Imam Jawad (a.)

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Muḥammad Ibn ʿAlī
Der neunte Imam der Schiiten
al-Jawad
Heiligtum von Imam al-Jawad (a), Kazimain
Kunia (Beinahme)Abu Ja'far
GeburtsdatumRajab 10, 195/April 8, 811
GeburtsortMedina
ImamatSafar 30, 203 (für 17 Jahre)/September 6, 818.
Herrschaften seiner Zeital-Ma'mun, al-Mu'tasim
MärtyrertumDhu al-Qaʿda 30, 220/November 29, 835 in Baghdad
Ort des GrabmalsKazimain
VorgängerAli b. Musa
NachfolgerAli b. Muhammad
VaterAli b. Musa
MutterSabika
EhefrauenSamana, Umm al-Fazl
SöhneAli, Musa
TöchterHakima, Zeinab
Titelal-Jawad
Die zwölf Imame
Ali, Hasan, Husein, Sajjad, Baqir, Sadiq, Kazim, Reza, Jawad, Hadi, Hasan al-Askari, Mahdi

Muḥammad Ibn ʿAlī Ibn Mūsā (arabisch: محمد بن علی بن موسی) bekannt als Imam Jawad und Imam Muḥammad Taqī (195-220 n. H. / 811-835 n. Ch.) ist der neunte Imam der Zwölf Imame der Schiiten. Sein Beiname Kunya ist "Abū Ğaʿfar Ṯānī". Er wurde am 10. Rağab 195/811 in Medina geboren. Sein Imāmat dauerte 17 Jahre an und er erlangte den Märtyrertod im Alter von 25 Jahren. Er ruht in Kāẓimain neben seinem Großvater Imam Mūsā b. Ğaʿfar al-Kāẓim (a). Unter den Zwölf Imamen (a.) war er der Jüngste, der zu seinem Schöpfer zurückkehrte.

Nach dem Märtyrertod von Imam Riḍā (a.) hielten manche Schiiten ʿAbdullah, den Bruder von Imam Riḍā (a.) für den folgenden Imam. Manche folgten der Wāqifīya-Richtung, aber die meisten Schiiten nahmen den Imam Ğawād (a.) trotz seines geringen Alters als folgenden Imam an. Aufgrund entstandener Einschränkungen zu seiner Zeit musste der Imam durch einige Stellvertreter zu den Schiiten in Kontakt treten.

Zwischen dem Imam und religiösen Gelehrten verschiedener islamischer Konfessionen kam es zu wissenschaftlichen Debatten über theologische Fragen wie die Position der Kalifen, sowie über rechtswissenschaftliche und religiöse Fragen wie der Rechtsentscheid (Ḥukm) des Abschlagens der Hände der Diebe und der der Pilgerfahrt nach Mekka. Diese Gegenüberstellungen zählen zu den bekanntesten Debatten von Imam.

Abstammung, Beinamen und Titel

Muḥammad Ibn ʿAlī Ibn Mūsā Ibn Ğaʿfar ist der neunte Imam der Zwölferschiiten oder Imamiten, bekannt als Imam al-Ğawād (a.), Sohn von Imam Riḍā (a.), dem achten Imam der Schiiten. Seine Mutter hieß "Sabīka", die in gerader Linie von "Māria al-Qibṭīyya", der Ehefrau des Propheten Muhammad (s.), abstammte. Über seine Mutter sind mehrere Namen unter anderem "Ḫaizurān" und "Rayḥāna" bekannt.[1]

Sein Beiname ist "Abū Ğaʿfar". In den historischen Überlieferungssammlungen steht öfter "Abū Ğaʿfar Ṯānī" (der Zweite), damit zwischen ihm und "Abū Ğaʿfar Awwal" (der Erste), Imam Bāqir (a.), differenziert wird.[2]

"Ğawād" ist sein bekanntesten Titel. Andere Titel wie Taqī, Murtaḍā, Qāniʿ, Raḍī, Muḫtār, Mutawakkil, Muntağab sind auch aufgeführt.[3]

Geburt und Märtyrertod

Gemäß dem Bericht der Historiker trat die Geburt des Imam Ğawād (a.) im Jahr 195/811 in Medina ein. Es bestehen aber Meinungsverschiedenheiten unter den Historikern über den Tag und den Monat seiner Geburt. In den meisten Quellen wurde erwähnt, dass er am 15. Ramaḍān zur Welt kam.[4] Scheich Ṭūsī hat im Buch Miṣbāḥ al-mutihağğid den 10. Rağab als Geburtstag angeführt.[5] Heute wird dieses Datum für gültig gehalten.

