Fāṭima az-Zahrāʾ(s.)

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Fāṭima bt. Muḥammad (arabisch: فاطمة بنت محمد), bekannt als Zahrāʾ, war die Tochter des Propheten (s.) und Frau Khadija (a.), Imam ʿAlīs Frau und eine von fünf Mitgliedern von Ahl al-Kisaʾ. Nach den Imamiten ist sie eine der 14 Unfehlbaren und die Mutter von Imam al-Ḥasan (a.), Imam al-Ḥusain (a.) und Frau Zainab (a.). Sie war die einzige Frau, die den Propheten (s.) im Ereignis von Mubahala (Ritual der gegenseitigen Verfluchung, im Sinne eines Gottesurteils, um die Wahrheit zu erkennen ) mit den Christen von Nağrān begleitete.

Anlässlich von Saqīfa versprach sie Abū Bakr keine Treue (Baiʿa) und sträubte sich dagegen. Nach der Konfiszierung von Fadak und der gewaltsamen Verweigerung von Imam ʿAlīs Recht, Kalif zu werden, predigte sie in al-Masğid al-Nabī, die als al-Ḫuṭba al-Fadakīyya (die Predigt von Fadakīyya) bekannt ist. Sie wurde nach dem Angriff von Pro-Abū-Bakr-Kräften auf ihr Haus verwundet und verstarb kurz nach dem Tod des Propheten (s.) in Ğumādi aṯ-Ṯānī 3, 11 / August 29, 632 in Medina. Sie wurde nachts im Geheimen begraben und ihr Grab wurde nie gefunden. Die Schiiten betrachten Fāṭima (a.) als ihr Vorbild. Sie hat einen besonderen Status unter ihnen. Daher, trauern sie um sie an ihrem Todestag, der Ayyam Fāṭimiyya genannt wird. Im Iran wurde der Jahrestag ihrer Geburt zum Muttertag erklärt.

Name und Abstammung

Fāṭima war die Tochter des Propheten (s.) des Islam, Muḥammad b. ʿAbd Allah (s.) und Ḫadīğa bt. Ḫuwailid. Fāṭima (a.) hatte mehrere Titel – rund 30 Titel – wie al-Zahrāʾ, al-Ṣiddīqa, al-Ṭahira, al-Rāḍīyya, al-Marḍīyya, al-Mubāraka, al-Batūl, Sayyidat Nisaʾ al-ʿAlamīn usw. Unter diesen Titeln ist al-Zahrāʾ der berühmteste, der manchmal ihrem Namen (Fāṭima al-Zahrāʾ) beigefügt wird. Wörtlich bedeutet al-Zahrāʾ „leuchtend“, „strahlend“ und „hell“. Sie hatte auch mehrere Beinamen Kunyas. Die berühmtesten davon sind: Umm Abīhā, Umm al-Aʾimma, Umm al-Ḥasan, Umm al-Ḥusain und Umm al-Muḥsin.

