Entwurf:Salawat

Das „Salawat“ ist ein im Koran vorgeschriebenes Gebot für Gläubige (siehe As-Salawat-Vers). Dieses gilt als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber Prophet Muhammad (s.) und stärkt die Liebe zu ihm. In Überlieferungen wird diesem zahlreiche Wirkungen zugeschrieben, darunter Vergebung von Sünden, Öffnung des Himmels und Erlangung der Fürsprache des Propheten. Bekannteste Form des Salawat ist: «اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَی مُحَمَّدٍ وَ آلِ مُحَمَّد»
Gott! Segne Muhammas und die Familie Muhammads In einigen schiitischen Überlieferungen wird empfohlen, وعَجِّل فَرَجَهُم (deutsch: und beschleunige ihre Erlösung) anzuhängen. Gemäß Fatwa schiitischer Rechtsgelehrter ist es obligatorisch das Salawat im Tashahud zu zitieren und dessen absichtliches Weglassen macht das Das Gebet ungültig; ebenso wird das Salawat in der Freitagspredigt und Ritualgebet für Verstobene zitiert. Gemäß Fatwa schiitischer Juristen ist Erwähnung des Salawat im Tashahhud des Gebetes obligatorisch und absichtliches Weglassen macht das Gebet ungültig. Salawat ist auch in den Predigten des Freitagsgebets und im Ritualgebet für Verstorbene obligatorisch.
Das Aussprechen des Salawat ist jederzeit empfehlenswert, aber zu bestimmten Zeiten und bestimmten Situationen wie zum Beispiel beim Hören der Namen des Propheten (s.), beim Ruku' und der Sajdah, sowie zu bestimmten Zeitpunkten besonders empfehlenswert.
Salawat ist unter Schiiten neben seinem Aspekt des Gottesdienstes auch bei Zeremonien, religiösen Versammlungen und alltäglichen Aktivitäten verbreitet und einige Schiiten veranstalten ein gemeinsames rituelles Salawat[Anmerkung 1] durch um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Die Philosophie des Salawat beinhaltet das Bitten um Barmherzigkeit Gottes für den Propheten und die Ahl al-Bait (a.), Ehren ihres Andenkens und Namens sowie Befolgen ihrer Tradition (persisch: سیره معصوم). In der schiitischen Kultur ist es üblich die Ahl al-Bait (a.) in das Salawat einzubeziehen und dies gilt in vielen Quellen als wesentliche religiöse Regel. Der Begründer des WahhabismusIbn Taymiyya al-Harani zog es hingegen vor dies wegzulassen, um nicht mit den Schiiten in Verbindung gebracht zu werden.
Über das Salawat wurden verschiedene Werke verfasst, darunter: «Sharh va Faza’il Salawat» von Ahmad Hosseini Ardakani und «Athar va Barakat al-Salawat» von Ali Ibrahimi.
Wichtigkeit und Stellung
Das Salawat ist ein Gebot Gottes im Korans.[1] Im As-Salawat Vers] senden Gott und die Engel Segenswünsche auf den Propheten Muhammad (s.) und gebieten den Gläubigen dies ebenfalls zu tun.[2] Das Senden des Salawat gilt als Religiöses Ritual[3] (persisch: شعایر دینی) und unter der Schia weit verbreitet.[4]
Dieses Gedenken wird bei den meisten muslimischen Zeremonien und Zusammenkünften, einschließlich Feierlichkeiten und Trauerfeiern zitiert.[5] In der schiitischen Kultur wird das Salawat beim Hören des Namens des Propheten zitiert und es gilt als unschicklich dies auszulassen.[6] Manche Schiiten machen das Salawat auch zu ihrem ständigen Gedenken oder geloben (persisch: نذر) dieses eine bestimmte Anzahl zu zitieren.[7]
Nach obligatorischen Gebeten und der Koran-Rezitation gilt das Salawat als eine der besten Formen des Gottesdienstes[8] und wird in Gebeten der Unfehlbaren, insbesondere in As-Sahifa As-Sajjadiya (Buch) häufig erwähnt.[9] In einer anderen Überlieferung wird als wirklich geizig (persisch: بخل) jemand definiert der beim Hören des Namens des Propheten kein Salawat ausspricht.[10]
Schiitische Rechtsgelehrte sind sich einig, dass Rezitieren des Salawat im Taschahhud des Gebetes obligatorisch ist und dass das Gebet ungültig wird, wenn es absichtlich auselassen wird.[11] Einige [[sunnitische Rechtsgelehrte teilen diese Ansicht.[12] Zusätzlich zum Taschahhud gilt Senden des Salawat für den Propheten und seine Familie in der Freitagspredigt[13] und im Ritualgebet für Verstorbene als obligatorisch.[14] Auch der schiitischer Koran-Kommentator Nasir Makarem Shirazi ist es gemäß dem As-Salawat Vers obligatorisch einmal im Leben des Propheten (Friede sei mit ihm) das Salawat zu senden.[15]
Salawat in der muslimischen Kultur