Imam Ğawād (a.) wurde im Jahr 220/ 835 durch den abbasidischen Kalifen, Muʿtaṣim, im Alter von 25 Jahren in Baġdād Märtyrer und neben seinem Großvater, Imam Kāẓim (a.) in Kāẓimain beigesetzt.[6]

Ehefrauen und Kinder

Ehefrauen

In 215/831 oder 214/830 heiratete Imam Ğawād (a.) "Umm Faḍl", die Tochter von Maʾmūn ʿAbbāsī.[7] Die Heirat fand auf Antrag von Maʾmūn statt. Der Imam nahm den Antrag an und legte ihre Brautgabe im Wert von 500 Dirham fest, gleichwertig der Brautgabe von Fāṭima az-Zahrāʾ(s.). Er bekam keine Kinder von Umm Faḍl.[8] Manchen Berichten zufolge verheiratete Maʾmūn seine Tochter mit dem Imam, als dieser im Alter von weniger als 8 Jahren war. Nach diesen Berichten reiste der Imam nach Churasan um seinen Vater, Imam Riḍa (a.), zu besuchen. Auf dieser Reise wurde die Heirat durchgeführt. Wie Ibn Kaṯīr berichtet, wurde die islamische Trauformel zur Zeit von Imam Riḍā (a.) gesprochen und einige Jahre später in 215/831 nach dem Märtyrertod seines Vaters holte der Imam seine Ehefrau in seinen Haushalt. [9]

Aufgrund dieses Berichts stimmen die Berichte, welche besagen, dass die Eheschließung im Jahr 202/818[10] stattfand, mit den Wiedergaben überein, die von der Heirat in 215/831 berichten. Jedoch entspricht dieser Bericht der bekannten Erzählung über die Debatte zwischen Yaḥyā Ibn Akṯam[11] und Imam Ğawād (a.) in Baġdād nicht.

Die zweite Ehefrau des Imams (a.) hieß "Samāna Maġribīyya", und war eine vom Imam freigelassene Sklavin.[12] Alle Kinder des Imams kamen von dieser Frau auf die Welt.[13]

Kinder

Gemäß dem Bericht von Scheich Mufīd hatte der Imam 4 Kinder: ʿAlī (Imam Hādī, der folgende Imam), Mūsā, Fāṭima und Imāma.[14] Manche haben 3 Töchter Ḥakīma, Ḫadīğa und Umm Kulṯūm gezählt.[15]

Argumente für das Imāmat

Sein Führungsauftrag (Imāmat) fing mit dem Märtyrertod seines Vaters an und dauerte 17 Jahre (203-220/819-835). Es gibt viele Überlieferungen, auf die sich man stützte, um für sein Imāmat zu argumentieren. Einige dieser unzähligen Überlieferungen berichtet Folgendes: "Einer der Gefährten des Imam al-Riḍā (a.) fragte ihn nach seinem Nachfolger. Der Imam (a.) deutete mit der Hand auf seinen Sohn Abū Ğaʿfar (Imam Ğawād (a.)) hin, der ihm gegenüber stand."[16]

Folgende Überlieferung stammt auch von Imam Riḍā (a.): "Das ist Abū Ğaʿfar, den ich zum Imam nach mir ernannt und auf den ich den Führungsauftrag übertragen habe. Wir gehören zu der Familie, deren Kinder und Erwachsene (das gesamte Wissen) gleichermaßen erben."[17]

Abu al-Ḥasan Ibn Muḥammad, einer der Gefährten von Imam Riḍā (a.): "Ich hörte den Imam (a.) sagen: Abū Ğaʿfar ist mein Nachfolger unter meinen Leuten."[18]

Das gesegnete Neugeborene

Imam Ğawād (a.) wurde im letzten Lebensabschnitt seines Vaters geboren. Vor seiner Geburt setzten manche von den Widersprechern das Gerücht in Umlauf, dass Imam Riḍā (a.) ohne Nachkommen stürbe und das damit das Imāmat aufhöre. Überlieferungsquellen zufolge, sprach Imam Riḍā (a.), als Imam Ğawād (a.) zur Welt kam und ihm das Neugeborene in den Arm gelegt wurde: "Gesegneter als dieses Kind wurde für unsere Schiiten niemand geboren."

Auch wird von Ibn Asbāṭ und ʿUbbād Ibn Ismāʿīl berichtet: "In Anwesenheit des Imam Riḍā (a.) wurde Abū Ğaʿfar (Imam Ğawād (a.)) gebracht. Wir haben gefragt, ob er das gesegnete Neugeborene sei. Der Imam (a.) erwiderte darauf: Das ist das Neugeborene, das gesegneter als niemand anderes im Islam geboren wurde.[19]

Imāmat und das Knabenalter

Imam Ğawād (a.) wurde im Alter von 8 Jahren zum Imam, daher erkannten manche Schiiten sein Imāmat nicht an und richteten sich nach einigen anderen Personen. Eine Anzahl von Schiiten bezweifelte sein Imāmat und war zunächst irre gegangen, jedoch glaubte sie allmählich an den Imam. Es wurde durch Gegner der Ahl al-Bait (a.) das Imāmat eines kleinen Kindes in der Öffentlichkeit in Zweifel gezogen. Sie setzten die öffentliche Meinung in Zweifel darüber, dass ein kleines Kind das Imāmat übernehmen könnte. Imam Riḍā (a.) und Imam Ğawād (a.) antworteten auf diese Zweifel mit den Qurʾānversen. Eine dieser koranischen Antworten weist deutlich auf das Prophetentum von Johannes Yaḥyā (a.) hin. Sura 19 (Maryam) Vers 12 verweist und macht aufmerksam darauf, dass ihm schon im Knabenalter Weisheit verliehen wurde. Eine andere Antwort stammt aus derselben Sura, Verse 30-32, in der der Qurʾān aufzeigt, dass Jesus (a.) zu den Menschen in der Wiege und als reifer Mann sprach:[20]

Er (Jesus) (a.) sprach: "Ich bin der Knecht Gottes! Er gab mir das Buch und machte mich zum Propheten. Er verlieh mir Segen, wo immer ich auch war, und trug mir das Gebet und die Armensteuer auf, solange ich am Leben bin. Und Ehrerbietung gegen meine Mutter! Er machte mich zu keinem elenden Gewaltmenschen!"

