Bid'a (Neuerung)

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Bid'a (Neuerung) (Arabisch: البدعة) bedeutet, etwas nach dem Propheten (s.) der Religion hinzuzufügen, was entweder verboten ist oder bezüglich dessen keine Überlieferung vorliegt und es auch nicht unter die Kategorie der allgemeinen religiösen Urteile fällt. Die Bid’a steht im Gegensatz zu der Tradition des Propheten (Sunnah), also zu jenen Lehren, die im Koran und in den Überlieferungen des Propheten ( s.) und der Imame (a.) vorhanden sind. Der Meinung aller schiitischen und sunnitischen Rechtsgelehrten nach ist die Bid’a verboten. Sie wird in den Überlieferungen als kufr und schirk abgetan. Darüber, was unter einer Bid’a zu verstehen ist gibt es Meinungsverschiedenheiten unter den muslimischen Gelehrten, wobei jede Glaubensrichtung die andere beschuldigt Bid’a auszuüben. Niemand unter den muslimischen Gelehrten bezichtigte die anderen der Bid’a dermaßen wie Ibn Taymiyya es zu pflegen tat. Laut des schiitischen Glaubens ist das Übereinanderlegen der Hände auf der Brust im Gebet, das gemeinschaftliche Verrichten des Tarawih-Gebets und das Aussprechen von Amin im Gebet (nach der Sure al-Hamd) eine Bid’a. Ein Teil der sunnitischen Gelehrten sind der Ansicht, dass es sowohl schlechte aber auch gute Bid’as gibt, dahingehend dass das Verrichten des Tarawih-Gebets in Gemeinschaft, welches auf Befehl Umar b. al-Khattabs zur Tradition wurde, eine gute Bid’a wäre. Dagegen sehen wiederum andere sunnitische Gelehrte jegliche Neuerungen für untersagt an. Es wurden auch Bücher von muslimischen Gelehrten bezüglich der Bid’a verfasst, wie u.a. al-Itisam von Abu Ishaq Ibrahim Schatibi und al-Bid'a von Ayatullah Sobhani.

Definition

Verschiedene Definitionen über die Bid’a wurden vorgelegt.[1] In dem Buch al-Bid'at beispielsweise werden 22 Erklärungen von schiitischen und sunnitischen Gelehrten angeführt.[2] Ibn Hajar al-Asqalani definiert die Bid’a als etwas, was im Kontrast zur Tradition des Propheten (s.) steht.[3] Sayyid al-Murtaza beschreibt die Bid’a als das Hinzufügen oder das Weglassen in der Religion.[4]

Den Rechtsgelehrten nach betrifft die Bid’a etwas, was in die Religion einfügt wurde, während es in ihr nicht vorhanden war.[5] Z.B. ist ein Gottesdienst, der in der Religion nicht angeführt ist und dann plötzlich als empfohlenes Ritual in der Religion gilt, als eine Bid’a anzusehen.[6] Der Rechtsauskunft der Rechtsgelehrten zufolge ist eine nicht zu den religiösen Handlungen zählende Handlung als empfohlen darzulegen schon eine Bid’a.[7]

Muhammad Baqir al-Majlisi liefert dazu eine ausführlichere Definition: Bid’at ist das Hinzufügen von etwas zur Religion nach dem Propheten des Islam (s.), was entweder verboten ist oder bezüglich dessen keine Überlieferung vorliegt und es auch nicht unter die Kategorie der allgemeinen religiösen Urteile fällt.[8]

Erfolgen kann eine Bid’a im Bereich der Überzeugungen oder aber auch innerhalb der religiösen Urteile.[9] Benutzt wird dieser Begriff als Gegensatz zur Sunnah, also die jene Lehren enthält, die im Koran, in den Überlieferungen des Propheten (s.) und der Imame (a.) vorhanden sind.[10]