Biografie

Frühe Lebensjahre

Fāṭima (a.) war das vierte, oder auf der Grundlage einiger anderer Berichte, das fünfte Kind des Propheten (s.), und ihre Mutter war die erste Frau des Propheten (s.). Historiker sind einhellig der Meinung, dass Fatima in Mekka in Ḫadīğas Haus geboren wurde. Nach den schiitischen Quellen war ihre Geburt am 20. Ğumādi aṯ-Ṯānī. In schiitischen und sunnitischen Quellen gibt es verschiedene Berichte über ihren Geburtstag. Nach allgemeinen schiitischen Glauben wurde sie im fünften Jahr von Biṯa geboren. Šaiḫ al-Mufīd und al-Kaf ʿamī gehen davon aus, dass sie im zweiten Jahr von Biṯa geboren wurde. Die Sunniten jedoch glauben, dass sie fünf Jahre vor Biṯa / 605 geboren wurde, im Jahr, in dem die Kaʿba wieder aufgebaut wurde. Der Mangel an detaillierten Berichten über ihre Kindheit und Adoleszenz hat es schwer gemacht, ein klares Bild von ihrem Leben zu bekommen. Den historischen Berichten zufolge war Fāṭima (a.) nach der Verkündigung des Propheten (s.) Zeugin der Belästigung, die der Prophet (s.) von den Infiedalen erlitten hat. Außerdem hat sie drei Jahre ihres Lebens in Šiʿb Abī Ṭalīb verbracht, und hat unter dem sozialen und ökonomischen Druck der Ungläubigen gegen die Banī Hašīm und die Anhänger des Propheten (s.) des Islam gelitten. Als Kind hat sie ihre Mutter, Ḫadīğa, verloren. Die wichtigsten Ereignisse ihres Lebens waren die Entscheidung des Quraiš, den Propheten (s.) zu töten, die Nachtflucht des Propheten aus Mekka und seine Migration nach Medina sowie ihre Migration nach Madina zusammen mit ʿAli (a.) und einigen anderen Frauen.

Heiratsantrag und Heirat

Fāṭima (a.) hatte viele Freier, darunter waren viele berühmten Gefährten des Propheten (s.) wie Abū Bakr, ʿUmar, und ʿAbd al-Raḥmān b. ʿAwf. Doch der Prophet (s.) lehnte sie alle ab mit der Begründung, dass Fāṭima (a.) sehr jung war. Darüber hinaus baten einige der Muhağirūn den Propheten (s.) um ihre Hand, aber er sagte ihnen: „Gott ist verantwortlich für ihre Ehe und sonst niemand. Ich warte auf Gottes Entscheidung für sie.“ Als dann aber ʿAli (a.) die Eheschließung vorgeschlagen hatte, akzeptierte der Prophet (s.) sofort seinen Vorschlag. Fāṭima (a.) heiratete Imam ʿAli (a.) in 2/623 in Medina. Imam ʿAli (a.) verkaufte seine Rüstung und gab dem Propheten (s.) etwa 400 Dirham als Mahr (oder Ṣidāq, also eine bestimmte Menge Geld, Besitz, etc., das der Mann bei der Heirat einer Frau gewährt). Ohne den Betrag zu zählen, gab der Prophet (s.) einen kleinen Teil davon an Bilāl und bat ihn, Parfüm für Fāṭima (a.) zu kaufen. Den Rest davon gab er an Abū Bakr und bat ihn, alles vorzubereiten, was sie brauchen würde. Ihre Hochzeitszeremonie fand in der Moschee statt. Es gibt Meinungsverschiedenheiten über das genaue Datum. In den meisten Quellen soll die Hochzeitszeremonie im zweiten Jahr nach der Hiğra stattgefunden haben, nach der Schlacht von Badr in Šawwāl oder Ḏu al-Ḥağa.

Das Ehelenben mit Ali (a.)

In den historischen Quellen wird erwähnt, dass Fāṭima (a.) ʿAli (a.) auch im Beisein des Propheten (s.) mit Zuneigung und Liebe behandelte und ihn als den besten Ehemann und den richtigen Partner betrachtete. Fāṭima (a.) zeichnete sich auch dadurch aus, dass sie ʿAli (a.) respektierte. Es wird berichtet, dass sie ihn zu Hause mit liebevollen Worten anredete. Die erste Periode des Ehelebens von ʿAli (a.) und Fāṭima (a.) war voller ökonomischer Probleme, so sehr, dass sie zuweilen kein Essen für al-Ḥasan und al-Ḥusain finden konnten. Allerdings beschwerte sich Fatima nie, sondern arbeitete im Gegenteil, manchmal (als Spinnerin), um ihrem Mann zu helfen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Fāṭima (a.) zog es vor, die Hausarbeit selbst zu machen und ʿAli (a.) die Arbeiten außerhalb des Hauses zu überzulassen. Während der Zeit, in der sie ein von dem Propheten (s.) geschicktes Hausmädchen hatte, um ihr bei der Hausarbeit zu helfen, überließ sie ihr nicht alles, sondern machte lieber die Hälfte der Arbeit selbst.