Schiʿa nach dem Märtyrertod von Imam Riḍā (a.)

Imam Riḍā (a.) erlangte den Märtyrertod in 203/818. Sein achtjähriger Sohn, Ğawād, wurde der folgende Imam nach ihm. Über das Thema des Imāmats eines kleinen Jungen kam es zu ernsthaften Differenzen zwischen den Schiiten. Manche Schiiten folgten ʿAbdullah Ibn Mūsā Ibn Ğaʿfar, dem Bruder von Imam Riḍā (a.). Da sie ihn aber testen wollten, stellten sie ihm einige Fragen. ʿAbdullah scheiterte daran, überzeugende Argumente vorzubringen, daher wandten sie sich von ihm ab.[21] Eine Anzahl schloss sich der Wāqifīya-Ansicht an. Nach al-Naubaḫtī lag der Grund für die Differenzen zwischen den Schiiten darin, dass der Imam noch nicht in die Pubertät gekommen war. Nach der Vorstellung mancher Schiiten wurde die Pubertät als eine der Voraussetzungen des Imāmats betrachtet.[22]

Allerdings ließen sich die meisten Schiiten von Imam Ğawād (a.) leiten. Als Antwort auf diejenigen, die sein Imāmat aufgrund des Knabenalters des Imams infrage stellten, gab er einen deutlichen Hinweis auf die Nachfolge des Salomo nach David und sprach: "Der Prophet David machte seinen Sohn Salomo zum Nachfolger, als dieser noch ein Knabe war und die Schafe auf der Weide hütete."[23]

Als Imam Ğawād (a.) in der Kindheit zum Imam wurde, begaben sich manche Schiiten von Baġdād und anderen Plätzen nach Medina, vor oder nach der Ḥağ-Zeremonie (Pilgerfahrt nach Mekka), um ihn aufzusuchen. Auf einer Sitzung, in der sich die Muslime bei ʿAbdullah Ibn Mūsā Ibn Ğaʿfar, dem Onkel des Imams trafen, richteten sie an ihn einige Fragen, auf die er nichts zu entgegnen wusste. Sie grämten sich darüber und suchten daraufhin den achtjährigen Imam auf, warfen dieselben Fragen in die Debatte, wurden mit deren Antworten erfreut und lobpreisten des Imams Verdienste.[24]

Imāmat

Imam Ğawād (a.) erlebte zwei abbasidische Kalifen, Maʾmūn und Muʿtaṣim. Der erste Kalif (193/809 bis 218/833) war 23 Jahre ein Zeitgenosse des Imams. Er (a.) und der Zweite (218/833 bis 227/842) lebten 2 Jahre kontemporär. Er wurde zweimal von den beiden Kalifen nach Bagdad gerufen. Auf der zweiten Reise wurde er von Muʿtaṣim ermordet.[25] [26]

Debatten

Während seines Imāmats trat der Imam mehrmals mit den Rechtsgelehrten der abbasidischen Regierung in Debatten ein, welche die Bewunderung der Anwesenden erregten und dadurch wurde er als außergewöhnlich angesehen und verdiente besondere Anerkennung.

Debatte in der Versammlung von Maʾmūn

Imam al-Ğawāds (a.) Debatte mit Yaḥyā Ibn Akṯam (یحیی بن أکثم) zählt zu den wichtigen Debatten, die zur Zeit von Maʾmūn al-ʿAbbasi in Baqdad geführt wurden. Schiitischen Quellen zufolge rief der Heiratsantrag diese Debatte hervor. Maʾmūn wollte seine Tochter mit dem Imam verheiraten. Nachdem die Höflinge der Abbasiden darüber erfuhren, widersetzten sie sich Maʾmūns Wunsch. Um seine richtige Entscheidung zu beweisen, machte Maʾmūn ihnen den Vorschlag, den Imam zu testen. Sie nahmen den Vorschlag an und eröffneten eine Debatte.

Yaḥyā Ibn Akṯam stellte eine rechtswissenschaftliche Frage zur Debatte, in der es um eine Person ging, die im Weihezustand (Iḥrām) ein Wild getötet hat. Der Imam betrachtete die Frage unter verschiedenen Aspekten und fragte Yaḥyā, welchen Aspekt er bei seiner Äußerung im Sinne hatte.[27] Darauf wusste Yaḥyā nichts zu entgegnen. Die Verwunderung stand den Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Daraufhin beantwortete der Imam selbst die Frage angesichts verschiedener Aspekte. Die Höflingen und abbasidischen Gelehrten gaben des Imams Beherrschung der Rechtswissenschaft zu, als sie seine vollständige Antwort hörten. Es heißt, dass Maʾmūn danach dafür Gott lobpreiste, dass das geschah, was er vorhergesagt hatte.[28]

