Das Ereignis von Saqifa Bani Sa'ida: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Ereignis von Saqīfa Banī Sāʿida''' (arabisch: واقعة بني ساعدة) war das erste Ereignis nach dem Ableben des Propheten (s.) im Jahre [[11. n.d.H.]], bei dem [[Abū Bakr ibn Abū Qaḥāfa]] zum Kalifen der Muslime gewählt wurde. [[Imam Alī (a.)]] und einige Gefährten kümmerten sich um die Beisetzung des Propheten (s.), während eine Gruppe der [[Anṣār]] (Helfer) sich unter der Leitung von [[Saʿd ibn ʿIbāda]] an einem Ort namens [[Saqīfa Banī Sāʿida]] versammelten, um über ihren Führer nach dem Tode des Propheten (s.) zu entscheiden. | |||
Laut einiger Historiker war es nur eine Versammlung um den Führer für die Stadt [[Medina]] zu bestimmen. Doch nach dem Eintritt einiger [[Muhāğirīn]] (Auswanderer) in die Versammlung ereigneten sich Kontroversen und Streitigkeiten unter den Muslimen um die Nachfolge des Propheten (s.) und die Führerschaft aller Muslime; letztendlich leisteten sie Abū Bakr als Kalif der Muslime den Treueid. Gemäß historischer Quellen waren außer Abū Bakr, der der Sprecher der Muhāğirīn (Auswanderer) war, auch [[ʿUmar ibn Ḫaṭṭāb]] und [[Abū ʿUbaida Ğarrāḥ]] dort anwesend. | Laut einiger Historiker war es nur eine Versammlung um den Führer für die Stadt [[Medina]] zu bestimmen. Doch nach dem Eintritt einiger [[Muhāğirīn]] (Auswanderer) in die Versammlung ereigneten sich Kontroversen und Streitigkeiten unter den Muslimen um die Nachfolge des Propheten (s.) und die Führerschaft aller Muslime; letztendlich leisteten sie Abū Bakr als Kalif der Muslime den Treueid. Gemäß historischer Quellen waren außer Abū Bakr, der der Sprecher der Muhāğirīn (Auswanderer) war, auch [[ʿUmar ibn Ḫaṭṭāb]] und [[Abū ʿUbaida Ğarrāḥ]] dort anwesend. | ||
Historikern zufolge wurde die Wahl von Abū Bakr nicht allgemein akzeptiert. Imam Alī (a.), [[Fāṭima al-Zahrāʾ(s)]], [[Faḍl]] und [[ʿAbdullah]], die Vettern des Propheten (s.) ) und auch die berühmten Gefährten des Propheten (s.) wie [[Salmān]], [[Abū Ḏar]], [[Miqdād]] und [[Zubair ibn ʿAwām]] zählten zu denjenigen, die gegen den Saqīfa-Rat protestierten. [[Die Schiiten]] (Anhänger von Imam Alī (a.)) betrachten das Ereignis von Saqīfa und sein Ergebnis als Widerspruch zu den Aussagen des Propheten (s.) bezüglich der Nachfolge Imam Alīs, besonders in [[Ġadīr Ḫum]]. | Historikern zufolge wurde die Wahl von Abū Bakr nicht allgemein akzeptiert. Imam Alī (a.), [[Fāṭima al-Zahrāʾ(s)]], [[Faḍl]] und [[ʿAbdullah]], die Vettern des Propheten (s.) ) und auch die berühmten Gefährten des Propheten (s.) wie [[Salmān]], [[Abū Ḏar]], [[Miqdād]] und [[Zubair ibn ʿAwām]] zählten zu denjenigen, die gegen den Saqīfa-Rat protestierten. [[Die Schiiten]] (Anhänger von Imam Alī (a.)) betrachten das Ereignis von Saqīfa und sein Ergebnis als Widerspruch zu den Aussagen des Propheten (s.) bezüglich der Nachfolge Imam Alīs, besonders in [[Ġadīr Ḫum]]. |
Version vom 19. Januar 2019, 01:24 Uhr
Ereignis von Saqīfa Banī Sāʿida (arabisch: واقعة بني ساعدة) war das erste Ereignis nach dem Ableben des Propheten (s.) im Jahre 11. n.d.H., bei dem Abū Bakr ibn Abū Qaḥāfa zum Kalifen der Muslime gewählt wurde. Imam Alī (a.) und einige Gefährten kümmerten sich um die Beisetzung des Propheten (s.), während eine Gruppe der Anṣār (Helfer) sich unter der Leitung von Saʿd ibn ʿIbāda an einem Ort namens Saqīfa Banī Sāʿida versammelten, um über ihren Führer nach dem Tode des Propheten (s.) zu entscheiden. Laut einiger Historiker war es nur eine Versammlung um den Führer für die Stadt Medina zu bestimmen. Doch nach dem Eintritt einiger Muhāğirīn (Auswanderer) in die Versammlung ereigneten sich Kontroversen und Streitigkeiten unter den Muslimen um die Nachfolge des Propheten (s.) und die Führerschaft aller Muslime; letztendlich leisteten sie Abū Bakr als Kalif der Muslime den Treueid. Gemäß historischer Quellen waren außer Abū Bakr, der der Sprecher der Muhāğirīn (Auswanderer) war, auch ʿUmar ibn Ḫaṭṭāb und Abū ʿUbaida Ğarrāḥ dort anwesend. Historikern zufolge wurde die Wahl von Abū Bakr nicht allgemein akzeptiert. Imam Alī (a.), Fāṭima al-Zahrāʾ(s), Faḍl und ʿAbdullah, die Vettern des Propheten (s.) ) und auch die berühmten Gefährten des Propheten (s.) wie Salmān, Abū Ḏar, Miqdād und Zubair ibn ʿAwām zählten zu denjenigen, die gegen den Saqīfa-Rat protestierten. Die Schiiten (Anhänger von Imam Alī (a.)) betrachten das Ereignis von Saqīfa und sein Ergebnis als Widerspruch zu den Aussagen des Propheten (s.) bezüglich der Nachfolge Imam Alīs, besonders in Ġadīr Ḫum. Westliche Islamwissenschaftler und einige Orientalisten wie Henry Lamens, Kaitany und Wilfrid Madlung behandelten in ihren Niederschriften das Ereignis von Saqīfa; darunter sind die Bücher „ Prophet Muhammads Nachfolge“ von Madlung und „die Kraft-Dreieck-Theorie“ von Henry Lamens zu nennen.
