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Entwurf:Friedensvertrag Hassan (a.)

Aus wikishia

Der Frieden von Imam Hasan (a.) war ein Friedensvertrag zwischen Imam Hasan al-Mujtaba (a.) und Muawiya im Jahr 41 n. H., der nach einem Krieg zwischen ihnen geschlossen wurde und zur erzwungenen Abdankung Imam Hasans (a.) vom Kalifat führte. Der Grund für diesen Krieg war Muawiyas Weigerung Imam Hasan (a.) als Kalifen der Muslime die Treue zu schwören. Historiker nannten folgende Gründe für Imam Hasans Zustimmung zum Frieden: Schwäche seiner Gefährten, Verrat seiner Kommandeure und Gefahr von den Khawarij. Historikern der Schia zufolge rief Imam Hussain (a.) nach Imam Hasan (a.) die Menschen zum Frieden auf und hielt dies für wichtiger als Krieg. Historischen Quellen zufolge umfassten die Bedingungen des Friedensabkommens die Einhaltung des Korans und der Tradition des Propheten Muhammad (s.), Nichtwahl eines Nachfolgers nach Muawiyas Tod, Verzicht auf Beleidigungen gegen Imam Ali (a.) und Schutz des Lebens der Schiiten. Nach dem Frieden äußerte eine Gruppe von Schiiten wie Sulayman ibn Surad al-Khuza'i und Hujar ibn Adi ihren Unmut und Unzufriedenheit. Einige nannten den Imam (a.) den «Mudhillu ul-Muminin» (arabisch: مُذِلُّ المؤمنین, deutsch: Demütiger der Gläubigen). Historischen Quellen zufolge hielt sich Mu'awiyah nicht an die Bestimmungen des Friedensvertrages und tötete zahlreiche Schiiten. Er ernannte außerdem seinen Sohn Yazid ibn Mu'awiyah zu seinem Nachfolger und scheute sich nicht Imam Ali (a.) zu beleidigen. Sunniten zitieren eine Überlieferung der Vorhersage des des Propheten (s.) über die Vereinigung der Muslime durch Imam Hasan (a.s.), betrachten ihn als Friedensstifter und loben ihn dafür, dass er den Frieden akzeptierte und den Bürgerkrieg beendete.

Wichtigkeit und Position

Der Friedensvertrag zwischen Imam Hasan (a.) und Muawiya gilt als das wichtigste und heikelste Ereignis im Leben von Imam Hasan (a.). Dieser Friedensvertrag führte zu seinem erzwungenen Rücktritt vom islamischen Kalifat und war Gegenstand zahlreicher Debatten und Kritik.[1] Laut Seyyed Ali Khamenei, Autor des Buches Insan 250 Sal (deutsch: 250 jähriger Mensch) ist der Friedensvertrag zwischen Imam Hasan (a.) Maßstab für politische und soziale Verhandlungen in der heutigen Welt.[2] Historikern zufolge verweigerte brach Muawia sämtliche Bedingungen des Friedensvertrags Zugeständnisse und erkannten ihn nicht als Kalif der Muslime an.[3] Doch dieser dem Imam (a.) aufgezwungene Friedensvertrag[4] führte dazu, dass das Kalifat von der Familie des Propheten (s.) auf die Umayyaden übertragen wurde.[5] Sunniten berufen sich auf eine Überlieferung von Imam Hasan (a.), der den Propheten (s.) über die Vereinigung der Muslime vorhersagte.[6] Sie betrachten ihn als Friedensstifter und loben ihn dafür, dass er Frieden mit Muawiyah schloss und den muslimischen Bürgerkrieg beendete.[7] In verschiedenen Quellen wird das Jahr des Friedens als „Jahr der Versammlung“ bezeichnet.[8]

Laut dem Historiker Baqir Sharif Qureshi gibt es Uneinigkeit über den Zeitpunkt des Friedensabkommens. Einige gaben Rabi' al-Awwal im Jahr 41 AH an, andere Rabi' ath-Thani und einige als Jumadi al-Ula.[9] Der Historiker Qureshi identifizierte unter Berufung auf zuverlässige Quellen den Ort des Friedensabkommens im Wohnbegiet und sagte, dass die Bedingungen des Friedensabkommens in Anwesenheit einer großen Gruppe aus dem Irak und Syrien verkündet und umgesetzt wurden.[10]

