Entwurf:Schlacht bei Badr
Die Schlacht von Badr war die erste Schlacht des Propheten Muhammad (s.) gegen die Polytheisten des Stammes der Quraisch, die am 17. Ramadan im 2. islamischen Jahr in der Region Badr stattfand. Der Prophet (s.) brach mit 313 Mann auf, um die Waren der Handelskarawane der Quraisch zu erbeuten und der Stamm der Quraisch bereitete sich mit einer Armee von etwa 900 bis 1000 Mann auf die Schlacht vor. Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit waren die Muslime dank ihres Glaubens, Organisation und übernatürlicher Hilfe siegreich. In dieser Schlacht wurden 14 Muslime gemartert und mehr als 70 Polytheisten getötet. Zur Kriegsbeute gehörten 150 Kamele und 10 Pferde, die unter den Muslimen aufgeteilt wurden. 74 Gefangene wurden gemacht, von denen einige nach Zahlung von Lösegeld (persisch: فدیه), Lehre oder aufgrund Armut freigelassen wurden. Nach der Schlacht warf der Prophet (Friede sei mit ihm) die getöteten Polytheisten in einen Brunnen und sprach mit ihnen. Dieser Vorfall wird im Islam als Beweis für Sama' al-Mauta (Fähigkeit der Toten nach dem Tod zu hören) angeführt.
Stellenwert
Die Schlacht von Badr ist eine der wichtigsten und entscheidendsten Schlachten der islamischen Geschichte. Sie fand am 17. Ramadan und der Überlieferung nach am 19. Ramadan 2. Jahr der Hidschra unter dem Kommando des Propheten Gottes (Friede sei mit ihm) in der Region Badr statt.[1] In dieser Schlacht besiegten die Muslime die Quraisch, obwohl sie zahlenmäßig unterlegen waren. Dieser Sieg verlieh den Muslimen Autorität und Selbstvertrauen und festigte das Territorium des Islam.[2] Kommentatoren brachten mehrere Verse des Korans, wie z. B. Vers 123 Sure Al-Imran und die Verse 17 und 41 Sure Anfal mit dieser Schlacht in Verbindung.[3] Laut Nasir Makarem Shirazi wird die Schlacht von Badr im Koran als Tag der Unterscheidung (Tag der Trennung von Wahrheit und Lüge) erwähnt.[4] Der Überlieferung zufolge kamen dreitausend Engel den Muslimen zu Hilfe.[5] Die Teilnehmer dieser Schlacht, die als «Badri» bekannt wurden,[6] genossen unter den Muslimen besonderen Status und ihre Anwesenheit oder ihr Zeugnis bei nachfolgenden Ereignissen galt als besonderes Privileg.[7]
Grund der Schlacht
Laut dem Buch Furugh al-Abdiyah (Buch) erfuhr der Prophet (Friede sei mit ihm) am 15. Dschamadi al-Awwal (2 AH) von der Abreise einer von Abu Sufyan angeführten Handelskarawane der Quraisch von Mekka nach Scham (heutiges Syrien und andere Gebiete der Region zusammen) und verfolgte sie bis in die Gegend von Dhat al-Ushaira. Er erreichte die Karawane jedoch nicht.[8] Laut Ayatollah Subhani befahl der Prophet (Friede sei mit ihm) den Quraisch Medina zu verlassen und sich deren Besitz zu bemächtigen, da die Quraisch deren Besitz konfiszierten.[9] Einige Historiker berichten, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) zuerst Talha b. Ubaidullah und Sa'id bin Zaid, um Informationen über Route, Anzahl der Wachen und Art der Waren in der Karawane zu erhalten.[10] Der Wert der Waren wurde auf etwa fünfzigtausend Dinar geschätzt, die von tausend Kamelen transportiert wurden.[11] Laut Waqidi, Historiker des zweiten und dritten Jahrhunderts n. H. hatten fast alle Einwohner Mekkas in diese Karawane investiert.[12]