Ort

Hauptartikel: Saqīfa Banī Sāʿida
Saqīfa war ein Ort (Platz mit einer Überdachung), an dem sich die arabischen Stämme versammelten, um öffentliche Entscheidungen zu treffen. [1] Nach dem Ableben des Propheten (s.) versammelten sich an diesem Ort die Muhāğirīn ( die Auswanderer) und die Anṣār (die Helfer), welche zum Clan Banī Sāʿida vom Stamm Ḫazrağ –einem der Hauptstämme in Medina- gehörten und schon vor dem Aufkommen des Islams ihre Treffen dort abhielten. Nach dem Eintritt des Propheten (s.) in die Stadt Medina hatte der Ort Saqifa für zehn Jahre ( bis zum Ableben des Propheten (s.) ) praktisch keine Verwendung mehr, bis er bei der Bestimmung des Nachfolgers für den Propheten Muhammad (s.) wiederbelebt wurde. [2]
Die Geschichte
Die Haupterzählung über die Versammlung in Saqīfa Banī Sāʿida bezieht sich auf ʿAbdullah ibn ʿAbbās, der die Worte ʿUmar ibn Ḫaṭṭābs zitiert; in allen anderen Erzählungen wurde diese übernommen oder etwas davon entnommen. Ibn Hišām, Ṭabarī, ʿAbd al-Razzāq ibn Hammām, Buḫārī und Ibn Ḥanbal gaben diese Erzählungen mit kleinen Veränderungen in den verschiedenen Namensketten der Überlieferer wieder. [3] Als die Öffentlichkeit in Medina über den Tod des Propheten (s.) informiert wurde, kamen einige Anṣār ( die Helfer) in Saqīfa Banī Sāʿida zusammen, um ihre Position zu schützen und eine Entscheidung zur Nachfolge des Propheten (s.) zu treffen. Historischen Quellen zufolge sprach zu Beginn der Sitzung Saʿd ibn ʿIbāda, der Führer des Stammes Ḫazrağ, durch seinen Sohn zu den Leuten, weil er selbst schwer krank war. Dieser hielt eine Rede vor einigen Leuten der Anṣār (Aws und Ḫazrağ) über die Tugenden der Anṣār und ihre Vorteile gegenüber den Muhāğirīn. Aufgrund dieser Rede beanspruchten die Anṣār (Helfer) das Recht auf die Nachfolge des Propheten (s.) und erklärten Saʿd zu ihrem Herrscher. [4] Einige Teilnehmer vermuteten, dass die Muhāğirīn dagegen wären und sich nicht dieser Entscheidung unterwerfen würden. So schlugen sie vor, einen Führer für die Anṣār und einen für die Muhāğirīn zu wählen.[5] Sobald Abū Bakr und ʿUmar von dieser Versammlung und deren Gründe erfuhren, gingen sie zusammen mit Abū ʿUbaida Ğarrāḥ nach Saqīfa. Als sie die Versammlung betraten, vermied Abū Bakr ʿmit Umar zu reden, sofort ergriff er die Initiative und bewies die Überlegenheit der Muhāğirīn (Auswanderer) und die Priorität der Quraiš für die Nachfolge des Propheten (s.).[6] Die Reden fanden Zustimmung, aber auch den Widerspruch der Anwesenden; einige verwiesen auf die Verdienste von Alī (a.) und darauf, dass sie niemandem den Treueid leisten werden außer ihm.[7] Letztendlich wies Abū Bakr darauf hin, dass ʿUmar und Abū ʿUbaida Ğarrāḥ für diesen Posten geeigneter wären. Aber die beiden widersprachen anscheinend Abū Bakrs Vorschlag.[8] Historischen Berichten zufolge sagte ʿUmar ibn Ḫaṭṭāb über diese Situation: «In diesem Augenblick wurde es von allen Seiten laut und die Leute brummelten undeutliche Worte. Als ich befürchten musste, dass diese Meinungsverschiedenheiten zu einem Zusammenbruch unserer Arbeit führen würde, sagte ich zu Abū Bakr:`` Strecke deine Hand aus damit ich dir den Treueid leiste.`` Aber Bašīr ibn Saʿd Ḫazrağī, Saʿd ibn ʿIbādas Gegner, kam ihm zuvor, gab Abū Bakr die Hand und leistete ihm den Treueid.[9][10] Nach diesem Vorfall umringte die Menschenmenge in Saqīfa Abū Bakr, um ihm den Treueid zu leisten. Währenddessen hätte die Menge fast den kranken Saʿd ibn ʿIbāda getreten. Das Ereignis verursachte einen scharfen Konflikt zwischen ʿUmar, Saʿd und Qais, Saʿds Sohn, der durch die Vermittlung von Abū Bakr endete.[11]
Debatten in Saqīfa