Sicht Imam Hussein(a.) über den Frieden

Einige sunnitische Quellen beschreiben Imam Hussein (a.) als Gegner des Friedens.[11] Schiitische Historiker wie Mahdi Pishvai und Rasool Jafarian hingegen sind der Ansicht, dass Imam Hussein (a.) Frieden dem Krieg vorzog und die Menschen aufrief Imam Hasan (a.) zu folgen. Er behielt diese Position bis zum Ende von Imam Hasans (a.) Leben und ebenfalls bis zehn oder elf Jahre nach dessen Märtyrertod.[12] Als extremistische Schiiten die Führung von Imam Hussein (a.) forderten riet er ihnen von Aufständen abzusehen.[13] Laut Seyyid Ali Khamenei, Autor des Buches Insan 250 Sal (deutsch: 250 jähriger Mensch) wurde Imam Hasans (a.) Frieden mit Unterstützung von Imam Hussein (a.) geschlossen. Selbst als Reaktion auf den Einspruch eines Gefährten von Imam Hasan (a.) verteidigte Imam Hussein (AS) diese Entscheidung entschieden. Daher kann nicht gesagt werden, dass dieser Frieden nicht geschlossen worden wäre, wenn Imam Hussein (a.) an Imam Hasans (AS) Stelle gewesen wäre.[14]

Vertragsbruch durch Muawia

Viele Quellen besagen, dass Muawiya sich nicht an die Bedingungen des Friedensvertrags hielt.[15] Laut dem Historiker al-Maqdisi aus dem 6. Jahrhundert zog Muawiya nach dem Friedensvertrag in Kufa ein und verkündete in einer Rede an das Volk: „Ich ziehe alle Bedingungen zurück, die ich stellte und breche alle Versprechen, die ich machte.“[16] Er tötete viele Schiiten von Imam Ali (a.), darunter Amr ibn Hamiq al-Khuza'i und Hajr ibn Adi,[17] und ernannte seinen Sohn Yazid ibn Muawiyah zu seinem Nachfolger.[18] Laut dem Historiker Ibn al-Athir aus dem 7. Jahrhundert zahlte Muawiya nicht einmal die Steuer von Darabgard, die Imam Hasan gemäß dem Friedensvertrag zustand.[19]

Laut Sayyid Mohsen Amin in Ayan al-Shi'a (Buch) befahl Muawiyah seinen Agenten ein Jahr nach dem Friedensvertrag jeden zu verurteilen, der die Tugenden Imam Alis (a.) und seiner Familie rühmte. Die Prediger verfluchten Ali (a.) und seine Familie auf den Kanzeln. Die Bevölkerung von Kufa litten sehr wegen der großen Zahl der Schiiten. Muawiyah beauftragte Ziyad ibn Sumayyah die Schiiten in Kufa und Basra durch Folter, Deportation und Tötung aus dem Irak zu vertreiben.[20]

Reaktionen auf den Friedensvertrag

Laut Baqir Sharif Qureshi in dem Buch Hayyah al-Imam al-Hasan bin Ali (a.) drückte eine Gruppe von Schiiten wie Sulayman ibn Surad und Hujr ibn Adi nach dem Friedensvertrag mit Imam Hasan (a.) ihr Bedauern und Unmut aus[21] und einige kritisierten den Imam (a.) gar und nannten ihn einen «مُذِلُّ المؤمنین» (arabisch: Mudhiau al-Muminin/ deutsch: Demütiger der Gläubigen).[22] Natürlich führte diese Unzufriedenheit, anders als bei den Khawarij, nicht zu praktischer Opposition gegen den Imam (a.).[23] Als Antwort auf Fragen und Einwände betonte der Imam (a.) die Notwendigkeit an dieser Entscheidung festzuhalten und nannte als Grund für seinen Friedensvertrag den gleichen wie den Grund für den Frieden von Hudaybiyyah und hielt die Weisheit dieser Aktion für ähnlich klug wie die Handlungen von Khidr (a.) im Zusammenhang mit der Reise zusammen mit [[Moses (a.)].[24]

Kontext der Annahme des Friedens

Laut dem Historiker Ibn A'tham al-Kufi aus dem vierten Jahrhundert n.H. schwor das irakische Volk nach dem Martyrium von Imam Ali (a.) Imam Hasan (a.) die Treue, doch der Imam (a.) lehnte die Annahme der Treue ab, es sei denn dieser ist bereit gegen jeden zu kämpfen gegen den er kämpfte und wenn er Frieden schloss würden Frieden schließen.[25] Nachdem diese Bedingung akzeptiert wurde, schloss er mit ihnen den Treuebund.[26]