Bid’a, eine große Sünde

In schiitischen und sunnitischen Überlieferungen sind zahlreiche Hadithe vorzufinden, in denen die Bid’a heftig getadelt wird.[11] Im Buch al-Bid'at sind 30 Überlieferungen diesbezüglich angegeben.[12] Beispielsweise erklärte der Prophet (s.) laut eines Hadithes im Musnad von Ahmad b. Hanbal und Sunan Ibn Majah Qazwini , dass jede Bid’a als eine Irreleitung anzusehen ist.[13] Ibn Maja überliefert folgende Worte des Propheten (s.): Die Fastentage, die Gebete, die Spendenabgaben, die Pilgerfahrten, die Ummra und der Jihad derjenigen, die Bid’a betreiben wird nicht angenommen.[14] Auch überliefert al-Kulaini im Buch al-Kafi, von Imam al-Baqir (a.) und Imam as-Sadiq (a.), dass jede Bid’a eine Irreführung ist und jede Irreführung in die Hölle führt.[15] Ayatullah Sobhani betrachtet die Bid’a als eine große Sünde.[16] Seinem Bericht nach erachtete Imam al-Baqir (a.) die Bid’a als kufr und schirk.[17]

Die Kritik an der Bid’a im Koran

Muslimische Exegeten und Rechtsgelehrte stützen sich auf gewisse Koranverse hinsichtlich der Auffassung, dass die Bid’a verboten ist.[18] Einige dieser Verse sind folgende: Vers 27 der Sure al-Hadid, Vers 116 der Sure an-Nahl,[19] Vers 65 und 159 der Sure al-An'am und Vers 31 der Sure at-Tauba.[20] Wie im Vers 27 der Sure al-Hadid nachzulesen ist, habe Gott das Mönchtum den Christen nicht vorgeschrieben und dies eine Bid’a ihrerseits war.[21] Ebenso heißt es im Vers 116 der Sure an-Nahl: „Und sagt nichts von dem, was eure Zungen als Lüge behaupten: „Das ist erlaubt, und das ist verboten“, um gegen Allah eine Lüge zu ersinnen.“.(25) Laut Sayyid Muhammad Husain Tabatabai deutet dieser Vers darauf hin, dass die Bid’a den Gläubigen untersagt ist.[22]

Rechtsurteil

Rechtsgelehrten nach gilt das was unter die Kategorie Bid’a fällt als verboten.[23] Muhaqiq al-Hilli schrieb bezüglich der Frage über die Modalität des Schwörens von Zeugen vor Gericht folgendes: Das Schwören bei etwas außer bei Gott sowie das Schwören auf heilige Bücher, auf den Propheten des Islams (s.) und auf die Imame (a.) ist verboten, denn dies ist eine Bid’a.[24] Dazu wird in dem Buch Jawahir al-Kalam unter Bezugnahme auf zwölferschiitische Rechtsgelehrte angegeben, dass beim Wudu das Waschen des Gesichtes und der Hände drei Mal eine Bid’a und verboten ist.[25]

Mulla Ahmad Naraqi zufolge gibt es unter den Muslimen bezüglich des Verbots der Bid’a einen Konsens.[26] Für ihn ist das Verbot der Bid’a eine der Notwendigkeiten (definitive Gesetze) des Islams.[27]

Weit verbreitete Anschuldigungen die Bid'a betreffend

Darüber, was unter einer Bid’a zu verstehen ist und was nicht gab es immer schon Unstimmigkeiten unter den Muslimen.[28] Die verschiedenen islamischen Konfessionen bezichtigen sich gegenseitig der Bid’a, so Ibn Ruschd.[29] Für die Hanbaliten und Wahhabiten sind alle Philosophen wie Farabi, Ibn Sina (Avecinna) und schiitische, mu'tazilitische, asch’aritische und charidschitische Kalam-Gelehrte Neuerer.[30]

Asch'ariten sehen außer sich alle anderen islamischen Strömungen wie die Mu'taziliten, Schiiten und Batiniyya als Neuerer an.[31] Der schiitischen Überzeugung nach sind die Sunniten, die Ghulat, die Charidschiten und die Sufiten Neuerer.[32]

