde. Schiiten berufen sich bezüglich des Märtyrertodes von Sayyida Fatima (s.) auf Überlieferungen, die auch in sunnitischen Quellen vorhanden sind. Das Buch Al-Hujum ala Bait Fatima führt Überlieferungen von 84 Überlieferern aus sunnitischen Quellen an.

Der Glaube an den Märtyrertod von Sayyida Fatima (s.) wurde mit sehr vielen Zweifeln begegnet, worauf es aber auch Antworten gab; Beispielsweise bezog sich Sayyid Jaʿfar Murtiza al-ʿAmili (gest. 1441 n.H.), ein schiitischer Historiker, als Reaktion auf die Behauptung, dass die Häuser von Medina zu jener Zeit keine Türen gehabt hätten, auf Überlieferungen, die anzeigen, dass in Medina üblicherweise die Häuser Türen besaßen. So wurde auf die Frage, weshalb als Fatima (s.) angegriffen wurde ʿAli (a.) und die anderen Anwesenden schwiegen und sie nicht verteidigten, geantwortet, dass ʿAli (a.) auf Anordnung des Propheten (s.) und zum Schutz des Islam und der muslimischen Gemeinschaft geduldig blieb. Dann wiederum heißt es laut einer Überlieferung im Buch Sulaim, dass ʿAli (a.) ʿUmar b. al-Khattab angegriffen und zu Boden geworfen habe, woraufhin letzterer seine Leute zur Hilfe rief und sie ʿAli (a.) festnahmen. Sunnitische Autoren richten die Aufmerksamkeit gerne auf einige Begebenheiten, die ein positives Verhältnis von Imam ʿAli (a.) und Sayyida Fatima (s.) zu den ersten drei Kalifen anzeigen sollen und geben dieses als Grund an, um die wahren Argumente durch Scheinargumente zu widerlegen. Über die Heirat Umm Kulthums, der Tochter von Imam ʿAli (a.), mit ʿUmar, äußern sich die Schiiten, dass diese zwangsweise erfolgte und nicht als Zeichen einer engen Beziehung zwischen Imam ʿAli (a.) und dem Kalifen zu bewerten sei.

Bedeutsamkeit

Mit dem Martyrium von Sayyida Fatima (s.) ist gemeint, dass das Ableben der Tochter des Propheten (s.) nicht durch einen natürlichen Tod erfolgte, sondern als Folge von Verletzungen, die ihr einige Gefährten des Propheten zugefügt haben. Die Frage ihres Märtyrertodes oder ihres natürlichen Todes stellt eines der Streitthemen zwischen Schiiten und Sunniten dar.[1] Schiiten vertreten trotz einiger Diskrepanzen in den Überlieferungen bezüglich der Ereignisse nach dem Ableben des Propheten (s.) größtenteils die Ansicht, dass sie den Märtyrertod fand, verursacht bekanntermaßen durch einen Schlag und eine Fehlgeburt. Andererseits glauben die Sunniten, dass sie aufgrund von Krankheit und Trauer über den Tod des Gesandten Gottes (s.) eines natürlichen Todes gestorben sei.[2]

Schiiten trauern alljährlich an den unter Fatimiya bekannten Tagen.[3] Anlässlich dessen ist der dritte Tag des Monats Jamadi ath-Thani, welcher nach einer bekannteren Überlieferung der Todestag Sayyida Fatimas (s.) war [4] im Iran ein offizieller Feiertag, an dem auch Trauerzüge auf den Straßen stattfinden.[5] Da Schiiten ʿUmar b. al-Khattab als den Hauptgrund für den Märtyrertod Sayyida Fatimas (s.) betrachten, werden in vielen Trauersitzungen tadelnde Worte an ihn gerichtet [6], einige verfluchen ihn sogar. Eben dieser Punkt ist einer der Streitpunkte zwischen Schiiten und Sunniten.[7] Einige Schiiten bezeichnen den neunten des Monats Rabiʿ al-Awwal, welcher laut einer Überlieferung der Tag war, an dem ʿUmar umkam, als Eid az-Zahra (s.) und feiern an diesem.[8]