Korrespondenz vor Beginn des Konflikts

Der Imam sendete zunächst Schreiben an Muawiya in denen er versuchte ihn zur Unterwerfung und Gehorsam zu bewegen.[27] Diese Schreiben waren jedoch erfolglos und nachdem Muawiya intrigierte brach er mit einer Armee auf um gegen den Imam (a.) zu kämpfen.[28] Laut dem Historiker Rasul Ja'farian wusste der Imam, dass Muawiya diesen Schreiben nicht nachgeben würde und es war ihm wichtig, dass diese Schreiben als historische Dokumente erhalten blieben.[29] Nachdem Muawiyas Armee aufgebrochen war schickte der Imam (a.) eine Armee von zwölftausend Mann unter dem Kommando von Ubaydullah ibn Abbas ibn Abdul Muttalib um Muawiya entgegenzutreten.[30]

Friedens-Gerüchte

Laut Dinwari, Historiker des dritten Jahrhunderts n. H., schickte Muawiya Abdullah ibn Amir mit einer Armee in die Stadt Anbar, um gegen Mada’in vorzurücken. Imam Hasan (a.), der die Situation beobachtete, zog selbst nach Mada’in.[31] Die Armee des Imams bestand aus aufrichtigen Schiiten, Khawarij, Weltliebenden, Opportunisten und einer Gruppe mit Stammesvorurteilen.[32] Als der Imam (a.) die Schwäche seiner Gefährten in der Stadt Sabat sah, lagerte er dort und hielt eine Predigt.[33] Laut Ja'farian erklärten alle Historiker, einschließlich Dinwari und Bal'adhari, dass die Predigten des Imam (a.) auf eine Art und Weise erfolgten die nach Frieden roch und dies veranlasste die Khawarij ihn anzugreifen und auf Distanz seiner Gefährten zu gehen.[34] Ja'farian weist diese Darstellung jedoch zurück und zitiert Ya'qubis Überlieferung.[35] Yaqubi schreibt, dass Muawiya Mughirah ibn Shu'bah und Abdullah ibn Amir sendete, um mit dem Imam (a.) über Frieden zu verhandeln. Nach ihrer Rückkehr verbreiteten sie jedoch ein Gerücht um die Khawarij auf zu hetzen, dass der Imam (a.) den Frieden akzeptiert habe und dieses Gerücht löste in der Armee und angesichts der Ereignisse in Mada'in Besorgnis aus.[36] Nach Sabat machte sich der Imam (a.s.) auf den Weg nach Mada’in, doch unterwegs wurde er von einem Khawarij mit einem Dolch am Bein verletzt und Imam Hasan (a.) betrat Mada’in schwer verwundet.[37]

Als Ubaydullah ibn Abbas Muawiyas Armee gegenüberstand, lockte Muawiyah Ubaydullah auf seine Seite, indem er Abd al-Rahman ibn Samurah schickte und fälschlicherweise behauptete Imam Hasan (a.) habe den Frieden akzeptiert, zusammen mit dem Versprechen großer Belohnungen.[38] Nach Ubaydullahs Abgang schloss sich der Großteil der irakischen Armee Muawiyah an[39] und Qais ibn Sa'd ibn Ubadah folgte Ubaydullah nach.[40] Ahmad ibn Abi Ya'qub, Historiker des dritten Jahrhunderts n.H., berichtete, dass Muawiya Leute zur Armee des Imams schickte, um das Gerücht zu verbreiten, Qais ibn Sa'd würde Frieden schließen und schickte Leute zu Qais' Armee, um das Gerücht zu verbreiten Imam Hasan (a.s.) hätte Frieden mit Muawiya geschlossen.[41] Sie verbreiteten auch in Mada'in falsche Nachrichten, dass der Kommandant des Imams (a.) Qays ibn Ubadah getötet worden sei, um die Armee des Imams (a.) zu destabilisieren.[42] Laut Ja'farian verbreitete Mu'awiya Gerüchte in Kufa, Sabat und auf dem Schlachtfeld und ließ die Kufaner glauben alles sei vorbei.[43]