Abu Sufyans Versuch die Karawane der Quraisch zu retten
Laut Ja'far Subhani erfuhr Abu Sufyan, nachdem sich der Prophet (Friede sei mit ihm) in der Region Dhafran niedergelassen hatte von den Plänen der islamischen Armee und schickte Zamzam ibn Amr nach Mekka, um die Quraisch zu mobilisieren und die Karawane zu retten.[13] Laut Muhammad Ibrahim Ayati bereiteten sich fast alle Krieger der Quraisch außer Abu Lahab auf die Schlacht vor.[14] Dieser heuerte Al-As ibn Hisham für viertausend Dirham an, um an seiner Stelle an der Schlacht teilzunehmen.[15] Laut dem Bericht in Tarihk Tabari (Autor: 303) betrug die Zahl der Quraisch-Streitkräfte zwischen 900 und 1000 Mann.[16]
Bestimmung Stellvertreter
Einigen Historikern zufolge ernannte der Prophet (Friede sei mit ihm) als er Medina verließ um in die Schlacht zu ziehen Abdullah ibn Umm Maktum als Stellvertreter beim Leiten des Gebets und Abu Lubaba Ansari zu seinem Stellvertreter in politischen Angelegenheiten.[17] Außerdem ernannte er Asim ibn Adi zum Verwalter der Region Quba und des oberen Teils von Medina.[18] Der Prophet (Friede sei mit ihm) verließ Medina mit etwa 305[19] oder 313 Personen.[20] Es wird gesagt, dass er unterwegs in der Region Buq'a Halt machte und die zu jungen Leute, die zur Schlacht kamen nach Medina zurück schickte.[21] Unterwegs verfluchte der Prophet die ungläubigen Quraisch, darunter auch Abu Jahl.[22] Außerdem wurden zwei Personen namens Khubaib ibn Yasaf und Qays ibn Muharrith, die sich der Armee nur wegen der anschlossen ohne an den Islam zu glauben die Teilnahme an der Schlacht untersagt.[23]
Bildung des Militärrats
Laut Rasool Ja'farian stammten die meisten Gefährten des Propheten (Friede sei mit ihm) in der Schlacht von Badr aus den Helfern, die mit ihm in Medina einen Verteidigungspakt geschlossen hatten. Dieser Pakt sah jedoch keine Kämpfe außerhalb von Medina vor. Aus diesem Grund war der Prophet (Friede sei mit ihm) gezwungen einen Militärrat zu bilden, um die öffentliche Meinung, insbesondere die der Helfer aus Medina auf sich zu ziehen und das Problem zu lösen.[24] Ibn Sa'd, Historiker des zweiten und dritten islamischen Jahrhunderts, schrieb, dass einige Gefährten, wie Miqdad es vorzogen ihren Weg fortzusetzen der Karawane zu folgen und die Feinde zu bekämpfen und Sa'd bin Mu'adh, der die Helfer vertrat es als seine Pflicht ansah dem Propheten (Friede sei mit ihm) vollkommen zu folgen und sein Leben für ihn zu opfern.[25] Nachdem der Prophet (Friede sei mit ihm) Sa'ds Worte hörte hatte gab er sofort den Befehl zum Aufbruch.[26]
Einer Überlieferungvon Sheikh Hurr Amili zufolge sagte der Prophet (Friede sei mit ihm) voraus, dass die islamische Armee auf die Karawane der Quraisch oder ihre Hilfstruppen treffen würde und gab auch den Ort an an dem die Feinde getötet werden würden.[27] Auf Vorschlag von Habbab ibn Mundhir wählte die islamische Armee für die Schlacht den Brunnen, der dem Feind am nächsten war.[28]
Methode der Informationsgewinnung