Die Unstimmigkeit rund um die Frage des Märtyrertodes oder des natürlichen Todes besteht seit langem, gemäß der Aussage einiger Forscher heißt es in dem Buch at-Tahrisch, geschrieben von Zirar b. ʿAmr lebend im zweiten Jahrhundert n.H., dass die Schiiten der Überzeugung seien Sayyida Fatima (s.) sei durch den Schlag von ʿUmar b. al-Khattab gestorben.[9] Ebenso heißt es, dass ʿAbdAllah b. Yazid Fazari, Kalam-Gelehrter des zweiten Jahrhunderts im Buch ar-Radud auf den Glauben der Schiiten über die Verletzungen Sayyida Fatimas durch einige Gefährten und die Fehlgeburt ihres Kindes verwiesen hat.[10] Laut Muhammad Husain Kashif al-Qitaʿ (gest. 1373 n.H.) verfassten schiitische Dichter des zweiten und dritten Jahrhunderts wie Kumit Asadi, Sayyid Himairi und Diʿbil Khuzaʿi Gedichte über die Ungerechtigkeiten, welche Sayyida Fatima erfuhr.[11]

Nach ʿAbdulkarim Schahristani (gest. 548 n.H.), bekannter sunnitischer Religionswissenschaftler, war Ibrahim b. Sayyar, bekannt unter Nazzam Muʿtazili (gest. 221 n.H.) der Ansicht, Sayyida Fatima (s.) hätte ihr Kind durch den Schlag von ʿUmar verloren.[12] Laut Schahristani führte diese und andere Ansichten von an-Nazzam al-Muʿtazili dazu, dass er sich von seinen Ebenbürtigen distanzierte.[13] Qazi ʿAbd al-Jabbar al-Muʿtazili (gest. 415 n.H.) verweist im Buch Tasbit Dalaʿil an-Nubuwwa auch auf den Glauben der Schiiten hinsichtlich der Verletzungen Sayyida Fatimas und der Fehlgeburt ihres Kindes. Ebenso erwähnen einige schiitische Gelehrte ihrer Zeit in Ägypten, Bagdad und in den Regionen von Scham, wie um Sayyida Fatima (s.) und ihr Kind al-Muhsin getrauert und geweint wurde.[14] In den sunnitischen Büchern werden diejenigen, die an den Märtyrertod Sayyida Fatimas (s.) glauben als Rafizi bezeichnet.[15]

Wurzel des Streits

Die Wurzel der Unstimmigkeit über die Frage des Märtyrertodes von Sayyida Fatima (s.) liegt darin, dass sich ihr Tod nur kurze Zeit nach dem Ableben des Propheten (s.) und im Laufe der Konflikte um die Nachfolgeschaft Muhammads (s.) ereignete. Nach dem eine Gruppe von den Auswanderern und Helfern in Saqifa Bani Saʿida Abu Bakr den Treueid geschworen hatten, weigerte sich eine Gruppe von den Gefährten angesichts der Ratschläge des Propheten bezüglich des Kalifats und der Nachfolgeschaft von ʿAli Abi Talib, Abu Bakr den Treueid zu leisten. Aus diesem Grund hatte sich auf Befehl Abu Bakrs ʿUmar b. al-Khattab zusammen mit einer Gruppe zum Hause ʿAlis begeben, um von ihm den Treueid zu fordern, wobei ʿUmar drohte im Falle einer Verweigerung des Treueids das Haus zusammen mit dessen Bewohnern in Brand zu setzen.[16] In dieser Zeit war Sayyida Fatima (s.) mit Abu Bakr zusammengetroffen, um wegen der Konfizierung Fadaks durch seine Leute zu protestieren und es zurückzufordern.[17] Doch man verweigerte es ihr, daraufhin hielt sie eine Protestrede in der Moschee von Medina.[18]

In schiitischen Quellen herrscht so gut wie Einstimmigkeit darüber, dass al-Muhsin, das Kind mit dem sie hochschwanger war, durch den Angriff auf ihr Haus verstarb [19], aber nach einigen sunnitischen Überlieferungen wäre es lebend zur Welt gekommen und früh verstorben.[20] Trotzdessen verwies auch Ibn Abi al-Hadid (gest.656 n.H.), der Kommentator der Nahj al-Balaqa, in seiner Debatte mit seinem Lehrer Abu Jaʿfar Naqib auf die Fehlgeburt al-Muhsins im Zuge des Ereignisses der Treueidabnahme von ʿAli (a.) hin.[21] Diese Ansicht wurde auch Ibrahim b. Sayyar, bekannt als Nazzam Muʿtazili (gest.221 n.H.), zugeschrieben.[22]

Gemäß verschiedener Überlieferungen wurde Fatima (a.) nachts begraben.[23] Laut Yusefi Ghirawi, Historiker des 15. Jahrhunderts, erfolgte diese nächtliche Beerdigung auf Fatimas letzten Wunsch hin [24]. Einige Überlieferungen besagen,[25] dass Fatima (a.) nicht wollte, dass diejenigen, die ihr Unrecht taten, an ihrer Beerdigung teilnehmen.