In Saqīfa fanden auch noch viele Diskussionen zwischen den Anṣār (Helfern) und den Muhāğirīn (Auswanderern) statt, die dieser Versammlung später beigetreten waren, was wiederum eine Wende hätte herbeiführen können. Aber Abū Bakr und sein Gefolge hatten den größten Einfluss. Die wichtigsten Diskussionen dieses Datums könnten von folgenden Personen stammen: Saʿd ibn ʿIbāda: Er sprach hauptsächlich zu Beginn des Treffens, vor der Ankunft von Abū Bakr und seinen Begleitern, wobei seine Worte aufgrund seiner Krankheit von seinem Sohn übermittelt wurden. Seine Bemerkungen schließen ein: Erwähnung der Geschichte der Anṣār (Helfer), ihrer Überlegenheit gegenüber anderen muslimischen Gruppen, ihre Dienste für den Islam und den Propheten (s.) und dass der Prophet (s.) bei seinem Tod mit den Anṣār zufrieden war. So argumentierte er , die Anṣār seien die Besten für die Nachfolge des Propheten (s.) und forderte sie auf die Kontrolle über alles zu übernehmen. Der Vorschlag einen Emir (Führer) von den Anṣār (Helfern) und einen von den Muhāğirīn (Auswanderern) zu wählen, betrachtete er als Niederlage und Rückzug.[12] Abū Bakr: Seine Worte sollten für diese Gemeinschaft entscheidend sein. Er hielt mehre Reden, deren Zusammenfassung wie folgt zu erwähnen ist: Erwähnung der Privilegien der Muhāğirīn (Auswanderer) einschließlich ihrer Pionierarbeit bei der Anerkennung der Mission des Propheten (s.). Dazu, dass sie die anderen im Gottesglauben und im Anbeten, der Verwandtschaft oder Freundschaft mit dem Propheten (s.)überboten, Priorität der Muhāğirīn (Auswanderer) für die Nachfolge des Propheten (s.) aus den gleichen Gründen, Erwähnung der Geschichte der Anṣār (Helfer) und ihres Vorzugs und ihrer Verdienste für den Ministerposten und nicht für die Regierung und das Verbot für den Widerstand gegen die Nachfolge der Muhāğirīn (Auswanderer).[13] Ḥubāb ibn Munḏar]]: Er sprach zwei oder drei Mal in Saqīfa, was jedes Mal eine Anstiftung oder direkte Bedrohung für die Muhāğirīn (die Auswanderer) bedeutete, insbesondere für Abū Bakr und ʿUmar. [14] Er schlug vor von jeder Gruppe - Muhāğirīn und Anṣār- einen Emir zu wählen.[15] ʿUmar ibn Ḫaṭṭāb: ʿUmar bestätigte mehr Abū Bakrs Worte und betonte sie durch Argumente. Einige dieser beinhalten die Gewissheit, dass sich die Araber nicht gegen die Nachfolge der Familie des Propheten (s.) stellen können und es auch unmöglich wäre zwei Emire (Führer) aus jeder der beiden Gruppen zu wählen, weil zwei Schwerter nicht in einer Scheide stecken können.[16] Abū ʿUbaida Ğarrāḥ: In seiner Ansprache an die Anṣār (Helfer) verbot er ihnen die Religion und die Grundlagen der muslimischen Einheit zu verändern.[17] Bašīr ibn Saʿd]]: Er kommt aus dem Stamm Ḫazrağ und zählt zu den Anṣār (Helfern). Mehrmals bestätigte er die Argumente Abū Bakrs und seines Gefolges, forderte die Anṣār zur Gottesfurcht auf und verbot ihnen gegen die Muhāğirīn (Auswanderer) und ihr bestimmtes Recht Widerstand zu leisten.[18] ʿAba al-Raḥmān ibn ʿUwf]]: Er wusste um den Rang und die Tugenden von Imam ʿAlī (a.), Abū Bakr und ʿUmar und meinte, es mangele den Anṣār (Helfern) an solch großen Persönlichkeiten.[19] Munḏar ibn Abī Arqam]]: Er war einer der Anṣār (Helfer), der in Opposition zu den Argumenten von Abū Bakr und ʿUwf stand. In Saqīfa stellte er ʿAlī (a.) als den Einzigen vor, der alle erforderliche Eigenschaften zur Nachfolge des Propheten (s.) besaß. Wäre er zuvorgekommen um den Treueid zu erhalten, würde sich niemand gegen ihn stellen und alle hätten Imam ʿAlī (a.) die Treue geschworen.[20]
Die anwesenden Gruppen
Die meisten Berichte in den sunnitischen Quellen über Saqīfa legen nahe, dass es in diesem Fall um eine allgemeine politische Präsenz und Beteiligung der Muhāğirīn (Auswanderer) und der Anṣār (Helfer) geht, [21] während viele andere Quellen die zwei Stufen der Loyalität zu Abū Bakr angeben. Die Stufen sind wie folgt zu benennen: Die Treuebekundung am Tag von Saqīfa und die Treuebekundung der anderen Einwohner von Medina, welche am nächsten Tag der Veranstaltung stattfand und als Allgemeine Treuebekundung bezeichnet wurde.[22][23] Die Berichte stellen die Hypothese einer politischen Beteiligung der Muhāğirīn (Auswanderer) und der Anṣār (Helfer) in dieser Gemeinschaft in Frage. Die Historiker kamen zu dem Schluss, dass die einzigen in der Saqīfa-Versammlung anwesenden Auswanderer Abū Bakr, ʿUmar und Abū ʿUbaida waren, wahrscheinlich mit einigen ihrer Begleiter und Familienmitgliedern. Manche Forscher erwähnen auch Sālim, den freigegebenen Sklaven von Abū Ḥaḏīfa, wäre dieser in der Versammlung anwesend gewesen, wäre er einer der ersten Personen, die Abū Bakr den Treueid geleistet hätten; keine der ersten maßgeblichen Quellen erwähnen jedoch seine Anwesenheit. Die Quellen berichten auch nicht über die Anwesenheit anderer Muhāğirīn (Auswanderer) , darunter Gefährten des mittleren oder niedrigen Ranges. [24] Einige Forscher führten Argumente an, wie, dass die Anzahl der in Saqīfa anwesenden Auswanderer sehr niedrig war.[25] Quellen zufolge waren die bekanntesten in Saqīfa anwesenden Anṣār (Helfer) folgende: Saʿd ibn ʿIbāda, Qais (sein Sohn), Bašīr ibn Saʿd (der Cousin und Konkurrent von Saʿd), [[Asīd ibn Ḥaḍīr], Ṯābit ibn Qais, Munḏar ibn Arqam, Burāʾ ibn ʿĀzib, Ḥubāb ibn Munḏar.[26]