In der Schlacht von Badr erlangte der Prophet (Friede sei mit ihm) auf verschiedene Weise Informationen über die feindliche Armee, unter anderem durch heimliche (anonyme) Befragung von Sufyan al-Dhamri[29], Sammeln von Informationen von Personen die zum Brunnen von Badr kamen um Wasser zu holen[30] und auch durch Befragung von Gefangenen der Quraisch[31] sowie durch Analyse der Anwesenheit von Anführern der Quraisch. Er sagte: „Das ist Mekka, das euch sein Bestes schenkte.“[32]
Die Flucht der Handelskarawane und die Ankunft der feindlichen Armee in Badr
Als Abu Sufyan in der Schlacht von Badr von der Lage der Muslime erfuhr änderte er seinen Kurs und kehrte nach Mekka zurück, wobei er die Quraisch zur Rückkehr aufforderte.[33] Obwohl einige zurückkehrten[34] bestand Abu Jahl darauf zu kämpfen und die Armee der Quraisch ließ sich in Badr nieder.[35] Laut Waqidi fanden die Quraisch die Muslime trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit vereint und entschlossen vor.[36] Laut Allama al-Majlisi suchte auch der Prophet (Friede sei mit ihm) beim Anblick der feindlichen Armee Hilfe bei Gott.[37]

Mobilisierung der islamischen Armee und Wahl des Slogans
In der Schlacht von Badr ordnete der Prophet (Friede sei mit ihm) die muslimischen Reihen so an, dass die Sonne hinter ihnen stand und die Polytheisten in die Sonne blicken mussten.[38] Er gab den Stammesführern verschiedene Banner: Das Hauptbanner für sich selbst, das Banner der Auswanderer an Mus'ab ibn 'Umir, das Banner der Aws und Khazraj an Hubbab ibn Mundhir und das Banner der Khazar an Sa'd ibn Mu'adh.[39] Außerdem bestimmte er für jede Gruppe einen Slogan.[40] Er ordnete auch an, dass jede Gruppe ein Erkennungszeichen haben sollte, um ihre Streitkräfte auf dem Schlachtfeld voneinander zu unterscheiden.[41]
Kulaini zitiert Imam Sadiq (a.) mit den Worten, dass der muslimische Slogan in der Schlacht von Badr „Sieg Gottes! Komm näher! Komm näher!“[Arabisch 1] war.[42] Es wird auch berichtet, dass der Slogan des Gesandten Gottes (Friede sei mit ihm) in der Schlacht von Badr lautete: Mansur! Stirb[Arabisch 2].[43] Gemäß der Biographie des Propheten (Friede sei mit ihm) aus dem dritten Jahrhundert lautete der Slogan der Gefährten des Gesandten Gottes (Friede sei mit ihm) in dieser Schlacht: «Einziger! Einziger»[Arabisch 3]. [44]
Predigt des Propheten (s.)
Am Vorabend der Schlacht von Badr hielt der Prophet (Friede sei mit ihm) eine Predigt in der er seine Anhänger zum Kampf ermutigte und ihnen Belohnungen von Gott versprach.[45] Er ordnete auch Immunität einiger Personen an, darunter Abu al-Bakhtari, Abbas und anderer Hschimiten (persisch: بنیهاشم),[46] weil Abu al-Bakhtari die Muslime in Mekka unterstützte und die meisten Haschimiten aus Mekka vertrieben wurden und zum Islam konvertieren wollten.[47] Er versprach auch Belohnungen für das Töten oder Gefangennehmen von Feinden, um die Motivation der Kämpfer zu steigern.[48]
Nahkampf