Beweise der Schiiten für den Märtyrertod

Schiiten bezeichnen, gemäß einer Überlieferung von Imam al-Kazim (a.), in der Sayyida Fatima (s.) as-Siddiqa asch-Schahida genannt wird, als Märtyrerin.[26] at-Tabari führt in Dalaʿil an-Nubuwwa eine Überlieferung von Imam as-Sadiq (a.) an, in der als Grund für ihr Martyrium die Fehlgeburt, ausgelöst durch einen Schlag, angegeben ist.[27] Laut dieser Überlieferung versetzte Qunfuz, der Sklave ʿUmars, auf seinen Befehl hin diesen Schlag.[28] Laut einer anderen Überlieferung in der Nahj al-Balaqa, spricht Imam ʿAli (a.) von einer Versammlung der Muslime, um dem Unrecht gegenüber Fatima (s.) entgegenzutreten.[29]

Mirza Jawad Tabrizi, ein Großayatollah des 15. Jahrhunderts, nimmt die Worte Imam ʿAlis (a.) während der Beerdigung Fatimas (s.), die Überlieferungen von Imam al-Kazim (a.), Imam as-Sadiq (a.) in Dalaʿil al-Imama, die Geheimhaltung des Grabes von Fatima (s.) und ihren letzten Willen, nachts begraben zu werden, als Beweis für ihren Märytertod.[30]

Schiitische Quellen

In dem Buch Al-Hujum, geschrieben von Abdul Zahra Mahdi, einem Autor des 15. Jahrhunderts, sind 260 Überlieferungen und historische Zitate von mehr als 150 schiitischen Überlieferern und Autoren gesammelt, in jeder wurden Gründe für das Martyrium Fatimas (s.) erwähnt, wie auch der Angriff auf ihr Haus, die Fehlgeburt ihres Kindes, die Ohrfeige und Peitschenschläge.[31] Die älteste von schiitischen Schriftstellern zitierte Quelle ist das Buch von Sulaim b. Qais, der im Mondjahr 90 starb.[32] Laut Scheich at-Tusi (460 n.H.) widersprechen sich in der Zusammenfassung des Buches al-Schafiʿi die Schiiten in dem Punkt nicht, dass ʿUmar Fatima (s.) in den Unterleib schlug, was zu einer Fehlgeburt ihres Kindes führte.[33] Die schiitischen Überlieferungen darüber sind mustafiz (da deren Überlieferer mehr als eine Person sind).[34]

Bezugnahme der Schiiten auf sunnitische Quellen

Die Schiiten zitierten Hadithe aus verschiedenen Quellen, auch aus sunnitischen historischen und sogar sunnitischen Rechtsbüchern, um einige der Ereignisse zu beweisen, die zum Martyrium von Sayyida Fatima (a.) führten; Zum Beispiel wurde im Buch al-Hujum ala Bait Fatima anhand von 84 Überlieferern eine Sammlung von Berichten aus sunnitischen Büchern über den Angriff auf Fatimas Haus zusammengestellt.[35] Die älteste Quelle darin ist ein Buch namens Al-Maghazi geschrieben von Musa b. ʿAqaba (gest. 141 n.H.)[36]

Husain Ghaib Ghulami (geb. 1338 n.H.) trug in seinem Buch "Ihraq Bait Fatima fi al-Kitab al-Muʿtabarah wa Ahl as-Sunnah" auch mehr als 20 Überlieferungen aus sunnitischen Büchern und von sunnitischen Überlieferern zusammen. Die letzte Überlieferung in diesem Buch ist eine Anmerkung aus dem Buch Kanz al-Amal, geschrieben von Muttaqi al-Hindi (gest. 977 n.H.).[37]

Ebenso wurde das Ereignis des Angriffs auf das Haus von Fatima (s.) in einem Buch namens "Schahadat-e Madaram Afsane nist" aus 18 sunnitischen Büchern überliefert.[38] Diese Quellen erzählen das Ereignis von dem Versuch den Treueid von Imam ʿAli (a.) zu erzwingen und von der Bedrohung sein Haus andernfalls in Brand zu stecken, dies geschah mit den verschiedensten Formulierungen anhand verschiedener Überlieferer.[39]

Einige Fragen zum Ereignis

Eine Reihe von Autoren und Forschern bezweifelten aufgrund historischer Fragen und Einwänden, die aufkamen die Überlieferungen über den Brandangriff auf das Haus von Imam ʿAli (a.) und Fatima (s.); Zum Beispiel wären die Häuser von Medina zu dieser Zeit nicht gut verschlossen gewesen, oder sie stellten die mangelnde Verteidigung von ʿAli (a.) und anderen gegenüber Sayyida Fatima (s.) in Frage oder sie bezweifelten die Fehlgeburt. Historiker und Forscher gaben Antworten darauf, darunter auch Sayyid Jaʿfar Murtiza ʿAmili (gest. 1441 AH).[40]

Waren die Häuser von Medina ohne Türen?