Die Motive der Anṣārs für die Versammlung in Saqīfa
Einige Analytiker glauben, dass die Versammlung der Anṣār (Helfer) in Saqīfa aus Angst vor ihrer Zukunft und ihrem Schicksal nach dem Ableben des Propheten (s.) entstandt; insbesondere nach der Eroberung von Mekka waren sie besorgt, dass die Bildung einer vereinigten Quraischiten Front ihnen in Zukunft Nachteile bringen würde. Befürworter dieser Theorie sind der Meinung, die Anṣār (Helfer) hätten sehr wahrscheinlich von dem, durch einige Muhāğirīn (Auswanderer) ausgearbeiteten Plan für die Nachfolge des Propheten (s.), Mitteilung erhalten.[27] Einige Autoren sind der Meinung, folgende Aspekte hätten die Versammlung von Saqīfa bewirkt:
- Da die Anṣār (Helfer) ihr Leben, ihre Kinder und ihr Eigentum auf dem Wege des Islam geopfert und gespendet hatten, betrachteten sie diese Religion nun als ihr eigenes Kind und hielten niemanden für verdienstvoller und mitfühlender als sich selber, um sie erhalten zu können. • Die Anṣār hatten aber auch Furcht vor der quraischitischen Rache, weil die meisten ihrer grossen Kämpfer in den Kriegen zur Zeit des Propheten (s.) durch das Schwert der Anṣār getötet wurden. Außerdem hatte der Prophet (s.) ihnen vorhergesagt, dass sie nach seinem Tod von den Herrschern unterdrückt werden, er hatte sie zur Geduld und Toleranz aufgefordert. • Die Anṣār hatten das Gefühl, dass die Quraiš dem Propheten (s.) in der Sache Imam ʿAlī (a.) nicht folgen werden.[28] Anderer Meinungen nach verkündete Abū Bakr offiziell den Tod des Propheten (s.) in der Moschee und die Leute versammelten sich um ihn und schworen ihm die Treue . Die Gruppe der Anṣār (Helfer) bekam Zweifel, ob sie einen Nachfolger überhaupt wählen dürfen, aber dennoch fand die Veranstaltung von Saqīfa statt.[29]
Die Gegenreaktion der Gefährten des Propheten (s.) und der Großen der Quraiš
ʿAlī (a.), einer der Ahl al-Bait, widersetzte sich zusammen mit einigen Muhāğirīn (Auswanderern) und Anṣār (Helfern) Abū Bakr die Treue zu schwören. Laut historischen Berichten waren die bedeutesten Gefährten dabei folgende: ʿAbbās ibn ʿAbd al-Muṭṭalib, Faḍl ibn ʿAbbās, Zubair ibn ʿAwām, Ḫālid ibn Saʿīd, Miqdād ibn ʿAmr, Salmān al-Fārsī, Abū Ḏar Ġaffārī, ʿAmmār ibn Yāsir, Burāʾ ibn ʿĀzib, Ubai ibn Kaʿb.[30] Einige dieser Gefährten oder einige von den Großen der Quraiš bemerkten schon seit einiger Zeit, dass Abū Bakr einen unberechtigten Anspruch auf die Nachfolge des Propheten (s.) im Sinne hatte . Dazu ist folgendes zu bemerken: • Faḍl ibn ʿAbbās beschuldigte in seiner Rede die Quraiš der Verschleierung und erklärte die Ahl al-Bait, besonders Imam ʿAlī (a.) für die Nachfolge des Propheten (s.) als verdienstvoller.[31]
• Salmān al-Fārsī bezeichnete in seinen Diskussionen mit den Muslimen Saqīfas Treueid als einen Fehler und gestand der Ahl al-Bait (a.), denjenigen, die die Gesellschaft zur Güte führen, das Recht zu. [32]
• Abū Ḏar Ġaffārī war am Tag der Veranstaltung nicht in Medina. Als er in die Stadt zurückkam, wurde er darüber in Kenntnis gesetzt. Quellen zufolge sprach er von der Legitimität der Ahl al-Bait (a.) für die Nachfolge des Propheten (s.) [33] und auch später zur Zeit von ʿUṯmān.[34]
• Miqdād ibn ʿAmr drückte seine Überraschung darüber aus, dass die Muslime den Entscheidungen von Saqīfa folgten und bestätigte die Legitimität von Amīr al-Muʾminīn. [35]
• ʿUmar ibn Ḫaṭṭāb sagte in seinem letzten Lebensjahr in einer öffentlichen Predigt: «Die Loyalität zu Abū Bakr war ein Fehler, der gemacht und ausgestanden wurde. Ja, das war es wirklich, aber Gott rettete die Menschen vor dem üblen Fehltritt. Tötet jeden, der auf diese Weise bei der Auswahl der Kalifen handelt.»[36][37][38][39]