Es heißt, unter den muslimischen Gelehrten bezichtigte mehr als alle anderen Ibn Taymiyya andere der Bid’a.[33] Seiner Meinung nach ist jede Handlung und jede Überzeugung, welche seinem Glauben nach nicht von dem Koran, der Sunnah des Propheten (s.), den Gefährten und den Tabiun entnommen wurde eine Neuerung.[34]

Zwölferschiiten halten das Aufeinanderlegen der Hände auf der Brust im Gebet,[35] das Verrichten des Tarawih - Gebets in Gemeinschaft, [36] das Aussprechen von Amin im Gebet (nach der Sure al-Hamd)[37] und die Zulässigkeit sich dreimal in einer Sitzung scheiden zu lassen[38] für eine Bid’a.[39]

Die Einteilung der Bid’a in gut und schlecht

Einige sunnitische Gelehrte wie Schafi'i, Ibn Hazm, al-Qazali und Ibn Athir[40] halten nicht jede Bid’a für verwerflich und sprechen auch über gute Bid’as.[41] Diese beziehen sich auf die Worte des zweiten Kalifen, Umar b. al-Khattab, bezüglich der Empfehlung das Tarawih-Gebet in Gemeinschaft zu verrichten, was sie als eine gute Bid’a vorlegen.[42] Al-Qazali hält nur eine Bid’a für verboten, die der Sunnah widerspricht und ein religiöses Gesetz beseitigt.[43] Manche sunnitische Gelehrte teilen die Bid’a gemäß der fünf Urteile in fünf Kategorien ein wajib, haram, mustahab, makruh und mubah.[44]

Der Großteil der schiitischen Gelehrten und einige der Sunniten lehnen diese Einteilung ab. Beispielsweise schreibt Schahid al-Awwal in seinem Buch „al-Qawa'id wa al-Fawayid“: Neue Angelegenheiten, welche nach dem Propheten des Islams (s.) zustandekamen in fünf Gruppen eingeteilt, wajib, wie die Verfassung des Koran, haram, wie das Verbot der Zeitehe, mustahab, wie das Bauen von Schulen, makruh, wie die Gefräßigkeit und mubah, wie das Verschaffen von Mitteln für die Bequemlichkeit, in dieser Kategorisierung wird die Bid’a mit haram angegeben,[45] doch laut Ja'far Sobhani redet er in seinem anderen Buch Zikra auch

von einer makruh Bid’a.[46] Muhammad Baqir al-Majlisi lehnt unter Bezugnahme auf eine Überlieferung, in der es heißt, „jede Bid’a ist verboten“, die Einteilung der Bid’a in fünf Gruppen ab.[47]

asch-Schatibi, ein sunnitischer Gelehrter, widerspricht auch dieser Einteilung der Bid’a. Sein erster Einwand ist, dass diese Einteilung selbst, da sie mit keinem religiösem Beleg begründet ist, eine Bid’a darstellt. Darüber hinaus wendet er ein, dass der Begriff wajib, mustahab oder mubah für eine Bid’a ohnehin paradoxial ist, denn wenn für die Notwendigkeit oder Empfehlenswertigkeit oder für das muba sein von etwas ein Grund vorliegen würde, so ist es keine Bid’a mehr, da eine Bid’a nur etwas betrifft für das kein religiöser Beweis vorliegt.[48]

Mubahata

Hauptartikel: Mubahata In einer Überlieferung von Imam as-Sadiq (a.) von dem Propheten (s.) bezüglich des Umgangs mit den Neuerern, wird das Wort „bahituhum“ (diffamiert) benutzt[49], worüber die schiitischen Gelehrten nicht einer Meinung sind. Manche von ihnen Sayyid Abulqasim Khui und Sayyid Muhammad Reza Golpayegani sind der Ansicht, es bedeute man solle die Neuerer diffamieren.[50] Andere wiederum wie Faiz Kaschani und Sayyid Abdulkarim Musawi Ardabili sagen: Gemeint sei, rüttelt sie auf, d.h. diskutiert mit ihnen und überzeugt sie.[51]