Einige behaupteten, dass in Medina zu dieser Zeit die Häuser nicht verschlossen waren[41] und kamen zu dem Schluss, dass die Geschichte des Brandangriffs auf Fatimas Haus daher nicht wahr sein könnte. Andererseits erwähnt Jaʿfar Murtiza in seinem Buch Maʿsat az-Zahra Quellen, nach denen es üblich war, dass Häuser und auch das Haus von Fatima Türen hatten.[42]

Warum verteidigten Ali und andere sie nicht?

Eine der Fragen zum Angriff auf Fatimas Haus und zu ihrem Martyrium ist, warum der für seinen Mut bekannte ʿAli (a.) und die anderen Gefährten bei diesem Ereignis geschwiegen und Fatima nicht verteidigt haben?[43] Muhammad Husain Kaschif al-Qitaʿ, Großayatullah im 14. Jahrhundert, warf ebenfalls eine solche Frage auf.[44] Die wichtigste Antwort der Schiiten auf diesen Punkt ist, dass ʿAli (a.) auf Befehl des Propheten (s.) geduldig schwieg, um die Interessen des Islam zu schützen.[45] Abgesehen davon, heißt es laut Salman al-Farsi in dem Buch Salim (das Yusefi Gharawi für die stärkste und älteste Überlieferung der Geschichte hält), dass ʿAli (a.) nachdem ʿUmar Fatima (s.) angegriffen hatte ihn zu Boden schlug; Es sah aus als ob er beabsichtigte ihn zu töten, doch dann sagte er, wenn der Bund des Gesandten Gottes mit mir nicht wäre, dann hättest du nie mein Haus betreten können. Zu diesem Zeitpunkt rief ʿUmar andere um Hilfe, seine Begleiter griffen an, trennten ʿAli (a.) von ihm und nahmen ihn fest.[46]

Zweifel an der Fehlgeburt ihres Sohnes al-Muhsin

Eine Gruppe sunnitischer Autoren steht der Fehlgeburt von Muhsin b. ʿAli (a.) am Tag des Treueids skeptisch gegenüber, da sie glauben, dass er geboren und schon sehr früh gestorben sei.[47] Die meisten Schiiten glauben jedoch, dass er bei dem Angriff auf Alis Haus und infolge eines Schlages starb.[48] Der Autor des Buches "Al-Muhsin al-Sabt am siqt" stellt im dritten Kapitel nach einem vergleichenden Studium historischer Texte fest, dass die Fehlgeburt am Tag des Angriffs auf Alis Haus geschah und auf einen kräftigen Schlag zurückzuführen ist, der Fatima zugefügt wurde.[49]

Kein Hinweis auf Hausbrände in historischen Quellen

Eine weitere Frage und Unklarheit in der Geschichte des Martyriums von Sayyida Fatima (a.) ist, dass das, was in vielen sunnitischen Geschichts- und Hadithbüchern erwähnt wird, nur eine Drohung gewesen sein soll, also das Haus abzubrennen, und es ist nicht angegeben, dass dies wirklich geschah.[50] Forscher sammelten jedoch mehrere Quellen, die den Ursprung des Angriffs belegen; Darunter das Buch Al-Hujum al Bait Fatima[51] und das Buch Ihraq Bait Fatima[52]. In einigen dieser Quellen ist ausdrücklich von dem Schlag auf Fatima, dem Eindringen in das Haus und der Fehlgeburt des Kindes die Rede.[53]

Eine Gruppe sunnitischer Autoren bezweifelte die Authentizität dieser historischen Erzählungen.[54] In einigen Fällen hatte ihre Antwort jedoch nichts mit den Mängeln eines Dokuments zu tun; Zum Beispiel lehnt der sunnitische Autor des Buches Fatima Bint an-Nabi, al-Mahdish, um den Angriff und die Fehlgeburt zu widerlegen, die Überlieferung von [[Tarikh al-Ya'qubi mit der Begründung ab, dass ihr Autor ein Rafizi wäre und sein Buch keinen wissenschaftlichen Wert hätte [55]. Er beschreibt auch die Überlieferung von Ibn ʿAbd al-Barr im Buch von [[Al-ʿAqd al-Farid ohne jeden Authentizitätsmangel, als eine falsche Überlieferung und sagt, dass dieser möglicherweise ein Schiit ist, und dieser Punkt sollte untersucht werden [56]. Er lehnt auch die Überlieferung im Buch Al-Imamah wa Al-Siyasah mit der Begründung ab, das Buch sei nicht von Ibn al-Qutaibah ad-Dinuri.[57] Alle sunnitischen Schriftsteller leugneten aber nicht die Tatsache der Bedrohung und einer Versammlung vor dem Haus von ʿAli (a.) und Fatima (s.), aufgrund der vielen Überlieferungen, die es darüber gibt.[58]