Kinder

Die schiitischen sowie die sunnitischen Quellen stimmen einstimmig zu, dass Fāṭima (a.) vier Kinder hatte: al-Ḥasan, al-Ḥusain, Zainab und Umm Kulṭūm. In einigen schiitischen und sunnitischen Quellen wird ein anderer Sohn namens Muḥsin erwähnt, der tot auf die Welt kam. Während der Vorfälle, die ihr nach dem Tod des Propheten widerfahren sind, hatte Fatima eine Fehlgeburt.


Lebensstil

Zufriedenheit und Einfachheit des Lebens

Fāṭima (a.) war mit einfacher Kleidung und Nahrung zufrieden. Sie lebte ein hartes Leben und tat alle Hausarbeiten, wie z. B. den Eimer Wasser aus dem Brunnen zu heben, das Haus zu fegen, Mais oder Weizen zu mahlen und sich um die Kinder zu kümmern.

Mit ihrem Ehemann

Es wird berichtet, dass, der Prophet (s.), als er in Fāṭima (a.) und ʿAlīs (a.) Haus kam [zum ersten Mal nach ihrer Heirat], fragte Fāṭima (a.): „Wie findest du deinen Mann?“ Sie antwortete: „Er ist der beste Ehemann.“ ... Dann riet er ʿAlī (a.), sich um Fāṭima (a.) zu kümmern, und er riet Fāṭima (a.), für ihn zu sorgen.

Mit ihrem Vater

Nach der Schlacht von Uḥud wurde ihr mitgeteilt, dass ihr Vater verletzt worden war. Sie und eine Gruppe von Frauen nahmen Wasser und Essen und gingen auf das Schlachtfeld. Die Frauen gaben den Verletzten Wasser und verbanden ihre Wunden, während sie zum Propheten ging. Sein Gesicht war von einem Stein getroffen worden, der eine schwere Blutung verursacht hatte. Sie wusch die Wunde, aber die Blutung hörte nicht auf. So verbrannte sie ein Stück Korbweide und legte die Asche auf die Wunde, um diese vor dem Ausbluten zu schützen. In dieser Schlacht wurden Ḥamza, der väterliche Onkel des Propheten (s.), und mehr als 70 Muslime gemartert. Nach al-Wāqidī, ging Fāṭima (a.) nach der Schlacht alle zwei oder drei Tage zu ihren Gräbern in Uḥud, trauerte an ihren Gräbern und betete für die Verstorbenen.

Wegen der großen Betreuung ihres Vaters wurde sie mit dem Titel "Umm Abiha", beziehungsweise "Mutter ihres Vaters", betitelt.

Ihre Tugenden

Unfehlbarkeit

Nach schiitischen Überzeugungen ist Fāṭima al-Zahrāʾ(s.) die einzige unfehlbare Frau unter den großen Figuren des Islam. So ist sie ein perfektes Vorbild für andere Muslime. In seinem Musnad zitierte Aḥmad b. Ḥanbal den Propheten (s.), der das Wort "Ahl al-Bait" im Taṭhīr-Vers ("Gott möchte ja die Unreinheit von euch nehmen, "ihr Leute des Hauses", und euch ganz und gar reinigen." (33:33)) auf Fāṭima (a.) und ihre beiden Söhne bezieht. Im Kapitel "Verdienst der Gefährten" (Faḍāʾil al-Saḥāba) erzählt er, dass der Prophet (s.) auf dem Weg zum Morgengebet sechs Monate lang jeden Tag vor dem Haus von Fāṭima (a.) stehenblieb und sagte: "O, Ahl Al-Bait! Gebet! Gebet! [Und dann rezitierte den Taṭhīr-Vers]. Die Schiiten glauben, dass dieser Vers die Unfehlbarkeit der Fünf (der Prophet (s.), Imam 'Ali (a.), Fāṭima al-Zahrāʾ(s.), Imam al-Ḥasan (a.) und Imam al-Ḥusain (a.)) erweist.