Am Vorabend der Schlacht von Badr vermied der Prophet (Friede sei mit ihm) einen Konflikt, indem er den Quraisch eine Friedensbotschaft sandte.[49] Einige, wie beispielsweise Hakim ibn Hizam, riefen zur Rückkehr auf. Doch Abu Jahl schürte Stammesgefühle und schickte Amir al-Hadrami persönlich in den Kampf und ebnete so den Weg für den Beginn der Schlacht.[50] Der arabischen Militärtradition zufolge begann die Schlacht mit einem Nahkampf Mann gegen Mann, bei dem drei Anführer der Quraisch (Utbah, Shaybah und Walid) das Feld betraten und einen Gegner suchten.[51] Der Prophet (Friede sei mit ihm) schickte zunächst drei junge Männer der Ansar, um gegen sie zu kämpfen; doch die Quraisch weigerten sich aufgrund derer mangelnden Fähigkeiten, gegen sie zu kämpfen.[52] Daraufhin schickte der Prophet Imam Ali (a.), Hamza ibn Abdul Muttalib und Ubaydah ins Feld.[53] In diesem Kampf tötete Hamza Shaybah, Imam Ali (a.s.) tötete Walid und Ubaydah besiegte Utbah mit Hilfe der beiden.[54] Der schiitische Historiker Sobhani ist aufgrund des Schreiben 64 Nahj al-Balagha ans Beleg der Ansicht, dass Hamzas Gegner der Schlacht Shaybah und Ubaydahs Utbah war. Nachdem sie ihre Gegner getötet hatten, gingen Hamza und Imam Ali (a.) zu Utbah und töteten ihn mit dem Schwert.[55]

Beginn der eigentlichen Schlacht
Nachdem die Anführer der Quraisch im Nahkampf getötet worden waren, begann die allgemeiner Schlacht.[56] Einigen Historikern zufolge befand sich der Prophet, obwohl sich der Kommandoposten auf einem Hügel befand[57] an vorderster Front und seine Gefährten suchten mitten in der Schlacht bei ihm Zuflucht.[58] Einige muslimische Historiker schrieben, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) nachdem das Schwert von Salma ibn Aslam zerbrochen war ihm seinen Stab gab, der sich in ein Schwert verwandelte.[59]
Der Prophet (Friede sei mit ihm) warf eine Handvoll Sand auf die Polytheisten und mit seinem Gebet jagte Gott den Feinden Angst ein und ließ sie fliehen.[60] Dieser Sieg hielt weniger als einen halben Tag[61] und war Historikern zufolge das Ergebnis der Tapferkeit und Ausdauer der Muslime, Gebete des Propheten (Friede sei mit ihm)[62] und unsichtbarer Hilfe (persisch: امداد غیبی)[63].
Nach der Schlacht
Einigen Historikern zufolge standen nach der Niederlage der Polytheisten in der Schlacht bei Badr einige Muslime, wie beispielsweise Saad Bin Muadh, dem Propheten (Friede sei mit ihm) bei um ihn zu beschützen. Eine andere Gruppe sammelte Beute (persisch: غنیمت) und eine weitere verfolgte die Feinde und nahmen sie gefangen. Imam Ali (a.) nahm die Rüstung, Helm und Schild von Walid bin Utbah an sich, Hamza nahm Utbahs Rüstung und Ubaidah ibn Harith Shaybahs Rüstung.[65]
Aufteilung der Beute
Historischen Berichten zufolge teilte der Prophet (Friede sei mit ihm) nach der Schlacht von Badr zunächst den festgelegten Anteil an die einzelnen Soldaten und sammelte die restliche Beute ein, darunter mehr als 150 Kamele, 10 Pferde sowie Leder, Stoff und Kriegsausrüstung.[66] unter Aufsicht von Abdullah bin Ka'b oder Khabab bin Art ein.[67] In der Zwischenzeit kam es zu Meinungsverschiedenheiten über die Aufteilung des Anteils zwischen den Kriegern und den Unterstützern[68], die Historikern zufolge mit der Offenbarung von Versen aus dem Koran beigelegt wurden.[69]