Das Salawat wird in der muslimischen Kultur in verschiedenen Situationen zitiert, beispielsweise beim Singen von Wiegenliedern, Sprichwörtern, bei Aussaat und Ernte von Agrarprodukten[16] sowie in Zurkhaneh-Ritualen wie Salawat-e-Charkh, Salawat-e-Miyandari und Salawat-e-Good.[17] Im Iran hatte das Salawat auch eine politische und soziale Funktion. So trug das Salawat den Menschen dazu bei die Position der Marja'i Taqlid und deren Leitung zu festigen indem sie nach dem Hören des Namens Imam Khomeinis während seines Exils in die Türkei das Salawat ausriefen.[18]
Das Khatam-Salawat (Ritual) ist ein Gottesdienst bei dem einige mit der Absicht die vierzehn Unfehlbaren zu bitten um Fürsprache der Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu bitten[19] eine bestimmte Anzahl von Salawat (z. B. 100, 1.000 oder 14.000)[20] am Stück zu senden. Dieses wird üblicherweise aufgrund eines Gelübdes[21] vollzogen. Das Khatam Salawat wird auch in Gruppen abgehalten wobei die Teilnehmer gemeinsam eine bestimmte Anzahl von Salawat sprechen.[22] Im Iran rezitiert nach jedem Gemeinschaftsgebet jemand den As-Salawat Vers laut und die Gläubigen senden daraufhin drei Salawats. In Misbah al-Mutahajjud (Buch) wird das Rezitieren vom As-Salawat Vers als Teil der Taqi'abat[Anmerkung 2] empfohlen.[23]
Dichter verfassten auch Werke namens Salawat-nameh in Formen wie Couplets, Ghazals und Oden verfasst.[24] Der Zweck dieser Gedichte ist es Segen zu erbitten. Das heißt der Zuhörer wird ermutigt nach dem Ende jeder Strophe Segenswünsche auszusprechen.[25] Salawat-khani ist ebenfalls eine religiöse Kunstform, die in einigen Regionen beliebt ist.[26] In diesem Ritual werden Segenswünsche melodisch und harmonisch rezitiert und üblicherweise bei Mawlid-e-Majlis und anderen religiösen Feierlichkeiten zelebriert.[27]
Phylosophie des Salawat
Salawat ist eine Form der Wertschätzung für das 23-jährige Wirken des Propheten Gottes und trägt zur Stärkung der Liebe zu ihm bei.[29] Forscher gehen davon aus, dass Gläubige durch Senden von Salawat an den Propheten und seiner Familie zu Mittlern sie zu Mittlern zwischen sich und Gott machen, damit ihnen Barmherzigkeit Gottes zuteil werden kann.[30] Dem Beispiel des vollkommenen Menschen zu folgen,[31] den Propheten und seine Familie respektieren, den Namen und Andenken der Auserwählten Gottes zu ehren, dem Weg des Prophetentums und der Rechtleitung zu folgen und Unauflöslichkeit von Prophetentum und Imamat zu verdeutlichen, sind weitere Aspekte von Salawat.[32]
Es gibt zwei Ansichten ob es von Vorteil ist den Propheten und seine Familie zu Segenswünsche zu übermitteln.[33] Gelehrte wie der schiitische Rechtsgelehrte Shahid Thani,[34] Autor des Tafsir al-Mizan Sayyid Muhammad Husayn Tabataba'i[35] und sein Schüler Hasan Hassanzadeh Amoli[36] sind der Meinung, dass der Rang des Propheten so hoch ist, dass er die Segenswünsche der Gläubigen nicht benötigt und die Wirkung der Segenswünsche daher zum Sender zurückkehrt.[37] Im Gegensatz dazu glauben Allama al-Majlisi und Murtaza Motahari, dass der Prophet und seine Familie zwar einen sehr hohen Rang besitzen, sich aber auf dem Weg zur Vollkommenheit befinden und somit das Aussprechen von Segenswünschen ihren Rang bei Gott erhöht.[38]
Wenn das Salawat Gott zugeschrieben wird bedeutet es Barmherzigkeit; wenn es Engeln zugeschrieben wird Bitten um Vergebung und wenn es Menschen zugeschrieben wird Bittgebet.[39]
Vorzüge und Effekte
In den Quellen der Überlieferungen wurden viele Belohnungen und spirituelle und materielle Effekte für Salawat gezählt. Einige dieser Arbeiten umfassen:
- Vergebung von Sünden[40]
- Löschen von Sünden[41]
- gewichtigstes auf der Waage der Taten[42]
- Öffnen der Tore des Himmels und Abfallen von Sünden[43]
- Freundschaft mit Gott[44]
- Erhalten der Fürsprache des Propheten[45]
- Vernichtung der Heuchler durch lautes Salawat[46]
- Erinnerung an Vergessenes [47]
- Vergebung durch die Engel (für Schreiber des Salawat)[48]
- Erhören der Gebete[49]
- Rettung vor dem Feuer der Hölle[50]
- Erfüllung von 100 Bedürfnissen[51]
- Segen Gottes und der Engel für Zitierer des Salawat[52]
- Beste Tat am Freitag[53]
- Imam Zaman (AS) bemerken (Zitieren des Salawat nach dem Morgen- und Mittagsgebet) [54]
- Öffnen eines Tores zu den Toren der Vergebung[55]
- Bestes Bittgebet in der Kaaba[56]
- Reinigung der Taten[57]
- Erleuchtung des Grabes, Pfad über die Brücke der Hölle (Siraat) und Paradies[58]
- Am Auferstehungstag zu den Nä©hsten des Propheten (s.) gehören[59]
- Mit Tasbih[Anmerkung 3], Tahlil[Anmerkung 4]und Takbir[Anmerkung 5] [60]
Soll auch der Familie des Propheten Segenswünsche gesendet werden?