Anbetung

Imam al-Ṣadiq (a.) berichtete von seinen Vätern durch Imam al-Ḥasan al-Muğtaba (a.): „Meine Mutter blieb alle Nächte des Abends in ihrem Miḥrab für die Anbetung auf.“ Al- Ḥasan al-Baṣrī, ein sunnitischer Gelehrte, sagt: „In dieser Umma betete niemand so viel wie Fāṭima (a.). Sie stand für Salat so sehr auf, dass ihre Füße geschwollen waren.“ Tasbīḥ von Frau Fāṭima (a.) ist einer der berühmtesten Dhikrs, der in einem authentischen Buch von Schi'a und Sunni verzeichnet wurde. Dieser Dhikr ist einer der wichtigsten und gemeinsamen Riten nach den täglichen Gebeten. Es besteht aus 34 maligem ‚Allah Akbar‘ (Allah ist der Größte), 33 maligem ‚al-Hamd li-Allah‘ (alles Lob gehört Allah) und 33 maligem ‚Subhan Allah‘ (Erhabener Allah). Darüber hinaus hat Sayyid b. Ṭāwūs einige Bittgebete von ihr zitiert, die nach den täglichen Gebeten gelesen werden sollen. Einige andere Bittgebete, in denen um Hilfe bei Problemen gebete wurde, werden ihr auch zugeschrieben.

Selbstlosigkeit

Imam al-Ḥusain (a.) sagt: „Meine Mutter blieb alle Freitagabend in ihrem Mihrab für die Anbetung auf, und als sie beten wollte, betete sie für andere Muslime, aber nicht für sich selbst.“ Einmal fragte ich sie: „O, Mutter! Warum beten Sie nicht für sich selbst, wie Sie es für andere tun?“ Sie sagte: „O, mein Sohn! Der Nachbar zuerst, dann das Haus.“ (der Nachbar ist wichtiger als du selbst). Auch wurde berichtet, dass sie ihre neuen Kleider weggab und ihre alten Kleider trug, als eine arme Frau sie um Hilfe bei ihrer Hochzeit bat.

Sure al-Kawṯar

Vielen schiitischen Exegeten zufolge bezieht sich das Wort "kawṯar" (dh "reichlich gut") im ersten Vers dieser Sure auf Fāṭima (a.). Sie behaupteten, dass diese Sure in Bezug auf Ungläubige offenbart wurde, die Muḥammeds Prophetentum in Frage stellten, weil er keine Nachkommen hatte. Doch die Nachkommenschaft des Propheten (s.) bestand in seiner Tochter und in den 11 Unfehlbaren Imamen.

Mubahala

Im Ereignis von Mubahala (Ritual der gegenseitigen Verfluchung, im Sinne eines Gottesurteils, um die Wahrheit zu erkennen ) zwischen dem Propheten und den Christen von Nağrān war Fāṭima (a.) die einzige Frau und eine der vier Personen, die den Propheten (s.) begleiteten. Da es nur vier Personen gab, wird die Teilnahme an diesem Ereignis von den Muslimen als ein großer Verdienst betrachtet. Der Vers 160 von Sure Al 'Imran (III) wurde in Bezug auf dieses Ereignis offenbart.

Göttliches Glück und Wut

In verschiedenen schiitischen und sunnitischen Quellen wurde der Prophet (s.) zitiert, wie er zu Fāṭima (a.) sagte: "In der Tat wird Gott von deinem Zorn erzürnt und durch dein Glück glücklich." Der Prophet (s.) wird auch mit den Worten zitiert: "O, Fāṭima (a.)! Bist du nicht glücklich, die Herrin aller Frauen aller Welten, und die Herrin aller Frauen dieser Nation, und die Herrin aller frommen Frauen zu sein?" Der Titel “Herrin aller Frauen aller Welten” (Sayyidat Nisa al-ʿAlamin) wurde ihr vom Propheten gegeben. Auch Imam ʿAli (a.) verwendete diesem Titel bei ihrer Beerdigung.