Debatten über die Kalifen Abū Bakr und ʿUmar

In einer weiteren Gegenüberstellung, in der Maʾmūn und viele Rechtsgelehrte und Köpfe der Abbasiden anwesend waren, drehte es sich um die Verdienste der Kalifen Abū Bakr und ʿUmar. Yaḥyā Ibn Akṯam sprach den Imam (a.) an: "Der Engel Gabriel sagte zum Propheten Muhammad (s.) seitens Allah, er solle Abū Bakr mitteilen, dass Allah mit ihm zufrieden sei, und ihn fragen, ob er auch mit Allah zufrieden ist". Darauf erwiderte Imam Ğawād (a.), er lehne keine der Verdienste von Abū Bakr ab, jedoch müsste Yaḥyā die anderen Überlieferungen vom Propheten (s.) damit in Beziehung bringen. Eine darunter sagt, „wenn ihr eine mir zugeschriebene Überlieferung trefft, stellt ihr sie dem Koran und meinem Vorbild (Sunna) gegenüber, (um Unterschiede und Übereinstimmungen festzustellen). Wenn sie miteinander übereinstimmen würden, seht ihr die Überlieferung als wahr an, sonst als Falsche, denn sonst würde die Anzahl der Lügner und Erfinder von Überlieferungen zunehmen“. Anhand des folgenden Qurʾānverses bewies Imam Ğawād (a.), dass die Überlieferungen über die Verdienste der großen Gefährten (des Propheten, (s.)) erfunden und gefälscht sind.

Wir schufen einst den Menschen und wissen ganz genau, was seine Seele ihm einzuflüstern sucht: Denn wir sind ihm viel näher noch als seine Halsschlagader.(50:16)

Der Imam (a.) stützte sich auf den Versteil “Denn wir sind ihm viel näher noch als seine Halsschlagader“ und setzte fort: "War Allah sich nicht bewusst, ob Abū Bakr mit Ihm zufrieden oder nicht zufrieden war?"[29]

Dann fragte Yaḥyā nach dieser Überlieferung, welche sagte: "Abū Bakr und ʿUmar auf der Erde gleichen Gabriel und Michael im Himmel." Der Imam (a.) antwortete, diese Überlieferung sei nicht wahr, weil Gabriel und Michael immer Gott gedient und gar keine Sünden begangen haben, während Abū Bakr und ʿUmar lange Polytheisten (Mušrik / Götzendiener) gewesen waren, bevor sie den Islam annahmen.[30]

Die Hand des Diebes abschneiden

Es traten einige Ereignisse während des Aufenthalts von Imam Ğawād (a.) in Bagdad ein, welche seine soziale Stellung als Imam erhöhten. Zum Beispiel kann man auf den vom Imam erlassenen Rechtsspruch (Fatwā) über einen Dieb hinweisen. Es kam zu Differenzen zwischen den abbasidischen Gelehrten darüber, an welchem Teil einem Dieb die Hand amputiert werden muss. Nach einer Ansicht müsste ihm die Hand aus dem Handgelenk und nach anderer Auffassung aus dem Ellenbogen abgetrennt werden. Muʿtaṣim, der abbasidische Kalif bat beharrlich Imam Ğawād (a.), seine Ansicht zu äußern. Darauf erwiderte der Imam (a.), lediglich die Finger, der Rest müsse bleiben. Er stützte sich auf den Vers 18 der Sura Jinn:

Und: Die Gebetsstätten gehören Gott. Ruft keinen anderen mit Gott zusammen an (72:18)

Mit den "Gebetsstätten" sind die sieben Niederwerfungsglieder gmeint, in denen zwei Hände miteinbezogen sind. Muʿtaṣim gefiel die Antwort und ordnete an, dem Dieb die Finger abschlagen zu lassen.[31]

Umgangsweise gegenüber unterschiedlichen Sekten

Ahl Ḥadīṯ

Hauptartikel: Ahl al-Hadith

Wie zur Zeit der anderen Imame gab es zur Zeit von Imam Ğawād (a.) auch manche Sekten, die in verschiedenen Bereichen tätig waren und nach der Verbreitung ihres Denkens und ihrer Überzeugungen in der Gesellschaft strebten. Darunter waren die Leute von Hadith (arabisch: اهل الحدیث), die daran glaubten, dass Gott einen Körper hätte. Imam Ğawād (a.) untersagte den Schiiten strengstens die Verbindung zu dieser Sekte und sagte zu den Schiiten, sie sollten kein Gebet hinter den Leuten von Hadith verrichten und ihnen keine Armensteuer (Zakāh) geben.[32]

Wāqifīya

Hauptartikel: Wāqifīya

Al-Wāqifīya (Anhaltende) (arabisch: الواقفیة) gehörte auch zu den kleineren Gemeinschaften, die religionsähnliche Grundsätze vertraten, die nicht den ethischen Normen der islamischen Gesellschaft entsprachen. Die Vertreter dieser Richtung behaupteten, dass das Imāmat mit dem Ableben des siebten Imams, Imam Mūsā b. Ğaʿfar al-Kāẓim (a) aufgehört hätte. Sie erkannten den achten Imam, Imam Riḍā (a.), nicht als gültig und rechtmäßig an. Auf die Frage nach dem Gebet hinter den Befolgern dieser Ansicht antwortete Imam Ğawād (a.), es sei unerlaubt.[33]