• Abū Sufyān war zuvor von dem Propheten (s.) entsandt worden, um außerhalb von Medina einen Auftrag auszuführen. Als er in die Stadt Medina zurückkam und vom Tode des Propheten (s.) und Saqīfas Treueid erfuhr, fragte er sofort nach der Reaktion von Imam ʿAlī (a.) und ʿAbbās ibn ʿAbd al-Muṭṭalib. Als er bemerkte, dass sich diese beiden isoliert hatten, sagte er: «Bei Allah, wenn ich für sie am Leben bleiben könnte, würde ich sie an die Spitze bringen.» Er fügte hinzu: «Ich sehe einen Staub, der nur durch das Blutvergießen entfernt werden kann.»[40] Quellen zufolge verfasste Abū Sufyān in Medina einige Gedichte zur Unterstützung der Nachfolge von Imam ʿAlī (a.) und auch zur Verdammung von Abū Bakr und ʿUmar.[41]
• Muʿāwiah ibn Abū Sufyān schrieb in einem Brief an Muḥammad ibn Abū Bakr (einige Jahre nach dem Ereignis von Saqīfa): «Dein Vater und ʿUmar waren die Ersten, die ʿAlīs Recht usurpierten und sich ihm widersetzten. Diese beiden vereinten sich miteinander und forderten dann ʿAlī (a.) auf, ihnen den Treueid zu leisten. Weil ʿAlī (a.) sich jedoch weigerte und es ablehnte, trafen sie unkluge Entscheidungen und kamen auf gefährliche Gedanken, bis er ihnen schließlich den Treueid leistete.»[42]
Imam ʿAlīs (a.) Reaktion
Nach dem Ereignis von Saqīfa schwor Imam ʿAlī (a.) Abū Bakr nicht die Treue. Einige glaubten, dass Amīr al-Muʾminīn ihm niemals den Treueid schwören würde.[43] Eine andere Gruppe ist der Meinung, dass ʿAlī (a.) nach dem Tod von Fāṭima al-Zahrāʾ(s) Abū Bakr die Treue schwor.[44] In den ersten Tagen als die Agenten von Saqīfa versuchten ihn zu zwingen, Abū Bakr den Treueid zu leisten, sagte ʿAlī (a.) zu ihnen: «Ich bin verdienstvoller als ihr für das Kalifat. Ich werde euch keinen Treueid leisten, sondern ihr seid es, die mir Treue schwören. Ihr habt das Kalifat von den Anṣār (Helfer) genommen. Ihr habt die nähere Beziehung zum Propheten Muhammad (s.) als Argument gegen sie angeführt und zu ihnen gesagt, weil ihr dem Propheten (s.) näher seid und zu seinen Verwandten gehört, so seid ihr verdienstvoller als sie für das Kalifat. Auf dieser Grundlage übergaben euch die Anṣār die Führung der Umma (Gemeinschaft). Ich weise euch auch auf den gleichen Vorzug und das gleiche Privileg hin, das heißt auf meine Nähe zum Propheten Muhammad (s.). Wenn ihr also Gottesfurcht besitzt, so benehmt euch fair und anständig gegen uns und akzeptiert das Gleiche für uns, was die Anṣār bei euch akzeptiert haben, ansonsten hättet ihr ein großes Unrecht begangen.»[45] Einigen Quellen zufolge hatte ʿAlī (a.) mit Abū Bakr sehr sanft aber ausführlich und explizit debattiert. Er verurteilte Abū Bakrs verletzende Tat im Fall von Saqīfa, weil er sein Recht auf die Nachfolge des Propheten (s.) missachtet hatte. Durch ʿAlīs Argumentation wurde bei Abū Bakr etwas bewirkt und fast hätte er ʿAlī (a.) als Nachfolger den Treueid geschworen; doch nach Rücksprache mit einigen seiner Begleiter, weigerte er sich, dies zu tun. [46] ʿAlī (a.) protestierte mehrmals und mit den unterschiedlichsten Worten gegen das Ereignis von Saqīfa und erinnerte an sein Recht auf die Nachfolge des Propheten (s.). Šaqšaqīa-Ḫuṭba (die Predigt von Šaqšaqīa) ist die berühmteste Predigt, in der er auf diesen Fall hindeutete. Zu Beginn dieser Rede sagte er: «Bei Gott, der Sohn von Abū Qaḥāfa (Abū Bakr) nahm das Kalifat an sich wie ein Hemd, obwohl er wusste, dass ich die Achse der Mühle bin; die Wissenschaft und die Tugenden fließen wie eine Flut aus meinem Brunnen und die Vögel können meinen Gipfel nicht erreichen.»[47] Einigen Quellen zufolge setzte ʿAlī (a.) nach dem Ereignis von Saqīfa Fāṭima al-Zahrāʾ(s.), die Tochter des Propheten (s.), auf ein Pferd und brachte sie zu den Häusern der Anṣār (Helfer).Sie bat diese um Hilfe, doch die Antwort, die sie erhielten war: «O, Tochter des Propheten! Wir haben Abū Bakr den Treueid geschworen. Wäre ʿAlī früher gekommen, hätten wir ihn nicht verlassen.» ʿAlī (a.) antwortete: «Sollte ich um das Kalifat streiten, während der Prophet (s.) noch nicht beigesetzt worden war? »[48][49]
Die Reaktion von Fāṭima al-Zahrāʾ(s.)