Die endgültige Aufteilung erfolgte durch Losentscheid,[70] wobei die Reiter zwei Anteile erhielten, oder zwei Anteile für das Pferd und einen Anteil für den Reiter.[71] Der Prophet (Friede sei mit ihm) bestimmte Zulfiqars Schwert als Anteil des Kommandanten[72] und reservierte Anteile für Sonderfälle, wie etwa für diejenigen, die mit gültiger Entschuldigung abwesend waren,[73] Familien von Märtyrern[74] und einige Sklaven, die am Krieg teilnahmen.[75] Auch ging in diesem Krieg das Kamel von Abu Jahl als Teil der Beute an den Propheten (Friede sei mit ihm),[76] und Khums[Anmerkung 1] wurde nicht eingefordert.[77]
Einer der Vorfälle im Zusammenhang mit diesem Krieg war, dass ohne Erlaubnis ein rotes Tuch aus der Beute entnommen wurde was zur Offenbarung von Vers 161 Sure Al-Imran führte, der den Propheten (s.) von jeglichem Fehlverhalten frei sprach.[78]
Verbot des Tötens und Freilassung von Gefangenen
Am Tag von Badr wurde der Schuqran, Sklave des Propheten, damit beauftragt die Gefangenen zu bewachen.[79] Der Prophet (Friede sei mit ihm) verbot das Töten[80] und Verstümmeln (persisch: مثلهکردن) von Gefangenen.[81] Es wird jedoch berichtet, dass er die Tötung von Nadr ibn Harith und Uqbah ibn Abi Mu'ayt befahl.[82] Laut Ja'far Subhani, Forscher der islamischen Geschichte, ist es möglich, dass diese beiden nach ihrer Freilassung erneut gegen den Propheten (Friede sei mit ihm) vorgehen würden, da sie zu den Planern anti-islamischer Verschwörungen gehörten.[83]
Laut Allama al-Majlisi schlug Erzengel Gabriel dem Propheten (Friede sei mit ihm) in der Schlacht von Badr vor die Gefangenen entweder zu töten oder auf Lösegeld frei zu lassen. Der Prophet (Friede sei mit ihm) nahm Lösegeld an, nachdem er seine Gefährten um Rat fragte.[84] Der Prophet (Friede sei mit ihm) teilte die Gefangenen durch Lose unter seinen Gefährten auf[85] und legte Wert darauf, dass sie gut behandelt werden.[86] Die Helfer gaben den Gefangenen Brot und aßen selbst Datteln. Auch ließen sie reiten, während sie selbst zu Fuß gingen.[87]
Laut Muhammad Hadi Yusuf Gharavi, Forscher der islamischen Geschichte, betrug das Lösegeld für Gefangene zwischen eintausend und viertausend Dirham.[88] Der Prophet (Friede sei mit ihm) ließ auch eine Gruppe, die kein Geld hatten, frei ohne Lösegeld zu verlangen.[89] Laut Ibn Sa'd, Historiker des dritten Jahrhunderts n. H., konnten Gefangene die kein Geld hatten, aber lesen und schreiben konnten, sich frei durch Lehren von Muslimen frei kaufen.[90] Der Prophet (Friede sei mit ihm) tauschte Amr ibn Abi Sufyan gegen Sa'd ibn Nu'man aus, der von den Quraisch für die Hadsch gefangen genommen worden war.[91]
Erhörung der Gebete und Wunder des Propheten (Friede sei mit ihm)
Laut Ibn Sa'd betete der Prophet (Friede sei mit ihm) auf dem Marsch für die Fußsoldaten, Nackten, Hungrigen und Bedürftigen. Dieses Gebet hatte zur Folge, dass nach der Rückkehr aus der Schlacht alle Muslime auf ihren Tieren ritten, die Nackten bekleidet, die Hungrigen gespeist und die Armen durch Lösegeld der Gefangenen reich wurden.[92] Es wird auch berichtet, dass auf dem Marsch nach Badr eines der Kamele stehenblieb. Der Prophet (Friede sei mit ihm) besprengte den Körper des Kamels mit seinem Wasser, das er für seine rituelle Reinigung nutzte, woraufhin es sich wieder in Bewegung setzte.[93]