Zaidīya

Hauptartikel: Zaidīya

Die Zaidīya (arabisch: زیدیة) war eine verzweigte Richtung von Imamiten (Zwölferschiiten). Ihre Gegnerschaft gegen die Imamiten und die Äußerungen, mit denen ihre Angehörigen die Imame (a.) verleumdeten riefen eine heftige Gegenreaktion der Imame unter anderem von Imam Ğawād (a.) hervor. Nach Imam Ğawād (a.) gelten die Verse 2-3 von der Sure al-Ghaschiya für die Zaiditen. (“An jenem Tage: demutsvolle Angesichter, sich plagende, abmühende.“ (88:2-3)). Und sie werden mit den Nāṣibīyūn (arabisch: ناصبی) gleichgesetzt. Der Begriff bezieht sich auf die Gegner von ʿAlī Ibn Abī Ṭālib und den Zwölf Imamen der Schiiten.[34]

Beziehung zu den Schiiten

Der Imam (a.) unterhielt Beziehungen zu den Schiiten durch Ernennung einiger Stellvertreter in den verschiedenen Gebieten der islamischen Länder. Dass der Imam nicht direkt sondern durch vermittelnde Personen zu den Schiiten sprach, hatte einige Gründe. Einer darunter war, dass er von der Regierung streng überwacht wurde. Andererseits hatte er vor, die Grundlagen für die Verborgenheit des zwölften Imams (a.) zu schaffen.[35]

Der Imam hatte in verschiedenen islamischen Gebieten darunter in Baġdād, Kūfa, Ahwāz, Baṣra, Hamadān, Qom, Rey, Sistān und Bost Stellvertreter.[36]

Auch unterhielten die Schiiten mit dem Imam eine Korrespondenz. Ein Großteil seiner Lehren wurde durch den Austausch von Briefen auf die Schiiten übertragen. Sie richteten ihre Fragen, in denen es meist um die Rechtswissenschaft ging, in den Briefen an den Imam und erhielten die Antworten von ihm. Im Gegensatz zu manchen Briefen[37] wurde in meisten die Namen der Briefschreiber erwähnt.[38]

Im Buch "Mausūʿat al-Imam al-Ğawād (a.)"[39] (arabisch: موسوعة الإمام الجواد) sind mit Ausnahme des Vaters und des Sohnes von Imam Ğawād (a.) die Namen der 63 Briefschreiber, mit denen der Imam die Korrespondenz unterhielt, aus den Überlieferungsquellen gesammelt. Allerdings sind manche Briefe des Imams Antworten auf die Fragen einer Anzahl der Schiiten.[40] Auf der Pilgerfahrt nach Mekka kam er in unmittelbarem Kontakt zu den Schiiten.[41]

Überlieferungen von Imam Ğawād (a.)

Während seines fünfundzwanzigjährigen Imāmats stand Imam Ğawād (a.) unter Druck und Aufsicht der Regierung, daher hatte er keine günstigen Umstände für die Übertragung und Verbreitung schiitischer Lehren. Jedoch bemühte er sich sehr während dieser kurzen Zeit, Schüler zu erziehen, Überlieferungen in den rechtswissenschaftlichen, exegetischen Bereichen zu erzählen und Bittgebete zu sprechen. Über 250 Überlieferungen von ihm in verschiedenen islamischen Gebieten sind in den Sammlungen vorhanden.[42]

Märtyrertod

Altes Bild von Imam Gawad(a.) und Imam Kazim(a.) Heiligtums.

Muʿtaṣim, der abbasidische Kalif ordnete Imam Ğawād (a.) an, von Medina nach Bagdad zu kommen. Er (a.) kam am 28 Muḥarram al-Ḥarām 220/835 in Bagdad an und starb im Ḏu al-Qa'da desselben Jahres in dieser Stadt.[43] Manche Erzählungen berichten von seinem Ableben am 5. oder 6. Ḏu al-Ḥiğğa. Gemäß anderen Berichten starb er Ende Ḏu al-Qa'da den Märtyrertod.[44]

Über den Grund des Todes heißt es, dass als der Rechtsspruch des Imams über das Abschneiden der Finger des Diebes angenommen wurde, empfanden die Gelehrten darunter Ibn Abī Duwād, der Richter von Bagdad tiefe Scham und wurden diskreditiert. Das veranlasste Ibn Abī Duwād, den Imam in der Anwesenheit von Muʿtaṣim in beeindruckender Weise zu verleumden, um sein Ansehen herabzusetzen. Muʿtaṣim wurde stark beeinflusst und beschloss, den Imam vergiften und ermorden zu lassen, während er (a.) im Alter von nur 25 Jahren war. Jedoch glauben manche, dass er von Umm Faḍl, der Tochter von Muʿtaṣim vergiftet wurde.[45]

Scheich Mufīd (gest. 413/1022) schrieb: "Es wurde zwar erzählt, dass der Imam (a.) durch ein Gift Märtyrer wurde, jedoch kann ich die Richtigkeit dieser Behauptung nicht bezeugen."[46] Im Gegensatz zu Scheich Mufīd schrieb al-Masʿūdī (gest. 346/957), dass Muʿtaṣim und Ğaʿfar Ibn Maʾmūn (der Bruder von Umm Faḍl) dem Imam nach dem Leben trachteten. Da er (a.) kein Kind von Umm Faḍl bekam und sein Sohn ʿAlī Ibn Muḥammad (a.) von seiner anderen Ehefrau zur Welt kam, stiftete Ğaʿfar seine Schwester Umm Faḍl (die Ehefrau des Imams) an, den Imam zu vergiften. Sie spritzten das Gift in Trauben und der Imam nahm davon zu sich. Masʿūdī setzte fort, dass Umm Faḍl nachher ihre Tat bereute und bittere Tränen weinte. Der Imam verfluchte sie und sie wurde bald darauf von einer schweren Krankheit befallen.[47]