Nach dem Ereignis von Saqīfa machte Fāṭima al-Zahrāʾ(s.) heftig Opposition gegen die Ergebnisse dieses Rates und erklärte sie für eine Verletzung der Befehle des Propheten (s.). Ihr wichtigster Widerstand war die Rede, die sie hielt, als man ihr Haus belagerte und versuchte ihren Mann, ʿAlī (a.) zu zwingen, Abu Bakr den Treueid zu schwören.[50] Ein weiterer öffentlicher Widerspruch war die Ḫuṭba-Fadakiya (Fadakiya-Predigt), die sie in der Moschee von Medina hielt.[51]
Laut historischer Berichte: Als die Frauen der Muhāğirīn (Auswanderer) und der Anṣār (Helfer) zu Fāṭima (s.) kamen, um sie zu besuchen, erwähnte sie Saqīfa und bezeichnete es als eine Verletzung der Befehle des Propheten (s.) bezüglich seiner Nachfolge. In dieser Zeit lag sie krank zu Bett und verbrachte dort ihre letzten Lebenstage. Sie warnte die Frauen ernsthaft vor den Verlusten, die dem Islam in Zukunft drohen würden.[52][53]
Die Ergebnisse der Veranstaltung von Saqīfa
Einige Gelehrte sehen in vielen historischen Ereignissen, die nach dem Tode des Gesandten Allahs (s.) geschahen, die Ergebnisse der Veranstaltung von Saqīfa. Die wichtigsten davon sind folgende:
• Imam ʿAlī (a.) sollte zum Treueid gezwungen werden, was zum Angriff auf das Haus von Fāṭima al-Zahrāʾ(s), dessen Belagerung und letztendlich zu ihrem Märtyrertod führte.[54]
• Konfiszierung von Fadak: Einige Historiker sind der Meinung, dass die Beschlagnahme des Eigentums (Fadak) von Fāṭima al-Zahrāʾ(s.) nach dem Ereignis von Saqīfa gezielt geplant war und auf einen wirtschaftlichen Kampf gegen die Ahl al-Bait hinwies. Diese Maßnahme festigte sowohl die Regierungsgrundlagen der ersten Kalifen, wie sie auch verhinderte, dass sich die Familie des Propheten (s.) ihnen in den Weg stellen konnte.[55]
• Das Ereignis von ʿĀšūrā (Aschura): Einige behaupten, die Richtungsänderung in der Bestimmung des Nachfolgers des Propheten (s.) am Tag von Saqīfa verursachte, dass die Wahl des Kalifen keinem Gesetz mehr zu folgen brauchte. Deshalb wurde der muslimische Kalif einmal unter den Kontroversen zwischen den Anṣār (Helfer) und einigen Persönlichkeiten der Quraiš gewählt, einmal durch das Vermächtnis der ersten Kalifen, einmal durch einen sechsköpfigen Rat und ein weiteres Mal durch Muʿāwias Druck auf das Volk, um für seinen Sohn Yazīd den Treueid zu erhalten. Letztendlich war Yazīd die Ursache für das Desaster von ʿĀšūrā (Aschura).[56]
Fußnoten
- ↑ Yāqūt Ḥimawī, Muʿğam al-Buldān, B.3, S.228-229
- ↑ Rağabī Dawānī, Analyse des Ereignisses von Saqīfa mit Annäherung an die Nahğ al-Balāġa, 1393 / 2015, S.80
- ↑ Madlung, die Nachfolge des Propheten Muhammad (s.), 1377 / 1999, S.47
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.22
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.22
- ↑ Ibn Aṯīr, al-Kāmil fi al-Tārīḫ, B.2, S.327
- ↑ Ibn Aṯīr, al-Kāmil fi al-Tārīḫ, B.2, S.325
- ↑ Ṭabarī, Tārīḫ al-Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa l-Mulūk, 1387 / 1967, B.3, S.206
- ↑ Ṭabarī, Tārīḫ al-Ṭabarī, Tārīḫ al-Umam wa l-Mulūk, 1387 / 1967, B.3, S.206
- ↑ Ibn Aṯīr, al-Kāmil fi al-Tārīḫ, B.2, S.327
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.27
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.22
- ↑ Ṭabarī, Tārīḫ al-Ṭabarī, 1387 / 1967, B.3, S.202
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.25
- ↑ Zamaḫšarī, al-Fāʾiq fī Ġarīb al-Ḥadīṯ, Dār al-Kutub al-ʿIlmiya, B.3, S.73
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.25
- ↑ Yaʿqūbī, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, B.2, S.123