Akzeptieren des Friedens

Laut Scheich al-Mufid in Al-Irshad fi Ma’rifat Hujjaj Allah Ali Al-Ibad schrieben die Obersten von Kufa, nachdem Imam Hasan (a.) in Mada’in verwundet worden war heimlich an Mu’awiyah und versprachen ihn entweder auszuliefern oder zu ermorden (persisch: ترور).[44] Gleichzeitig erfuhr der Imam (a.s.), dass sein Armeekommandant, Ubaydullah ibn Abbas, sich Mu’awiyah angeschlossen hatte und ein Bestechungsgeld annahm.[45] Nach diesen Ereignissen schickte Mu’awiyah dem Imam (a.s.) ein Schreiben in dem er Frieden anbot und zusammen diesem schickte er Imam Hasan (a.s.) die Schriften einiger Gefährten des Imams, die sich bereit erklärt hatten Mu’awiyah die Treue zu schwören und den Imam (a.s.) auszuliefern.[46] Der Imam (a.) sagte: „Mu’awiya machte ein Angebot das unserer Ehre und unseren Zielen widerspricht. Wenn ihr bereit seid auf dem Weg Gottes den Märtyrertod zu sterben, so lasst uns mit dem Schwert antworten und wenn ihr Leben und Trost wollt, so lasst uns sein Angebot annehmen.“ Die Leute riefen: „Wir wollen leben.“[47]

Der sunnitische Gelehrte Ibn al-Jawzi (gest. 654 n. Chr.) ist der Ansicht, dass Imam al-Hasan (a.) sich dem Frieden zuwandte als er sah, dass sich das Volk von ihm distanziert hatte, dass das irakische Volk mit ihm im Streit lag und dass die Leute in Kufa ihn verraten hatten.[48] Jafarian, Historiker, schreibt in seiner Analyse der Annahme des Friedens, dass der Imam (a.) mit einer kleinen Armee hätte kämpfen müssen und den Märtyrertod sterben würde. Was der Imam (a.) jedoch nicht akzeptierte war fruchtloses Blutvergießen mit ungewissem Ausgang. Daher war der Frieden eine Methode um den Irak vor Plünderung und Raub zu schützen.[49] Sayyid Ali Khamenei, Autor des Buches «Der 250 jährige Mann» (persisch: Insan 250 Sal) ist der Ansicht, dass es Märtyrertum heißt, wenn man unter bestimmten Bedingungen getötet wird. Diese Bedingungen gab es zur Zeit Imam al-Hasans (a.) nicht. Wäre er an diesem Tag getötet worden, hätte man ihn nicht als Märtyrer betrachtet.[50] Ihm zufolge wäre Imam Hasan (a.) im Falle eines Krieges wahrscheinlich von seinen eigenen Gefährten getötet worden und Muawiyah ibn Abi Sufyan hätte behaupten können, er (a.) sei von seinen eigenen Gefährten getötet worden und hätte alle Schiiten und Gefährten Imam Alis (a.) vernichtet. [51]

Friedensvertrag und dessen Bestimmungen

Der Geschichtsforscher Mahdi Pishvai ist der Ansicht, dass jeder Historiker einige der Bedingungen des Friedensvertrags erwähnte, sodass durch deren Sammlung ein relativ vollständiges Bild des Vertragstextes entstehen kann.[52] Dem Bericht von Ibn A'tham (gestorben 320 n. H.) zufolge unterzeichnete Mu'awiyah ein leeres Blatt Papier und übergab es dem Gesandten des Imams (a.) Abdullah ibn Nawfal, damit der Imam (a.) alle gewünschten Bedingungen darauf schreiben konnte.[53] Zu den Bedingungen des Imams (a.), die in verschiedenen Quellen erwähnt werden, zählen Gewährleistung der Sicherheit des Volkes und der Familie des Propheten (a), Nichternennung eines Nachfolgers nach Mu'awiyas Tod,[54] Einhaltung des Buches Gottes und der Tradition des Gesandten Gottes (Friede sei mit ihm),[55] und Unterlassen des Verfluchen und Verunglimpfungen des Befehlshabers der Gläubigen (a.) in den täglichen und anderen Gebeten.[56] Unter Berufung auf verschiedene Quellen sprach der Geschichtsforscher Jafarian über die Bedingungen der Nachfolge des Imams (a.) nach Muawiya.[57] Einige Quellen berichteten, dass der Imam (a.) unter den Bedingungen des Friedensvertrages auch das Bayt al-Mal von Kufa in Höhe von fünf Millionen, Steuer (persisch: مالیات) des Gouverneurs von Fars[58] und die Steuer von Ahwaz[59] verlangte. Laut Dinwari in Akhbar al-Tawal hatte der Imam (a.) verlangt, dass seinem Bruder Imam Hussain (a.) jährlich zwei Millionen Dirham gezahlt werden sollte und dass die Haschimiten bei der Entgegennahme von Geschenken und Hilfe Vorrang vor den Bani Abd Shams haben.[60] Unter Berufung auf einige historische Quellen hält der Geschichtsanalyst Jafarian die finanziellen Bedingungen des Friedensvertrags in verschiedenen Quellen für nicht korrekt.[61] Der Historiker Ibn A'tham erwähnt unter den Bedingungen des Friedensvertrags die Befolgung der rechtgeleiteten Kalifen. Diese Bedingung wird jedoch in vielen historischen Quellen nicht erwähnt.[62]

Gründe der Annahme des Friedens

Historiker und Überlieferungs-Gelehrte sind der Ansicht, dass die Gründe für die Annahme des Friedens die Bewahrung der Religion,[63] Rettung des Lebens des Imams (a.) und seiner Familie,[64] Schutz des Lebens der Schiiten,[65] Versagen der Gefährten im Kampf gegen Muawiya,[66] Verrat der Kommandeure,[67] und Gefahr von den Khawarij[68] waren.