Im schiitischen Brauch wird der Segen für den Propheten stets auch seiner Familie mit einbezogen [61] und nach dem Autor von Jawahar ist das Hinzufügen von „Ali” (Familie) des Propheten (s.) zum Salawat eine notwendige religiöse Regelung (persisch: ضروری مذهب); [62] Die Autoritäten der Nachahmung Sayyid Abu al-Qasim Khoei schlug unter Berufung auf einige Überlieferungen [63] vor, dass das Salawat ohne Einbeziehung seiner Familie verboten (Haram) ist. [64]
Auch nach schiitischen und sunnitischen Quellen der Überlieferungen ist ein unvollständiges Salawat (also nur an dem Propheten, aber nicht seiner Familie) untersagt und ein vollständiges ist sowohl an Muhammed und seine Familie. [65] Sayyid Noorullah Hosseini Shoushtari stellte diese Überlieferungen in Ahqaq al-haqq wa Izhaq al-batal (Buch) zusammen.[66]
Mit der Familie des Propheten sind die fünf Mitglieder des Kisa-Ereignisses in dem der Prophet Ali, Fatima, Hassan und Hussein unter eine Decke nahm nachdem der Tathir-Vers offenbart wurde und unter dieser diesen rezitierte. Nach Muqaddas ardabili schiitischen Gelehrten bezieht dieser Vers auch alle zwölf Imame der Schiiten mit ein. [67] Sunniten ist diese Bedeutung der Familie Muhammads gemäß der Offenbarung des Tathir-Vers bekannt, sind aber unterschiedlicher Sicht über deren Mitglieder. [68]
Nach dem sunnitischen Gelehrten Ibn Hajar al-Haythami ist das korrekte Salawat „Allahumma Salli als Muhammad wa Ali Muhammad“ und dementsprechend in der Konfession der Shafi'i der Segenswunsch an die Familie Mohammeds obligatorisch. [69] Laut dem [[[Salafismus|salafitischen]] Gelehrten Ibn Taymiyyah sieht er obwohl Order des Propheten über dessen Pflicht auch seiner Familie Segen zu wünschen, dieses Salawat als Symbol der Schiiten, so isei es besser dies auszulassen. [70] Sanani erwähnte auch, dass die Einbeziehung der Familie Muhammads in der Zeit der Umayyaden aufgrund der Angst der Menschen und Selbstschutz ausgelassen wurde. [71]
Nach Überlieferungen in Sihah Sitta der Ahl al-Sunnah hielt es der Prophet (s.) für obligatorisch das Salawat mit dem Ausdruck „ali Muhammad“ zu ergänzen. [72] der sunnitische Gelehrte Subaki sammelte prophetische Überlieferungen für das 52 Formen des Salawat im Kitab Schifa’ al-Siqam. Die meisten sind mit “Ali Muhammad”, aber keines dieser erwähnt die Segnungen der Gefährten in der Art und Weise, wie üblicherweise die Sunniten das Salawat senden. [73]
Es sei erwähnt, dass die Sunniten über Segnungen für Nicht-Propheten nicht einverstanden sind. Einige halten es für falsch, einige für verpönt (makruh) und andere nur zulässig, wenn zuerst an den Propheten und dann an jemand anders gesendet wird. [74]
Zu welchen Gegenheiten muss der Segenswunsch an den Propheten (s.) gesendet werden.