- ↑ Ṭabarī, Tārīḫ al-Ṭabarī, 1387 / 1967, B.3, S.202
- ↑ Yaʿqūbī, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, B.2, S.123
- ↑ Yaʿqūbī, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, B.2, S.123
- ↑ Madlung, die Nachfolge des Propheten Muhammad (s.), 1377 / 1999, S.52-53
- ↑ Ibn Hišām, al-Sīra al-Nabawīya, Dār al-Maʿrifa, B.2, S.660
- ↑ Bilā Ḏirī, Ansāb al-Ašrāf, Aʿlamī, B.1, S.567
- ↑ Madlung, Wilfrid, die Nachfolge des Propheten Muhammad (s.), 1377 / 1999, S.52-53
- ↑ ʿAbd al-Maqṣūd, al-Saqīfa wa l-Ḫalāfa, 1427 / 2006, S.317
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.21-26
- ↑ Baiḍūn, Ethik von Imam ʿAlī (a.), 1379 / 2001, S.29-30
- ↑ Muẓaffar, al-Saqīfa, 1415 / 1994, S.95-97
- ↑ Ibn Kaṯīr, al-Bidāya wa l-Nihāya, 1408 / 1988, B.5, S.265
- ↑ Yaʿqūbī, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, B.2, S.124
- ↑ Yaʿqūbī, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, B.2, S.124
- ↑ Ğowharī Baṣrī, al-Saqīfa wa Fadak, Maktaba Niynawa l-Ḥadīṯa, S.42
- ↑ Ğowharī Baṣrī, al-Saqīfa wa Fadak, Maktaba Niynawa l-Ḥadīṯa, S.62
- ↑ Yaʿqūbī, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, B.2, S.171
- ↑ ʿAskarī, Saqīfa, Untersuchung der Regierungsbildung nach dem Tod des Propheten (s.), 1387 / 2009, S.76
- ↑ Ṭabarī, Tārīḫ al-Ṭabarī, 1387 / 1967, B.3, S.205
- ↑ Bilā Ḏirī, Ansāb al-Ašrāf, Institut al-Aʿlamī li l-Maṭbūʿāt, B.1, S.581
- ↑ Ḏahabī, Tārīḫ al-Islam wa wafīyāt al-Mašāhīr wa l-Aʿlām, Dār al-Kitāb al-ʿArabī, B.3, S.8
- ↑ Muqaddasī, al-Badʾ wa l-Tārīḫ, Maktaba al-Ṯaqāfa al-Dīnī, B.5, S.190
- ↑ Ğowharī Baṣrī, al-Saqīfa wa Fadak, Maktaba Niynawa l-Ḥadīṯa, S.37
- ↑ Ibn Abī al-Ḥadīd, ein Kommentar zu Nahğ al-Balāġa, Maktaba Āyat Allah al-Marʿaš ī, B.6, S.17
- ↑ Naṣr ibn Muzāḥim, Waqʿat al-Ṣiffīn, Maktaba Āyat Allah al-Marʿaš ī al-Nağafī, S.119-120
- ↑ Mufīd, al-Fuṣūl al-Muḫtāra min al-ʿUyūn wa l-Maḥāsin, Qum, S.56
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.30-31
- ↑ Ibn Abī al-Ḥadīd, ein Kommentar zu Nahğ al-Balāġa, Maktaba Āyat Allah al-Marʿašī, B.6, S.11
- ↑ S. Ṭabarsī, al-Iḥtiğāğ, Verlag al-Murtaḍā, B.1, S.115-130
- ↑ Ibn Abī al-Ḥadīd, ein Kommentar zur Nahğ al-Balāġa, Maktaba Āyat Allah al-Marʿašī, B.1, S.151
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.29-30
- ↑ Ibn Abī al-Ḥadīd, ein Kommentar zur Nahğ al-Balāġa, Maktaba Āyat Allah al-Marʿašī, B.6, S.13
- ↑ Ibn Qutaiba, al-Imāma wa l-Sīyāsa, 1410 / 1990, B.1, S.30-31
- ↑ Tīğānī, Muʾtamir al-Saqīfa, 1424 / 2003, B.1, S.75
- ↑ Ibn Abī al-Ḥadīd, ein Kommentar zu Nahğ al-Balāġa, Maktaba Āyat Allah al-Marʿašī, B.16, S.433-434
- ↑ Irbalī, Kašf al-Ġumma, 1381 / 1961, B.1, S.492
- ↑ Ibn Šahr Āšūb, al-Manāqib, ʿAllāma, B.2, S.206
- ↑ ʿAskarī, Saqīfa, Untersuchung der Regierungsbildung nach dem Tode des Propheten (s.), 1387 / 2009, S.115
- ↑ Dāwūdī und Rustam Nižād, Āšūrā, Ursprünge, Motive, Ereignisse und Konzequenzen, 1388 / 2010, S.115-126
Inhaltsverzeichnis
• Ibn Abī al-Ḥadīd, ʿAbd al-Ḥamīd ibn Hibat Allah, ein Kommentar zur Nahğ al-Balāġa, Kodifizierung: Šarīf al-Raḍī, Muḥammad ibn al-Ḥussain, Forscher: Ibrāhīm, Muḥammad Aba al-Faḍl, Maktaba Āyat Allah al-Marʿašī al-Nağsfī, Qum, Iran. • Ibn Aṯīr, ʿAlī ibn Muḥammad, al-Kāmil fi al-Tārīḫ, Bairūt, Libanon.
• Ibn Šahr Āšūb, Muḥammad ibn ʿAlī, al-Manāqib, Korrektur: Rasūl Hāšimī, Muḥammad Ḥussain Āštiānī, ʿAllāma, Qum, Iran.
• Ibn Qutaiba, ʿAbd Allah ibn Muslim, al-Imāma wa l-Sīyāsa, Forscher: Šīrī, ʿAlī, Dār al-Aḍwāʾ, Bairūt, Libanon, 1410 / 1990.