Laut einer anderen Erzählung hat Mu´tasim nachdem ihm die Leute einen Treueid schworen, einen Brief an den Gouverneur von Medina geschrieben und angeordnet, den Imam (a.) und Umm Faḍl nach Bagdad zu schicken. Als er (a.) in Bagdad ankam, zeigte Muʿtaṣim aus politischen Zwecken ihm gegenüber Zuneigung und Liebe, die aber keine aufrichtige war und machte ihm (a.) sogar etwas zum Geschenk. Nachher schickte er seinen Diener mit einem Orangensaft zum Imam. Der Diener sagte zu ihm (a.), der Kalif Muʿtaṣim habe den Saft Aḥmad Ibn Abī Dāwūd und Saʿīd Ibn Ḫaḍīb und einer Anzahl der Großen zu trinken gegeben und gesagt, er (a.) müsse auch davon trinken. Der Imam sprach, er würde den Saft am Abend trinken, jedoch beharrte der Diener auf seinem Wunsch und der Imam trank den Saft, während er sich des Planes völlig bewusst war.[48]

Gefährten

Viele seiner Gefährten, welche auch zu den Gefährten seines Vaters und seines Sohnes ʿAlī Ibn Muḥammad (a.) gerechnet werden, haben zahlreiche Werke in den rechtswissenschaftlichen und theologischen Bereichen geschaffen und zählen zu den effizienten Persönlichkeiten in ihrer Gesellschaft. Deren Anzahl beträgt 120 Personen, die über 250 Überlieferungen von ihm (a.) erzählt haben. Diese Überlieferungen behandeln rechtswissenschaftliche, exegetische und theologische Themen. Aufgrund der starken Überwachung und seines geringen Alters bei seinem Märtyrertod sind wenige Überlieferungen von ihm (a.) hinterlassen. Zu den berühmtesten Gefährten und Erzählern seiner Überlieferungen gehören: ʿAlī Ibn Mahzīyār, Aḥmad Ibn Abī Naṣr al-Bazanṭī, Zakarīyyā Ibn Ādam, Muḥammad Ibn Ismāʿīl Ibn Bazīʿ, Ḥasan Ibn Saʿīd al-Ahwāzī und Aḥmad Ibn Muḥammad al-Barqī.

Die Gefährten und Erzähler seiner Überlieferungen stammen nicht nur von den Schiiten, sondern auch von den Sunniten.[49]

Vorstellung mancher Gefährten

Grabmal des Heiligtums von Imam Gawad(a.) und Imam Kazim(a.)

ʿAbd al-ʿAẓīm al-Ḥasanī

Hauptartikel: Abd al-Azim al-Hasani

ʿAbd al-ʿAẓīm al-Ḥasanī ist einer der Gefährten von Imam Ğawād (a.), der einige Überlieferungen von ihm erzählt hat. Er wanderte von Medina nach Rey, einer Stadt im Iran, ein und strengte sich sehr an, die Überlieferungen und die Lehre der Ahl al-Bait (a.) zu verbreiten. Wegen seiner Anstrengungen nahm die Anzahl der Schiiten in diesem Gebiet zu. Es heißt, dass der große Druck der abbasidischen Kalifen auf ihn die Auswanderung verursachte. Die abbasidische Regierung setzte die ʿAlawīten unter ständigen politischem Druck, sodass viele von ihnen ihre Wohnstätten verlassen und auswandern mussten. ʿAbd al-ʿAẓīm al-Ḥasanī kam nach Rey und blieb dort bis er verstarb.[50]

Ibrāhīm Ibn Hāschim al-Qummī

Hauptartikel: Ibrahim Ibn Haschim al-Qummi

Ibrāhīm Ibn Hāschim al-Qummī war auch einer der Gefährten von Imam Ğawād (a.), der von den Riğāl-Wissenschaftlern mit "Ğalīl al-Qadr" (arabisch: جلیل القدر) (sehr respektabel) und "Ṯiqa" (arabisch: ثقة) (zuverlässig) betitelt und als ein großer Gelehrter betrachtet wurde. Ibrāhīm stammte aus Kūfa und wanderte nach Qom ein und bemühte sich sehr, die Lehre der Ahl al-Bait in einem weiten Umkreis weiterzugeben. Die Bücher "Nawādir" und "Gerichtsurteile von Imam ʿAlī (a.)" gehören zu seinen Werken. Er ist bei Yūnus Ibn ʿAbd al-Raḥmān (einem Gefährten von Imam al-Riḍā (a.)) in die Lehre gegangen und hat die Überlieferungen von Imam al-Ğawād (a.) in verschiedenen Themenbereichen wiedergegeben.[51]

Worte von Sunni Figuren über Imam al-Ğawād (a.)