Anzahl der getöteten muslimischen Märtyrer und Quraisch

In der Schlacht von Badr starben 14 Muslime, darunter sechs Auswanderer (persisch: مهاجرین ) und acht Helfer.[94] Außerdem wurden 70 oder mehr Polytheisten getötet und 74 gefangen genommen. In einer anderen Version wird die Zahl der Gefangenen mit 70 oder 49 angegeben.[95] Laut Ibn Sa'd wurden von den Anführern der Quraisch Shaybah, 'Utbah, Walid ibn 'Utbah, Abu Jahl, Nawfil ibn Khuwaylid, 'As ibn Sa'id, Abu al-Bakhtari, Hanzalah ibn Abi Sufyan, Umayya ibn Khalaf und Munabbi und ibn Hajjaj, in der Schlacht bei Badr getötet.[96] Der schiitische Historiker Sayyid Jafar Morteza Amoli (gest. 1441 n. Chr.) schreibt unter Bezugnahme auf zahlreiche Quellen, dass die meisten Toten in der Schlacht bei Badr von Imam Ali (a.) getötet wurden.[97]
Gebet und Beerdigung der Märtyrer
Der Historiker Waqidi schreibt, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) für die Märtyrer von Badr betete und sie in Badr selbst beerdigte.[98] Einige der Verwundeten erlagen auf dem Rückweg nach Medina ihren Verletzungen und wurden dort beerdigt.[99] Andere wurden in Badr verwundet und starben in Medina und wurden dort beerdigt.[100] Der Prophet (Friede sei mit ihm) betete das Asr-Gebet in Badr und verließ vor Sonnenuntergang die Wüste Badr und machte sich auf den Weg nach Medina bis sie die Gegend von Uthayl erreichten.[101] Einer anderen Überlieferung zufolge betete er das Asr-Gebet in Uthayl.[102]
Rede des Propheten an die getöteten Polytheisten in Badr
Hauptartikel: Gefährten des Brunnens (persisch: اصحاب قلیب) Nach der Schlacht von Badr befahl der Prophet (Friede sei mit ihm) die Toten der Polytheisten in einen Brunnen zu werfen.[103] Aus diesem Grund wurden sie als Ashab al-Qalib (Gefährten des Brunnens) bekannt. Der Prophet wandte sich an die Toten und tadelte sie weil sie die Botschaft Gottes leugneten und seinen Propheten aus Mekka vertrieben hatten.[104] Als Reaktion auf Umar ibn al-Khattab, der diese Toten als taub bezeichnete, antwortete der Prophet, dass sie zwar hören kommen, aber nicht antworten.[105] Dieser Vorfall gilt als Beleg für Sama' al-Mauta (Fähigkeit des Menschen nach dem Tod zu hören) und Möglichkeit der Kommunikation mit Seelen (persisch: ارتباط با ارواح).[106]
Die Schlacht von Badr in den Gedichten von Sayyid Himiri
Sayyid Ismail Himyari, schiitischer Dichter (gestorben: 179 n.H.), beschrieb die Anwesenheit Engel Gottes in der Schlacht von Badr wie folgt:
[107]
Übersetzung: In der Nacht von Badr kamen Erzengel Michael, Gabriel und Israfil, jeweils begleitet von tausend Engeln, herab um zu helfen. Es waren die Scharen Vögel, die Abraha und seine Armee mit Steinchen vernichteten.[Anmerkung 2]
Fußnoten
Anmerkungen
- ↑ Eine einmalige Abgabe vom Gewinn, der 20% beträgt. Berechnet wird dies aus dem Gewinn, der sich nach Abzug aller Ausgaben ergibt.
- ↑ Hinweis auf Sure Fil, in der die Geschichte der Vernichtung Abrahas Armee, die im Jahr des Elefanten (Geburtsjahr des Propheten) die Kaaba zerstören wollten. In diesem Ereignis wurde die Armee Abrahas durch viele kleine Vögel, die Steine auf die Armee Abrahas warfen, völlig vernichtet.