Die Auslegung ihres Todes in alten Quellen

Ein weiterer Grund für die Ablehnung des Martyriums von Sayyida Fatima (s.) ist, dass in alten schiitischen Quellen nur der Begriff "Tod" in ihrem Fall verwendet wurde, nicht der Begriff "Martyrium". Eine Gruppe schiitischer Schriftsteller antwortete darauf, dass die Interpretation des Begriffes Tod im Arabischen ein allgemeines Konzept ist, das sowohl den natürlichen Tod als auch den Tod aufgrund anderer Faktoren umfasst, beispielsweise durch Vergiftung und weiteres. In dem Artikel "Das Martyrium oder der Tod von Hazrat Zahra, Friede sei mit ihr" wurde beispielsweise in dieser Hinsicht zitiert; Es ist auch so, dass in einigen sunnitischen historischen Quellen der Begriff "Tod" verwendet wurde, um sich auf den Tod von Umar und ʿUthman zu beziehen, obwohl beide getötet wurden.[59] Wie, als auch at-Tabarsi die Interpretation des Begriffes Tod an einer Stelle verwendete, um auf das Martyrium von Imam al-Husain (a.) zu verweisen.[60]

Imam ʿAlis (a.) gutes Verhältnis zu den Kalifen!?

Ein weiterer Grund für die Sunniten das Martyrium von Sayyida Fatima (s.) zu leugnen, besteht darin, sich auf die gute Beziehung zwischen den Kalifen und Imam ʿAli (a.) und seiner Familie zu stützen. In dem ausführlichen Buch "Fatima Bint an-Nabi" versuchte der Autor zu zeigen, dass der erste und der zweite Kalif große Liebe Sayyida Fatima (s.) entgegenbrachten[61]. Der Autor stellt jedoch in einer Zusammenfassung fest, dass Fatima nach der Geschichte mit Fadak mit Abu Bakr nicht mehr redete und von einem Treueid ihm gegenüber nichts hielt.[62] Muhammad Nafi, ein sunnitischer Autor, schrieb ein Buch mit dem Titel "Ruhama Beinahum", auch er versucht hier zu demonstrieren, dass die drei Kalifen eine gute Beziehung zu ʿAli hatten.[63] In einem Artikel der Nedaye Islam versuchte ein Autor die Beziehung zwischen den Kalifen und Imam ʿAli (a.) sowie die Beziehung zwischen ihren Frauen und Töchtern mit Fatima (s.) derart darzustellen, dass diese Geschichte über die Schläge die Fatima erhalten hätte eine Verhöhnung wäre.[64]

Laut Sayyid Murtiza (gest. 436 n. H.), einem schiitischen Theologen, beriet Imam ʿAli (a.) die Kalifen, dies wäre aber nicht im Sinne einer freundlichen Zusammenarbeit zu verstehen, denn Imam ʿAli (a.) beriet die Kalifen nur, da die Führung hinsichtlich der göttlichen Gebote und der Verteidigung der Muslime für jeden Wissenden obligatorisch ist.[65]

Außerdem kam der Autor des Buches "Encyclopedia of Imam ʿAli (a.) Political Relations with the Caliphs" nach der Überprüfung von 107 Fällen, in denen die drei Kalifen Imam ʿAli (a.) konsultiert hatten, zu dem Schluss, dass dies nichts mit einem Zeichen der Empathie und Zustimmung Imam ʿAlis (a.) hinsichtlich der Kalifen zu tun hatte, da diese Konsultationen zumeist während einer öffentlichen Meinungsbefragung stattfanden, nicht das ʿAli (a.) offiziell als Berater der Kalifen tätig war oder zu einem ihrer Minister ernannt worden wäre, sondern in politischer Isolation war und in der Landwirtschaft tätig, er grub Brunnen. Auch wenn die Kalifen in einigen Fällen ʿAli (a.) konsultierten, so geschah dies nur aufgrund von Zwang und zwecks Lösung von Problemen.[66]