Muhaddaṯa

Es gibt mehrere Hadīthe, die besagen, dass Fāṭima (a.) von Engeln angesprochen wurde. Sie wurde als Muhaddaṯa betitelt (das bedeutet “von Engeln angesprochen”), weil die Engel nach dem Tod des Propheten (s.) sie ansprachen, um sie zu trösten und ihr von den zukünftigen Ereignissen berichteten, die den Nachkommen des Propheten (s.) widerfahren werden. Diese Visionen wurden von Imam 'Ali (a.) unter dem Titel "Muṣḥaf von Fāṭima (a.)" zusammengestellt. Nach Al-Šaiḫ al-Ṣaduq hat Imam al-Ṣadiq (a.) Fāṭima (a.) als Muhaddaṯa betitelt, weil die Engel zu ihr hinabgesandt wurden und mit ihr wie mit Maria sprachen.

Nach dem Tod des Propheten (s.)

Trotz der Liebe des Propheten (s.) für Fāṭima (a.) und seiner Würdingung ihrer Verdienste ging sie nach dem Tod des Propheten (s.) durch sehr harte Zeiten, die schließlich zu ihrem Martyrium führten.


Politische Haltung und politisches Engagement

Konfiszierung von Fadak

Nach dem Tod des Propheten (s.) übernahm Abū Bakr das Kalifat und befahl die Konfiszierung des Erbes des Propheten (einschließlich dessen, was er seinen Kindern während seines Lebens gegeben hatte). Fāṭima (a.) sagte, dass sie die Tochter des Propheten sei und wie jede andere Tochter stehe ihr das Erbe ihres Vaters zu. Abū Bakr erwiderte: "Ich habe den Gesandten Gottes sagen hören, dass die Propheten nicht das Erbe, sondern nur die Nächstenliebe hinterlassen" Fāṭima (a.) war verwirrt und schockiert, als sie das hörte. Sie fragte sich, wie der Prophet dies sagen konnte, während sie, seine Erbin, oder ʿAli (a.), sein Schwiegersohn und die Person, die ihm am nächsten stand, davon nichts wusste. So leistete Fāṭima (a.) Widerstand gegen den Kalifen und hielt eine Predigt in al-Masğid al-Nabawī vor Muhağirūn und Anṣar. Durch die Zitierung von Versen aus dem Koran über die Kinder bzw. Nachkommen des Propheten (s.), die von ihren Vätern beerbt wurden, hat sie Abū Bakrs Meinung und Entscheidung verurteilt. Nach ausdrücklichem Zeugnis der Schi'a und von einigen sunnitischen Gelehrten gab der Prophet (s.) Fāṭima (a.) das Fadak während seines Lebens, nach der Offenbarung des Verses "und gib den Verwandten ihr Recht". (Sura al-Israʾ: 26)