Nach bekannten schiitischen Juristen [75] ist das Senden des Salawat wenn der Name oder Spitzname oder [[Liste der Spitznamen und Titel des Propheten (s.)|Titel des Propheten (s.)]) selbst auch im Gebet nur empfohlen (Mustahab). [76] Einige Juristen zogen auch Pflicht in Betracht. [77] Die [[Liste der schiitischen Autorotäten zur Nachahmung|schiitische Autorität der Nachahmung [[[Hussein Wahid Khorasani]] sieht das Senden des Salawat nach Hören des Namens von Imam Ali (a.) als gute Tat. [78] Nach Überlieferungen [79] ist die beste Zeit für das Salawat in der Nacht zum Freitag und am Freitag.[80] Andere Gelegenheiten in denen das Salawat empfohlen wird sind unter anderem folgende:
- im Ruku'[Anmerkung 6]und Sajah[Anmerkung 7] des Gebetes[81]
- Zu Beginn von Predigten und Vorträgen
- Beim Betreten der Masjid al-Haram
- Beim Tawaf und Eilen zwischen Safa und Marwa (Sayy Safa wa Marwa)
- In den Monaten Rajab، Scha'ban und Ramazan
- Beim Sehen des Hofs (Haram) der Prophetenmoschee (Haram)
- Vor und nach dem Wuzu
- Im Taqibat[Anmerkung 8] der Gebete
- Vor und nach Bittgebeten
- Während des Richens an Blumen
- Nach Nießen
- Während Reisen.[82]
verschiedene Formulierungen des Salawat
Das bekannteste Salawat ist der Satz «اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَی مُحَمَّدٍ وَ آلِ مُحَمَّد»[Anmerkung 9], aber in einigen Überlieferungen gibt es auch andere Formen des Salawat. [83] Laut einigen Forschern erwähnt das As-Sahifa as-Sajjadiya 210 verschiedene Formulierungen des Salawat.
Nach einer Überlieferung betrachtete der Prophet das korrekte Salawat als «اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَی مُحَمَّدٍ وَ آلِ مُحَمَّد»[Anmerkung 10] und verbat die Formulierung «اللهم صلّ علی محمد و علی آل محمد»[Anmerkung 11][85] Der Autor von Riyadh al-Salikin Sayyid Ali Khan Madani betrachtete diese Überlieferung als nicht authentisch, [86] aber Mohammad Taqi Majlisi sieht diese in As-Sira al-Mutascharri'a als korrekt an.

Salawat mit Ergänzung «Ajjil farajahum»
Hauptartikel: Wa ajjil farajahum
Einige Schiiten fügen nach dem Salawat den Satz "وَجِّل فَرَجهم" hinzu was “beschleunige ihre Erlösung" bedeutet. [88] Dieses Gedenken ist eine Bitte um Beschleunigung des Erscheinens von Imam Mahdi (a.). Nach Überlieferungen von Imam Sadiq (a.) ist für diese Ergänzung unter bestimmten Bedingungen und Anzahl Belohnungen wie Erfolg Imam Mahdi (a.) zu treffen, [89] zu seinen besonderen Begleitern[90] zu gehören und von seine Shafa'a bei der Auferstehung zu erwähnen[91].
Anmerkungen
- ↑ Ein gemeinsames Zitieren einer bestimmten Anzahl (100, 1.000, 14.000) Salawat nach dem Gebet. Arabisch: ختم صلوات/Khatm Salawat
- ↑ eine Reihe bestimmter gottesdiensticher Handlungen, meist Bittgebete, die regelmäßig nach den Pflichtgebeten ausgeführt werden. Täglich, wöchentlich an bestimmten Tagen oder bestimmten Gelegenheiten wie Festtage.
- ↑ Ausrufen von “Subhana Allah” (Gott sei gepriesen)
- ↑ Ausrufen von „Alhamd Li Allah (gelobt sei Gott)
- ↑ Ausrufen von “Allahu Akbar” (Gott ist größer [als alles andere])
- ↑ Pflicht-Verneigung im gebet
- ↑ Pflicht-Niederwerfung des Gebetes
- ↑ Bittgebete und Zitieren als Gottesdienst nach den Pflichtgeben
- ↑ Allahumma Salli ala Muhammad wa ali Muhammad
Deutsch: Gott! Sende Segen auf Mohammad und die Familie von Mohammed - ↑ Referenzfehler: Ungültiges
<ref>-Element: Für den Einzelnachweis mit dem NamenSalawatwurde kein Text angegeben. - ↑ Grammatikalisch sind in der ersten Formulierung Muhammad und seine Familie eine Einheit, während die zweite diese als zwei Einheiten durch Wiederholung (ala: deutsch «auf») formuliert sind.
Fußnoten