Zur Zeit der Regierung al-Maʾmūns und al-Muʿtaṣims hatten Imam al-Ğawāds (a.) wissenschaftliche Debatten und Diskussionen, welche immer zur Problemlösung und Beantwortung der rechtswissenschaftlichen Fragen führten, einen überraschenden Eindruck auf islamische Gelehrte und Forscher in Fiqh (Rechtswissenschaft), Schiʿa und Sunni hinterlassen, sodass viele von ihnen den Imam (a.) als eine herausragende Figur lobten. Einige Beispiele davon werden im Folgenden genannt:

  • Sibṭ Ibn al-Ğauzī (سبط بن الجوزی) sagte: „Er folgte die Herangehensweise seines Vaters in Bezug auf Wissen, Frömmigkeit und Großzügigkeit.“[52]
  • Ibn Ḥiğr Haiṯamī (إبن حجر الهیثمی) schrieb: „Al- Maʾmūn wählte ihn als seinen Schwiegersohn, weil er trotz seines jungen Alters den Gelehrten überlegen war in Wissen und Geduld.“[53]
  • Fattāl al-Naišābūrī (فتال النیشابوری) sagte: „Al-Maʾmūn gewann Imam al- Ğawād (a.) lieb, da er sah, dass er (a.) trotz seiner jungen Jahre ein hohes Maß an Wissen, Weisheit, Benehmen und intellektuelle Perfektion erreicht hatte, das niemand der großen Gelehrten der damaligen Zeit je erreicht hatte.“[54]
  • Ğāḥiẓ ʿUṯmān (جاحظ عثمان), ein muʿtazili, der unter den Gegnern der Familie ʿAlīs (a.) war, erwähnte Imam al-Ğawād (a.) unter den 10 Talibids (Familie von Abu Talib) und erläuterte: „Jeder von ihnen ist wissenhaft, fromm, betend, mutig, großzügig, rein und mit reiner Herkunft.“[55]

Mittlerschaft

Hauptartikel: Tawassul

Aufgrund der Empfehlungen mancher wichtigen islamischen Persönlichkeiten, die an vielen Stellen die Nutzung von Mittlerschaft (Tawassul) betont haben, wenden sich die Schiiten für eine Zunahme der materiellen und immateriellen Gaben Allahs (Rizq) und die Lösung ihrer Probleme an Imam Ğawād (a.) und betiteln ihn mit Bāb al-Ḥawāʾiğ (arabisch: باب الحوائج) (Tor zur Erfüllung der Bedürfnisse der Menschen). Ein Beispiel für solche Mittlerschaft ist die Erzählung von Abu l-Wafāʾ Šīrāzī, welcher behauptete, dass der Prophet (s.) ihm in seinem Traum empfohlen hat, sich an Imam al-Ğawād (a.) zu wenden.[56]