Die Heirat von Umm Kulthum, der Tochter von Imam ʿAli (a.), mit dem zweiten Kalifen ist ein weiteres Beispiel, das benutzt wird, um Umars Freundschaft und Liebe zu den Ahl al-Bait (a.) zu beweisen und natürlich ihrer Beteiligung am Martyrium Fatimas widerspricht [67]. Manche lehnen ab, dass diese Heirat überhaupt stattgefunden hat.[68] Sayyid Murtiza ist der Meinung, dass die Eheschliessung aufgrund von Zwang und Bedrohung zustande kam[69]. In diesem Fall kann nicht auf eine nahe Beziehung zwischen zwei Menschen geschlossen werden. [70] In einer Überlieferung von Imam as-Sadiq (a.) wird diese Ehe mit dem Ausdruck "Usurpation" bezeichnet, um den Zwang hinsichtlich dessen zu bestätigen.[71]

Benennung der Kinder der Ahl al-Bait mit den Namen der Kalifen

Eine Gruppe von Sunniten betont, dass Imam ʿAli (a.) seine Kinder nach den Kalifen benannte und er diese liebte [72] und dies nicht mit der Behauptung des Martyriums von Sayyida Fatima (s.) zu vereinbaren wäre. Diese Behauptung wird auch in einer Broschüre mit dem Titel "Asiʿla Qadib Schabab asch-Schiʿa ila al-Haq" (Fragen, die die schiitische Jugend zur Wahrheit führen) dargelegt.[73]

Sayyid ʿAli Shahrestani (geboren 1337 n. H.) legte in einem Buch namens At-Tasmiyat zwischen Al-Tasamah Al-ʿAlawi und Al-Tawzif Al-Umayyad eine detaillierte Analyse der Namen von Anfang des Islam bis zu den folgenden Jahrhunderten vor. In 29 Hauptpunkten kam er zu dem Schluss, dass diese Art der Namensgebung kein Hinweis auf eine gute Beziehung zwischen den Menschen sein kann[74], denn diese Namen waren auch vor und nach den Kalifen gebräuchlich.[75] Andererseits sah, nach einer weiteren Überlieferung über den zweiten Kalifen, Imam ʿAli (a.) ihn als Lügner und Verräter an [76]. Dazu ist Abu Bakr kein eigenständiger Name, sondern mehr ein Titel, keiner würde diesen Namen für sein Kind wählen.[77]

Auch Ibn Taymiyyah al-Harrani (gest. 728 n. H.), ein bekannter sunnitischer Gelehrter, glaubt, dass die Nennung eines Namens nicht unbedingt ein Grund dafür ist, seine Liebe einer bestimmten Person gegenüber auszudrücken (Schließlich verwendeten der Prophet (s.) und seine Gefährten auch die Namen von Ungläubigen.).[78] Laut Sayyid ʿAli Shahristani wurden zwei weitere Abhandlungen über die Benennung der Kinder von den Imamen mit den Namen der Kalifen verfasst, eine von Vahid Behbahani (gest. 1205 n.H.) und die andere von Tonekaboni (gest. 1302 n.H.), Autor von Qasas al-Ulama.[79]