• Ibn Kaṯīr, al-Bidāya wa l-Nihāya, Ismāʿīl ibn ʿUmar, Forscher: ʿAlī Šīrī, Dār al-Iḥyāʾ al-Turāṯ al-ʿArabī, Bairūt, Libanon, 1408 / 1988.
• Irbilī, ʿAlī ibn ʿIīsā, Kašf al-Ġumma, Forscher: Sayyid Hāšim Rasūlī Maḥallātī, Maktaba Banī Hāšimī, Tabriz, Iran, 1381 / 1961.
• Āqā Bozorg Tehrānī, Muḥammad Muḥsin, al-Ḏarīʿa ilā Taṣānīf al-Schiʿa, Kodifizierung: Aḥmad ibn Muḥammad al-Ḥussainī, Dār al-Aḍwāʾ, Bairūt, Libanon.
• Bilā Ḏarī, Aḥmad ibn Yaḥyā, Ansāb al-Ašrāf, Forscher: Muḥammad , Bāqir al-Maḥmūdī, Iḥsān ʿAbbās, ʿAbd al-ʿAzīz Dowrī, Muḥammad Ḥamīd Allah, Institut al-Aʿlamī li al-Maṭbūʿāt, Bairūt, Libanon.
• Baiḍūn, Ibrāhīm, Ethik von Imam ʿAlī (a.), Übersetzung: ʿAlī ʿAṣġar Muḥammadī Seyğānī, Verlag für islamische Kultur, Teheran, Iran, 1379 / 2001.
• Tīğānī, Muḥammad, Muʾtamir al-Saqīfa, Institut al-Fağr, London, Britanien, 1424 / 2003.
• Ḥimawī, Yāqūt ibn ʿAbd Allah, Muʿğam al-Buldān, Bairūt, Libanon, 1995.
• Ğowharī Baṣrī, Aḥmad ibn ʿAbd al-ʿAzīz, al-Saqīfa wa Fadak, Forscher: Amīnī, Muḥammad Hādī, Maktaba Niynawa l-Ḥadīṯa, Teheran, Iran.
• Ḏahabī, Muḥammad ibn Aḥmad, Tārīḫ al-Islam wa wafīyāt al-Mašāhīr wa l-Aʿlām, Forscher: Tadmarī, ʿUmar ʿAbd al-Salām, Dār al-Kitāb al-ʿArabī, Bairūt, Libanon
• Zamaḫšarī, Maḥmūd ibn ʿUmar, al-Fāʾiq fī Ġarīb al-Ḥadīṯ, Dār al-Kutub al-ʿIlmīyya, Manšūrāt, Muḥammad ʿAlī Baiḍūn, Bairūt, Libanon.
• Ṭabarī, Muḥammad ibn Ğarīr, Tārīḫ al-Ṭabarī: Tārīḫ al-Umam wa l-Mulūk, Forscher: Ibrāhīm, Muḥammad Aba al-Faḍl, Dār al-Turāṯ, Bairūt, Libanon, 1387 / 1967.
• ʿAbd al-Maqṣūd, ʿAbd al-Fattāḥ, al-Saqīfa wa l- Ḫalāfa, Dār al-Maḥğat al-Baiḍāʾ, Bairūt, Libanon, 1427 / 2006.
• ʿAskarī, Murtaḍā, Saqīfa: Untersuchung der Regierungsbildung nach dem Tod des Propheten (s.), anhand der Forschungen von: Daštī, Mahdī, Fakultät Uṣūl al-Dīn, Qim, Iran, 1387 / 2009.
• Madlung, Wilfrid, Nachfolge des Propheten Muḥammad (Friede sei mit ihm), Übersetzung: Aḥmad Namāʾī, Muḥammad Ğawād Mahdawī, Ğawād Qāsimī, Ḥeydar Reḍā Ḍābiṭ, Islamische Forschungseinrichtung von Astan Quds Razawi, Maschhad, Iran, 1377 / 1999.
• Muẓaffar, Muḥammad Reḍā, al-Saqīfa, Einführung: Maḥmūd Muẓaffar, Institut Anṣāriān li al-Ṭabāʿa wa l-Našr, Qumm, Iran, 1415 / 1994.
• Muʿayyir, Zībā und Ḥussain Muftaḫarī; Ṣādiq Āʾīne wand; ʿAlī Rağablū, «Untersuchung der Auswirkungen der Entsendung von Usāma-Truppen auf die politische Beteiligung der Auswanderer- und Helfer-Eliten in Saqīfa zur Stabilisierung des Kalifats», Studien zur islamischen Geschichte, N.17, 5.Jahr, Sommer 1392 / 2014.
• Muqaddasī, Muṭahhar ibn Ṭāhir, al-Badʾ wa l-Tārīḫ, Maktaba al-Ṯaqāfa al-Dīnī, Bītā.
• Naṣr ibn Muzāḥim, Waqʿat al-Ṣiffīn, Maktaba Āyat Allah al-Marʿaš ī al-Nağafī, Qum, Iran, 1404 / 1984.
• Nayyir Tabrīzī, Diwan Ātaškada, Buchhandlung Hātif, Tabrīz, Iran, 1319 / 1941.
• Yaʿqūbī, Aḥmad ibn Isḥāq, Tārīḫ al-Yaʿqūbī, Bairūt, Libanon.
• Ṭabarsī, Aḥmad ibn ʿAlī, al-Iḥtiğāğ, Korrektor: Mūsawī Ḫarsān, Muḥammad Bāqir, Verlag al-Murtaḍā, Heilige Maschhad, Iran.