Fußnoten

  1. Kulainī, Uṣūl Kāfī, B. 1, S. 315 u. 492; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 1.
  2. Kulainī, Uṣūl Kāfī, B. 1, S. 315 u. 492; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 1.
  3. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib āl abī ṭālib, B. 4, S. 379; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 12-13.
  4. Sehen Sie: Ašʿarī, Kitāb al-Maqālāt wa l-firaq, S. 99; Ṭabarī, Dalāʾil al-imāma, S. 383.
  5. Scheich Ṭūsī, Miṣbāḥ al-mutihağğid, S. 804-805; Ṭabarsī, Aʿlām al-warā, 1417, S. 128.
  6. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib āl abī ṭālib, B. 4, S. 379; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 12-13.
  7. Ṭabarī schrieb, dass die Heirat der beiden im Jahr 202 n. H. war. Ṭabarī, B. 7, S. 149.
  8. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib āl abī ṭālib, B. 4, S. 380.
  9. Ibn Kaṯīr, Al-Bidāya wa l-nahāya, 1408 n.H., B. 10, S. 295.
  10. Ṭabarī, B. 7, S. 149.
  11. Die Zusammenfassung dieser Debatte ist im Folgenden angeführt.
  12. Aʿlām al-nisāʾ al-muʾmināt, S. 517.
  13. Qummī, Muntahal-āmāl, B. 2, S. 235.
  14. Al-Mufīd, Al-Iršād, B. 2, S. 284.
  15. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib āl abī ṭālib, B. 4, S. 380.
  16. Scheich Mufīd, Al-Iršād, B. 2, S. 265.
  17. Scheich Mufīd, Al-Iršād, B. 2, S. 266.
  18. Scheich Ṣadūq, ʿUyūn aḫbār al-Riḍā, B. 2, S. 586.
  19. Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 20, 23 u. 35.
  20. Kulainī, Uṣūl Kāfī, B. 1, S. 382.
  21. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib āl abī ṭālib, B. 4, S. 383.
  22. Al-Naubaḫtī, Firaq aš-Šiʿa, S. 88.
  23. Al-Naubaḫtī, Firaq aš-Šiʿa, S. 88.
  24. Ṭabarī, Dalāʾil al-imāma, S. 204-206; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 98-100
  25. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib āl abī ṭālib, B. 4, S. 380.
  26. Ibn Šahr Āšūb hat berichtet, dass der Imam drei abbasidische Kalifen erlebte und in der Regierungszeit des dritten, Wāṯiq, Märtyrer wurde.
  27. Der Imam (a.) stellte Yaḥyā folgende Fragen: Hat die Person das Wild innerhalb des Haus Gottes getötet oder außerhalb? Hat sie gewusst, dass es unerlaubt ist, ein Tier im Weihezustand zu töten oder war sie unwissend? Hat sie das Wild vorsätzlich getötet oder versehentlich? Ist die Person ein Sklave oder ein freier Mensch? Ist sie ein Erwachsener oder ein Kind? Hat sie die Tat zum ersten Mal begangen oder bereits schon einige Male getan? Ist die Jagdbeute ein Vogel oder ist sie ein Tier? Gehört die Jagdbeute zu den kleinen Tieren oder zu den Großen? Hat die Person ihre Tat aufrichtig bereut oder nicht? Hat sie das Wild am Tag getötet oder in der Nacht? Auf der Wallfahrt (ʿUmrah) oder auf der Pilgerfahrt (Ḥağ)?
  28. Ṭabarsī, Iḥtiğāğ, S. 443-444; al-Masʿūdī, Iṯbāt al-waṣīyya li l-Imam ʿAlī Ibn Abī Ṭālib (a.), S. 189-191.
  29. Ṭabarsī, Iḥtiğāğ, B. 2, S. 478.
  30. Ṭabarsī, Iḥtiğāğ, B. 2, S. 478.
  31. ʿAyyāšī, al-Tafsīr, B. 1, S. 319-320; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 5 u. 6.
  32. Scheich Ṣadūq, al-Tauḥīd, S. 101.
  33. Scheich Ṭūsī, Man lā yaḥḍaruh ul-faqīh, B. 1, S. 379, wiedergegeben von Ğaʿfarīyān, Ḥayāt fekrī wa sīyāsī Imāmān Šīʿa, S. 490.
  34. Ṭūsī, Iḫtīyār maʿrifa tu-riğāl, S. 229.
  35. Daštī, Farhang ğihād, Naqš sīyāsī sāzmān wikālat dar ʿaṣr ḥuḍūr ʾaʾima (a.), 1384 (nach Sonnenkalender) Nr. 40.
  36. Ğāsim, Tārīḫ sīyāsī ġaiba Imam dawāzdahum, 1386 (nach Sonnenkalender), S. 79.
  37. In manchen Briefen sind die Namen der Briefschreiber nicht erwähnt. Mausūʿat al-Imam al-Ğawād (a.), B. 2, S. 515-521.
  38. Sehen Sie: Kulainī, B. 3, S. 399, B. 4, S. 275 u. 524, B. 5, S. 347; Kaššī, S. 610-611.
  39. Mausūʿat al-Imam al-Ğawād (a.), 1419 n. H., B. 2, S. 416-508.,
  40. Sehen Sie: Kulainī, B. 3, S. 331 u. 398, B. 5, S. 394, B. 7, S. 163; Kaššī, S. 606 u. 611.
  41. Ğaʿfarīyān, Rasūl, Ḥayāt fekrī wa sīyāsī Imāmān Šīʿa, S. 492-493.
  42. ʿAṭārudī, Masnad, S. 249.
  43. Al-Mufīd, al-Iršād, Qom: Saʿīd Ibn Ğubair, 1428 n. H., S. 481.
  44. Saʿd Ibn ʿAbdullah Ašʿarī, S. 99; Ṭabarsī, Aʿlām al-warā, 1417 n. H., B. 2, S. 106.
  45. ʿĀmilī, Zendegānī sīyāsī Imam Ğawād (a.), S. 153.
  46. Al-Mufīd, al-Iršād, 1413 n. H., B. 2, S. 296.
  47. Masʿūdī, Iṯbāt al-waṣīya li l-Imam ʿAlī Ibn Abī Ṭālib (a.), S. 192.
  48. Ibn Šahr Āšūb, Manāqib, B. 4, S. 384; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 50, S. 8.
  49. ʿAṭārudī, Masnad al-Imam al-Ğawād (a.), S. 314, 315, 262, 283, 319, 271.
  50. ʿAṭārudī, Masnad al-Imam al-Ğawād (a.), S. 298-308.
  51. ʿAṭārudī, Masnad al-Imam al-Ğawād (a.), S. 252-253.
  52. Sibṭ Ibn al-Ğauzī, Taḏkirah al-ḫawāṣ, S. 359.
  53. Haiṯamī, Ibn Ḥiğr, al-Ṣawāʿiq al-muḥarriqa, S. 206.
  54. Fattāl al-Naišābūrī, Rauḍat ul-wāʿiẓīn, S. 237.
  55. ʿĀmilī, Zendegānī sīyāsī Imam Ğawād (a.), S. 106.
  56. ʿAllāma Mağlisī gibt die folgende Erzählung ausgehend von Abu l-Wafāʾ Šīrāzī wieder: "Ich wurde einmal von dem Sohn von Ilyās, dem Gouverneur von Kerman, verhaftet und für eine Weile eingesperrt. Nach einiger Zeit begriff ich, dass sie beabsichtigten, mich zu töten. Ich war besorgt und wusste nicht, was ich tun sollte, um dieser drohenden Gefahr zu entkommen. An einem Abend wandte ich mich an Allah durch Imam as-Sağğād (a.), während ich zu Allah betete und Ihn flehentlich um die Freiheit bat. In diesem Moment schlief ich ein und träumte von dem Propheten (s.), der sprach: "Suche nicht Hilfe bei mir und meiner Tochter Fatima, al-Ḥasan (Imam al-Ḥasan al-Muğtabā (a.)), al-Ḥusain oder anderen, sondern bei meinem Sohn Ğawād (a.), durch den Allah deinen Wunsch erfüllt." Daʿawāt Rāwandī, S. 191; Mağlisī, Biḥār al-anwār, B. 91, S. 35, B. 99, S. 249.