Fußnoten

  1. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H, S.14.
  2. Siehe: al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.3, S.431-550.
  3. Maẓāhirī, Farhang-e Sūg Šīʿī, 1395 n.i.S., S.365.
  4. Subairī, Šahādat-e Fātima (s.), B.1, S.347.
  5. برای نمونه نگاه کنید به «حرکت دسته عزاداری فاطمیه مقدسه زنجان»، سایت خبرگزاری فارس؛ «مراسم بزرگ عزاداری فاطمیه با حضور...»، سایت خبرگزاری شفقنا.
  6. Maẓāhirī, Farhang-e Sūg Šīʿī, 1395 n.i.S., S.366.
  7. «نظر مراجع تقلید درباره توهین به مقدسات اهل‌سنت»، سایت خبرگزاری مهر
  8. Masāʿilī, Nuhm Rabīʿ, Ğahālathā, Ḫesārathā, 1387 n.i.S., S.117-119.
  9. «آیا اعتقاد به شهادت و مظلومیت حضرت زهرا سلام الله علیها دارای سابقه تاریخی می‌باشد؟»، سایت تحقیقاتی ولی‌عصر(عج).
  10. «شيعيان و "رافضه" در نيمه سده دوم قمری درباره ... واقعه شهادت حضرت زهراء (ع) چه باورهایی داشتند؟»، حلقه کاتبان
  11. Kāšif al-Ġitāʿ, Ğannat al-Maʿwā, 1429 n.H., S.62.
  12. Šahrestānī, al-Milal wa an-Niḥal, 1364 n.i.S., B.1, S.71.
  13. Šahrestānī, al-Milal wa an-Niḥal, 1364 n.i.S., B.1, S.71.
  14. Qāḍī ʿAbd al-Ğabbār, Taṯbīt Dalāʿil an-Nubuwwa, 2006, B.2, S595.
  15. Siehe: Ṣafadī, al-Wāfī bi al-Wafiyāt, 1420 n.H., B.6, S.15; aḏ-Ḏahabī, Sair Aʿlā an-Nubalāʿ, 1405 n.H., B.15, S.578; Ibn Ḥağar al-ʿAsqalānī, Lisān al-Mīzān, 2002, B.1, S.609.
  16. at-Tabarī, Tārīḫ al-Umam wa al-Mulūk, 1387 n.H., B.3, S.202; Ibn ʿAbd Rabbah, al-ʿAqd al-Farīd, 1407 n.H., B.5, S.13.
  17. Balāḏurī, Futūḥ al-Buldān, 1956, S.40-41.
  18. Šahīdī, Zendegānī Fātima Zahrā (a.), 1362 n.i.S., S.126-135.
  19. Allāh Akbarī, Muḥsin b. ʿAlī, S.68-72. Siehe: Muqaddas Ardibīlī, Uṣūl-e Dīn, 1387 n.i.S., S.113-114; al-Mufīd, al-Iḫtiṣāṣ, 1413 n.H., S.185.
  20. Ibn Qutaiba Dīnawarī, al-Maʿārif, 1960, S.211.
  21. Ibn Abī al-Ḥadīd, Šarḥ Nahğ al-Balāġa, 1404 n.H., B.14, S.192-193.
  22. Šahrestānī, al-Milal wa an-Niḥal, 1364 n.i.S., B.1, S.71.
  23. Yūsefī Ġirawī, Mawsūʿa at-Tārīḫ, al-Islāmī, 1438 n.H., B.4, S.157-162.
  24. Yūsefī Ġirawī, Mawsūʿa at-Tārīḫ, al-Islāmī, 1438 n.H., B.4, S.144-147.
  25. Siehe Fatāl Neyšābūrī, Rawḍat al-Wāʿiẓīn, 1375 n.i.S., B.1, S.151.
  26. al-Kulainī, al-Kāfī, 1407 n.H., B.1, S.458.
  27. at-Tabarī, Dalāʿil al-Imāmah, 1413 n.H., S.134.
  28. at-Tabarī, Dalāʿil al-Imāmah, 1413 n.H., S.134.
  29. Nahğ al-Balāġa, Taṣḥīḥ Ṣubḥī Ṣāliḥ, S.319, Khutba 202.
  30. Tabrīzī, Ṣirāt an-Nağāt, 1418 n.H., B.3, S.440-441.
  31. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H, S.221-356.
  32. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H, S.221.
  33. at-Tūsī, Talḫīṣ aš-Šāfī, 1382 n.i.S., B.3, S.156.
  34. at-Tūsī, Talḫīṣ aš-Šāfī, 1382 n.i.S., B.3, S.156.
  35. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H, S.217-154.
  36. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H, S.154-155.
  37. Ġaib Ġulāmī, Iḥrāq Bait Fātima, 1375 n.i.S., 192.
  38. Ğamʿī az Newīsandegān, Šahādat Mādaram Zahrā Afsāne nīst, 1388 n.i.S., S.25-32.
  39. Ğamʿī az Newīsandegān, Šahādat-e Mādaram Zahrā Afsāne nīst, 1388 n.i.S., S.25-32.
  40. Siehe: ʿAmilī, Maʿsāt az-Zahrāʿ, 1418 n.H., B.1, S.266-277, B.2, S.229-321.
  41. Ṭabasī, Ḥayāt aṣ-Ṣadīqat Fātima, 1381 n.i.S., S.197. Der Autor dieses Buches schreibt diese Behauptung jenen zu, die sich mit der Geschichte nicht auskennen.