Wut auf Abū Bakr und 'Umar

Dem Bericht von Saḥiḥ Buḫrī zufolge war Fāṭima (a.) über Abū Bakr erzürnt, als er ihr berichtet hatte, dass der Prophet (s) ihr nicht das Erbe, sondern nur die Nächstenliebe hinterlassen wollte. Bis zum Ende ihres Lebens hat sie nicht mehr mit ihm gesprochen. Ibn Qutayba schreibt: "Nachdem Fāṭima (a.) auf sie wütend wurde, kamen Abū Bakr und ʿUmar zu ihrem Haus, um sich bei ihr zu entschuldigen. Aber als sie um die Erlaubnis baten, das Haus zu betreten, ließ Fāṭima (a.) sie nicht herein. Also gingen sie zu ʿAli (a.) und fragten ihn um Hilfe. ʿAli (a.) brachte sie zum Haus von Fāṭima (a.), aber sie wendete ihr Gesicht von ihnen ab und antwortete nicht auf ihren Gruß. Nachdem Abū Bakr gesprochen hatte, fragte Fāṭima (a.): "Wenn ich Ihnen einen Hadith des Propheten (s.) zitiere, würden Sie das anerkennen und entsprechend handeln?" Sie antworteten: "Ja." Fāṭima (a.) sagte: "Bei Gott, haben Sie nicht gehört, dass der Prophet sagte: 'Fāṭimas (a.) Glück ist mein Glück und Fāṭimas (a.)Zorn ist mein Zorn. Wenn also jemand Fāṭima (a.), meine Tochter, mag, dann ist es, als ob er / sie mich mag, und wenn jemand Fāṭima (a.) glücklich macht, dann ist es so, als ob er mich glücklich macht, und wenn jemand Fāṭima (a.) wütend macht, dann ist es so, als ob er mich wütend macht?'". Sie antworteten: "Ja, das haben wir vom Gesandten Gottes gehört". So sagte Fāṭima (a.): "Ich rufe Gott und seine Engel als Zeugen an, dass Sie beide mich wütend gemacht haben und nicht glücklich. Und wenn ich den Propheten (s.) wiedersehe, werde ich mich über Sie beschweren." Abū Bakr fing an zu reden, aber Fāṭima (a.) fuhr fort und sprach zu ihm: "Bei Gott werde ich Sie nach jedem Gebet verfluchen."

Martyrium und Beerdigung

Nach historischen Aufzeichnungen war Fāṭima (a.) vor dem Tod ihres Vaters nicht krank. Unter den Ereignissen, die nach dem Tod des Propheten (s.) stattfanden, litt sie aber geistig und körperlich sehr und wurde krank.

Datum des Martyriums

Es gibt einen Konsens zwischen den schiitischen und sunnitischen historischen Quellen, dass Fāṭima (a.) im Jahr 11/632 als Märtyrerin starb. Jedoch gibt es verschiedene Angaben zum Monat und Tag. Die Berichte variieren zwischen 24 Tagen und 8 Monaten nach dem Tod des Propheten. Die Mehrheit der Schi'a glaubt, dass sie noch 95 Tage nach dem Tod des Propheten gelebt hat. Danach wurde sie am Ğumada II 3 / 29. August -95 Tage nach Ṣafar 28 / 28. Mai – also nach dem Tag des Todes des Propheten (s.) gemartert.

Nächtliche Beerdigung

Die schiitischen Gelehrten sind einstimmig der Meinung, dass Fāṭimas (a.) Körper in der Nacht begraben wurde. Al-Ya'qubī sagt in seinem Geschichtsbuch, dass Fāṭima (a.) nachts begraben wurde und niemand außer Salmān, Abū Ḏar und (nach einem Bericht) ʿAmmār an ihrer Beerdigung teilnahm. Ibn Saʿd, ein sunnitischer Gelehrter und Historiker, hat einige Hadithen zitiert, worauf Fāṭima (a.) nachts von ʿAli begraben wurde. Auch Balaḏurī berichtete dies in zwei Hadithen über dieses Ereignis. Buḫārī schreibt: "Ihr Mann begrub sie nachts und ließ Abū Bakr nicht an ihrer Beerdigung teilnehmen."

Grabstätte

Als Folge ihrer Entscheidung, in der Nacht begraben zu werden, ist der Ort ihres Grabes unbekannt. In historischen und hadith-Büchern wurden einige Orte als ihr Grabesstätte erwähnt, aber niemand weiß genau, wo ihr Grab ist. Einige der wahrscheinlichen Orte sind:

  • Ihr eigenes Haus;
  • Ein Platz zwischen der Kanzel und dem Grab des Propheten;
  • Eine Ecke vonʿAqīls Grabkammer auf dem Friedhof Al-Baqi;
  • Ein unbekannter Ort auf dem Friedhof Al-Baqi.