Fußnoten

  1. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.25.
  2. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.25 bis 30.
  3. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.25.
  4. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.28.
  5. Siehe: Tabatabai, Riyaz al-Masa’il, 1418 n.H., B.8, S.175; Khui, Sirat an-najat, 1416 n.H., B.3, S.428.
  6. Khui, Sirat an-najat, 1416 n.H., B.3, S.428.
  7. Siehe: Khui, Mawsu’at al-imam khui, 1418 n.H., B.6, S.355.
  8. al-Majlisi, Bihar al-Anwar, 1403 n.H., B.71, S.202 und 203.
  9. Mu’asisa Da’irat al-Ma’arif fiqh islami, Farhang Feqh, 1388 n.i.S., S.75.
  10. Mu’asisa Da’irat al-Ma’arif fiqh islami, Farhang Feqh, 1388 n.i.S., S.75.
  11. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.15.
  12. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.15-21.
  13. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.15-16.
  14. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.17.
  15. al-Kulaini, al-kafi, 1407 n.H., B.1, S.56.
  16. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.5.
  17. Scheich as-Saduq, Ma la yahzarahu al-faqih, 1413 n.H., S.572
  18. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.13-15.
  19. Tabatabai, al-Mizan, 1417 n.H., B.12, S.365.
  20. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S. 13 und 14.
  21. Tabatabai, al-mizan, 1417 n.H., B.19, S.173.
  22. Tabatabai, al-mizan, 1417 n.H., B.12, S.365.
  23. Naraqi, ‘awa’id al-ayyam, 1417 n.H., S.319.
  24. Muhaqiq al-Hilli, an-nihaya wa nakatiha, 1412 n.H., B.2, S.78.
  25. Najafi, Jawahir al-kalam, Beirut, B.2, S.276.
  26. Naraqi, ‘awa’id al-ayyam, 1417 n.H., S.319.
  27. Naraqi, ‘awa’id al-ayyam, 1417 n.H., S.319.
  28. Gozaschte, „Bed’at; moqaddame, ta’rifha wa taqsimat“, S.560.
  29. Gozaschte, „Bed’at; moqaddame, ta’rifha wa taqsimat“, S.560
  30. Gozaschte, „Bed’at; moqaddame, ta’rifha wa taqsimat“, S.560
  31. Gozaschte, „Bed’at; moqaddame, ta’rifha wa taqsimat“, S.561.
  32. Gozaschte, „Bed’at; moqaddame, ta’rifha wa taqsimat“, S.561.
  33. Taremi, „Bed’at“, S.517.
  34. Taremi, „Bed’at“, S.517.
  35. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.160 und 161.
  36. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.179.
  37. Pakatchi, “Bed’at; barrasi tarikhi”, S.566.
  38. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.199-200.
  39. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.119.
  40. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.26-27.
  41. Tabasi, Dirasat fiqhie fi masa’il al-khalafiya, 1429 n.H., S.168; Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.26-27.
  42. Tabasi, Dirasat fiqhie fi masa’il al-khalafiya, 1429 n.H., S.168.
  43. al-Ghazali, Ihya’ al-ulum, 1406 n.H., B.2, S.4 und 5.
  44. Schatibi, al-I’tisam, 1412 n.H., B.1, S.241 bis 245.
  45. Schahid al-Awwal, al-qawa’id wa al-fawa’id, 1400 n.H., B.2, S.144-146.
  46. Sobhani, al-Bid’a, 1416 n.H., S.28.
  47. al-Majlisi, Mir’at al-uqul, 1404 n.H., B.1, S.193.
  48. Schatibi, al-i’tisam, 1412 n.H., B.1, S.246.
  49. al-Kulaini, al-kafi, 1407 n.H., B.2, S.375.
  50. Siehe: Misbah al-fiqaha, 1417 n.H., B.1, S.281; Golpayegani, ad-Durr al-Manzud, 1412 n.H., B.1, S.149.
  51. Faiz Kaschani, al-wafi, 1406 n.H., B.1, S.245.

Quellenverzeichnis

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