  42. ʿAmilī, Maʿsāt az-Zahrāʿ, 1418 n.H., B.1, S.266-277, B.2, S.229-321.
  43. al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.68-70 und 83.
  44. Kāšif al-Ġitāʿ, Ğannat al-Maʿwā, 1429 n.H., S.64; Mahdi, al-Huğūm, 1425 n.H, S.446.
  45. ʿAmilī, Maʿsāt az-Zahrāʿ, 1418 n.H., B.1, S.266-277, B.1, S.266-277; Mehdī, al-Huğūm, 1425 n.H., S.446-449 und 452-458; Kaṯarānī, 12 Šubhat Ḥawl az-Zahrāʿ, S.15-26.
  46. Tehrānī, Sayyid Muḥammad Ḥusain, Maktūbāt Ḫatī, Ğung 16, S.109.
  47. Yūsefī Ġirawī, Mawsūʿa at-Tārīḫ, al-Islāmī, 1438 n.H., B.4, S.112.
  48. Für einen umfassenden Bericht in den sunnitischen Quellen über al-Muhsin siehe: al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.3, S.411-414; al-Mūsawī al-Ḫursān, al-Muḥsin as-Sibt Mawlūd am Siqt, 1430 n.H., S.105-111.
  49. al-Mūsawī al-Ḫursān, al-Muḥsin as-Sibt Mawlūd am Siqt, 1430 n.H., S.119-128.
  50. al-Mūsawī al-Ḫursān, al-Muḥsin as-Sibt Mawlūd Umm Siqt, 1430 n.H., S.207.
  51. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H., S.467; Faḍlullah, az-Zahrāʿ al-Qadwa, 1421 n.H., S.109-110.
  52. Mehdi, al-Huğūm, 1425 n.H., S.467; Faḍlullah, az-Zahrāʿ al-Qadwa, 1421 n.H., S.154-217.
  53. Ġaib Ġulāmī, Iḥrāq Bait Fātima, 1375 n.i.S.
  54. Salīm b. Qais, Kitab Salīm b. Qais, 1420 n.H., B.1, S.150; Masʿūdī, Iṯbāt al-Qaṣiyya, 1384 n.i.S., S.146; at-Tabarī, Dalāʿil al-Imāma, 1413 n.H., S.134; ʿAyāšī, Tafsīr al-ʿAyyāšī, 1380 n.H., B.2, S.67.
  55. Siehe: al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.21-35.
  56. al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.80.
  57. al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.63.
  58. al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.81.
  59. Siehe: al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.21-35.
  60. نگاه کنید به محسنی، «شهادت یا وفات حضرت زهرا سلام‌الله علیها»، سایت راسخون.
  61. at-Tabarsī, al-Iḥtiğāğ, B.2, S.373, zitiert von Muhsinī, «شهادت یا وفات حضرت زهرا سلام‌الله علیها»، سایت راسخون..
  62. Siehe: al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.4, S.357, bis zum Ende, und B.5, von Anfang bis S.89.
  63. Siehe: al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.521-523.
  64. «رحماء بینهم»، سایت نیل و فرات.
  65. مرجانی، «ارتباط و محبت خلفای ثلاثه با علی و فاطمه رضی‌الله عنهما»، سایت سنی‌آنلاین.
  66. Sayyid Murtiḍā, aš-Šāfī fī al-Imāma, 1410 n.H., B.3, S.251.
  67. Labāf, Dānešnāme-ie Rawāb Siyāsī Ḥaḍrat-e ʿAlī (a.) bā Ḫulafā, 1388 n.i.S., S.73-76.
  68. al-Mahdīš, Fātima Bint an-Nabī, 1440 n.H., B.5, S.54.
  69. Allāhakbarī, Ezdewāğ Umm Kulṯūm bā ʿUmar az Negāh Farīqain, S.11-12.
  70. Sayyid Murtiḍā, aš-Šāfī fī al-Imāma, 1410 n.H., B.3, S.272-273.
  71. Allāhakbarī, Ezdewāğ Umm Kulṯūm bā ʿUmar az Negāh Farīqain, S.11-12.
  72. al-Kulainī, al-Kāfī, 1407, B.5, S.346, Hadithe 1.
  73. Ḥusainī, Muqaddame Mutarğim, Nām Ḫulafā bar Farzandān-e Imāmān, S.11.
  74. Šahrestānī, at-Tasmiyāt, 1431 n.H., S.12.
  75. Šahrestānī, at-Tasmiyāt, 1431 n.H., S.477-488.
  76. Šahrestānī, at-Tasmiyāt, 1431 n.H., S.98-99.
  77. Neyšābūrī, Musnad aṣ-Ṣaḥīḥ, Dār Iḥyāʿ at-Turāṯ al-ʿArabī, B.3, S.1377.
  78. Šahrestānī, at-Tasmiyāt, 1431 n.H., S.427-472.
  79. Ibn Taymiyya, Minhāğ as-Sunna, 1406 n.H., B.1, S.41-42.

Quellenverzeichnis