Laut Scheich as-Saduq versprach Muawiya Ash'ath ibn Qays und anderen 200.000 Dirham und das Kommando über Syrien für die Ermordung von Imam Hasan (a.). Daher trug der Imam (a.) eine Rüstung um sich zu schützen und mied Versammlungen bis während eines Gebets auf ihn geschossen wurde, er jedoch unverletzt blieb. Er wurde jedoch in Sabat von einem Khawarij verwundet.[69] Dinwari, Historiker des dritten Jahrhunderts n. H., berichtet, dass Imam Hasan (a.) Hajar ibn Adi sagte, dass der Grund für den Frieden der Wunsch des Volkes nach Frieden und Abneigung gegen Krieg war und dass er den Frieden akzeptierte, um das Leben der Schiiten zu retten und Massaker zu verhindern.[70] Scheich as-Saduq, schiitischer Gelehrter aus dem vierten Jahrhundert n. H., zitierte Imam Hasan (a.) mit den Worten, dass eine Fortsetzung des Krieges zur völligen Vernichtung der Schiiten geführt hätte.[71] Ibn Arabi, Koran-Exeget aus dem sechsten Jahrhundert, ist der Ansicht, dass einer der Gründe für Imam Hasans Frieden darin lag dass er beobachtet hatte, dass die Khawarij ihn umzingelt hatten und dass wenn er gegen Muawiya kämpfte, die Khawarij das Land beherrschen würden und dass Muawiya ihn besiegen würde, wenn er gegen die Khawarij kämpfte.[72] In seiner Analyse des Friedens von Imam Hasan (a.) erklärt Mahdi Pishvai, dass die Führer des Oströmischen Reiches die gemeinsamen Feinde beider Seiten waren, nach Bekanntwerden der Konfrontation zwischen der Armee von Imam Hasan (a.) und der Armee von Muawiyah beschlossen die islamischen Länder anzugreifen. Nach dem Frieden und Kenntnis der Bewegung der römischen Armee schloss Muawiyah, da er einer solchen Streitmacht nicht standhalten konnte, einen Friedensvertrag mit dem Oströmischen Reich und versprach ihnen 100.000 Dinar zu zahlen. Hätte es zu einem Krieg gekommen, hätte das Römische Reich die Schlacht gewonnen und weder Imam Hasan (a.) noch Muawiyah.[73]

Verlorene verfasste Werke

Laut dem Geschichtsforscher Scheich Razi Al-Yasin wurden in den frühen islamischen Jahrhunderten viele Werke über den Frieden von Imam Hasan (a.) verfasst von denen heute nur noch die Namen dieser Bücher erhalten sind aber deren Texte nicht mehr verfügbar. Zu diesen Werken gehören:

  • Sulh al-Hasan wa Mu'awiya, geschrieben von Ahmad b. Muhammad b. Sa'id b. Abd al-Rahman al-Sabi'i al-Hamadani, gestorben 323/934-5.
  • Sulh al-Hasan (a), geschrieben von 'Abd al-Rahman b. Kathir al-Hashimi (nicht von den HAschimiten, aber einer von ihren mawali)
  • Qiyam al-Hasan (a), geschrieben von Ibrahim b. Muhammad b. Sa'id b. Hilal b. 'Asim b. Sa'd b. Mas'ud al-Thaqafi, gestorben 283/896-7
  • Qiyam al-Hasan (a) , verfasst von Hisham b. Muhammad b. al-Sa'ib
  • Ein Buch von Abd al-'Aziz b. Yahya al-Juludi al-Basri über den Frieden Imam al-Hasans.
  • Akhbar al-Hasan (a) wa wafatih , geschrieben von Haytham b. 'Adi al-Tha'labi, gestorben 207/822-3.
  • Akhbar al-Hasan b. Ali (a) , geschrieben von Abu Ishaq Ibrahim b. Muhammad al-Isfahani al-Thaqafi.[74]

Fußnoten